Ausschreibungen
Lieber Piraten,
Am 12.5 war wieder Vorstandssitzung des BzV Oberpfalz. Aus einigen der Beschlüsse können folgende Ausschreibungen abgeleitet werden:
Ausschreibung zur nächsten Vorstandssitzung: Wir möchten das die nächste physische Vorstandssitzung in einem anderen Teil von der Oberpfalz stattfindet. Diese sollte mit Öffentlichen Verkehrsmittel und Auto gut erreichbar sein. Termin wäre der 26.5 um 10 Uhr. Ortsvorschläge bitte an vorstand@piraten-oberpfalz.de Einsendeschluss: 20.5
Ausschreibung zum nächsten Bzpt Oberpfalz: Der BzV Vorstand hat einstimmig beschlossen das der nächste ordentliche Bezirksparteitag am 7.7 stattfinden soll. Dafür suchen wir noch einen geeigneten Ort in der Oberpfalz.
Diese Ausschreibung soll euch als Hilfestellung für die Auswahl eines möglichen Veranstaltungsortes dienen.
Anforderung: Der Ort sollte ca. 50 Piraten (eher mehr als weniger) beherbergen können und über einen Highspeed Internetanschluss verfügen.
Zudem muss für ein Catering oder für eine Bewirtung gesorgt werden. Auch zusätzliches Equipment wie Soundanlage, Beamer etc. wäre wünschenswert.
Der Ort muss gut an die Infrastruktur angebunden und erreichbar mit Öffentlichen Verkehrsmittel sein. Ausreichende Parkmöglichkeiten sind ebenso wichtig.
Diese Ausschreibung läuft bis zum 25.5 Vorschläge bitte an vorstand@piraten-oberpfalz.de senden
Ausschreibungen für Gebietsbeauftragte für das Gebiet Cham und das Gebiet Neustadt/Weiden
Gebietsbeauftragte sind ehrenamtliche Sprecher verschiedener Kreise und Orte ohne Kreis bzw. Ortsverband.
Sie sollen Stammtische und andere Veranstaltungen koordinieren. Weiter sollen sie auch das direkte Sprachrohr der Piraten vor Ort an den BzV Vorstand sein.
Gebietsbeauftragte gibt es zZ in Schwandorf und in Tirschenreuth.
Bewerbungen bitte an vorstand@piraten-oberpfalz.de
Bei weiteren Fragen einfach an mich wenden: jan.kastner@piraten-oberpfalz.de
Grüße
Jan
Gastbeitrag: “Wehre dich gegen Temelin und schütze uns vor dem Angriff der strahlenden Hasen!”
Von der Piratenpartei Bamberg übernommen
Der Atomausstieg in Deutschland ist bereits beschlossene Sache und es wird glücklicherweise nicht mehr lange dauern, bis die Atommeiler in Deutschland abgeschaltet sind. Leider ist das weder europaweit noch weltweit der Fall.
Derzeit plant Tschechien einen Ausbau der Atomenergie und hier den Bau eines neuen Reaktors in Temelin – Luftlinie ca. 300 km von Bamberg entfernt. Nicht nur, dass natürlich auch hier die Versicherungsfrage für den Ernstfall und die Endlagerfrage nicht geklärt sind – nein, das Ganze wird auch extrem verschlossen geplant: Auf strahlende Transparenz wird verzichtet.
Derzeit können alle Interessierten – also auch Bürger – Stellungnahmen zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingeben. Das größte Problem: Offiziell steht noch nicht mal fest welcher Reaktortyp eigentlich gebaut werden soll. Das soll so schnell auch nicht öffentlich werden. Nur wie man – ob Experte, interessierter Bürger oder zuständiger Beamter – die Gefährlichkeit einer technischen Einrichtung einschätzen kann, ohne irgendwelche Pläne zu erhalten ist uns schlicht schleierhaft.
Die Intransparenz bei diesem Verfahren stinkt gewaltig zu Himmel. Wenn noch nicht einmal grundlegende technische Daten dieses Bauwerks veröffentlicht werden ist eine fundierte politische Beteiligung der Bürger nicht möglich.
Wir rufen daher alle dazu auf, Stellungnahmen zur Umweltverträglichkeitserklärung des AKW Temelin einzureichen.
Ihr könnt das ganz einfach, füllt einfach das Formular des Umweltinstuts aus. Ihr nutzt damit die Rechte zur Teilhabe an politischen Entscheidungen, die euch unser System gibt. Lasst uns ein Zeichen setzen und möglichst viele Einwendungen zusammen bekommen.
Einfach das Formular ausfüllen und abschicken. Das dauert nicht mal mal eine Minute, also Hop Hop!
Ein kurzes Piratenwochenende – Achtung: lang
Mittwochabend, ich sitze in meiner Küche und mir gehen die vergangenen vier Tage durch den Kopf, die ich als ‘persönliche Referentin’ von Sekor erlebt habe. Was auch immer diese zwei Wörter beschreiben: ich koordiniere Termine, pflege Kontakte, antworte auf Mails, versuche ihn so gut es geht zu entlasten und wenn es passt, begleite ich ihn zu seinen Terminen.
Los geht das Piratenwochenende am Samstagnachmittag, es geht mit Sekor nach Bayreuth zu KV-Gründung. Gründungen sind ihm wichtig und es ist schön zu sehen, dass sich die Leute über den Besuch freuen.
Nach nur einer Stunde müssen wir leider wieder los und sind auf den Weg nach München zu einer Podiumsdiskussion der LMU zum Thema Hochschulfinanzierung. Kein einfaches Thema und die Anspannung ist entsprechend. Am Ende lief die Fragerunde dann aber relativ gelassen.
Anschließend folgend wir noch einer Einladung der AG Röllchen zum Essen, eine Gruppe Münchner Piraten, die sich öfter gegenseitig bekochen. Vielen lieben Dank für den gelungenen Abend. Geschuldet der Tatsache, dass der Heimweg von München in die Oberpfalz fast 200 km sind, waren wir weit nach Mitternacht zu Hause.
