Freiburger Piraten freuen sich über Erfolg in Schleswig-Holstein, beste Aussichten für NRW
Wahlpartys am 06. und 13.05.
An den beiden kommenden Sonntagen hat die Piratenpartei die Chance, wieder Geschichte zu schreiben, denn es finden Landtagswahlen statt: am 6. Mai in Schleswig-Holstein und am 13. Mai in Nordrhein-Westfalen. Wenn man den Prognosen glauben mag, steht die Piratenpartei damit vor dem Einzug in zwei weitere Landesparlamente. „Da Piraten zu solch bedeutenden Anlässen die Ereignisse entweder im TV oder im Netz live verfolgen, treffen wir uns, um das gemeinsam zu tun und im im Falle eines Wahlerfolges gemeinsam zu feiern.“ sagt André Martens, der seine neue Freizeit nach zwei Jahren als Landesvorstand genießt, jedoch weiterhin als Publikumsliebling innerhalb der Freiburger Piraten gilt.
Für die Wahlparty ist an beiden Sonntagen der Nebenraum im Hotel Gasthaus Schützen in der Wiehre (Haltestelle Maria-Hilf-Kirche) ab 18:00 Uhr für Piraten und Interessierte reserviert. Dort kann die Liveübertragung der Wahl auf einer Leinwand verfolgt werden und ein WLAN ermöglicht Austausch sowie Glückwünsche über Onlinemedien.
Anonymität im Internet – Diskussion mit Dekan Engelhardt
Als Reaktion auf den Offenen Brief, den die Freiburger Piraten an den Freiburger Dekan Engelhardt geschickt haben, findet diesen Donnerstag, den 26. April 2012 in Zusammenarbeit mit dem u-asta der Universität Freiburg eine öffentliche Diskussion zwischen dem Dekan und André Martens von der Piratenpartei statt.
Vorstellung der wichtigsten technischen Hilfsmittel zur Mitarbeit bei den Piraten
Heute Abend veranstaltet der Stammtisch der Piraten Freiburg einen Informationsabend zur Vorstellung der technischen Hilfsmittel, die zur Mitarbeit im Internet angeboten und benutzt werden.
Es werden unter anderem der Umgang mit Mailinglisten, dem Piraten-Wiki und dem Online-Konferenztool Mumble erklärt.
Einer der Vortragenden ist Florin Godard, Student der Informatik an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg.
Im Anschluss ist noch ein Programmpunkt zum nächsten Bundesparteitag geplant, bei dem über die Kandidaten zum Bundesvorstand diskutiert werden kann.
Anmeldung:
Wir bitten bei einer geplanten Teilnahme um einen Eintrag im Wiki oder der Mitteilung per E-Mail an Florin Godard (florin.godard(at)mitglied.piratenpartei-bw.de).
Veranstaltungsort:
Die Veranstaltung findet im Vauban in der Georg-Elser-Straße 2 statt und beginnt um 19 Uhr.
Einblicke in die Ursachen und Wirkungen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise – Ist ein (bedingungsloses) Grundeinkommen utopisch oder zeitgemäß?
Der Bezirksverband Freiburg lädt am 21. April ab 13:00 Uhr zur Vortrags- und Diskussionsrunde „Einblicke in die Ursachen und Wirkungen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise – Ist ein (bedingungsloses) Grundeinkommen utopisch oder zeitgemäß?“ ein.
Im stadtteilzentrum haus 037 in Freiburg werden der Wirtschaftsblogger Otmar Scherer-Gennermann, der Staats- und Wirtschaftswissenschaftler Dr. André Presse und Michael Ebner, Mitglied der Sozialpiraten, zur Wirtschafts-, Arbeits- und Finanzpolitik referieren und über diese Themen diskutieren.
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung findet man im Blog des Bezirksverbands Freiburg.
Einblicke in die Ursachen und Wirkungen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise – Ist ein (bedingungsloses) Grundeinkommen utopisch oder zeitgemäß?
Der Bezirksverband Freiburg lädt am 21. April ab 13:00 Uhr zur Vortrags- und Diskussionsrunde „Einblicke in die Ursachen und Wirkungen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise – Ist ein (bedingungsloses) Grundeinkommen utopisch oder zeitgemäß?“ ein.
Im stadtteilzentrum haus 037 in Freiburg werden der Wirtschaftsblogger Otmar Scherer-Gennermann, der Staats- und Wirtschaftswissenschaftler Dr. André Presse und Michael Ebner, Mitglied der Sozialpiraten, zur Wirtschafts-, Arbeits- und Finanzpolitik referieren und über diese Themen diskutieren.
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung findet man im Blog des Bezirksverbands Freiburg.
Offener Brief der Freiburger Piraten an Dekan Engelhardt
Sehr geehrter Herr Dekan Engelhardt,
es freut uns zu hören, dass Sie offensichtlich über die Piratenpartei nachdenken. In Ihrer Predigt vom Karfreitag 2012 gibt es Ungenauigkeiten, die Sie anscheinend in Zusammenhang mit der Piratenpartei bringen.
Ausgehend von dem Wortlaut Ihrer Predigt und den darauf folgenden Reaktionen in der Presse ist der Schluss, dass Sie die Piratenpartei als „hip und anziehend geltende Partei“ bezeichnen, naheliegend.
Unglücklicherweise sind Sie einigen Irrtümern aufgesessen, die wir an dieser Stelle gerne ausräumen möchten.
Was in Emden geschehen ist, ist grauenvoll und wir bedauern ebenso wie sie, was dort passiert ist. Doch ebenfalls sehr beschämend war an dieser Stelle das Versagen der Presse und insbesondere der Polizei. Was Sie aber ausgehend von deren Versagen dazu verleitet, dieses mit der Piratenpartei und der von Ihnen genannten „Freiheit im Internet“ zu verbinden, ist für uns als Bürger und Parteimitglieder nicht nachvollziehbar.
Die Ereignisse von Emden fanden nicht im Internet statt. Etwa 66% aller Bundesbürger nutzen auf unterschiedliche Weise das Internet ebenso selbstverständlich wie andere Kommunikationskanäle
(z.B. über das Telefon, Handy, Fax etc.). Man hätte auch telefonisch oder per Brief zum Lynchmob aufrufen können. Deswegen würde man trotzdem nicht Kommunikationsanbieter wie die Deutsche Post oder gar Telefonhersteller verurteilen.
Die Ursache des Lynchmobs waren auch nicht die Aufrufe auf Facebook. Ursächlich für den Lynchmob war unter anderem die fehlerhafte Arbeit der Polizei, welche die Öffentlichkeit schon früh glauben ließ, man habe den Täter bereits gefasst. Wozu eine mangelhafte Abschottung oder gar Vorführung von Verdächtigen führt, hätte der Polizei und der Staatsanwaltschaft bewusst sein müssen.
Die Aufrufe auf Facebook waren die Reaktion einiger Bürger auf die Tat und Folge der oben beschriebenen Probleme und der Darstellung des Falles in der Presse. Diese Wut, die aus einer gefühlten Ohnmacht in pure Aggression umschlägt und welche dazu führt, dass Menschen ohne Urteil als schuldig angesehen werden, finden wir Piraten ebenfalls unerträglich. Allerdings ist dies kein neues Phänomen, das gab es schon vor dem Zeitalter des Internets und damit auch lange vor der Piratenpartei.
Es war nicht die Piratenpartei, die zu dem Lynchmob aufgerufen hat. Es ist auch nicht die Schuld der Piratenpartei oder der Netzgemeinde, dass auch Menschen, die die Folgen Ihres Handelns nicht begreifen, Facebook nutzen.
