€urovision Song Contest - €uro Neuro - Montenegro
Das folgende Zitat aus Junge Welt vom 16.05.2012 klingt schon sehr nach Neurovision:
Piratenpartei: KV Landsberg wählt neuen Kreisvorstand
Nur vier Monate nach der Gründung des Kreisverbandes Landsberg mussten die Mitglieder der Piratenpartei Landsberg am 12. Mai einen neuen fünfköpfigen Kreisvorstand wählen. Der Grund für diesen raschen Wechsel war der Rücktritt des Schatzmeisters, der aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten war. Weiterlesen...
Madslo
Der Free-Music-Friday ist für mich immer eine gute Gelegenheit, über den musikalischen Tellerrand zu blicken. Meistens stelle ich ja doch Musik aus meinen bevorzugten Genres vor, aber immer wieder treffe ich bei meinen Recherchen auf Sachen, bei denen ich spontan denke: Ja, das kann man auch gut hören.
Dodecaudion
In der beliebten Reihe "Instrumente der anderen Art" präsentieren wir heute das Dodecaudion. Für etwas unter 1.000 Euro erhält der geneigte Künstler ein extrem abgefahrenes Eingabegerät, mit dem er Musik live ertanzen kann. Auf den ersten Blick erinnert es ein wenig an das gute alte Theremin.
Ausschreibung Datenschutzbeauftragter (m/w/?)
Wir wachsen. Wir werden immer Größer. Und verarbeiten immer mehr Daten. Daher suchen wir nun einen ehrenamtlichen Datenschutzbeauftragten (m/w/?) für den Bundesverband, der uns bei diesem Prozess unter die Arme greift.
Aufgaben
- Beratung des Bundesverbandes bei allen Fragen des innervereinslichen Datenschutzes.
- Beaufsichtigung aller Stellen im Bundesverbandes, die personenbezogene Daten verarbeiten.
- Mitarbeit bei der Erstellung der vom BDSG geforderten Unterlagen.
- Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Programme, mit deren Hilfe personenbezogene Daten verarbeitet werden sollen, gemäß § 4g BDSG,
- Sensibilisierung und Schulung der haupt– und ehrenamtlichen Mitarbeiter hinsichtlich der Vorschriften des Datenschutzes und der praktischen Anwendung,
- Erarbeitung und Umsetzung notwendiger Hilfsmittel zur Durchsetzung der Vorschriften des Datenschutzes und anderer relevanten Vorgaben,
- Ausarbeitung und Pflege von Datenschutzkonzepten, –richtlinien und –prozessen,
- Ansprechpartner für Datenschutz und IT-Sicherheit, Manifestierung einer effizienten Datenschutzorganisation,
- Umsetzung notwendiger Korrekturmaßnahmen.
Anforderungsprofil:
- Erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten,
- Detaillierte Kenntnisse über die Vorschriften der Datenschutzgesetze,
- insbesondere der des Bundes und allen anderen den Datenschutz betreffenden Rechtsvorschriften,
- Detailliertes Wissen im IT-Bereich,
- Lösungsorientierte Arbeitsweise sowie Kommunikationstalent,
- Die Fähigkeit zur Eigenorganisation,
- Flexibilität und souveränes Auftreten sowie eine pragmatische Arbeitsweise, Konfliktbereitschaft zusammen mit dem erforderliche “Fingerspitzengefühl”, das für die Zusammenarbeit mit einem durchgängig ehrenamtlich tätigem Umfeld erforderlich ist.
Als geeigneten Kandidaten stellen wir uns vor:
- Eine geeignete Weiterbildung beziehungsweise Spezialisierung auf den Datenschutz.
- Berufspraxis und zeitnahe berufliche Tätigkeit im Bereich des Datenschutzes. Wir gehen davon aus, dass die benötigten Gesetzeskommentare vorhanden und die einschlägigen Fachpublikationen abonniert sind.
- Fundierte Fachkenntnisse im Bereich von IT-Systemen. Unser Datenschutzbeauftragter sollte mit unseren Server-Admins “auf Augenhöhe” kommunizieren können.
- Das erforderliche “Fingerspitzengefühl”, das für die Zusammenarbeit mit einem durchgängig ehrenamtlich tätigem Umfeld erforderlich ist.
Die Tätigkeit ist, wie derzeit jede Tätigkeit bei den Jungen Piraten, ehrenamtlich. Da die Junge Piraten als Teil der internationalen Piratenbewegung gerade in Datenschutzfragen besonders wahrgenommen werden, muss auch unser Datenschutzbeauftragter in erheblichem Maße befähigt, geeignet und zuverlässig sein. Der Bewerber muss kein Mitglied der Jungen Piraten sein, wir wünschen uns jedoch eine inhaltliche Nähe zu unseren Zielen.
Bitte sende eine aussagekräftige Bewerbung bis zum 1. Juni 2012 an vorstand@junge-piraten.de
Viele Grüße,
euer Bundesvorstand der Jungen Piraten
David Rovics: 99% - Music Button
David Rovics hat ein neues Gimmick in seinem Shop: den 99%-Button. Für 25 Dollar erhalten Fans einen MP3-Player im Button-Format mit 99 Songs des linken Singer-Songwriters zusammengestellt aus mehr als einem Dutzend verschiedenen Aufnahmen. Viele der Songs waren bisher nie auf einer CD veröffentlicht.
DRM-Front bei eBooks bröckelt
Wenige Tage vor dem International Day Against DRM hatte der zur Holtzbrinck-Tochter Macmillan gehörende Science-Fiction-Verlag TOR bekanntgegeben, ab Juli vollständig auf Digital Rights Management (DRM) zu verzichten. Ursache für den Meinungswandel ist laut Angaben des Verlags sowohl der Druck von Lesern als auch der von Autoren.
Rezeptionsdifferenzen - oder die Reaktionen auf Johannes Ponaders Auftritt bei Günther Jauch
Die Hemmschwelle, jemandem eine E-Mail mit Feedback zu senden, ist erfahrungsgemäß recht hoch. Damit sich jemand hinsetzt, gezielt seine Meinung niederschreibt und versendet, muss ihn das jeweilige Thema auf einer persönlichen Ebene bewegen. Darum überraschte mich das Feedback zu dem Auftritt von Johannes Ponader bei Günther Jauch: Es kamen einige Mails mit negativem Feedback. Es waren nicht überwältigend viele - aber alle, die kamen, waren negativ. Kritisiert wurde Johannes' Outfit:
"Wie soll ich solch eine Partei ernst nehmen und wählen, wenn solche Typen wie Johannes Ponader barfüssig und in Sandalen öffentlich auftreten?"