Sonntag: Nach ein paar Stunden der Ruhe, geht es gegen 16.oo Uhr zur Wahlparty nach München. Vor allem für mich eine tolle Gelegenheit, Leute kennenzulernen – wenn ich bestimmte Nasen öfter sehe, kann ich mir hoffentlich auch endlich die Namen merken
Die Wahlergebnisse tun ihr Übriges für einen erfreulichen Abend.
Damit ist das Wochenende zwar zu Ende, aber jetzt beginnt der eigentliche Spaß: Ich habe das Auto mit nach Hause genommen und stehe Montag um acht Uhr morgens vor Sekors Haustür. Mit Zwischenstopp beim Bäcker fahren wir zu einem Redaktionsgespräch mit den Redakteuren des ‘Neuen Tag’ in Weiden. Insgesamt fünf Personen sitzen – mehr oder weniger skeptisch – Sekor gegenüber und löchern ihn mit Fragen. Er antwortet umfangreich und wirkt durchweg entspannt und souverän – ich habe das Gefühl, dass im Gespräch viele Vorurteile und Missverständnisse abgebaut werden und das Bild der Piraten erheblich gerade gerückt wird.
Nachdem der Termin fast eineinhalb Stunden dauert, sind wir dem Zeitplan wieder hinterher – während ich Richtung München fahre, twittert und telefoniert Sekor nebenbei und versorgt mehrere Journalisten mit Infos und Statements zur bevorstehenden Facebook-Party.
Eigentlich fahren wir zum Arbeiten á la Geldverdienen in die Landeshauptstadt, allerdings sind wir erst gegen Mittag dort und die Zeit wird knapp. Sekor geht arbeiten und ich verwerfe spontan den Plan, in der Bibliothek für die Uni zu recherchieren und gehe mit einem guten Freund, den ich länger nicht gesehen habe, Mittagessen.
Für Sekor gibt’s nur eine Breze zwischendurch und dann wieder ab in die Landesgeschäftsstelle (LGS). Dort wartet ein Team der dapd für einen O-Ton und Bilder zur Party – zwischendurch, wie immer, Interviews und Anfragen per Telefon.
Von der LGS kommen wir zu spät weg und düsen nach Neurieth. Hier warten zwei Künstler auf uns, die einen Piratensong produziert haben und uns diesen zur Verfügung stellen wollen. Eine coole Sache und ein eingängiges Lied – allerdings sind die beiden Mitglieder der GEMA und das Projekt ist somit leider gestorben. Immerhin haben sie angefangen, über den ‘gemeinnützigen’ Verein nachzudenken, in dem sie Mitglieder sind.
Später ist auch für ein Abendprogramm gesorgt: Sekor Termin am Stammtisch in Erding. Ein voller Raum mit circa 20 Piraten und Interessierten, die sich über den Landesvorsitzenden freuen und viele Fragen stellen – eine tolle Stimmung. Wir fahren noch einen Münchner heim, gehen kurz was Essen und sind mal wieder nach Mitternacht auf dem Weg in die Oberpfalz. Ich war so müde, dass ich glatt eingeschlafen bin.
Dienstag: Erster Termin für Sekor ist um 8:oo ein Interview beim BR in Amberg. Um 9.oo holt er mich ab (ich war echt froh, über eine Stunde mehr Schlaf) und der Plan wie gestern auch: zum Arbeiten nach München. Auf dem Weg dorthin ein Anruf vom Bayerischen Rundfunk aus Nürnberg. Also Route ändern, wir fahren erstmal zu denen ins Studio. Weil wir schon da sind, nehmen wir auch die Anfrage von SAT.1-Bayern an und fahren auch dort gleich noch vorbei – beide wollen O-Töne, Einspieler und Infos über die Facebook-Party haben. Es kommt einfach gut an, wenn man präsent und auch spontan für Gespräche bereit ist – und die Journalisten freuen sich über den Spontanbesuch.
Kurze Frühstückspause und vorm Bäcker steht ein verblüffter Sekor mit dem Handy in der Hand: „Wir kommen heute in den Tagesthemen und im heutejournal – krass!“ Dann doch auf dem Weg in die Landeshauptstadt trudeln weitere Anrufe, Mails und Terminanfragen für Gespräche mit ZDF, BR, Handelsblatt, Focus TV, Abendzeitung,.. ein. Den Plan zu arbeiten, haben wir mittlerweile aufgegeben.
In München angekommen, erst zum BR für einen kurzen O-Ton und eine Stunde Mittagspause und Zeit für Kaffee und etwas zu Essen. Die Sonne und die Verschnaufpause tun richtig gut. Gleich noch ein paar Tickets bearbeitet (die meisten wieder mit Interviewanfragen) und dann machen uns auf dem Weg in den Landtag, zum inzwischen vierten Interview für den Bayerischen Rundfunk alleine an dem Tag – ich war noch nie dort und jeep, ist ein schönes Gebäude
Noch ein paar freundliche Worte mit der Journalistin und schon sind wir wieder auf dem Weg zum nächsten Termin: in der LGS wartet der französische Generalkonsul und sein Stellvertreter. Zwei sehr angenehme Gesprächspartner, die ehrlich interessiert an den Piraten, unseren Ideen, der Struktur und den Parallelen zu Frankreich sind. Ich hatte den Eindruck, dass ihnen auch die Frage nach Europa und wie die Piraten zur der Europäischen Union stehen, sehr wichtig sind.
Nach dem angenehmen Termin will Sekor eigentlich im Hotel einchecken. Für fast 200 Euro die Nacht lehnt er das Angebot dann aber dankend ab und auch ich bin froh, dass wir wieder heimfahren und ich nachts nicht noch die WG meines Bruders suchen muss. Mittlerweile ist es auch schon 19.oo Uhr und wir sind auf dem Weg zum P1 für ein Interview mit dem Team vom heutejournal. Uns erwartet ein gut gelaunter Journalist, eher wenig Ansturm und eine kooperative Security. Nebenbei bauen ein paar Münchner Piraten einen Infostand in bester Lage direkt vor dem Eingang auf: coole Sache und es verspricht ein toller Abend zu werden.
Bevor wir feiern können, fahren wir allerdings noch einmal weiter. Erster Stopp: Kaffee und Bagel zwischendurch und mal wieder klingelt das Telefon
Ein kurzer Blick auf die Uhr verrät, dass wir uns beeilen müssen – ich kenne mich in München zwar immer noch nicht aus, das Navi und ich werden aber schön langsam warm miteinander.