Im Übrigen drohen demjenigen, der auf Facebook zum Lynchmob aufgerufen hat, derzeit bis zu fünf Jahre Haft. Darüber hinaus gibt es auch die dargestellte vermeintliche Anonymität im Internet nicht, die in Facebook, in dem sich der scheinbare Lynchmob gebildet hatte, sowieso nicht vorhanden ist. Diesen Menschen muss bewusst gewesen sein, dass sie mit ihrem Namen und ohne den Schutz der Anonymität, zur Selbstjustiz aufrufen.
Als kirchliches Oberhaupt ihrer Gemeinde sollten Sie hier aber die größeren Zusammenhänge erkennen können.
Kernthemen der Piratenpartei sind unter anderem der Datenschutz und die Bürgerrechte, zu denen auch die Unschuldsvermutung gehört. Wären diese angemessen geachtet worden, hätte es keinen Lynchmob in Emden gegeben. Dass dieser unter anderem auch in Medien wie dem Internet organisiert wurde, zeigt, wie wichtig die Arbeit der Piratenpartei ist, um die Möglichkeiten zur sinnvollen und produktiven Nutzung des Internets zu erschließen und auf die Gefahren hinzuweisen, welche sich durch Missbrauch und unbedachtes Handeln Einzelner ergeben können.
Wir laden Sie herzlich zu einem Gespräch auf unseren nächsten Stammtisch am 17. April 2012 um 19.00 Uhr in der Warsteiner Galerie ein, um einen Diskurs zwischen uns anzustoßen und um die Positionen des jeweils anderen besser verstehen zu können.
Beste Grüße,
die Piraten Freiburg
Freiburger neuer politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg

Der frischgewählte politische Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg, Martin Lange, während der Kandidatenvorstellung - CC-BY-SA 2.0: Bastian Haas
In Heidenheim an der Brenz setzte sich am gestrigen Samstag der 27-jährige Martin Lange gegen vier weitere Kandidaten als neuer politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg durch. Der Physikstudent aus Freiburg hat sich bislang vor allem in der Pressegruppe des Landesverbandes eingebracht. In seiner Amtszeit möchte er sich besonders dafür einsetzen die politische Arbeit im Landesverband zu beleben: »Ich möchte unser Programm in konkrete Forderungen gießen und die Politik verändern – auch ohne parlamentarische Präsenz.«
Die Bedeutung von ACTA wird selbst im Europaparlament nicht verstanden
Dies ist eine Pressemitteilung der Freiburger Piraten
Die etablierten Parteien haben nach Ansicht der Piratenpartei die Bedeutung des Antipiraterie-Abkommens ACTA und die Ziele der Protestbewegung noch immer nicht verstanden. Laut dem CDU-Abgeordneten des Europaparlaments für die Region Südbaden, Andreas Schwab, ändere sich durch ACTA in Deutschland nichts. Der Vertrag sei nur dazu da, Immaterialgüterrechte auch in Schwellenländern durchzusetzen. Am vergangenen Samstag fanden sich jedoch wieder mehrere hundert Bürger auf dem Augustinerplatz ein, um gegen das Handelsabkommen ACTA zu demonstrieren. Zeitgleich gab es in etwa 50 weiteren deutschen Städten Proteste gegen die Vereinbarung.
Abgeordnete wie Schwab übersehen wesentliche Probleme des Abkommens. In Entwicklungsländern wird durch ACTA der Zugang zu günstigen Medikamenten – so genannten Generika – erschwert werden. Dadurch wird die medizinische Versorgung verschlechtert und es werden Menschenleben gefährdet.
»Es kann nicht im Sinne christlicher Politik sein, dass Menschenleben zu Gunsten industriefreundlicher Lobbypolitik geopfert werden. Doch genau das passiert aktuell bei ACTA«, meint Florian Zumkeller-Quast, Bundesvorsitzender der Jungen Piraten. »In Deutschland zementiert dieser Vertrag das veraltete Urheberrecht und verbaut damit die Chance, ein modernes, dem dritten Jahrtausend angemessenes Urheberrecht zu schaffen.
Hier wird wieder einmal mit mangelnder Sachkenntnis in die Lebenswirklichkeit von Bürgern, inbesondere von jungen Menschen, schmerzhaft eingegriffen«, fügt Zumkeller-Quast, Kandidat für den Wahlkreis Breisgau bei der Landtagswahl 2011, hinzu.
Die Piraten möchten die neuen Medien als Chance begriffen wissen, anstatt alte Geschäftsmodelle auf Kosten der Allgemeinheit am Leben zu erhalten. »Es ist nicht die Aufgabe des Staates, Geschäftsmodelle, die am Markt keinen Erfolg haben, abzusichern und damit für den Profit Einzelner zu sorgen«, erklärt Zumkeller-Quast.
Die Piratenpartei setzt sich für eine breite Diskussion über die Modernisierung des Urheberrechts ein und will dafür die demokratischen Eigenschaften des Netzes stärken.
Erneute Protest-Demonstration gegen ACTA am 25. Februar
In Freiburg wird das Bündnis gegen ACTA am heutigen Samstag nochmals auf die Straße gehen.
Die Demonstration beginnt um 15:00 Uhr auf dem Augustinerplatz und bewegt sich von dort aus Richtung Rathausplatz, wo die Freiburger Piraten – mit unserer Unterstützung
– bereits ab ca. 11:30 Uhr ebenfalls mit einem Stand vertreten sein werden.
Für weitere, allgemeine Informationen zu ACTA, sei auf den letzten Demo-Aufruf verwiesen.
Erneute Protest-Demonstration gegen ACTA am 25. Februar
Das Bündnis gegen ACTA wird am kommenden Samstag nochmals in Freiburg auf die Straße gehen.
Die Demonstration beginnt um 15:00 Uhr auf dem Augustinerplatz und bewegt sich von dort aus Richtung Rathausplatz, wo wir bereits ab ca. 11:30 Uhr ebenfalls mit einem Stand vertreten sein werden.
Für weitere, allgemeine Informationen zu ACTA, sei auf den letzten Demo-Aufruf verwiesen.
Bitte verbreitet diesen Aufruf und kommt zahlreich.
Aufruf zur Protest-Demonstration gegen ACTA am 11. Februar
In bisher knapp 60 deutschen Städten finden am Samstag Demonstrationen gegen das äußerst umstrittene ACTA-Abkommen statt. Auch in Freiburg wird es einen Protestmarsch, der u. a. von den Freiburger Piraten organisiert wird, geben.
Da wir Elzpiraten uns zu diesem Zeitpunkt auf dem Südbadentreffen befinden werden, können wir unglücklicherweise nicht an der Demo und den Kundgebungen teilnehmen.
Darum möchten wir hier wenigstens den Demoaufruf der Freiburger veröffentlichen und hoffen, dass dadurch andere, vielleicht auch weniger aktive Piraten, Sympathisanten und einfach jeder, der in ACTA oder dessen Entstehungsprozess eine Bedrohung sieht, mobilisiert werden.
Der Protest gegen die US-Initiative SOPA erreichte eine überwältigend große, weltweite Aufmerksamkeit und führte augenscheinlich auch zum Ziel: SOPA wurde erst einmal auf Eis gelegt.
Doch dies ist nicht das einzige Projekt, das einen groß angelegten Angriff auf unsere Freiheit darstellt.
Das sogenannte Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, ist ein multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene, das vorgeblich dem Schutz vor Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen dient. Tatsächlich würden jedoch aufgrund dieses Vertrages Grundrechte weit beschnitten. Der Vertragstext ist leider sehr schwammig formuliert und die Protokolle der Verhandlungen, die zur Bewertung des Textes nötig sind, sind geheim.