"In Zukunft sollte so jemand, der ernst genommen werden will, sich nicht von den anderen abheben, also in Sachen Kleidung"Aber auch an Johannes' Person und seiner beruflichen Situation gab es Kritik:
"Der Herr Pomadig (Bundesgeschäftsführer) sollte es vielleicht einmal mit richtiger Arbeit versuchen!"Am meisten zum Nachdenken brachte mich aber eine ausführlichere E-Mail:
"Zwischen kindischen Konzepten, schlechtem Benehmen und Leistungsschwachen Antihelden an der Spitze geht der Erfolg kontinuierlich herunter. Eine historische Chance wird grade von euch verspielt. Aussenwirkung ist das A und O für einen Wahlkampf. Ihr wollt euch verkaufen. Ihr müsst nicht provozieren. Ihr habt auch so Erfolg. Was soll ich (der Wähler) jetzt von euch halten? Erster Kandidat bei Jauch ist kompetenzlos und orientierungslos das man sogar sowas wie Mitleid verspürt hat. Der zweite gestern eine Katastrophe. Die Partei hat sich so weit Links präsentiert, das es selbst den Linken peinlich ist. Wofür also steht Ihr? Mein bisheriger Eindruck ist folgender: Eine Partei der Generation NULL BOCK, arbeitsscheu, asozial, provokant, die sich Ihren Lebensstil gerne weiter so gestalten will, um diesen zu halten. Ich bin enttäuscht. Ihr habt Macht, ihr könnt groß werden und die Politik richtig mitgestalten. Statt dessen macht ihr irgendwelche erfolglose Antihelden zu Euren Führungsfiguren. Wo sind die erfolgreichen ehrgeizigen jüngeren Politiker? Gebildete junge Leute wenden sich von euch ab. Wie wollt ihr die Zukunft gestalten, wenn eure Führung nicht mal ihr eigenes Leben in den Griff bekommt. Wenn ihr weiter im Lager der notorischen Hartz 4 Empfänger und anderen Randgruppen fischen wollt, viel Glück. Ihr habt eine Chance - nutzt sie mit Führungspersönlichkeiten und einem ansprechenden Konzept!"Das brachte mich vor allem deshalb zum Nachdenken, weil während der Sendung am Abend zuvor meine Timeline voll des Lobes für Johannes' Auftritt war. Ganz entgegen der üblichen Piratenmanier, jeden kleinen Fehler auseinander zu nehmen, waren alle - in meinem Blickfeld - hellauf begeistert, oder zumindest verhalten positiv, maximal mit dem Tenor "Luft nach oben ist immer.
Nun frage ich mich: Woher kommt diese unterschiedliche Auffassung bei den Piraten (Alles wunderbar.) und den Menschen, die uns geschrieben haben (Das geht so nicht!)?
Johannes war bei Jauch sicherlich er selber. Er hat gut argumentiert und stach durch sein Auftreten und sein Outfit deutlich aus der Masse der geschniegelten Karrierepolitiker heraus. Er verfolgte während der Sendung die Rezeption seines Auftrittes auf Twitter, vertrat unsere Themen und deutete unser Programm auch für noch unbeantwortete Fragestellungen. Alles in allem war sein Auftritt sehr "piratig". Kein Wunder also, dass er den Piraten gefiel. Seine Folowerzahl bei Twitter hat sich seit der Sendung mehr als verdoppelt - inzwischen sind es über 6000. Es ist unwahrscheinlich, dass das ausschließlich Piraten waren. Johannes kann also auch jenseits davon Massen anziehen (und wahrscheinlich überzeugen).
Es fragt sich dann, warum er anderen nicht gefiel. Die Kritik an seiner Einkommenssituation möchte ich ungern gelten lassen - es ist nicht seine Schuld, dass die Piratenpartei ihre Amtsträger nicht bezahlen kann. Über seine persönlichen Lebensumstände zu urteilen steht niemandem zu.
Die Kritik an seinem Outfit ist da schon interessanter. Piraten störten sich nicht daran, dass er unter Anzugträgern in Pulli und Sandalen - ohne Socken! - saß. Ich nehme an, dass Piraten den Politikbetrieb allgemein anders sehen als andere. Natürlich tun sie das. Sie achten auf Inhalte und nicht auf Fönfrisuren. Wer unsere Bundesparteitage kennt, den überrascht kein Outfit dieser Welt in einer Talkshow; wären wir nicht maßlos tolerant, wir könnten kaum einen Stammtisch besuchen. Bei uns muss niemand darauf achten was er anzieht: was gefällt, ist erlaubt. Toleranz ist das, was uns verbindet, ein Teil der Piratenphilosophie, die kaum ausformuliert werden muss, um gültig zu sein. Und natürlich finden wir es toll, wenn unser politischer Geschäftsführer so deutlich in der Öffentlichkeit zeigt, was es damit auf sich hat - und sich eben nicht darum schert, sich der Menge oder den Erwartungen anzupassen.
Klar ist auch, dass das einigen nicht gefällt. Bei Menschen mit einem anderen Weltbild kommt das eben nicht gut an. Ich kann ihnen das nicht verübeln: wer mit diesen Werten aufwuchs, wer ein bestimmtes Benehmen kennt und gewohnt ist, wird das immer auch von seinen Mitmenschen erwarten. Und wenn sich diese - wie Johannes - nicht an diese Konventionen halten, führt das natürlich zu Unverständnis. Im schlimmsten Fall beflügelt es die ohnehin schon vorhandenen Vorurteile.
Ich glaube, es gab drei verschiedene Arten von Zuschauern bei dieser Sendung. Die ersten waren die Piraten selbst: Relativ unkritisch, bereits mit Johannes bekannt, piratig-tolerant und von den Inhalten und unserer Philosophie überzeugt. Die zweiten waren die Aufgeschlossenen: Vielleicht noch nicht Piratenwähler, aber soweit vertraut mit uns, unserer Art von Politik und dem Wertesystem darunter, dass sie auf die Inhalte hörten, statt an Äußerlichkeiten hängen zu bleiben und sich ernsthaft mit uns auseinandersetzen. Die dritten waren die Unverständigen. Diejenigen, die die Piraten noch nicht kennen, nicht verstehen, oder beides nicht wollen. Diese regen sich über einen ALG II-Empfänger auf, der twitternd in Sandalen neben Günther Jauch sitzt. Diese Zuschauer erreichen wir mit unseren Inhalten nicht, und werden es auch nicht - zumindest nicht so.
In die Zone zwischen den Aufgeschlossenen und den Unverständigen fällt meines Erachtens diese Mail, die mich so zum Nachdenken brachte. Nicht, weil sich der Schreiber über Sandalen echauffiert. Sondern weil er mir vermittelt, was wir ihm vermittelt haben: "So fühle ich mich von euch nicht repräsentiert, so kann ich euch nicht ernst nehmen. Wenn ihr wollt, dass ich euch ernst nehme, dann zeigt Respekt vor meinem Wertesystem." Zumindest lese ich es so.
Die Frage für die Piraten ist dann: Womit wollen wir punkten und bei wem? Wollen wir unsere Inhalte überall bestmöglich platzieren? Dann müssten wir uns so weit assimilieren lassen, dass man aufhört, sich über unseren Kleidungsstil zu echauffieren. Oder besser: dann dürfen wir Talkshowgäste nicht nach dem Kulturschock-Potential auswählen, sondern danach, wer der jeweiligen Zielgruppe der Sendung unsere Inhalte am besten vermitteln kann. Nicht jeder Kulturschock ist positiv. Wenn der Preis für die erhöhte Aufmerksamkeit darin besteht, dass unsere Inhalte nicht gehört werden, ist er zu hoch - auch wenn wir damit ein Zeichen für unsere Philosophie setzen. Unsere Gäste sollten eine gewisse Affinität zur jeweiligen Zielgruppe haben. Dann wird ihnen nämlich zugehört, und nur wer uns zuhört wird uns langfristig verstehen und wählen.
Ja, das ist Marketing. Ja, das ist ein Stück weit "etabliert". Aber niemand sagt, dass wir nur Schlipsträger neben Schlipsträger setzen sollen. Wir müssen uns einfach nur dessen bewusst sein, welche Wirkung es hat, wenn wir Sandalen neben Gucci-Schuhe stellen. Wer sich von Johannes' Sandalen provoziert fühlte, dürfte ihm kaum richtig zugehört haben - die Aufregung um die bloßen Füße überdeckt alles andere. Das ist nicht immer und per se negativ - es verschlechtert in vielen Kontexten aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Menschen, die wir erreichen wollen, tatsächlich erreichen. Wir müssen uns entscheiden, was uns wichtig ist und wo unsere Prioritäten liegen.
Junge Piraten ziehen in Landtag von Schleswig-Holstein ein
Torge Schmidt (23), Spitzenkandidat der Piratenpartei und neuer Abgeordneter ist nicht nur in der Piratenpartei aktiv, sondern auch aktives Mitglied der Jungen Piraten. Neben ihm ist mit Sven Krumbeck (22) auf Listenplatz 5 ein zweiter Junger Pirat in den Landtag eingezogen.