Trotzdem läuft alles wie geschmiert: Sekor ist zum Stadtgespräch München mit Christian Ude eingeladen, wir sind pünktlich und meine einzige Sorge: habe ich das Handy tatsächlich ausgemacht oder störe ich die Livesendung? Das Gespräch läuft gut, Herr Ude sitzt strategisch besser und gibt sich gelassen, sehr aufgeschlossen und freundlich den Piraten gegenüber – aber Sekor schlägt sich mindestens genauso gut und wie schon beim ‘Neuen Tag’ kann er inhaltlich und persönlich überzeugen. Die beiden sind sich einig, dass sie sich wieder treffen und weiter inhaltlich austauschen wollen.
Dann der Termin, wegen dem die Presse die letzten Tage verrückt gespielt hat: auf zur Facebook-Party von Horst Seehofer. Parkplatz ist schnell gefunden, Piraten T-Shirt angezogen und wir sind auf dem Weg ins P1. Unsere Leute vom Infostand berichten über einen entspannten Herrn Seehofer, der vorbeigekommen ist und alle zur Party eingeladen hat.
Auf der Feier selber, sind gefühlt mehr Journalisten als Fans und dazu einige Piraten. Seehofer ist noch vor der Location und von der Presse umringt. Die ersten erspähen nun die Piraten und die Interviews beginnen – besonders gespannt sind alle auf das unser Gastgeschenk, das Sekor mehreren Journalisten angekündigt, aber nicht verraten hat. Dobrint bugsiert Sekor durch die Menge der Journalisten zu Seehofer und übergibt ihm den Mitgliedsausweis mit der besonderen Nummer. Seehofer ist erst überrascht und dann erfreut und bietet ihm im Gegenzug das “Du” an. Vor Presse sind die beiden in dem Moment kaum zu retten. Als wir doch auf dem Weg nach innen sind, stellt sich Sekor noch bei Innenminister Hermann vor – der kennt ihn, nach eigenen Angaben, allerdings schon
Auf dem Weg, weitere Mirkos, Kameras sowie Journalisten und Gespräche vielen mit neuen und bekannten Gesichtern.
Mit der Moderatorin auf der Bühne, stellt sich Seehofer mit betont lockeren Sprüchen dem Publikum vor. Auch Sekor wird auf die Bühne gebeten – die ausgesprochene Einladung zum CSU-Aschermittwoch muss er jedoch leider ausschlagen. Gegen Mitternacht endet die Sause für uns und wir machen uns mal wieder auf den Weg gen Norden. Sekor liefert mich zuhause ab und ist gegen 3:oo Uhr morgens auch daheim. Es sind nur 5 Stunden Schlaf für Sekor bis es wieder heißt: ab nach München und für mich: ab zum Studieren.
Oder kurz gesagt: es ist eine anstrengende aber richtig coole und erlebnisreiche Zeit.
Urheberrechtsdebatte: Sind die Urheber selbst schuld?
Liebe Urheber, liebe Kultur- und Wissenschaffende, liebe Kollegen. Ich lese gerade den von euch in Scharen mitunterzeichneten offenen Brief “Wir sind die Urheber! Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums” – und ich tue das (Zitat) “mit Sorge und Unverständnis”. Ich bin tatsächlich ziemlich erschüttert, dass so viele (zumindest unterstelltermassen) intelligente Menschen sich (Vorsicht, böse Wörter) zum Werkzeug von Lobbyisten machen und aus einer diffusen und eigentlich unbegründeten Angst vor der Zukunft (oder besser der Gegenwart) heraus einen solchen Unsinn unterschreiben.
Im Prolog der Unterstützerliste erfahren wir etwa von “öffentlichen Angriffen gegen das Urheberrecht”. Leute, es gibt keine öffentlichen Angriffe gegen das Urheberrecht. Ich weiss, ihr meint die Piratenpartei, aber die greift das Urheberrecht nicht an. Im Gegenteil, sie will das Urheberrecht in die digitale Gegenwart holen, und zwar zugunsten der Urheber (Ihr müsst mir nicht glauben. Lest selber nach).
Auch wird da frisch behauptet, die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen bilde das Urheberrecht. Dem muss ich widersprechen: Materielle Basis der Urheber ist das Geld auf dem Konto, nicht etwa Gesetze, die schon länger nicht mehr funktionieren. Unabhängig vom Geschäftsmodell. Und jede Forderung, “den Schutz des Urheberrechts zu stärken” läuft ins Leere, solange nicht konkretisiert wird, wie das gehen soll.
Kriminalisieren? Wollt ihr, dass Kinder ins Gefängnis kommen, weil sie eure Bücher, Filme, Bilder, Songs getauscht haben? Nein? Was dann? Muss man, wie es euer Klappentext verlangt “den global agierenden Internetkonzernen, deren Geschäftsmodell die Entrechtung von Künstlern und Autoren in Kauf nimmt” (ich weiss, ihr meint damit Google) Schranken setzen? Oder ist es auch nur im Entferntesten sinnstiftend, wenn ihr das, was alle (vielleicht euch wenige ausgenommen) jeden Tag tun, nämlich kopieren, mit “Diebstahl”, “Gier” und “Geiz” beschimpft wird?
Jetzt wollen wir alle uns mal einen einen Augenblick zurücklehnen und dieses Jahr 2012 mit ruhigem Blick fixieren. Die digitale Revolution liegt hinter uns, wir leben nicht mehr im Industrie- sondern bereits im Informationszeitalter, und Information ist ubiquitär. Sie ist es, und wird es immer sein. Einfacher geagt: Das Internet ist nun mal da, und wird nie wieder weggehen. Weder können wir es einfach ausschalten, um damit die nostalgisch verklärten Wirtschaftswunderjahre zurückzuholen, noch können wir eine Totalüberwachung nach chinesischem Modell installieren. Schon gar nicht, um einer winzigen Bevökerungsgruppe, nämlich uns Urhebern, einen Gefallen zu tun.