Insgesamt bedeutet der Vertrag eine Zementierung des derzeitigen Urheberrechtes, das dringend einer Anpassung an aktuelle Gegebenheiten bedarf. Zusätzlich überträgt der Vertrag privaten Unternehmen Rechte etwa bei Zollkontrollen.Außerdem können wirkstoffgleiche Kopien von sich bereits auf dem Markt befindlichen Medikamenten, sogenannte Generika, auf dem Transportweg (in transit) vom Zoll konfisziert werden. Dadurch könnte sich die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern drastisch verschlechtern. Dies ist ein Grund weswegen sich zum Beispiel Indien gegen ACTA stellt.
Weitere Informationen zu ACTA finden sich im Spiegel Online-Artikel „Warum Acta in den Papierkorb gehört“ oder auf der Plattform des Bündnisses «Stopp ACTA».
Am 26. Januar wurde ACTA unter anderem von der EU unterschrieben. Als letzte Hürde muss im Laufe des Jahres noch das EU-Parlament zustimmen.
Deswegen organisiert ein breites Bündnis am 11. Februar Demonstrationen in der ganzen Welt. Auch in Freiburg findet ab 15:00 Uhr eine Demonstration statt, die vom Kartoffelmarkt zum Rathausplatz führt. Aktuelle Infos dazu gibt es auf Facebook, Twitter und im StoppACTA-Protest-Wiki.
Am kommenden Wochenende auf zum Südbadentreffen
Anlässlich des in ein paar Tagen stattfindenden Südbadentreffens, veröffentlichen wir hier den dazugehörigen Blog-Artikel des Bezirksverbands Freiburg:
Piraten aus der Region kennen lernen? Neues über typische Piratenthemen erfahren? Über den Tellerrand blicken und an Vorträgen und Diskussionrunden zu aktuellen und kommenden politischen Entwicklungen teilnehmen? Und das alles in gemütlicher Atmosphäre an nur einem Wochenende – wäre das was für dich?
Dann komme zu unserem Südbadentreffen, dem Vernetzungstreffen des Bezirksverbands Freiburg, das vom 10.-12. Februar im Sebstversorgerhaus Bernhardushof in Oppenau stattfindet.
Folgendes wird dir an diesem Wochenende geboten:
Freitagabend (ab 18.00 Uhr)
- Ankommen und Kennenlernen in gemütlicher Atmosphäre.
Samstag
- „Das Spannungsfeld zwischen Informationsfreiheit, Datenschutz und Privatsphäre“ mit Tobias Zawisla
- „Softwarepatente: past – present – future“ mit Sven Krohlas
- Rhetorikkurs mit Heiko Endrigkeit
- „Historische Betrachtung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat“ mit Florian Zumkeller-Quast
- „Crashkurs Bundestagswahl“ mit Norbert Hense
- Der Abend steht jedem frei zur Verfügung und kann beispielsweise für lockere Diskussionen genutzt werden.
Sonntag (bis ~17:00 Uhr)
- „Geldsystemkritik und Alternativen“ mit Marc Ristau
- „Managen von Piratenaktivitäten“ mit Roland Baldenhofer
- „Pro und Contra BGE“ mit Simon Gansser und Otmar Scherer-Gennermann
- „Erneuerbare Energien – Die Lösung aller Probleme?“ mit Martin Rotzinger
- „KV-Mustersatzung und Bezirkssatzung unter der Lupe“ mit Nathanael Biena
Weitere Informationen zu Verpflegung, Übernachtungsmöglichkeiten, Kosten, Programm sowie Anfahrtsbeschreibungen findest du im Piraten-Wiki.
Sollten noch Fragen offen sein, schreib uns bitte eine Mail an vorstand@bzv-fr.piratenpartei-bw.de.
Wir freuen uns auf dein Kommen.
Letzter Infostand zum kommenden Volksentscheid in Emmendingen
Bevor am 27. November die erste Volksabstimmung des Landes Baden-Württemberg durchgeführt wird, möchten wir am Samstag davor noch einmal den Bürgern die Möglichkeit geben, sich bei uns mit Informationen rund um dieses Thema, z. B. in Form unseres Kaperbriefes, einzudecken. Dazu werden wir von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der Theodor-Ludwig-Straße einen Infostand veranstalten.
Infostand zum Volksentscheid dieses Mal in Waldkirch
Auch diesen Samstag werden wir Piraten erneut einen Infostand zum Thema Volksabstimmung veranstalten. Von 8:00 Uhr bis voraussichtlich 13:30 Uhr werden wir in Waldkirch auf dem Marktplatz anzutreffen sein, um dort unseren Kaperbrief zu verteilen.
Ziel dieser kleinen Zeitung ist es, die Bürger Baden-Württembergs umfassend über die Hintergründe des Volksentscheids über Stuttgart 21 zu informieren. Wie funktionieren Volksentscheide? Welche Auswirkungen haben sie? Warum bereichern sie den politischen Alltag? Diese und weitere Fragen wollen wir vor Ort beantworten.
Piraten begrüßen Volksabstimmung
Am Wochenende werden die Freiburger und wir anlässlich des bevorstehenden Volksentscheides Infostände veranstalten und den sogenannten Kaperbrief unter die Leute bringen. Detaillierte Informationen dazu finden sich in der folgenden Pressemitteilung:
Der erste Volksentscheid des Landes Baden-Württemberg steht vor der Tür: Am 27. November sind die Bürger aufgerufen über die Beteiligung des Landes an der Finanzierung des Bauprojekts Stuttgart 21 mitzuentscheiden. Bei einem positiven Ausgang bietet der Volksentscheid dem Land die Möglichkeit, aus der Finanzierung des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs auszusteigen.
Die Piraten freuen sich, dass ihre Forderung nach einem Volksentscheid umgesetzt wird. „CDU und SPD wollten das Projekt unbedingt fortführen und die Grünen wären, wenn sie eine Möglichkeit gehabt hätten, auch ohne Volksentscheid aus S21 ausgestiegen. Die Piraten jedoch wollten von Anfang an die Entscheidung dem Bürger überlassen.“ sagt Annette Linder, stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Freiburg.
Die Fragestellung des Volksentscheides ist schwierig formuliert und lautet:
Stimmen Sie der Gesetzesvorlage „Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)“ zu?
Wer dafür ist, dass sich das Land weiterhin finanziell am Bauvorhaben beteiligt und der Stuttgarter Bahnhof nach den jetzigen Plänen weitergebaut wird, sollte mit „Nein“ stimmen. Votiert man hingegen mit „Ja“, so fordert man das Land Baden-Württemberg zum Ausstieg aus der Finanzierung des S21-Projekts auf.
Um die Bevölkerung noch im Vorfeld des Volksentscheides mit detaillierten Informationen zu versorgen, werden die Piraten an den kommenden Samstagen Infostände in der Stadt Freiburg und im Landkreis Emmendingen veranstalten. Bei diesen wird der sogenannte Kaperbrief verteilt, welcher Pro- und Contra-Positionen zum Bahnhofsprojekt enthält und allgemeine Informationen über Volksentscheide in Baden-Württemberg liefert.
Termine für die ersten Infostände:
- Freiburg: 12. November, 9 bis 18 Uhr, Ecke Kaiser-Josef-Straße/Schiffstraße
- Emmendingen: 12. November, 9 bis 16 Uhr, Marktplatz
Außerdem möchten wir ebenfalls noch auf die offizielle Pressemitteilung des Landesverbands zu dieser Aktion hinweisen.
Wheelmap goes mobile
Bislang konnten nur die Benutzer iOS-betriebener Apple-Geräte auf bequeme und zeitsparende Art und Weise mit Hilfe einer App unterwegs Daten für das Wheelmap.org-Projekt sammeln. Doch nun erhalten auch Nutzer, die Gerätschaften mit Googles Android-Betriebssystem verwenden, die Möglichkeit sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen. Das entsprechende Programm kann nämlich seit einigen Tagen kostenlos aus dem Android Market heruntergeladen werden.