Die Jungen Piraten sind damit mit Jasmin Maurer (Saarland) sowie Susanne Graf, Christopher Lauer und Simon Weiß (Berlin) nun in 3 Landesparlamenten mit insgesamt 6 Abgeordneten vertreten und setzen dort insbesondere in der Jugendpolitik Akzente.
Fotos: bartjez.com
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
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Der Eurovision Song Contest 2013 aus Udmurtien?
Meldung auf esckaz.com am 04.05.2012:
"In case of victory of "Buranovskiye Babushki" at Eurovision 2012, Udmurt Republic will be able to organize the next contest in Izhevsk, declared today at a meeting with the group Minister of National Policy of Udmurtia Vladimir Zavalin. With more than 600 thousand people, Izhevsk in 19th city of Russian Federation on the population.
Botany Bay: Piracy
Zur Zeit vergeht kaum ein Tag ohne eine Philippicae eines mehr oder weniger prominenten Musikers, Tatort-Autors, Schauspielers oder Verlegers. Ihnen wird dafür jede nur denkliche Bühne geboten, vom Handesblatt über die Wirtschaftswoche, Spiegel bis hin zu diversen Talkshows. Was Botany Bay dagegen zu erzählen haben, erfährt kaum jemand, der nicht explizit danach sucht oder, wie ich, von Stephan direkt angeschrieben wird.
Die dreisten Wahlversprechen unserer Regierung
Angela Merkel verspricht "Weniger Steuern, weniger Staat", vor der Wahl 2005. Weiterlesen...
Teilnahme Podiumsdiskussion "Zukunft unserer Kinder"
Ich werde gleich hier in Siegen an einer Podiumsdiskussion "KiBiZ - welche Zukunft haben unsere Kinder" in der Siegelandhalle teilnehmen. Ich bin mal sehr gespannt! Vermutlich werden die Direktkandidaten der anderen Parteien auch vor Ort sein. Weiterlesen...
Radio Interview mit Direktkandidaten
Radio Siegen hat für Ihre Internetseite ein Interview mit den Direktkandidaten des Kreises gemacht, auch mit uns Piraten:
http://www.radio-siegen.de/aktuell/info/infos_233.html
Wir landen allerdings leider ganz am Ende der Seite. Ist glaube ich, ohne Eigeblob, ganz gut gelungen. Weiterlesen...
Zeugshmitz
Wir blicken heute mal wieder über die Alpen, zum südtiroler Netlabel Airbagpromo Records. Dort ist bereits am 08.03.2012 das dritte Album der Alternatve-/Indie-Rockband Zeugshmitz erschienen, mit dem die Band ihr 20-jähriges Bestehen feiert.
Amanda Palmer: Crowfunding für neues Album
Amanda Palmer ist einer der wirklich großen in der Indie-Szene. Immer wieder macht sie mit kreativen Ideen auf sich aufmerksam, mit denen sie einerseits Geld verdient und auf der anderen Seite den Kontakt zu ihren Fans pflegt. Zur Zeit sammelt sie bei Kickstarter Geld für die Produktion und Promotion ihren neuen Albums. Ihr Ziel in 30 Tagen 100.000 Dollar zu sammen hatte sie nach beeindruckenden sechs Stunden geknackt.
NLSN
Die Band NLSN (sprich: Nelson) aus Madgeburg hat mit ihrem Debut-Album “Ich trag’ dich mit mir rum” den Beweis abgeliefert, dass gefühlsbetonter deutscher Pop nicht länger nur eine Spielwiese für Sängerinnen wie Suzie Kerstgens (Klee) ist. Christian Hering (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) hat zwar Erfahrungen in Punk- und Hardcore-Bands gesammelt, das läßt sich der 38-jährige aber nicht anmerken. Mit weicher, beinahe zerbrechlicher Stimme trägt er seine tiefgehenden Texte vor, die von Schicksal, Liebe und Kindheitserinnerungen handeln.
Deutscher Computerspielpreis: Die Haltung der Union ist nicht preiswürdig
Anlässlich der Preisverleihung des Deutschen Computerspielpreises sah sich die Unionsfraktion mit ihrem kultur– und medienpolitischen Sprecher Wolfgang Börnsen zu einer kritischen Stellungnahme bzgl. der Nominierung des Ego-Shooters Crysis2 genötigt. Kernaussage dieser Stellungnahme ist dass sogenannte „Killerspiele“ nicht honoriert werden dürfen und dass auch unter dem Aspekt des Jugendschutzes es vielen Eltern jetzt noch schwerer gemacht wird, für alternative, sinnvolle Spiele zu werben.
„Die Union beweist hier, dass sie noch immer nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit Computerspielen als Kulturgut in der Lage ist“, meint Torge Schmidt, Mitglied der Jungen Piraten und Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Allein die Verwendung des Labels Killerspiele zeigt, wie wenig sich in der Union in den letzten Jahren getan hat. Dies ist ein unsachlicher Kampfbegriff, der nicht nur irreführend ist, sondern auch von nicht wenigen Spielern als beleidigend empfunden wird: Er setzt diejenigen, die Ego-Shooter spielen, mit professionellen Auftragsmördern („Killern“) gleich. Auch verdeckt er, dass der Zweck von Ego-Shootern nicht das Trainieren von Mord und Totschlag ist, sondern der freundschaftliche, sportliche Wettbewerb in Reaktionsgeschwindigkeit, Gruppenkoordination und Taktik.
Dass es in den Augen der Unionsfraktion auch schwieriger für Eltern würde „im Sinne des Jugendschutzes für sinnvollere Spiele zu werben“, ist angesichts der Tatsache, dass zu eben diesem Zeck zwei höher datierte Preise in den Kategorien „Bestes Kinderspiel“ und „Bestes Jugendspiel“ verliehen werden, eine haltlose Kritik an der unabhängigen Jury. Diese Haltung zeugt eher vom Versuch der Union, im Namen des Jugendschutzes die Freizeitgestaltung aller Menschen ihren Moralvorstellungen zu unterwerfen.
Die Jungen Piraten unterstützen die deutsche Spielebranche als innovativen Wirtschaftszweig und wünschen allen Nominierten viel Erfolg.
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
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Junge Piraten bedauern Ablauf der diesjährigen Deutschen Islamkonferenz
Trägt man mit der Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, zum friedlichen Miteinander der Kulturen und Religionen in diesem Land bei? Der Fraktionschef der Unionsfraktionen, Volker Kauder, äußerte sich so jedenfalls pünktlich vor dem diesjährigen Plenum des Dialogforums Deutsche Islamkonferenz.
Für die Jungen Piraten ist diese Aussage nicht nachvollziehbar: „Anstatt im Vorfeld eines Dialogforums einen so völlig kontraproduktiven Beitrag zu verfassen, der zu den Zielen der Deutschen Islamkonferenz nichts beiträgt, sollte Herr Kauder sich Gedanken darüber machen, wie wir der Normalität in Vielfalt näher kommen könnten. Seine Aussage ‚der Islam gehört nicht zu Deutschland‘ widerspricht der Lebensrealität vieler Menschen, trägt nichts zum interkulturellen Dialog bei und ist deswegen hoffentlich nicht mehr als ein bedauerlicher Querschläger aus der Union, dem es scharf zu widersprechen gilt“, so Paul Meyer-Dunker, Stellvertretender Vorsitzender der Jungen Piraten, der die Jugendorganisation bei der Jungen Islamkonferenz vertritt.