Also? Was machen wir? Einfach bewährte Verfahren einsetzen. In der Kultur- und Wissensgeschichte unserer Zivilisation gab es nämlich immer wieder disruptive technische Entwicklungen, die ganze Wissens- und Kulturmonopole beiseite gefegt haben. Aber weil wir bekanntlich in der Lage sind, aus der Geschichte zu lernen, sollte es ein Klacks sein, das gegenwärtige Problem zur Zufriedenheit aller zu lösen. Das müssen wir auch erzielen, diese allgemeine Zufriedenheit, weil wir nämlich (mehr oder weniger) in einer Demokratie leben, und als Urheber nur eine Minderheit bilden. Wenn die überwiegende Mehrheit etwas ganz anderes will als wir, haben wir ziemlich Pech.
Also her mit der Konsenslösung. Wir stellen fest: Das Internet geht nicht mehr weg. Im Gegenteil, es expandiert in neue Technologien, die wir heute noch gar nicht kennen wollen. Und die Verbreitung von Daten durchs Netz lässt sich weder technisch noch juristisch verhindern. (Kurzer Einwand: Und was ist mit den Massenabmahnungen? Die treffen nur Leute, die nicht wissen, wie man unsichtbar bleibt. Alle anderen machen weiter, was sie wollen). Wie gehen wir aber mit einer Situation um, die sich nicht genau kontrollieren lässt? Die Antwort lächelt uns aus erwähnter Wirtschaftswundervergangenheit entgegen: Wir pauschalisieren uns eine Kopierabgabe, auf Kassetten, Xeroxmaschinen, DVD-Brenner, MP3-Player. Und jetzt auf auch auf Internetanschlüsse. Folge: Der Datenaustausch ist entkriminalisiert und, jetzt kommt die eigentliche Überraschung, bringt uns Urhebern Geld. Wie das alles genau gehandhabt werden soll, brauche ich hier nicht hinzuschreiben, das wird Ergebnis einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion, die von allen geführt werden wird, die mit der Sache zu tun haben. Urheber, Verwerter, Kommunikationsanbieter, Nutzer. Ja, letztere auch. Ohne die gehts nicht, die bezahlen am Ende nämlich alles. Auch unsere Miete, und die Kühlschrankbefüllung, liebe Kollegen.
Und jetzt hört bitte auf, schlechte Laune zu verbreiten, und setzt euch mit mir und anderen zusammen für die Pauschalabgabe ein. Ich will nicht verschweigen, dass es damit ein winziges Problem gibt: Die bisherigen Kultur- und Wissensverwerter (Verlage etc) haben Angst, dass durch die dekriminalisierte, freie Datenweitergabe die Verwerterumsätze verringert würden. Stimmt natürlich nicht, weil die einzeln verkauften Kultur- und Wissendaten eben einen Mehrwert transportieren. Oder ist die Musikindustrie mit Einführung der Compactcassette, die Filmindustrie wegen VHS oder die Literaturwelt durch das Fernsehen zugrunde gegangen? Nein. Im Gegenteil, immer haben die Urheber mit daran verdient. Also: Lasst euch nicht von der Angst der anderen beeinflussen, liebe Kollegen. Wer chronisch Angst hat, soll meinetwegen zum Therapeuten gehen, für alles andere gibts sachliche Lösungen. Packen wir’s an.
Gastbeitrag von fritz
Sekors piratiger April
Zum Ende des vergangenen Monats April hier exklusiv und unverfälscht die nackten Zahlen zum vergangenen Monat. Gewähr auf Vollständigkeit können wir nicht geben, dafür garantieren wir unser Bestes gegeben zu haben
* etwa acht Interviews für TV oder mit Bild- und Tonaufnahmen
* mindestens dreimal so viele Interviews per Telefon
* über 1400 versendete Tweets und nur 224 abgeschickte Mails
* über 800 Mails, die bei denen Sekor direkt adressiert wurde oder im CC stand (ohne Mailinglisten)
* sieben besuchte interessante Stammtische
* dank dem BPT in Neumünster: über 4000 gefahrene Kilometer auf deutschen Straßen
* vier piratige Hotelübernachtungen
* und dabei ungezählte Liter Kaffee und Unmengen an verschlungenen Pommes
* der fiesen Erkältung verdankt er außerdem mindestens 260 verbrauchte Taschentücher
* gut fünf herzhafte Lachanfälle gehen ebenso auf das Konto lustiger Anfragen per Mail
Die genau Anzahl der Caipis auf Einladung der tollen AG-Röllchen bleibt dabei sein Geheimnis und die grauen Haare, die im April hinzugekommen sind, haben wir leider nicht gezählt.
Schönen Monat Mai uns allen zusammen!
Kultur und Internet – von Denis Simonet
Denis Simonet, ehemaliger Präsident der Piratenpartei Schweiz hat sehr geschliffen seine Sicht auf das Thema Kultur und Internet zusammengefasst. Ich habe mir erlaubt, sein Posting hier als Gastkommentar zu veröffentlichen. Danke lieber Denis, für diesen Text!
Lieber Gimma
Ich bin ein anspruchsvoller Musikkonsument, der auf aussergewöhnliche Kombinationen steht. Wie schon mehrfach gebloggt, suche ich vor allem Bands, die für den Genre ungebräuchliche Instrumente einbinden, z.B. Querflöten oder Drehleiern. Auch Spielkonsolen-Synthesizer finde ich super. Mein Geld gebe ich vorwiegend für Filme aus, ich kaufe aber auch ab und zu mal eine CD. Zuletzt habe ich das Project Trio und die Piano Guys unterstützt. Sehr oft höre ich aber einfach nur Webradio – z.B. Digitally Imported, wofür ich einen Premium-Account habe. Ach ja, Metal-Konzerte besuche ich auch hin und wieder.