Im Gegensatz zu der herkömmlichen „Pen’n'Paper-Methode“, die wir noch vor zwei Monaten in der Stadt Elzach angewandt haben, können nun dank der neu hinzugewonnenen Mobilität die sogenannten Points of Interests (POIs) direkt vor Ort online kategorisiert werden. Dieser Umstand sorgt hoffentlich dafür, dass sich die Zahl der freiwilligen Helfer signifikant erhöhen wird.
Leider kann man mit den beiden Apps (noch?) keine neuen Orte anlegen. Dies lässt sich derzeit nur über die Wheelmap.org-Website bewerkstelligen. Dazu muss man sich dort und beim OpenStreetMap-Projekt, auf dessen Basis Wheelmap fußt, als Benutzer registrieren. Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass schon jetzt viele Helfer sehnlichst auf diese Funktionalität warten.
Ich rate jedem, dem dieses Projekt ebenfalls am Herzen liegt und der im Besitz eines passenden Smartphones ist, sich die entsprechende App herunterzuladen. Denn Wheelmap erlaubt es uns mit geringem Aufwand den Alltag für zahlreiche unserer Mitmenschen ein klein wenig angenehmer zu gestalten.
Piraten stehen am Wochenende Rede und Antwort
Am Wochenende werden die Freiburger Piraten anlässlich der Berliner Abgeordnetenhauswahl und anlässlich des Papstbesuches zusammen mit unserer Unterstützung einen Infostand in der Freiburger Innenstadt veranstalten. Detailliertere Informationen dazu finden sich in ihrer Pressemitteilung:
Am vergangenen Sonntag haben die Piraten in Berlin mit einem phänomenalen Ergebnis von 8,9 % ihren ersten Landtag „geentert“. Die ständig steigenden Wahlergebnisse zeigen, dass die bislang wenig beachteten Piraten zu einer ernstzunehmenden politischen Größe heranwachsen.
Deshalb werden die Freiburger Piraten allen Bürgern diesen Samstag und Sonntag in der Innenstadt Rede und Antwort stehen. Sie werden über ihre Partei, Politikverständnis und ihre Inhalte – speziell zum Thema Kirche und Staat – informieren.
Am 24. oder 25. September kann man sie an ihrem Infostand zwischen dem Café Aspekt und dem KG II (Ecke Bertoldstraße/Niemensstraße) zwischen 9 und 18 Uhr besuchen.
Piraten schlossen sich kritischer Demonstration anlässlich des Papstbesuchs an
Nächstes Wochenende ist es soweit: Die apostolische Reise von Benedikt XVI. endet in Freiburg. Dort wird er sich unter anderem mit Altkanzler Helmut Kohl und Vertretern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken treffen sowie Gebetsgottesdienste und Zeremonien abhalten. Doch eine Woche zuvor wurden kritische Stimmen laut.
Das SchwuLesBi-Referat des u-asta der Universität Freiburg und die Juso Hochschulgruppe Freiburg riefen anlässlich des Staatsbesuchs von Papst Benedikt XVI. am 17. September zu einer kritischen Demonstration auf. Dieser schlossen sich unter anderem die Linke, das Bündnis Freiburg ohne Papst und wir Piraten an.
Die Veranstalter legten ihr Hauptaugenmerk auf die Ablehnung von Kondomen und anderen Verhütungsmaßnahmen, die fehlende Gleichstellung von Mann und Frau in der katholischen Kirche und die ablehnende Haltung gegenüber Bi- und Homosexualität.
Wir wenden uns generell nicht gegen den Papst, dessen Besuch in Freiburg oder die katholische Kirche, sondern kritisieren verschiedene Punkte am Papstbesuch und der Haltung des Papstes und der Kirche zu verschiedenen Themen. Dies betrifft nicht nur die Geschlechter- oder die Lesben- und Schwulenpolitik, sondern speziell im Fall des Papstbesuchs auch die finanzielle Unterstützung der katholischen Kirche durch den Staat.
Wir fordern zudem eine klare Trennung von Kirche und Staat, die Entfernung jeglichen Religionsbezugs aus der Landesverfassung, keine Anbringung religiöser Symbole an öffentlichen Gebäuden und einen kostenlosen Kirchenaustritt.
Die Piraten sehen die Religions- und Glaubensfreiheit dabei als unverhandelbares Grundrecht an und lehnen darum nicht Religionen oder Kirchen im Allgemeinen ab, sondern deren Verquickung mit dem Staat und deren Privilegien gegenüber anderen vergleichbaren Einrichtungen.
Wer sich über unsere Positionen weiter informieren möchte, ist herzlich eingeladen, uns am kommenden Wochenende an unserem Infostand in Freiburg zu besuchen. Details dazu werden in einigen Tagen hier veröffentlicht.
Kandidat der Piratenpartei unterstützt Initiative Westliche Innenstadt
Die Initative Westliche Innenstadt in Tuttlingen setzt sich für eine lebenswertere westliche Innenstadt in Tuttlingen ein, die den Ansprüchen von Bürgern und ortsansässigen Geschäftsleuten gerecht wird.
Dabei hat die Initative Westliche Innenstadt die Landtagskandidaten gebeten, eine Patenschaft für einen Weihnachtsbaum zu übernehmen; sechs Weihnachtsbäume sollen die westliche Innenstadt aufwerten. Bis auf die Volksparteien haben sich alle Parteien beteiligt und sich auch die Positionen der Initative von den Verantwortlichen näher erläutern lassen.
„Schon mit einfachen Mitteln wie beispielsweise einer allgemein Verkehrsberuhigung oder der Einführung von reinen Kurzzeitparkplätzen könnte die westliche Innenstadt aufgewertet werden. Langfristig muss in diesem Gebiet aber auch investiert werden, z. B. in die Aufwertung der Straßen und Fußwege und ein helles, freundliches Beleuchtungskonzept. Andere Klein- und Mittelstädte haben bereits vorgemacht, dass auch dort die Schaffung einer lebendigen Innenstadt möglich ist“, so Mike Höhmann, Direktkandidat der Piratenpartei im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen.
Grund- und Bürgerrechte gelten auch für Außenminister
Tuttlingen sagt Nein!
Erfolgreicher Infostand in Villingen
Graduierten'schule lernt Engli'sch: screenshot's

Screenshot des Blogs der Graduiertenschule der Uni Erlangen-Nürnberg vom 10.04.2010. Seit der Veröffentlichung sind zwei Tage vergangen. Entweder das liest keiner oder wir haben alle Apostrophitis.
Landtagswahl-Kandidaten in den Wahlkreisen VS und TUT-DS stehen fest
Die Piratenpartei Baden-Württemberg (PIRATEN) hat am 27.02.2010 ihre Kandidaten in den Wahlkreisen Villingen-Schwenningen und Tuttlingen-Donaueschingen aufgestellt.
Der 19-jährige Tobias Zawisla, einer der ersten Piraten im Kreis, wurde einstimmig zum Kandidaten für den Wahlkreis Villingen-Schwenningen gewählt.
Seine politischen Forderungen liegen vor allem im Bildungsbereich, er tritt für ein tatsächlich kostenfreies und durchgängiges Schulsystem ein. Der Wechsel von Schulen muss erleichtert werden, sowohl zwischen dem gleichen Schultyp, als auch in andere Schultypen. Gesamtschulen und Ganztagesschulen sollten erprobt und bei positiven Ergebnissen eingeführt werden.
Auch lehnt er jegliche Verschärfung des Versammlungsrechts ab, was auf Landesebene bereits von der CDU angestrebt wurde.