Die Jungen Piraten kritisieren auch die im Rahmen der Islamkonferenz stattgefundene Fokussierung auf den Salafismus: Nicht einmal 4000 der über 4 Millionen in Deutschland lebenden Muslime sind Salafisten. In einer Debatte, in der die Salafisten in den Mittelpunkt des Diskurses gerückt werden, wird nicht über die eigentlichen Probleme von Muslimen in Deutschland gesprochen. So gibt man den in Deutschland lebenden Muslimen nicht das Gefühl, ernst genommen zu werden und an einem Dialog auf Augenhöhe beteiligt zu sein. Anstatt sich damit auseinanderzusetzen, was wir als Gesellschaft unternehmen können, damit sich Muslime in Deutschland nicht mehr ausgeschlossen fühlen, werden diese aufgefordert, zu ‚ihren Salafisten‘ Stellung zu nehmen.
Dieser Eindruck wird dadurch bestätigt, dass über häusliche Gewalt und Zwangsheirat in so großem Maße geredet wird, dass sie die in der Wahrnehmung größten beiden Tagesordnungspunkte der Plenumssitzung sind und hierzu eine distanzierende Stellungnahme der gesamten Islamkonferenz für nötig erachtet wird. Themen wie die Probleme von Muslimen auf dem Arbeitsmarkt gehen demgegenüber völlig unter. Dass gerade viele junge Muslime heute mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben, bleibt hier völlig außen vor. Das liegt leider auch daran, dass die Deutsche Islamkonferenz keine Mitglieder aus der jüngeren Generation in ihren Reihen hat, was wir sehr bedauerlich finden.
Dass es auch anders geht, hat die Junge Islamkonferenz gezeigt. In diesem Forum fanden sich Vertreter verschiedener muslimischer und nichtmuslimischer Gruppen, die in ihrem Empfehlungskatalog Ideen zur Entwicklung von interkulturellen Initiativen entwickelt haben. Es ist bedauerlich, dass diese Vertreter neben der Übergabe ihrer Empfehlungen lediglich ein „Beiwohnrecht“ ohne Rede– oder Stimmrecht hatten, da die Möglichkeit verpasst wurde, der Deutschen Islamkonferenz eine jugendliche Stimme zu geben. Dies offenbart auch, wie es um die Beteiligung von Jugendlichen am gesellschaftlichen Dialog allgemein bestellt ist.
Paul Meyer-Dunker fasst für die Jungen Piraten zusammen:
„Wir wünschen uns, dass die Islamkonferenz es schafft, davon weg zu kommen, andauernd über Fragen zu diskutieren, die die Muslime in Deutschland problematisieren. Es wird Zeit, mehr die Frage in den Mittelpunkt zu rücken, was die Gesellschaft eigentlich leisten muss, damit unsere gelebte Vielfalt zur Normalität wird. Als positives Projekt sehen wir die Junge Islamkonferenz als ein Gremium, das endlich auch Jugendlichen versucht eine Stimme in diesen Debatten zu geben und der Deutschen Islamkonferenz vielleicht auch den einen oder anderen Anstoß gibt.“
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
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Tätigkeitsbericht
Gefion Thürmer
Beisitzerin im Bundesvorstand vom 15.05.2011 bis 29.04.2012
Nach einer Einarbeitungsphase, um die bestehenden Strukturen besser kennenzulernen, war das erste wichtige Ereignis meiner Amtszeit das Live-Treffen der Pressegruppen im Juli. Dort wurde ein großer Teil der Arbeit vorgezeichnet, der ich mich in der restlichen Amtszeit gewidmet habe. Zunächst die quartalsweisen Live- und monatlichen Mumble-Treffen der Pressepiraten aus Bund und Ländern. Gerade die Live-Treffen haben zu einer deutlich besseren Vernetzung zwischen Bundes- und Landespresseteams geführt. Durch die dort veranstalteten Schulungen steht nun für alle Pressepiraten mehr Fachwissen zur Verfügung.
Ein weiteres Resultat dieses ersten Treffens war der Plan, bundesweite Servicegruppen für in der Öffentlichkeitsarbeit anfallende Arbeiten einzuführen. Zunächst ging es dabei um Lektorat, Recherche und Programmanfragen. Diese Gruppen habe ich ausgeschrieben und gegründet. Alle drei laufen inzwischen erfreulich gut, entlasten Piraten auf allen Ebenen und brauchen nur sehr wenig Betreuung.
Problematischer verlief die Gründung der SG Pressearbeit. Mit dem Ausmaß des Shitstorms, der mich in diesem Kontext traf, hatte ich nicht gerechnet. Leider machte dieser Shitstorm den geplanten Neuanfang zunichte. Er gab dem Team einen schlechten Ruf, noch bevor dieses eine Chance bekam, sich zu beweisen. Hier hätte ich offensichtlich vorab mehr kommunizieren und deutlicher machen müssen, was geschieht und warum. Trotz der Anfangsschwierigkeiten funktioniert die Gruppe heute recht gut und wird sich in der Zukunft leicht weiter ausbauen und differenzieren lassen.
Ein schlimmeres Schicksal ereilte die ebenfalls von diesem ersten Pressetreffen stammende Idee der Themenbeauftragten. Sie ging in einem Shitstorm unter, erlebte Zuständigkeitswechsel zwischen Marina und mir, und konnte letztlich von mir durch schlichten Zeitmangel nicht weiter bearbeitet oder umgesetzt werden.
Eine weitere Aufgabe, die ich im Vorstand übernommen habe, war die Organisation und Durchführung eines Strategieworkshops. Dieser diente dazu, dem Vorstand das nötige Wissen zu vermitteln, um dann mit der Gesamtpartei eine langfristige Strategie ausarbeiten zu können. Der Workshop fand statt und war für alle Beteiligten lehrreich. Die Dokumentation dazu bin ich bislang – ebenfalls aus Zeitgründen – schuldig geblieben.
Die erhöhte Presseaufmerksamkeit seit dem Wahlerfolg in Berlin im September 2011 resultierte im Vorstand insgesamt, und besonders in meinem Aufgabenbereich, in deutlich mehr Arbeitsaufwand. In die Bewältigung dieses Ansturms haben wir viel Zeit und Arbeitskraft gesteckt: Viele neue Piraten mussten in Teams integriert, viele Fragen beantwortet und Medienwünsche befriedigt werden.
Neben diesen Aufgaben war ich auch zuständig für die Beauftragten in der Öffentlichkeitsarbeit und bemühte mich dementsprechend, mit allen regelmäßig in Kontakt zu bleiben, was dazu führte, dass ich an fünf von sieben Abenden pro Woche Telefonkonferenzen oder Einzelgespräche hatte.
In diesem Kontext ergab sich schon zum Ende des letzten Jahres, dass eine dieser Beauftragungen – der Bundespressesprecher – als Ehrenamt nicht viel länger weitergeführt werden kann. Ich erarbeitete unter Mithilfe des Vorstandes und des amtierenden Pressesprechers ein Konzept für eine bezahlte Stelle, die der Vorstand im März 2012 beschloss. Ich betreute die Ausschreibung und die Vorstellungsgespräche. Zum 1. April wurde schließlich mit Anita Möllering unsere neue Bundespressesprecherin eingestellt.
Das aufwändigste, nervigste, aber letztlich auch erfolgreichste Projekt meiner Amtszeit war die Neuauflage der Bundeswebseite. Auch hier wurde für die Erstellung der neuen Webseite eine Servicegruppe gegründet, die in einem unheimlichen Teameffort dafür sorgte, dass die neue Seite nach fast drei Jahren im März – gerade rechtzeitig zum Wahlerfolg im Saarland – in neuem Glanz online gehen konnte.
Obwohl ich für die Organisation der Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich war, habe ich selbst nur äußerst wenige Medienkontakte gehabt, darunter einige Interviews mit internationalen Medien bei Engpässen – ich übernahm aus praktischen Gründen die englischsprachigen Anfragen. Im Bereich der internationalen Koordination habe ich die Piratenpartei in den Botschaften des Vereinigten Königreiches und der USA sowie auf der General Assembly der PPI in Prag vertreten.