Mit 8 Jahren habe ich gelernt, Gitarre zu spielen. Gleichzeitig spiele ich Klavier, komponiere manchmal vor mich hin und fasse meine Gefühle in Klänge. Die wenigen ausgereiften Resultate stelle ich auf last.fm. Den Jingle unseres Podcasts parrot.fm habe auch ich komponiert und eingespielt. Du siehst also: Für mich hat Musik einen hohen Stellenwert und mir liegt viel an ihrer Vielfalt. Nachdem das gesagt ist, will ich auf deinen Blogbeitrag antworten, den du folgendermassen abschliesst:
Also, lieber Denis, liebe Piraten. Bitte masst euch nicht an, im Namen der Kulturschaffenden zu argumentieren. Wir sind hier in der Schweiz die durchs Band gefickten. Ganz unschuldig ist keiner von euch an diesem Umstand. Wir sind bei euch und mit euch wenn es um “Freiheit” und “Menschlichkeit” geht, und hey ich liebe meine Computer. [...] Jetzt seid ihr plötzlich am Ende des Hebels und siehe da: jetzt wo ihr die grossen seid, wollt ihr den kleinen nicht mehr helfen, sondern reitet sie schön Nazi mässig immer tiefer in die Scheisse. Ihr seid jetzt der Grosse. Der ganz Grosse. Ihr würdet den Unterschied machen. Und genau ihr verkackt es Breitband und Full-On. Statt Marxisten seid ihr Reichsregenten, think about it… tragt Verantwortung, ihr seid eine oft nicht ganz mündige Gruppe, die Schaden anrichtet am Mensch.
Ich will gar nicht auf die Schuldfrage eingehen. Mir ist wichtig, dass ein konstruktiver Dialog geführt wird. In diesem Beitrag will ich einfach nur darlegen, was meine persönliche Motivation ist, bei dieser Sache mitzureden. Eines vorweg: Mit Nationalsozialismus hat das Internet nichts zu tun. Von den paar zwielichtigen Seiten mal abgesehen.
Auch ich profitiere vom Urheberrecht
Eigentlich kommt mein Zugang zum Urheberrecht über Software. Schon mit 15 habe ich einen IRC-Bot, den SciBot, entwickelt. IRC-Netzwerke hatten damals einen grossen Einfluss auf mich, ich verbrachte viel meiner Zeit in diversen Entwickler-Chats; unter anderem in IRCSystems, wo die UnrealIRCd-Coder abhängten. Ausserdem war ich einer der Betreiber des BurnIRC. Für mich war aus diesen Erfahrungen heraus klar: Software stellt man unter Copyleft-Lizenzen online und man lässt dadurch andere daran teilhaben. Meinen Bot habe ich in der Programmiersprache C geschrieben und unter der GPL (GNU Public License) auf SourceForge veröffentlicht. Bei meinem Arbeitgeber habe ich mich beworben, weil er freie Software einsetzt und somit fördert. Mein Interesse liegt grundsätzlich darin, dass auch freie Lizenzen durchgesetzt werden können. Es liegt mir also fern, das Urheberrecht abschaffen zu wollen.
Filesharing
Du siehst, es geht bei der Urheberrechtsdebatte nicht nur um Musik und Filme. Nun aber trotzdem zurück zur Musik. Auf meinem NAS (Network Attached Storage) ist viel Musik gespeichert. Auch von dir ist etwas dabei. Allerdings muss ich gestehen, dass ich für deine Musik nicht gezahlt habe. Der Grund ist einfach: Ich mag dein Genre nicht so, wollte mir aber trotzdem einen Überblick verschaffen, was so an Hip-Hop/Rap-Musik auf dem Markt ist. Das ging von La Coka Nostra über die Army Of the Pharaohs und Celph Titled bis zu Stress, Bligg und dir. Die Lieder habe ich – wenn es hoch kommt – einmal gehört. Diese Musik ist mir allerdings kein Geld wert – ich bin eben eher der Metal- und Goa-Hörer. Ohne die Möglichkeit des Kopierens hätte ich schlicht darauf verzichtet, mir diesen Überblick zu verschaffen. Versteh mich nicht falsch – ich will deine Arbeit keinesfalls abwerten. Doch ich kann einfach nichts damit anfangen. Kunst ist ja bekanntlich Geschmackssache. Genau so wird es vielen anderen auch gehen, ein Download ist eben kein entgangener Verkauf. Und ganz wichtig: Die wenigsten teilen ihre Musiksammlung, weil sie die Arbeit der Musiker nicht anerkennen. Eigentlich ist es für viele sogar das Gegenteil, sie würdigen die Musik damit.
Dirk von Gehlen wagt einen Vergleich:
Wer negativ auf die Bitte reagiert, eine Datei zu verdoppeln, unterlässt eine Tätigkeit, die für ihn ohne Aufwand möglich wäre. Fast so als weigere man sich, einen unbesetzten Platz in der Bahn freizugeben, auf dem man lediglich die eigenen Tasche deponiert hat. Das gilt als unhöflich, unfreundlich und im Zweifel als moralisch falsch.
Genau so habe auch ich es erlebt. Sowohl an LAN-Partys wie auch bei Peer-to-Peer-Tauschplattformen ist die Einstellung: Es gehört zum Anstand, nicht nur zu saugen sondern seine Perlen auch für andere zugänglich zu machen. Für BitTorrent gibt es deshalb sogar Anti-Leech-Trackers, die alle zu einem bestimmten Verhältnis zwischen Up- und Download zwingen. Es wird eben als asozial angesehen, wenn man nur leecht und nicht gleichzeitig seedet. Dennoch ist es für mich selbstverständlich, meine Lieblingsbands zu unterstützen. Ich will ja, dass sie weiter Musik veröffentlichen.
Die digitale Revolution
Jetzt noch etwas abstrakter. Man kann heute fast kostenfrei eine exakte Kopie des Originals (was ist eigentlich ein Original?) erstellen, ohne dass die ursprüngliche Datei verschwindet oder abgenutzt wird. Kein Gesetz auf dieser Welt kann das ändern, das ist die Realität. Das heisst: Filesharing wird betrieben und es wird immer betrieben werden. Damit muss man umgehen können, ein Umdenken ist notwendig. Das Ziel eines guten Gesetzes muss sein, dass sich möglichst alle freiwillig daran halten, dass es gesellschaftlich akzeptiert wird, dass es nur wenige brechen. Werden hingegen Repression, Überwachung und Verfolgung zum Alltag, hat das zwei Effekte. Das Gesetz verliert seine Legitimation und die Musiker sind erst recht nicht zufrieden. Francis Gurry, Direktor der WIPO, hat mal gesagt:
Wir haben keine andere Wahl; entweder passt sich das Urheberrechtssystem dem natürlichen Lauf der Dinge an, oder es verschwindet. Die Geschichte zeigt, dass es unmöglich ist, den technischen Fortschritt aufzuhalten. Statt dagegen anzukämpfen, müssen wir uns dem Unvermeidlichen stellen und uns auf intelligente Weise anpassen.