Im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen, der den südlichen Teil des Schwarzwald-Baar-Kreis abdeckt, wurde der 35-jährige Mike Höhmann aus Immendingen, selbstständig im IT-Bereich, von der Versammlung einstimmig zum Kandidaten gewählt. Er ist bereits seit einigen Monaten in der Piratenpartei aktiv und organisiert beispielsweise die Treffen in Tuttlingen-Möhrigen. Durch seine Berufserfahrung besetzt er inhaltlich vor allem das klassische Piraten-Thema, die Neuen Medien und ihre Einsatzmöglichkeiten im 21. Jahrhundert.
Die Piratenpartei verzeichnet seit der Europawahl ein überdurchschnittlich starkes Wachstum. Ein Großteil der knapp 12.000 Mitglieder trat erst im letzten halben Jahr ein. Der inzwischen siebtgrößten Partei Deutschlands nach Bündnis 90/Die Grünen gehören in allen Bundesländern Landesverbände an. Auch in Baden-Württemberg präsentiert sie sich mit zahlreichen lokalen Stammtischen, zu denen jeder, auch Nicht-Mitglieder, recht herzlich eingeladen ist. In Villingen-Schwenningen finden diese zur Zeit alle zwei Wochen in den Ganter-Stuben statt. Nächster Termin ist der 3. März um 20 Uhr, wo auch der Landtagskandidat für Villingen-Schwenningen anzutreffen sein wird.
Weitere Infos unter:
http://www.tobiaszawisla.de/
Radio Franken
Den Großteil meines Lebens habe ich in BaWü verbracht und ich dachte der SWR hätte den Tiefpunkt des öffentlich-rechtlichen Radios schon hinreichend präzise definiert. Seit einigen Wochen kenne ich die bayerische, pardon fränkische Variante.
BR1 spaltet die Welt (Bayern) nämlich in Regionalprogramme, ganz nach dem Motto, was interessiert es mich in Mittelfranken, wenn in Unterfranken ein Sack Reis (beim Take-Away-Vietnamesen) umfällt. Musikalisch sind wir beim Musikantenstadl.
BR2 ist der Versuch es besser zu machen. Mit Kinderprogramm.
BR3 erklärt man am besten darüber, was sie nicht spielen: Pussy von Rammstein. Der Moderator setzt sein Pfui-Finger-Weg-Gesicht auf, erklärt die "pornografische" Konnotation von Bratwurst und Sauerkraut und spielt dann einen jugendfreien Rap über die Sexy Bitch ("nothing you can compare to your neighborhood whore"). (Das war vor der Indizierung durch Zensursula.) Zu der Moral passt bestens das Jingle, das genau so klingt, wie ich mir schon immer die Erkennungsmelodie eines Feindsenders im zweiten Weltkrieg vorgestellt habe.
on3radio verhält sich zu Bayern 3 wie BR2 zu BR1. Wir haben es mit dem Sender von und für Berfufsjugendliche zu tun. Mit eigener Homepage und MP3-Download. Auch hier stehen Heimatlieder hoch im Kurs.
BR5 bringt Nachrichten in Endlosschleife. Das ist sehr nützlich. Wenn man etwas nicht ganz vertsanden hat, wartet man einfach fünf Minuten auf die Wiederholung, wie bei den Teletubbies.
Aber meine Gebühren sind da sicher gut angelegt. Überlegt mal, die müssten das Regionalprogramm für Mittelfranken streichen. Dann wüsste ich ja gar nicht, dass es Mittelfranken eine eigene Region ist.
Wie man zwischen Orks und Königen Piraten findet
Liebe Rest-SPD, liebe Presse, ...
der Stefan, der sich Aaron nennt, wollte schon immer mal einen Text pro Volksabstimmung schreiben und da kam die eidgenössische Islam-Hatz gerade recht. Sein Text beginnt so la la und endet mit dumpfer Stimmungs- und Angstmache.
Es ist Schade, dass er nicht gemerkt hat, dass gerade diese populistischen Töne nicht zur Förderung von Plebisziten taugen, jedoch an und für sich noch keines Kommentares würdig. Da unter seinem Portraitfoto allerdings "Bundesdingens der Piratenpartei" steht, muss ich kurz klar stellen: Wer in einem (jedem?) Bauwerk eine "politisch-totalitäre Bewegung" sieht, kann kein Pirat sein!
Gemerkt hat das (wie viele andere) JollyOrc (Nachtrag). Der hat zwar einen komischen Namen, ist aber piratig.
Falls also noch Fragen offen sein sollten, zum Beispiel zum Thema Volksabstimmungen, nicht den König fragen. Das ist nur der amtierende Lautsprecher, eine Art Bundespraktikant. Der könnte schon bald in einer anderen Partei Karriere machen.
Und nein, liebe Genossen, niemand kommt (zurück) in die SPD. Die Begründung könnt ihr eurem Hausblog entnehmen: "In einer Partei ohne Werte ist [unser] Einsatz vergebens!"
Und noch was, Piraten, windelweiche Nichtwahldrohungen könnt ihr euch sparen. Der Bundeskindergarten ist ein Wahlamt. Den König kann man ganz leicht weg machen. Das nennt man innerparteiliche Demokratie.
Update: Vorstand des Berliner Landesverbandes distanziert sich von Aaron König.
Was ist eigentlich eine Goldmünze Wert?
Als Service für meine wohlhabende Leserschaft und angesichts von Höchstpreisen, habe ich mal die Ankaufspreise für Gold mit dem Spotpreis des heutigen Tages verglichen. Folgende Tabelle bezieht sich auf "bankübliche" Investmentmünzen aus 31,10g 999er Feingold:
| EUR pro Feinunze Gold 21.11.2009 | Abschlag | |
|---|---|---|
| Spotpreis | 768,30 | 0,00% |
| ESG Edelmetallservice | 752,70 | 2,03% |
| Commerzbank | 752,25 | 2,09% |
| Trauringschmiede Drechsel GmbH | 735,60 | 4,26% |
| DI Klaus Joseph Edelmetalle | 620,42 | 19,25% |
| Goldankauf Bayern Ralf Starre | 565,46 | 26,40% |
Diese Übersicht hat natürlich überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Korrektheit oder sonst irgendetwas. Quelle ist jeweils die verlinkte Internetseite. Bei Ankauf per Post muss man noch Porto für versicherten Versand berücksichtigen.
Wer schickt eigentlich ernsthaft Gold an eine Internetseite mit animierten GIFs?
Profis am Werk, heute Di Ätsch Ell Päckstäschen und Rettkuhn
Da ich keinen analogen Telefonanschluss habe, mein altes Telefon kaputt ist und mein neuer Router kein VoIP kann, wollte ich mir ein schnurloses SIP-Telefon kaufen. Damit telefoniert man dann wie mit einem "echten" POTS/ISDN-Telefon, also nichts mit Skype oder USB. Geräte, die direkt via WLAN funken sind Mangelware (Nokia Internet Tablets, diverse Smartphones, aber keine echten Telefone). Also fiel die Wahl auf eine Lösung, bei der das Handgerät via DECT/GAP mit einer Basis spricht, die dann wiederum über Ethernet/IP und das Internetz den SIP-Anbieter meiner Wahl erreicht. Der Setup klingt umständlich, ermöglicht es aber unbemerkt auf VoIP umzustellen.
Solche DECT/SIP-Telefone gibt es von Siemens/Gigaset (auf das "IP" hinter der Modellbezeichnung achten; Neckermann hat veruscht mir via spezieller Landing Page ein Analogtelefon, also ohne IP. unterzujubeln, obwohl ich per Produktsuche ausdrücklich nach "IP" gegooglet hatte), von der Telekom (Konfiguration für Nicht-T-Offline-User laut Reviews unmöglich verwirrend gestaltet) oder von Snom. Und kaufen kann man die u.a. bei Rettkuhn (oder wie auch immer man das ausspricht).