Neben allen Projekten, die ich betreut habe, gab es natürlich noch das generelle Tagesgeschäft: Das Vorbereiten und Leiten der Vorstandssitzungen (online und offline), die Zuständigkeit für das Vorstandsportal, unzählige Antworten auf Anfragen von innerhalb und außerhalb der Partei. Zudem musste ich die Übersicht über alle Teams und Projekte behalten und fungierte als Ansprechpartnerin für alles und jeden in der Öffentlichkeitsarbeit der Partei, hatte Arbeiten zu priorisieren und teils durch aktiven Einsatz voranzutreiben. Und natürlich war da neben alledem immer noch die Flaschenpost, der ich eine nicht ganz so aufmerksame Chefredakteurin war, wie ich es gern gewesen wäre.
Alles, was ich in meiner Amtszeit geleistet habe, wäre nicht möglich gewesen ohne die Teams, die die Konzepte und Ideen mit Leben gefüllt und mindestens genauso hart gearbeitet haben wie ich. Ich möchte mich bei allen Teammitgliedern in den Servicegruppen Lektorat, Programmanfragen, Recherche, Presse und Webseite herzlich für die durch sie erfahrene Unterstützung bedanken. Insbesondere gilt mein Dank dem Team der Flaschenpost, das mich auch in schwierigen Zeiten aufgefangen hat, meinem treuen Assistenten Sperling, der auf jede noch so herbe E-Mail eine positive Antwort fand, und natürlich Markus, ohne den ich nichts von alledem durchgestanden hätte.
Brüsselfahrt der Jungen Piraten
Es ist geplant nach dem erfolgreichen Trip im Dezember 2010 den Brüssel-Trip der Jungen Piraten nun 2012 zu wiederholen.
Geplant ist das ganze wieder in einem ähnlichen Format wie 2010. Ich hatte vor kurzem eine Terminumfrage gestartet und als Ergebnis kam der Zeitraum vom 27. Juni bis zum 29. Juni heraus.
Wir brauchen mindestens 10 Teilnehmer, damit wir eine Kostenrückerstattung von Seiten der EU erhalten.
Das Ziel sind ca. 15 — 20 Teilnehmer, maximal sind 25 Teilnehmer möglich.
Wir wollen niemanden auschließen, aber sollte die Anmeldung überrant werden, gilt der Zeitpunkt der Anmeldung. First come, first served und so.
Und JuPi-Mitglieder werden bevorzugt behandelt.
An Kostenrückerstattung bekommen wir pro Person
* 60 EUR für Übernachtungen
* 40 EUR für Essen
* 18 Cent pro Kilometer Autobahnstrecke nach Brüssel bzw. 9 Cent wenn man Hin– und Rückweg zählt. (Nehmt es hin und wundert euch nicht, es ist die EU)
Da es sich um Rückerstattungen handelt und die Jungen Piraten nicht gerade reich sind, müssen Anreise und Übernachtung in Brüssel leider selbst vorgestreckt und organisiert werden. Wir versuchen, dabei soweit wie möglich koordinierend behilflich zu sein zudem reservieren eine Jugendherberge für 20–25 Plätze. Sie wird mit etwas mehr als der reinen Erstattungssumme für Übernachtungen zu Buche schlagen, wir werden es daher mit dem Essen verechnen (da afaik auch Frühstück enthalten ist)
Wir planen eine Anreise für den Dienstagabend (26. Juni) da am Mittwochmorgen schon das Programm losgehen soll im Europaparlament. Die Programmdetails werden derzeit ausgearbeitet, das finale Programm sollte Ende Mai fertig sein und wird dann nochmal bekanntgegeben.
Florian hat das ganze mit dem Büro von Amelia abgesprochen und daher gilt es nun, verbindliche Anmeldungen zu haben, damit wir das endgültig festtackern können.
Wenn ihr mit nach Brüssel wollt und das Europaparlament besuchen, meldet euch bitte verbindlich beim Vorstand via Email (vorstand@junge-piraten.de) mit euren Daten, also:
* Name
* Anschrift
* Geburtsdatum
* Kontakt-Email
Letztere brauchen wir um euch Infos direkt geben zu können, den Rest brauchen wir für die EU zur Anmeldung.
Anmeldeschluss ist der 5. Juni.
Was Schüler betrifft: Ihr könnte eine Befreiung von der Schule für diese Reise beantragen. Wenn eure Schule einen Rückkontakt oder ein offizielles Schreiben will oder sich sonst irgendwie querstellt, schreib ebenfalls bitte an den Vorstand.
"100 Prominente gegen die Piratenpartei" - Sie haben es einfach nicht kapiert!
Zur Zeit wird in diversen Artikeln der Protest von Prominenten gegen die Piraten kolportiert:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/urheberrecht-hundert-kre...
Ich könnte mich darüber gerade aufregen! Weiterlesen...
Piraten
Das die piraten so stark geworden sind finde ich sehr gut ! .. Hut ab..
Offener Brief der Jungen Piraten an die Piratenpartei
Wir, die Jungen Piraten – die offizielle Jugendorganisation der Piratenpartei Deutschland –, betrachten seit geraumer Zeit Verhältnisse innerhalb der Piratenpartei mit großer Sorge und zunehmendem Ärger.
Immer wieder fallen Mitglieder der Partei durch rassistische, sexistische, aber auch anderweitig diskriminierende Aussagen oder Verhaltensweisen auf.
Beim Brainstorming zu diesem Brief wurden einige Beispiele diskriminierender Aussagen und Vorfälle genannt: eine Frau galt als „zu hübsch“, um ernstgenommen zu werden, eine andere „sollte mal richtig hart durchgefickt werden, vielleicht entspannt sie sich dann ja mal“, ein Mitglied war der Meinung, Frauen gehörten nicht auf Stammtische, „ausländerkritisch“ zu sein galt in einer Twitterdiskussion als vollkommen in Ordnung.
Derartige Aussagen werden oft als „Einzelmeinungen“ abgetan – gerade in einer Partei, die sich ihrer starken Basis rühmt, darf das keine Rechtfertigung sein.
Auch die Meinungsfreiheit wird in Reaktion auf Empörung über diskriminierendes Verhalten immer wieder genannt. Im Zusammenhang mit Rassismus, Sexismus, Homophobie, Ableismus, Transphobie und anderen Diskriminierungsformen auf die Meinungsfreiheit zu verweisen räumt diesen Verhaltensweisen eine Legitimität ein, die ihnen nicht zusteht und lässt sie als subjektiv vertretbar erscheinen („man muss das nicht gut finden, aber es hat nunmal jeder seine eigene Meinung“).
Als @Kekspiratin auf Twitter äußerte, sie würde sich, so rassistisch es klänge, „auch nicht von Ausländern pflegen lassen“ (eine Reaktion auf entsprechende Aussagen von Barbara Scheel bei Anne Will), reagierten viele Twitterer mit Empörung. In Reaktion auf diese folgten erneut Relativierungen: in einem Interview mit einer anderen Twitterin erklärte @Kekspiratin, ihre Aussage habe nichts mit Rassismus zu tun, da sie nicht „per se schlecht über Ausländer“ denke. Außerdem erschien kurz darauf ein Artikel des Bloggers und Piratenmitglieds xwolf (der Artikel ist auch auf der Webseite der bayrischen Piraten gegen Rechtsextremismus zu sehen). Der Autor mahnt: „Aber niemand sieht in den Kopf des Autoren. Trotzdem maßen auch wir uns an, einen [sic] Urteil über diese Personen zu bilden. Aus 140 Zeichen. Ist das nicht auch eine Form von Rassismus? Nicht einer der gegen “Rassen” geht, sondern gegen Geisteshaltungen und Gefühlslagen.“
Abgesehen davon, dass „Rassismus“ hier auf absurde Weise umdefiniert wird, wird außerdem impliziert, dass Rassismus beabsichtigt sein müsse. Auch diese Argumentation findet sich oft. Sobald eine rassistische (oder auch anderweitig diskriminierende) Aussage kritisiert wird, wird von verschiedenen Seiten angemahnt, nicht vorschnell zu urteilen – es weiß doch niemand, ob die Person „wirklich“ Rassist/-in ist. In dieser Argumentation zeigt sich ein massives Unverständnis gegenüber den Wirkungsmechanismen von Diskriminierung.