Genau darum geht es mir. Ich will nicht, dass es wegen einem Kampf gegen die Realität am Ende nur Verlierer gibt. Deshalb lohnt es sich, der Frage nachzugehen, wie man trotz (oder gerade wegen) der Möglichkeit des Kopierens Geld verdienen kann. Und dabei geht es nicht einmal nur um die Internetuser.
Ein kulantes Urheberrecht dient auch den Musikern. Die Möglichkeit zu teilen und sich Teilen bedienen zu können ist eine wichtige Voraussetzung für neue spannende Produkte. Besonders auf YouTube fällt auf, wie kreativ Musiker sein können. Wenn ich mir die vielen Interpretationen von Super Mario oder nochmal Super Mario anhöre, bin ich ganz aus dem Häuschen. Oder diese Version von Coldplays Paradise. Einfach genial. Und sollten diese Videos den Geschmack nicht treffen: Keine Angst, es ist für alle etwas dabei. Auch beim Rap ist es keine Seltenheit, dass bekannte Melodien verwendet werden. Siehe z.B. Coolio. Ihm ist mit einer Interpretation des Pachelbel Kanons ein sehr schönes Lied gelungen. Allgemein frage ich mich: Was würde die Musikbranche nur tun, wenn der Pachelbel-Kanon geschützt wäre und der Urheber die Verwendung verbieten würde?
Marcel Weiss von neunetz.com rechnet vor, dass die Schutzfrist für das Urheberrecht heute auf 130 Jahre und mehr schiessen kann. Er schlussfolgert:
Damit wird klar, dass das Urheberrecht in seiner aktuellen Form vor allem ein Verwerterrecht ist und dass es die Kulturproduktion zugunsten vorhandener Werke schwächt: Denn je mehr Rechte man den Urhebern von heute und gestern zugesteht, desto geringeren Handlungsspielraum haben die Urheber von morgen.
Man kann ganz grundsätzlich sagen: Aus nichts kommt nichts, wir verarbeiten immer alte Ideen zu neuen Ideen; wir kombinieren sie und wir verbessern sie. Natürlich steckt Arbeit dahinter und es braucht auch eine Prise Talent. Deshalb gebührt dem Macher eine Anerkennung.
Unser Positionspapier sagt es folgendermassen:
Der Schutz geistiger Werke für die Gemeinschaft kann sich nur legitimieren, indem sie geistige Werke in ausreichender Anzahl und Qualität der Allgemeinheit zugänglich macht. Jedes geistige Werk enthält inhärent die Schöpfung anderer, daher hat jeder Urheber ein Interesse an der Begrenztheit dieses Monopols. Der Schutz geistiger Werke muss sich daher sowohl in Zeit, als auch im Umfang zurückhalten.
Nutzt die neuen Chancen!
Während Gesprächen mit Musikern, Labels und Verwertungsgesellschaften ist mir eine Sache besonders aufgefallen. Früher oder später wird das iPhone gezückt und die Hassrede gegen Apple beginnt. Oder gegen Youtube und Google. Ich denke, ich verstehe euer Leid. Ihr seht, wie sich Weltkonzerne mit Milliardenumsätzen eine goldene Nase an eurer Musik verdienen. Selber steht ihr aber vergleichsweise schlecht da. Verständlich, dass ihr euch dabei hilflos und benutzt fühlt. Auch ich empfinde das als ungerecht.
Allerdings wird die Situation nicht besser, wenn man immer nur das Internet verteufelt und die Moral der Musiktauschenden in Frage stellt. Lieber Gimma, man muss nicht glücklich sein mit der Situation. Im Gegenteil: Du darfst natürlich eine schlechte Meinung darüber haben. Mit dem Zeitgeist zu gehen wäre allerdings dennoch ein sinnvoller Schritt. Ein Vergleich. Gerade in der Software-Branche gibt es vor allem dann Geld, wenn die Dienstleistung um das verkaufte Produkt stimmt. Dazu gehören Bugfixes, regelmässig neue Features, guter Support, der Einbezug der Community und – wichtiger denn je – Usability. Auf diese Weise verdienen viele Firmen sehr viel Geld. Und das obwohl die verwendete Software quelloffen und kostenlos zur Verfügung steht.
Auch bei Musik erscheint mir ein Ausbau der Dienstleistung ale sinnvoll. Die Piano Guys machen es vor: Es ist möglich, eine Community aufzubauen und mit ihr zu interagieren. Man kann sie persönlich ansprechen, sich für ihre grossartige Unterstützung bedanken und die Fans bitten, das neue Album zu kaufen. Dope Stars Inc. ging noch einen Schritt weiter und liess die Community den Text zu einem Lied schreiben.
Mit dem Internet ist der Zugang zu den Fans leichter denn je. Das kann man für sich nutzen. Das muss man für sich nutzen, wenn man weiterhin erfolgreich sein will. Die CD ist out.
Parasiten
Natürlich gibt es, wie überall, auch Schmarotzer. Plattformen, die Premium-Accounts verkaufen, damit man mit voller Geschwindigkeit Musik und Filme saugen kann. Stichworte kino.to und MegaUpload. Diese haben viel Geld mit der Arbeit anderer verdient. Das ist auch für mein Empfinden falsch und daneben. Ein modernes Urheberrecht sollte haargenau solche Plattformen angehen. kino.to muss immer illegal sein und es muss Möglichkeiten geben, das auch durchsetzen zu können. Es gibt dabei zwei Knacknüsse: Ab wann steht kommerzielles Interesse hinter der Kopie? Sprich: Wie unterscheidet man zwischen privater und kommerzieller Verwendung? Und wie setzt man das durch?
Jederzeit aber muss der private Austausch vollständig legal sein. Es ist schlicht nicht möglich, eine andere Regel durch zu setzen. Die Konsequenzen müssen natürlich zusammen mit dieser Forderung betrachtet werden. Wenn Filesharing zu Umsatzrückgängen führt – und ich kann mir das gut vorstellen – dann ist es nur richtig, Möglichkeiten wie eine Kulturflatrate zu diskutieren.