Anrufbeantworter ist übringens überflüssig, sipgate kann das viel besser. Ein VoIP-fähiger Router ist eine praktische Alternative, wenn man ein funktionierendes Analogtelefon besitzt.
Geagt, getan. Ausgesucht. Vorkasse geleistet. (Vorkasse ist auch so eine Frechheit, die dank ebay immer mehr zum Standard wird.) Packstation-Benachrichtigungskarte erhalten. Zur Packstation getiegert. Dort kein Paket erhalten, sondern eine allgemein gehaltene Fehlermeldung. DHL angerufen (per 0180er-Nummer, kostet vermutlich vom Mobiltelefon etwa das 10faches der tatsächlichen Kosten):
Packstation defekt. Paket liegt in Filiale soundso. Also nicht in der nächstgelegenen.
In Filiale gerannt. Dort auch kein Päckchen, sondern verwirrte Mitarbeiterin, die mit Packstation nichts zu tun haben will und auch ihren Ansprechpartner bei DHL nicht erreicht. Ich arrangiere ein Gespräch zwischen Filiale und Zentrale über die mir bekannte Service-Hotline. Alles muss man selber machen. Zentrale startet Nachforschungsauftrag.
Die Tracking-Webseite lässt vermuten, das Paket sei an den Absender zurückgegangen (Stichworte "Rücksendung" und "zugestellt"). DHL ruft mich an und teilt mir mit:
Der Zusteller habe die Packstation durchsucht und konnte mein Paket auch nicht finden. Der Absender soll reklamieren.
Der sieht jedoch gar keinen Anlass für eine Reklamation:
Rettkuhn: "Ich teile Ihnen mit, dass Ihre Sendung bei uns zurückangekommen ist. [...] Leider befindet sich das Produkt [soundso] nicht mehr im Sortiment von redcoon. Lassen Sie uns bitte wissen, ob Sie einen alternativen Artikel wünschen."
Soll das etwa bedeuten, die haben mein Telefon, das ich schon per Vorrkasse bezahlt habe und das schon längst bei mir sein müsste, wenn der beauftragte Zustelldienst das nicht verpeilt hätte, ohne mit mir Kontakt aufzunehmen an einen Dritten verkauft? Ich bin sprachlos. Da kann ich mich gar nicht mehr so sehr über den Totalausfall der Post-internen Organisation freuen.
Piraten und Wahlen 2009, 2013, 2014
"Die Piraten kommen" schreibt Thomas Knüwer im Handelsblatt: "Und die etablierten Parteien beginnen die plötzlich heranwachsende Konkurrenz ernst zu nehmen." Das zeigt, dass die Piratenpartei in Rekordzeit die ersten beiden Schritte übersprungen hat ("First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win").
"Jede politische Kraft, die nicht hoffnungslos von gestern sein will, braucht wohl mehr als eine Prise Piratengeist" steht zu lesen im Wahlblog der grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, eine Reaktion auf einen Feuilleton-Artikel des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher. Vor einem halben Jahr fand die Piratenpartei noch im Gulli Forum statt.
Das ZDF heute-journal erlaubt einem Lobbyisten noch einmal kräftig draufzuhauen und gibt den Piraten so die Möglichkeit ihr Programm darzustellen, was ja auch einige der Sympathisanten interessieren dürfte.
Klar, auch Grüne und Rote schlagen gerne auf die neue Konkurrenz ein. Aktueller Hintergrund ist ein Interview mit der dunklen Seite der Macht. Bei so viel Piratenbashing bleibt gar keine Zeit mehr für den sogenannten politschen Gegner.
Der Brain Drain bei der Verräterpartei geht derweil weiter. Schade um den Traditionsverein.
Und in fünf Jahren wird man beim Stichwort Piraten nicht mehr an Somalia denken, sondern an Brüssel.
Es funktioniert! Matthias Güldner virtuell demontiert.

Matthias Güldner, grüner Fraktionschefe aus Bremen, lebt in einer realen Scheinwelt, was ihn nicht daran hindert auf www.matthiasgueldner.de und www.welt.de sein Hirn "herauszutwittern". Es geht ihm "knall hart" um "Defintionsmacht", um "Kommunikationsmoden" und Zensur. Kurz, er ist ein Troll, den man besser ignorieren sollte, aber nicht ignorieren kann, weil es sich nunmal um einen Grünen handelt, der im September von mir gewählt werden will.
Gut, eigentlich will er von überforderten Eltern und streikenden Kita-Tanten gewählt werden, die auf das Stichwort Kinder hin alles tun, sogar Zensursula wählen. Aber da hat er die Rechnung ohne den Bundesvorstand und ohne die grüne Jugend gemacht. Die haben mich nämlich entdeckt als Zielgruppe. Das ist so ne Art Deutschland sucht den Superprotestwähler.
Die Grünen finden den Wähler in meiner Generation nicht mehr so leicht. Das ist schade, weil sie ja eigentlich die richtigen Themen besetzen. Bei der Internetzensur haben sie mehr als einen Anlauf gebraucht und der Matthias Güldner hat den Richtungswechsel verschlafen. Und deshalb, sagt mein Orakel, bekommt der jetzt eine Maulkorb verpasst, jedenfalls online.
Bleibt nur noch eine Frage: Warum bin ich plötzlich so wichtig? Das liegt an der Piratenpartei. Die wächst und wächst und wächst. (Screenshot oben aus der studiVZ Wahlzentrale)
Liebe Politiker, liebes VZ, das nennt man Realitätsverlust
Die Geschichte der Piratenpartei im studiVZ ist bewegt. Wir erinnern uns, das Normalprofil wurde gelöscht. Die Gründe (AGB, keine natürliche Person) waren fadenscheinig, insbesondere da das VZ gleichzeitig um die Gunst der (anderen) Parteien buhlte und die Anzahl der politischen Normalprofile stets >> 1 war. Ein Edelprofil bekamen die Piraten auch nicht, weil nicht im Bundestag vertreten. Als dann Jörg Tauss Pirat wurde, murmelten die Herren des VZ etwas von 5% Hürde und führten erst noch eine Umfrage durch, ob die Piratenpartei den anderen im Bundestag vertretenen Partei gleichgestellt werden soll.
Das offizielle VZblog heuchelt heute:
Durch den ehemaligen SPD-Abgeordneten Jörg Tauss hat die Partei seit kurzer Zeit ein Mitglied im Deutschen Bundestag und erfüllt damit das entscheidende Kriterium, um in der Wahlzentrale prominent präsent zu sein.
Ihren Vortänzer (neudeutsch CEO) lassen sie sagen:
Die Piratenpartei Deutschland macht vor, wie schnell man in unserem Netzwerk zahlreiche potenzielle Wähler erreichen und für sich gewinnen kann. Gleichzeitig wird wieder einmal deutlich, dass Online-Wahlkampf bei uns optimal funktioniert.
Ähm. Die Piratenpartei hat gerade vorgemacht, wie man ohne Hilfe der VZ-Wahlzentrale im Netz Wähler erreicht, zum Beispiel mit Twitter, Blogs und einer studiVZ-Gruppe. Dass die Piratenpartei dabei alle anderen Parteien überholt hat, zeigt gerade, dass deren Online-Wahlkampf, auch in den ganzen VZs, eben nicht funktioniert.
Auch süß wie die JUbelperser Angst bekommen:
Piratenpartei bei StudiVZ die zweitgrößte Anhängerschaft. - Ein trauriges Ergebnis und ein Armutszeugnis für deutsche Studenten.