Aber auch ein anderes Problem der Piratenpartei zeigt sich in den immer wieder aufkommenden Diskussionen um Diskriminierung: die starke Identifikation vieler Mitglieder mit der Partei.
Die Piratenpartei widmet sich Themen, die bisher eher am Rande behandelt wurden und fordert einen neuen Politikstil. Dadurch scheint sie für viele Mitglieder eine große Hoffnung darzustellen — Kritik daran führt zu Verunsicherung und diese wiederum zu Abwehr. Das zeigt sich in den starken Abwehrreaktionen (z.B. auf negative Berichterstattung), sowie dem Umgang mit angesprochenen Problemen. So wird bspw. die geringe Frauenzahl in der Partei oft ins Positive umgedeutet: Frauen würden „zu nichts gezwungen“ und außerdem „kann doch jeder mitmachen“. Außerdem würden Frauen lieber im Hintergrund arbeiten, Männer evolutionär bedingt eher im Vordergrund. Eine wirkliche Beschäftigung mit dem Problem erfolgt in weiten Teilen nicht, gesellschaftliche Strukturen werden verkannt.
Gerade für eine Partei, die sich als „Mitmachpartei“ bezeichnet, die eine freie Presse fordert und dafür plädiert Fehler in der Politik einzugestehen und sich über Sachverhalte zu bilden, bevor eine Meinung vertreten wird, sind diese Abwehrreaktionen sowie Diskriminierung bzw. die Duldung dieser beschämend. Die Jungen Piraten fordern eine kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung in der Partei. Rufe nach Meinungsfreiheit, der Verweis auf „Einzelmeinungen“ und Verklärung des Problems dürfen nicht mehr die Debatte bestimmen. Wir hoffen, dass die Piratenpartei sich klar gegen jegliche Formen der Diskriminierung bekennt – und dass es dabei nicht bei einem Lippenbekenntnis bleibt.
NACHTRAG: Wir nehmen uns bei der Problematik natuerlich nicht aus, aber wir arbeiten gegen Diskriminierung innerhalb des Vereins.
Meinungsbildung und Meinungsbilder - gefährliche Begriffsunschärfe
Die Begriffe "Meinungsbildung" und "Meinungsbilder" werden immer gerne bunt durcheinandergewürfelt. Besonders bei Diskussionen über Liquid Feedback (LQFB). Das verwirrt aber nur. Wir müssen hier ganz klar trennen.
Betrachten wir es systematisch:
Wie entsteht eine Meinung / wie entsteht ein Beschluss? Meiner Meinung nach
gibt es folgende Stufen: Weiterlesen...
Abgabe für Junge zur Finanzierung der Alten?
Gerade kursieren schier unglaubliche Gerüchte durch die Nachrichten - angeblich denkt die CDU/CSU Union mit angeblichen Fachleuten darüber nach, eine zusätzliche Abgabe, genannt Steuer, für Junge Menschen einzuführen, um die zunehmende Anzahl der Rentner zu finanzieren? Weiterlesen...
Auswahl und Einstellung des Bundespressesprechers
Bereits Ende letzten Jahres, nachdem durch den Wahlerfolg in Berlin der Arbeitsaufwand drastisch gestiegen ist, wurde klar, dass die Rolle des Bundespressesprechers nichts ist, dass wir weiter von einer ehrenamtlichen Person verlangen können. Es ist inzwischen im Grunde ein 24/7 Job, der mit einem Brotjob mit regulären Arbeitszeiten, wie ihn fast alle aktiven Piraten haben, nicht mehr vereinbar ist. Unser ehrenamtlicher Pressesprecher Christopher hat bereits im letzten Jahr angekündigt, seine Arbeitszeit im Ehrenamt zu seinem und unserem Bedauern auf 15 Stunden / Woche reduzieren zu müssen. Daher haben wir die Rolle des Bundespressesprechers neu definiert und der Bundesvorstand hat sich entschieden die Stelle auszuschreiben. Die Details dazu habe ich bereits in einem früheren Blogpost beschrieben, daher werde ich das hier nicht noch einmal tun.
Da ich laut der Geschäftsordnung des Bundesvorstandes für die Organisation der Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich bin, fielen die Ausschreibung und der darauf folgende Auswahlprozess in meinen Aufgabenbereich. Ich habe insgesamt acht gültige Bewerbungen bekommen (drei weitere kamen erst nach der Deadline). Ich habe alle Bewerbungen geprüft, vieren davon direkt abgesagt und für die anderen vier Interviews geplant. Da klar war, dass die Vorstellungsgespräche in Berlin stattfinden würden, habe ich mit zwei der Kandidaten, die nicht dort wohnhaft sind, vorab Telefoninterviews gemacht. Daraufhin habe ich einen der Kandidaten zu einem weiteren Interview eingeladen, dass per Skype durchgeführt wurde. Diese drei finalen (Live-)Interviews führte ich gemeinsam mit Sebastian Nerz.
Die berufliche Qualifikation der drei Bewerber war recht unterschiedlich. Bei einem Bewerber sahen wir trotz hervorragender Qualifikation von einer Einstellung oder Beauftragung ab, weil wir der Ansicht waren, dass er sich erst noch eingehender mit den Piraten und den internen Arbeitsabläufen beschäftigen muss. Das beließ uns mit zwei Bewerbern. Unsere Wahl fiel schließlich auf Anita Möllering.
Parallel zum Entscheidungsprozess im Vorstand läuft (noch) ein von @Duesenberg angestoßener Spendenaufruf an die Landesverbände, für die Entlohnung unseres bislang ehrenamtlichen Bundespressesprechers Christopher Lang. Wir haben in den nächsten Monaten zwei Landtagswahlen und einen Bundesparteitag, welche zusätzlich zur Einarbeitung von Anita zu stemmen wären. Für diesen Zeitraum hätten wir daher gerne Christophers volle Unterstützung. Christopher kann ehrenamtlich aber maximal 15 Stunden pro Woche für die Piratenpartei tätig sein. Der Bund verfügt aktuell nicht über die Mittel eine weitere Stelle zu finanzieren, dennoch ist die weitere Unterstützung durch Christopher sinnvoll. Deshalb gibt es aktuell einen Aufruf an die Landesverbände und Spender entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen. Es ist unser Ziel, Christopher für diesen Übergangszeitraum auf Honorarbasis zu entlohnen. Ein entsprechender Beschluss erfolgt erst, wenn ausreichend Mittel eingenommen wurden.
Der Beschluss zur Ernennung von Anita fiel auf Grund der Beschlussunfähigkeit auf der letzten öffentlichen Vorstandssitzung sowie einiger noch zu klärender Details - wie zum Beispiel ihrer Einarbeitung - erst auf einer Sondersitzung des Vorstandes am 31.03.2012. Anita wurde dort mit 5 Dafür-Stimmen und zwei Enthaltungen ernannt. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir sehr zu unserem Bedauern noch keine Information zur Person des neuen Pressesprechers herausgeben: Ohne formellen Beschluss war Anita weiterhin eine Bewerberin, der gegenüber wir zu Vertraulichkeit verpflichtet waren. Nach dem Beschluss wurden Anita und Christopher informiert, dann das Presseteam - am Abend des 1.4. konnten wir dann auf dem Vorstandsportal die Einstellung endlich ankündigen.