Fazit
Natürlich ist das alles nicht einfach. Während wenigen Jahren wurde die Welt auf den Kopf gestellt. Das spürt nicht zuletzt die Unterhaltungsindustrie, die den Wandel verschlafen oder gar bekämpft hat, nun vor gewaltigen Herausforderungen steht und gleichzeitig mit einem angeschlagenen Image kämpft. Auch für mich ist es aufwändig und schwierig, den Überblick zu behalten. Das Urheberrecht ist komplex, die modernen Technologien ebenso. Sehr spannend zu diesem Thema ist die Folge “Diebe im Netz” von “1 gegen 1?.
Schlussendlich will ich schlicht meine Freiheiten im Internet behalten. Und natürlich will ich mir dabei nicht anmassen, für die Musiker zu reden. Verstehen will ich sie aber. So freue ich mich immer, wenn ich mit Bands oder Labels über dieses Thema reden kann. Dabei ist mir z.B. auch schon aufgefallen, dass ich Musik als Kultur ansehe, die Musiker allerdings sehen ihre Lieder als Produkte, die sie verkaufen wollen.
Trotz unterschiedlichem Hintergrund habe ich das Gefühl, dass sowohl die Piraten wie auch Musiker ein gemeinsames Ziel haben. Die entscheidende Frage ist doch: Was ist die Voraussetzung, damit vielfältig Musik produziert wird? Denn das ist es, woran wir alle stark interessiert sind. Es wäre eine öde Welt ohne gute Auswahl an Musik.
Piratenpartei Bayern unterstützt Demonstration im Gedenken an Tennessee Eisenberg
am 30. April 2009 kam der Musikstudent Tennesse Eisenberg bei einem Polizeieinsatz in Regensburg ums Leben. Die Hintergründe wurden bis heute nicht komplett aufgeklärt. Besonders die Tatsache das 12 Kugeln gebraucht wurden um einen mit einem Messer bewaffneten Studenten, welcher zur Tatzeit unter Drogen stand, zu stoppen wirft viele Fragen auf.
Die Piratenpartei Bayern fordert eine lückenlose Aufklärung von solchen zweifelhaften Fällen durch eine Polizei unabhänigige Behörde.
Denn auch dieser Fall zeigt das durch behördlichem, politischem und justiziellem Filz und Intransparenz ein gerechtes und verständliches Urteil nicht möglich ist.
Deswegen rufen die Regensburger Piraten und der Bayrische Landesverband dazu auf diese Demo am 29. April zu unterstützen.
- Für unabhänige Staatsanwaltschaften
- Für unabhänige Polizeiiche Untersuchungskommissionen
- Für eine Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten
- Gegen Polizeigewalt
- Gegen Intransparenz im Polizei- und Justitzbetrieb
Bitte erscheint zahlreich. Denn eine Demokratie funktioniert nur mit einem gerechten und tranzparenten Justizsystem und einer Polizei der man vertrauen und die man kontrollieren kann.
Die Demonstration am Sonntag den 29.04.2012 beginnt um 14 Uhr am Domplatz und führt über Neupfarrplatz, Haidplatz und Bismarckplatz zum Justizgebäude in der Kumpfmühler Straße, wo eine abschliessende Kundgebung stattfinden soll. Route: binged.it/IpdZVN
Veranstaltung auf Facebook:
www.facebook.com/events/359755980726546/
Vorstandssitzung am 12.5.2012
Ihr seid herzlich zur Vorstandssitzung des Oberpfälzer Vorstand am 12.05.2012 von 10:00 bis
13:00 Uhr in der Kumpfmühler Str. 10 (Regensburg) eingeladen.
Alle bis zur Vorstandssitzung eingegangenen Anträge können unter
wiki.piratenpartei.de/BY:Bezirksverband_Oberpfalz/Vorstandssitzung/2012-05-12_-_Protokoll_Vorstandssitzung_Bezirksverband_Oberpfalz
eingesehen werden sowie auch neue Anträge eingereicht werden. Alternativ können Anträge auch direkt vor Ort oder einfach per Mail an vorstand@piraten-oberpfalz.de gestellt werden.
Jeder Pirat darf natürlich daran teilhaben. Gäste und Journalisten sind ebenfalls herzlich willkommen.
Die Sitzung leitet der Vorsitzende Jan Kastner
Die entgültige Tagesordnung wird zu Beginn der
Sitzung verabschiedet.
Jan Kastner
1. Vorsitzender des BzV Oberpfalz
Wahlpartys am 6.5 und am 13.5
Piraten können vieles!
Und wenn es etwas gibt, das Piraten fast so gut können wie Politik, dann ist das Party.
Und da es keiner hinbekommt, diese beiden Dinge so gut zu verbinden wie wir, laden wir euch alle herzlichst zu unseren Wahlpartys am 6.5 und 13.5 in Regensburg ein.
Es ist alles vorhanden, was das Herz begehrt:
Internet, Beamer, Alkohol, Piraten, Essen UND Internet.
Was uns noch fehlt: Musik und vor allem viele Gäste.
Beim zweiten seid ihr gefragt. Kommt einfach vorbei, nehmt Freunde und Bekannte mit und feiert die nächsten Wahlsiege der Piraten mit Piraten.
Politik kann so viel Spaß machen.
Die Organisation der Wahlpartys übernimmt Benedikt Pirk, stellvertretender Vorstand des BzV Oberpfalz.
Also nun zum Mitschreiben:
Was: Wahlparty zur Schleswig-Holstein- und Nordrhein-Westfalenwahl in Regensburg
Wann: am 6.5. und 13.5. ab 17 Uhr
Wo: Im Brandl Bräu in Regensburg in der Ostengasse 16
Bei weiteren Fragen wendet euch an den BzV Vorstand oder an den Piraten eurer Wahl.
Grüße
Jan Kastner
1. Vorsitzender des BzV Oberpfalz
Schwandorfer Stammtisch am 19.4
Der Zulauf der Piratenpartei reißt nicht ab auch nicht in der Oberpfalz. In Schwandorf stieg die Zahl der Mitglieder nun auf 42 und weitere zeigen sich Interessiert.