Keine Panik, euch laufen die Wähler nicht weg. Rentner sind in jeglicher Hinsicht nicht so mobil. Und auch unter den Studenten vermute ich ausreichend A....kr......-Potenzial, aber habt ihr euch mal gefragt, warum eigentlich keiner mehr offen zugibt, dass er euch wählt. Das war vor fünf Jahren noch ganz anders.
Oder wie kommt es eigentlich, dass Angela Merkel bei studi und meinVZ mehr Fans hat als CDU, CSU, SPD und FDP zusammen??? Sympathie hin oder her, es geht hier nicht um ein Symposium der sozialistischen Quantenchemie. Die Frau ist Bundeskanzlerin, Parteivorsitzende und Wahlprogrammersatz des Kanzlerwahlvereins CDU. Ich bin ja dafür, jede Person nach ihren persönlichen Eigenschaften zu beurteilen, aber diese Person hat die die Richtlinienkompetenz in der Bundesregierung. Wer Angela Merkel gut findet, die von ihr geführte Regierung und Partei aber nicht, der muss sehr verwirrt sein. Aber wer klar im Kopf ist, geht wahrscheinlich auch nicht zur JU.
À propos Junge Union:
Soziale Netzwerke? Süchtig! Keine sozialen Netzwerke? Auch Süchtig!
Ich bin gerade über einen Artikel bei Focus-Online, PC-Spiele: Spiel, Spaß und Sucht, gestolpert. Wahrscheinlich bin ich Online-Recherche-süchtig. Der Artikel dient der Darstellung der Meinung des "Psychologen Kai Müller" und der warnt vor Online-Sucht.
Online-Süchtige erkennt Online-Müller sofort:

Wer "soziale Netzwerke" (Zitat) vernachlässigt ist Online-süchtig, so der Online-Experte. Wer "soziale Netzwerke" (Zitat) pflegt allerdings auch:

Seht es endlich ein: Egal was ihr tut, ihr seid Online-süchtig! Dagegen hilft nur ausgedehnter Konsum vom Focus-Online. Fakten Fakten Fakten, zum Beispiel zum Thema Cybersex. Interessiert zwar keinen, verkauft sich aber gut und ist so einfach: Man nimmt einen dummen Anmachspruch, schreibt einen Online-Kontext ("Chat") drum herum und dann ist das Cybersex:

Phoenix versucht Netzpolitk: Piratenpartei vs CDU
Phoenix, der öffentlich-rechtliche Sender, der schon mit MdB 2.0 durch Mittelmäßigkeit aufgefallen ist, bringt heute in der Diskussionsrunde "Unter den Linden" das Thema "Unter Piraten - Wem gehört das geistige Eigentum?". Die Sendung soll später auch als Videostream angeboten werden und ich tippe mal auf eine nicht-authorisierte Zweitverwertung durch Youtube und Pirate Bay.
Die Teilnehmer, Rupert Scholz, CDU und Dirk Hillbrecht, Piratenpartei argumentieren so sachlich und differenziert wie es der Rahmen zulässt. Überzeugen können sie beide nicht. Der Moderator Christoph Minhoff ist eine mittlere Katastrophe. Mit dem bunten Themenmix in kurzen Zeit, kann man nicht mehr als auswendig gelernte Textbausteine erwarten. Und den Piraten wirft man dann vor, sie hätten nur ein Thema.
Man kann dem Vertreter der CDU nicht vorwerfen, er habe vom Internet keine Ahnung. Das spielte in der Diskussion keine Rolle. Er ist auch kein Scharfmacher à la Zensursula. Der Staatsrechtler sagt frei heraus, wie dieser Staat heute tickt. (Das Grundgesetz erwähnt er kein einziges Mal. Die Verfassung scheint für ihn dabei keine Rolle zu spielen.) Er findet es selbstverständlich, dass der Staat Zugang zu Inhalten blockiert, die in Deutschland strafbar oder jugendgefährdend sind. Ausdrücklich angesprochen werden Marken-, Urheber- und Patentschutzrechte; Morddrohungen und Pornographie (ohne das "Kinder-" vorne dran!), wobei kein Zweifel bleibt, dass diese Themen beispielhaft für ein weitaus breiteres Spektrum stehen.
Das ist das Niveau, auf dem wir die bundesdeutsche Mehrheitsgesellschaft abholen müssen.
Dem Pirat fällt es schwer aus der Rolle auszubrechen, in die die beiden alten Herren ihn drängen wollen. Der Moderator weist mehrfach darauf hin, dass er die junge Bewegung, für die auch die Piratenpartei steht, als destruktiv wahrnimmt. Er unterstellt unsere Generation nutze die technischen Fähigkeiten ohne Verantwortungs- und Rechtsbewusstsein, schädige andere durch Missachtung des Urheberrechts und Verbreitung von Gewaltdarstellungen. Das darf so nicht stehen bleiben, die Antworten darauf hätte er besser vorbereiten müssen. Insbesondere fehlt in der Argumentation die pro-Seite: Wir sind nicht gegen ein Urheberrecht, wir sind für ein modernes Urheberrecht, dass Künstlern und Konsumenten die kreative Nutzung aller Techniken und Kanäle ermöglicht. Wir setzen uns für Innovation ein, halten den Status Quo bei der Auslegung des Patentrechts jedoch für innovationsfeindlich. Und so weiter.
Besonders schwach finde ich, dass als Alternative zu den Netzsperren gleich Löschen kommt. Auf Verdacht Provider zum Löschen zwingen ist doch genauso Mist. Die richtige Antwort wäre Strafverfolgung gewesen, kombiniert mit einer Abuse-Mail. Bekanntlich ist letzteres ja sehr effizient, wohingegen ersteres an der BKA-Bürokratie scheitert.
Die nahe liegenden Fragen nach dem Kommunikationsgeheimnis, nach Meinungs- und Rezipientenfreiheit werden nicht angesprochen. Dass die weitgehende Internetkontrolle, über die wir inzwischen ganz offen sprechen, Datenschutz und IT-Sicherheit berührt hat eh noch keiner gemerkt.
Da liegt noch viel Arbeit vor uns.
Weitere Kritiken bei Freitag, FixMBR, Sven24. Alle schlagen sie auf den armen Dirk Hillbrecht ein. Das ist nicht fair, er hat das Beste daraus gemacht. Viel mehr hätten die Piraten nicht reisen können. Er hat übrigens ein selbstkritische Resümee verfasst.
Gekommen um zu bleiben
Nach Europawahl (229117 Stimmen für die Piratenpartei Deutschland, 7.1% für die schwedischen Piraten) und Ende der Petition gegen Internetzensur (134014 öffentliche Mitzeichner) werfe ich nochmals eine Blick auf die relativen Mitgliederzahlen der studiVZ/meinVZ-Gruppen der Parteien (Stand: 19.06.2009):

Der rötlichere Teil des Balkens stellt die Veränderung seit dem 23.05.2009 dar. Wie erwartet wird die Piratenpartei zur stärksten Kraft im VZ. Warum ist das relevant? Nun, weil Angela Merkel und Co glauben, dort punkten zu können.
Wenn sich CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP und Linke gemeinsam mit ZDF, Spiegel, ZEIT, Tagesspiegel und Cicero bei einer Webseite mit fragwürdiger Reputation anbiedern, um ihre Logos ohne nennenswerte Inhalte auf einer dämlichen Wahlkampfseite präsentieren zu dürfen, dann darf man sich fragen, was diese (einst bedeutenden) Institutionen denn gemeinsam haben? Die haben Angst, in diesem Internet in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Ich finde, zu Recht!