Subventionspolitik und China - Aktuelle Firmeninsolvenz Q-Cells
Ostern 2012 und es trifft erneut eine stark subventionierte Zukunfstbranche in Deutschland - den Solarzellenhersteller Q-Cells. Weiterlesen...
Die weitreichenden Folgen des Handelsabkommens ACTA
Die nachfolgenden Texte stehen unter CC-BY-SA 3.0 Lizenz von
Birgitt Piepgras (Hekate), Ingo Bläser (Senfberg) und Dietmar Schulz (DSLawFox) Weiterlesen...
Schlecker, die Transfergesellschaft und die FDP
Bei der Sache mit der Transfergesellschaft für Schlecker-Mitarbeiter, denen die Entlassung droht, gibt es viele Aspekte:
Erstmal bin ich grundsätzlich eher gegen Aktionen wie z.B. damals bei der Holzmann AG, als Gerhard Schröder versucht hat mit Steuergeldern einen Baukonzern zu retten. Sowas geht fast immer in die Hose. Und es ist ungerecht. Weiterlesen...
Direktkandidatur für Siegen-I
Jetzt wird es ernst und auch ein bisschen spannend und aufregend - letzten Donnerstag bin ich als Direktkandidat für die Landtagswahl in NRW am 13.5. in der außerordentlichen Mitgliederversammlung gewählt worden. Weiterlesen...
Jobkrake schwimmt nach Koblenz
Koblenz/Kreis MYK - „Amazon liefert bis zu 3000 Jobs nach Koblenz“, so titelte die Rhein-Zeitung (RZ) am 5.2.2012 (Quelle: http://tinyurl.com/7lfk452). Frau Anita Baljewic. ihres Zeichens Chefin der Agentur für Arbeit in Koblenz traute wohl ihren Augen kaum, als diese Nachricht sie erreichte. So hieß es 3000 Menschen mit Arbeit versorgen zu können. Weiterlesen...
NRW Wahlen - 13.5. - Ab jetzt hart am Wind!
Ahoi!
Die letzten Tage waren aufregend! Der Landtag hat sich am vergangenen Donnerstag aufgelöst und heute, Sonntag, ist eigentlich schon alles auf die Schine gebracht. Weiterlesen...
Junge Piraten begrüßen OVG-Urteil und fordern Neuregelung der Finanzierung von politischen Jugendorganisationen
In seinem heutigen Urteil zur Finanzierung der Jugendorganisationen der Parteien durch das Bundesfamilienministerium hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg nicht nur die Klage der Linksjugend abgewiesen, sondern auch festgestellt, dass die bisherige Praxis mangels einer rechtlichen Grundlage rechtswidrig ist.
Bisher hatte der Ring politischer Jugend (RPJ) eine Empfehlung für die Verteilung gegeben, dem das Familienministerium in der Regel folgte. Damit legen bisher die Vertreter der Jugendorganisation von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP fest, wer wie viel vom Kuchen abbekommt. »Diese Verteilung staatlicher Gelder im Hinterzimmer ohne sachliche Kritierien ist nicht hinnehmbar. Das ganze System der Förderung politischer Jugendarbeit muss neu geregelt werden. Und zwar öffentlich an einem runden Tisch mit einer breiten Beteiligung«, fordert Benjamin Pampel, Schatzmeister der Jungen Piraten.
Nach Ansicht der Jungen Piraten sollte die Verteilung der Gelder nicht von den Jugendorganisationen selbst, sondern anhand sachlicher Kriterien und für konkrete Projekte erfolgen. Pampel fügt hinzu: »Wir begrüßen das angestrebte Eilverfahren der Linksjugend zum Stopp der Verteilung dieser Gelder. Wir hoffen, dass dadurch eine Komplettreform eingeleitet werden kann.«
Nun ist das Bundesfamilienministerium gefragt, diese notwendige Neuregelung in die Wege zu leiten.
Quellen:
[1] Urteil: http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/ovg/presse/archiv/20120314.1540.367453.html
[2] Linksjugend strebt Eilverfahren an: https://twitter.com/adrian_fu/status/179956377224085505
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
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Junge Piraten Niedersachsen sprechen sich gegen Kennzeichnung von Blogs aus
Pressemitteilung der Jungen Piraten Niedersachsen

In ihrem Positionspapier „Eckpunkte für eine Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrag“ spricht sich die CDU für eine Erweiterung der bisherigen Kennzeichnungen zur Jugendfreigabe von Medien aus und fordert ein zusätzliche Kennzeichnung ‚B‘ für Blogs.
Eine solche Kennzeichnung lehnen die Jungen Piraten Niedersachsen entschlossen ab: „Mit dem Versuch, Blogs als generell jugendgefährdend darzustellen, macht es sich die CDU zu einfach und beweist wieder einmal ihre Unkenntnis auf dem Gebiet der Netzpolitik“, so Katharina Wienken, Beisitzerin im Vorstand der Jungen Piraten Niedersachsen. „Da ein Blog nichts weiter als eine Art, Inhalte zu veröffentlichen darstellt, ist eine generelle Kennzeichnung dieser ähnlich sinnlos, wie es eine einheitliche Kennzeichnung von Fernsehsendern unabhängig von deren Programm wäre.“
Auch die Darstellung, dass ein Großteil aller Blogs potentiell jugendgefährendend sei, zielt völlig an der Realität vorbei. So werden Blogs von Menschen rund um die Welt verwendet, um ihre Meinung und Gedanken zu veröffentlichen, um sich zu vernetzen und um sich zu organisieren. So spielten Blogs nicht zuletzt auch während der Revolutionen im Zuge des arabischen Frühlings eine tragende Rolle.
Fest steht jedoch: Nicht nur die CDU muss sich dazu besinnen, Jugendliche aktiv einzubeziehen und mit ihnen Politik zu machen, statt weiter wie bisher für sie – insbesondere in einer für Jugendliche so wichtigen Thematik.
Bild: CC-BY-NC-SA von Henning Tillmann.
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Pressestelle der Jungen Piraten, Landesverband Niedersachsen.
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Erster Stammtisch der Jungen Piraten aus Verden und Bremen
Am Sonntag, dem 26. Februar 2012, findet das erste Treffen der Jungen Piraten aus dem Landkreis Verden und dem Land Freie Hansestadt Bremen statt. Treffpunkt ist um 19 Uhr das Cafe Del Sol am Weserpark Bremen. Nachdem das Treffen durch eine Gruppe engagierter Jugendlicher aus Oyten initiiert wurde, fanden sich schnell weitere Interessierte aus dem gesamten Landkreis Verden und dem angrenzenden Bremen, die sich dem Vorhaben anschlossen. Anfang des Jahres fand im Kreis Verden ein erster Stammtisch von Mitgliedern der Piratenpartei statt – jetzt wollen die Jungen Piraten nachziehen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, im Cafe Del Sol vorbeizuschauen.
"Frauenthemen"
»Nur mit Frauen in der ersten Reihe wird es vielleicht bald echte Lösungen geben, wie man Familie, Karriere und Beziehung unter einen Hut bringen kann. Dann werden in ein paar Jahren vielleicht auch Frauen genauso viel verdienen wie Männer. Und dann werden die Töchter der jungen Frauen von heute Vorbilder haben, die zeigen, dass man beides sein kann: Frau und Chef.«Das liest sich für mich, als wäre jede Frau, die in der Politik in der ersten Reihe dabei sein will, dazu verpflichtet, sich dieser "Frauenthemen" anzunehmen. Ich empfinde allein das Wort "Frauenthemen" als sexistisch und verletzend. Wieso ist es denn nur für Frauen relevant, "Familie, Karriere und Beziehung unter einen Hut" zu bringen? Ich kenne wahrlich genug alleinerziehende Männer, um sagen zu können, dass das kein "Frauenthema" sein kann. Wieso ist nur für Frauen wichtig, dass es Unterschiede in der Bezahlung zwischen den Geschlechtern gibt? Stört dieser Unterschied denn Männer nicht? Haben wir nicht alle ein Verlangen nach Gerechtigkeit – das automatisch das andere Geschlecht mit einbezieht? Ich für meinen Teil habe so gar kein Interesse daran, eine Familie zu gründen – wieso in aller Welt sollte ich mich, nur auf Grund meines Geschlechtes, gerade in der Familienpolitik engagieren?
Ich bestreite nicht die Richtigkeit der Aussage, dass Frauen, die sich aus einer solchen Situation in der Politik "in die erste Reihe" arbeiten, gut geeignet sind, sich dieser Themen anzunehmen. Aber das ist – wie der Artikel eigentlich wunderbar aufzeigt – eben sehr unwahrscheinlich, weil diejenigen, die am meisten betroffen sind, das kaum tun werden. Oder können. Ich sehe es aber als Aufgabe der Politik, auf die Bedürfnisse aller Mitglieder der Gesellschaft Rücksicht zu nehmen.
Ich würde daher sehr begrüßen, wenn die Politik – und mit ihr die Medien – es schaffen würden, für alle Bürger Politik zu machen. Nicht nur für Männer, Frauen, Familien, Unternehmer, Angestellte, Hartz IV-Empfänger oder Gullideckelaufschrauber. Für alle. Weil alle Teil der Gesellschaft sind. Genau das ist einer der Gründe, warum ich Mitglied der Piratenpartei bin: um mich für Menschenrechte einzusetzen.
Breites Bündnis ruft zur Anti-ACTA-Demonstration in Hessen auf!
Sei am 25. Februar 2012 in Frankfurt am Main mit dabei, wenn wir erneut auf die Straße gehen, um von Regierung und Europaparlament ein endgültiges NEIN zu ACTA einzufordern.
Wir sind viele, und so werden wir auch dieses Mal in über 150 Städten auf die Straße gehen, um unsere Stimme gegen das multilaterale Handelsabkommen ACTA zu erheben. Mit deinem Erscheinen beweist du, dass demokratische Grundrechte einer freien Gesellschaft schwerer wiegen als wirtschaftliche Einzelinteressen.
Die fortschreitende Ausweitung der Interessen der Verwertungsindustrie auf dem Rücken der Nutzer, die blinde Monopolisierung von Medikamenten, durch die in Entwicklungsländern Menschenleben geopfert werden, und die Privatisierung der Strafverfolgung sind genauso wie die Verabschiedung eines völlig undemokratischen Abkommens vollumfänglich abzulehnen und zu verurteilen.
Wir alle appellieren an DICH! Komm am Samstag, den 25.02.2012, um 15:00 Uhr zum Kaisersack am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main!
Es hat sich gezeigt, dass unsere Bemühungen Früchte tragen. Neben Polen, Lettland, der Slowakei und Dänemark hat nun auch die Bundesregierung die Ratifizierung zunächst gestoppt. Doch dem Schein zum Trotz ist dies nur einer kleiner Hoffnungsschimmer am Firmament. Bereits drei Tage nach diesem Schritt wurde die Evaluation von vielen Bundestagsabgeordneten, ebenso wie Vertretern von ARD und ZDF, massiv kritisiert und dazu aufgerufen das Abkommen sofort zu unterzeichnen.
Deshalb heißt es nicht locker lassen und weiter friedlich kämpfen! Komm mit uns auf die Straße und setze ein Zeichen!
Denn glücklicherweise steht die Zustimmung durch das Europäische Parlament noch aus. Diese letzte Chance unser Recht auf demokratische Beteiligung einzufordern und dem demokratie– und menschenrechtsfeindlichen Abkommen ein Ende zu setzen, müssen wir nutzen!
Rund um den Globus formiert sich weiter Widerstand, um die Ratifizierung von ACTA zu verhindern. Sei Du ein Teil davon! Dies ist keine einfache Demonstration – dies ist der Kampf um eine Zukunft in einer friedlichen, freien und zivilisierten Welt!
Man sieht sich! Samstag 25.02.2012, 15:00 Uhr am Kaisersack am Hauptbahnhof Frankfurt am Main.
Dieses mal bieten wir euch auch die Möglichkeit Musik und Filme aus einem reichen Fundus zu überspielen. Bringt bitte USB-Sticks mit oder ladet euch die Stücke per WLAN herunter.
Das Anti-ACTA-Bündnis ist parteiübergreifend und von viele Organisationen unterstützt. Bitte pflegt diesen Verbund und bringt keine Flaggen und Transparente mit, die einzelne Organisationen oder Parteien hervorheben.
Offizielle Unterstützer dieses Aufrufs sind (ohne Wertung bei der Reihenfolge):
Piratenpartei Hessen, Piratenpartei Frankfurt, Piratenpartei Kassel, Junge Piraten Deutschland, Elf-Piratenfraktion Frankfurt, DIE LINKE Hessen, Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag, Linke Frankfurt, DIE LINKE Fraktion im Römer, linksjugend[’solid] Hessen, linksjugend[’solid] Frankfurt, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Hessen, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Frankfurt, Grüne Jugend Hessen, Grüne Jugend Frankfurt, Jusos Hessen-Süd, Humanistische Union Frankfurt, Occupy Frankfurt, Occupy Kassel, CCC Frankfurt, CCC Mainz-Wiesbaden
Unterstütze auch du das Bündnis und den Aufruf! Komm zur Demo! Denn wir sind viele! Wir lassen unsere Grundrechte nicht weiter einschränken!
Bist du Unterstützer einer Organisation, die gerne offiziell mit aufrufen würde? Melde dich bitte bei Ruben, unseren Pressekoordinator, unter der Telefonnummer 0162 / 971 98 96.
Der Komplexität wegen hier noch weitere Informationen zu ACTA:
Seit 2008 wird das Handelsabkommen ACTA hinter verschlossenen Türen verhandelt und war bis zu seiner Vollendung nur den Regierungs– und Lobbyvertretern zugänglich. Bis zuletzt war es der Öffentlichkeit nur über inoffizielle „Leaks“ möglich Einblick in den Vertragstext und die Pläne zu nehmen.
Die Parlamente selbst hatten keinerlei Möglichkeit Einfluss auf den Inhalt auszuüben und können den Vertrag nur noch unterzeichnen oder ablehnen.
Die beteiligten Staaten verpflichten sich Urheberrechtsverletzungen als Straftat zu behandeln, die in einigen beteiligten Ländern bisher nur Vergehen darstellten. Selbst das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen soll so mit Gefängnisstrafen belegt werden können.
Wirkstoffgleiche Kopien von Medikamenten (sogenannte Generika), die auf dem Handelsweg in Entwicklungsländer ein ACTA-Unterzeichnerland passieren, werden durch ACTA als Produktfälschungen eingeordnet und dürfen dort zerstört werden, was verheerende Auswirkungen auf den globalen Medikamentenhandel und damit auch auf die Konsumenten in ärmeren Teilen der Welt haben wird. Dies kritisiert auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Eben jene betroffenen Länder wurden bei den Verhandlungen zu ACTA ausgeschlossen und hatten keine Möglichkeit der Partizipation.
Verantwortlich für diesen Aufruf:
Ruben Bridgewater
Pressesprecher Piratenpartei Hessen,
Pressekoordinator des ACTA-Protestes in Frankfurt am Main
Mobil: 0162 / 971 98 96
eMail: ruben.bridgewater@piratenpartei-hessen.de
Nähere Informationen zu ACTA und den geplanten bundesweiten Demonstrationen finden sich u.a. hier:
Links:
[1] Übersicht aller in der EU stattfindenen Demonstrationen
[2] Offizielle Demoroute
[3] Das aktuelle vollständige Bündnis
[4] Aktion der Ärzte ohne Grenzen
[5] Planung der weltweiten ACTA-Proteste
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