Die christlich-dingensbummes Union (Internet-Slang: "schwarze Pest") mag zwar beste Chancen haben, Wahlen in Deutschland zu gewinnen, aber nur weil daran so viele Rentner mit Hauptschulabschluss teilnehmen. Die "Verräterpartei" SPD zerreibt sich zwischen großer Koalition und rot-rot. Da helfen auch die Sympathien, die die Sozen (vielleicht) noch in Bevölkerung haben mögen, nicht weiter. Von Silvana ("Ich war noch niemals ...") und dem Freak, der sich für die Freiheitsstatue hält, will ich gar nicht erst anfangen. Und die Grünen ("Hamsterschützer") sich ja auch bestenfalls blassgrün. Also ich würde mir da auch Sorgen machen, wenn ich die wäre.
Kommen wir zu den Medienpartnern: Da wettert die ZEIT Online in der Rubrik Digital/Internet, das ist der Teil, der garantiert nie in der Print-Ausgabe erscheint, unter der SEO-URL "netzsperren-leyen-alibi" gegen den (Print?)-Tagesspiegel, der die Internetzensur (wie fast alle klassischen Medien) als "Gesetz gegen Kinderporno" bezeichnet. Der Tagesspiegel gehört bekannterweise zum selben Verlag wie die Zeit und studiVZ. Und genau das ist der Grund, warum wir euch das nicht mehr abkaufen! Wir wissen, dass ihr uns verarscht. Und jetzt hört bitte auf zu jammern!
Geht einfach sterben. Aber beeilt euch. Wir haben noch etwas vor mit diesem Planeten.
SWR3: Geschmacklosigkeit des Tages
Was sendet der SWR da am 20. Jahrestag des Tiananmen-Massakers, der blutigen Niederschlagung der studentischen Demokratiebewegung am Platz der Himmlischen Friedens? Eine Hammer-Comedy, die sich auf Youtube wieder findet:
| 0:25 | Der Hummer ist groß [...] |
| 0:27 | Und Polizei fährt mit dem Ding alles kurz und klein |
| 0:30 | Ey kommt mal rüber ihr Studenten und Demonstranten. Wir fahren euch einfach platt, weil/falls wir/ihr mal wieder außer Rand und Band sind/seid. [...] |
| 0:40 | Hummer ... ist dann endlich "Himmlischer Frieden" [...] |
| 0:49 | Hummer hahaha |
Toll, ARD. Und euch muss ich auch noch mit 215.76 EUR subventionieren.
PolitikerVZ oder was wenn im Internet Wahlkampf wäre

In studiVZ und meinVZ wird gerade Wahlkampf gespielt. Es gibt eine Wahlzentrale, in der die Medienpartner ihre politischen Kurzmeldung verbreiten dürfen. Die etablierten Parteien werden dort mit ihren "offiziellen" "studiVZ-geprüften" Profilen verlinkt. Diese Parteien betreiben außerdem sogenannte Edelgruppen und -profile. Ekelgruppen würde es besser treffen, denn der Inhalt beschränkt sich auf wiedergekäute Wahlkampf-PR, meist als Video dargeboten. Ein Dialog mit den Politikern hinter den Edelprofilen findet in diesem "sozialen Netzwerk" nicht statt.
Das Profil der Piratenpartei wurde hingegen gelöscht. Das lässt drei Interpretationen zu:
- Die Veranstalter haben das mit der Demokratie nicht verstanden. Damit meine ich explizit auch die Medienpartner von ZDF bis Spiegel sowie die Parteien, die sich in ihrem VZ-Ruhm suhlen.
- Die Veranstalter haben das mit dem Internet nicht verstanden. Es gibt weder technische noch praktische Gründe dagegen alle 32 Parteien, die am 7. Juni antreten, gleichberechtigt nebeneinander zu stellen. Wir digital natives verstehen die Vorselektion nicht als Dienstleistung, wir nennen das Zensur oder Boykott.
- Ich habe Sinn und Zweck der Wahlzentrale nicht verstanden.
Die Gruppe der Piratenpartei besteht weiterhin. Das eröffnet die Möglichkeit die Mitgliederzahl mit der der Gruppen anderen Parteien zu vergleichen. Ich habe für alle an der EU-Wahl teilnehmenden Parteien jeweils die größte Gruppe ausgewählt. Das sind sofern vorhanden die speziell beworbenen Edelgruppen.

| studiVZ-Gruppe | relative Mitgliederanzahl |
|---|---|
| CDU | 25.69% |
| Piratenpartei | 22.18% |
| FDP | 17.92% |
| BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | 11.14% |
| LINKE | 10.70% |
| SPD | 9.33% |
| Die Violetten | 0.77% |
| Newropeans | 0.62% |
| Republikaner | 0.57% |
| Freie Wähler | 0.47% |
| PSG | 0.27% |
| Mensch Umwelt Tierschutz | 0.13% |
| Bayernpartei | 0.10% |
| ödp | 0.07% |
| BüSo | 0.05% |
Das ist zwar nicht repräsentativ, weil die Mehrheit der studiVZ-Mitglieder keiner der Gruppen angehört, aber wie man's dreht und wendet: 22% und der zweite Platz ist schon ganz ordentlich für eine Kleinstpartei. Ich finde wir dürfen die Piraten jetzt offiziell ernst nehmen.
Wen kümmert so eine Internet-Protestaktion eigentlich?

Die geschätzten dreieinhalb Leser dieses Blogs wissen es schon, wir haben uns an einer kleinen Stoppschild-Aktion gegen von der Leyens Internetsperren versucht. Dazu habe ich jetzt mal die Logfiles auswertet. Teilgenommen so wie ich mir das vorgestellt hatte mit dem Skript stop.php, das zwischen Regierung und unbescholtenen Bürgern unterscheidet, haben:
- bohramt.de
- tarigon.de
- rowi.standardleitweg.de
- martinm.twoday.net
- junge-piraten.de
- planetsmc.de
- robertomueller.de
- bims.com
- blog.benny-baumann.de
- sosbrigade.de
- grauebaeren.ougcms.ath.cx
- blog.torben-reichert.de
- blog.sefzig.net
- kommunales-kino-pforzheim.de
- animeownage.de
- phs-edv.de
- felixrupp.com
- grauebaeren.prauscher.homeip.net
- themixed.blog.de
- tc-stierstadt.de
- freakybytes.org
- filecat.eu
- ...
Manche waren radikaler und zeigten einfach allen Gästen ein Stoppschild (stop.js):
- ralfs-zusizone.de
- blog.torben-reichert.de
- willberg.homelinux.org
- doctordeploy.com
- fettecke.de
- bttb.de
- dracoliche.de
- tarigon.de
- mysegfault.de
- rowi.standardleitweg.de
- sosbrigade.de
- smuus.de
- schoeck.org
- digimoral.blogspot.com
- phantomias.de
- ...
Verlinkt haben uns die folgenden Seiten:
- Wiki gegen Netzzensur
- netzpolitik.org
- google.de
- de.indymedia.org
- Twitter #zensursula
- debianforum.de
- forum.webhostlist.de
- stopp-seite.de
- blog.benny-baumann.de
- ...
Die Listen sind nicht vollständig. Nicht aufgeführt sind Seiten, die nur sehr wenig Hits produziert haben.
Zwischenzeitlich sind eine Vielzahl an Stopp- und Protestseiten im Internetz aufgetaucht: stoppseite.de, stopp-seite.de, zensursula.de, zensursel.de, ... Die Liste scheint unendlich, die Wirkung gleich Null... Die Autoren von Spreeblick, die selbst auch eine Aktion am Start hatten, schreiben dazu: Bloggen ist nicht genug. Bei netzwertig liest man dazu in der lesenswerte Serie Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland einen Absatz mit ähnlicher Stoßrichtung (trotz anderem Blickwinkel): "Die Deutschen scheinen nicht in der Lage zu der Art von Bloggen zu sein, welche eine Gegenöffentlichkeit aufbaut."
Wir müssen uns da mehr einfallen lassen...
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