Der Gebietsbeauftrage von Schwandorf, Alex Ferstl, organisiert deswegen mit dem Beisitzer des BzV Vorstand Philipp Neumann einen “Neumitglieder und Interessenten Stammtisch” in Schwandorf. Dieser wird am Donnerstag den 19.04 um 19 Uhr im Fiasko (Brauhausstrasse 5) stattfinden.
Hier können sich alle Neumitglieder und Interessenten über die Piraten informieren. Neben der Vorstandschaft des BzV Oberpfalz wird auch der erste Vorsitzende des Landesverbandes Stefan Körner anwesend sein um Rede und Antwort zu stehen.
Parkgebührbetrüger und das “geistige Eigentum“
Die Wirtschaftswoche betitelte einen Beitrag über die Piraten kürzlich mit “Mein Kopf gehört mir”. Ein billiger Versuch, die Diskussion um das Urheberrecht mit der Emotionalität der Diskussion um den Abtreibungsparagraph 218 und die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen zu würzen – dafür sollte sich das Blatt schämen.
Der Teaser zum Artikel lautete: “Die Piraten-Partei steigt in den Umfragen auf zwölf Prozent. Sie findet, das Recht auf geistiges Eigentum gehöre abgeschafft. Diesem Enteignungsprogramm der Piraten gehört widersprochen, bevor es Realität wird.”
Das “geistige Eigenthum” hatte sogar mal Verfassungsrang – 1848. Heute jedoch reden wir vom Recht des Urhebers am eigenen Werk. Es nennt sich Urheberrecht und darüber würden die Piraten gerne reden. Nicht um es abzuschaffen. Aber darüber, es an die Gegebenheiten der Zeit anzupassen.
Was mir persönlich in der Auseinandersetzung etwas auf den Keks geht, ist der plumpe Versuch, etwas was man bedroht sieht, durch billiges Wording in der Wahrnehmung zu verändern. Man will von einem Eigentumsdelikt statt einer Rechteverletzung reden – um den Diskussionsgegner, also die Piratenpartei, zu diskreditieren. Billig – nein schäbig.
Laut Straßenverkehrsordnung ist das Parken An einer abgelaufenen Parkuhr, ohne vorgeschriebene Parkscheibe, ohne Parkschein oder unter Überschreiten der erlaubten Höchstparkdauer geparkt (§ 12 Abs. 2 StVO) eine Ordnungswidrigkeit und wird derzeit mit einem Bußgeld von 5 € geahndet.
Warum sprechen wir hier von einer Ordnungswidrigkeit? Man könnte doch genauso gut von Betrug reden: Wikipedia definiert Betrug: “Betrug ist ein strafrechtliches Vermögensdelikt, bei dem der Täter in der Absicht rechtswidriger Bereicherung das Opfer durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen gezielt so täuscht, dass es sich selbst oder einen Dritten am Vermögen schädigt und damit materiellen Schaden zufügt.” Warum wir das nicht tun? Weil wir die Kirche im Dorf lassen. Und das ist auch gut so.
Klarmachen zum Ändern
Der Straßenverkehr darf kein rechtsfreier Raum blieben
“Die Partei stehe für Chaos und Anarchie und gefährde durch ihren Kampf gegen das Urheberrecht im Internet Künstler, Unterhaltungsindustrie und das Patentrecht. Die Piraten stünden damit gegen die bürgerliche Rechtsordnung, die ‘über Jahrhunderte hinweg sich so entwickelt hat’”.
Ich habe beschlossen, eine diesem Niveau angepasste Antwort zu verfassen:
Der Straßenverkehr darf kein rechtsfreier Raum bleiben
Sehr geehrter Herr Innenminister Herrmann,
ich fordere Sie auf, endlich Mut zu zeigen. Los, legen Sie sich doch mit den Deutschen Autofahrern an. Sagen Sie es! Es ist ganz einfach. Ich helfen Ihnen sogar: “Der Straßenverkehr darf kein rechtsfreier Raum bleiben!” Nochmal: “Der Straßenverkehr darf kein rechtsfreier Raum bleiben!” Machen Sie es richtig! Fordern Sie endlich eine lückenlose, verdachtsunabhängige Überwachung des gesamten Deutschen Straßenverkehrs. Allen ist doch klar: Autofahrer morden, vergewaltigen, rauben, stehlen, hehlen, überholen verbotenerweise und am Ende parken sie noch in zweiter Reihe.
Also, erklären Sie die 29,3 Millionen Autofahrer in Deutschland doch endlich auch pauschal zu Verbrechern, gegen die man hart vorgehen müsste. Stellen Sie klar, dass es keine Fahrt ohne Aufzeichnung geben kann, weil nur dann wirkliche Sicherheit gewährleistet ist. Jedes Auto mit Sender auszustatten ist für unsere Industrie ein Klacks. Nur Mut, es sind doch sogar viel weniger als die inzwischen über 70 Millionen Deutsche, die sich im Internet bewegen!
Sie sagen, das könne man nicht vergleichen? Richtig, Sie, lieber Innenminister Herrmann, können das nicht vergleichen. Sie können das nicht vergleichen, weil Sie vom Internet soviel Ahnung haben wie ein Eppelein von Gailingen vom heutigen Straßenverkehr. Sie gehen her und verunglimpfen über 4 Millionen Wähler, die sich derzeit vorstellen können, den PIRATEN ihre Stimme zu geben, als Wähler von Chaoten und Dieben. Und weil das so ist, werden wir weiter machen und allen Leuten, die wir erreichen können, genau das erklären. Wir erzählen allen, dass Sie keine Ahnung davon haben, worüber Sie da reden und wir klären auf, wie die Dinge heute wirklich funktionieren.
Reden Sie mit den Piraten, statt über sie. Reden Sie mit uns, statt gegen uns. Wir sind gesprächsbereit, nicht nur trotz, sondern auch wegen Ihrer Verlautbarungen. Wir mögen in manchen Belangen noch laienhaft wirken, in Sachen Internet sind wir Experten. Und das wissen Sie auch.
Und jetzt kümmere ich mich mit all den Piraten weiter darum, den Künstlern in unserem Land zu erklären, was wir zum Thema Urheberrecht wirklich zu sagen haben. Und dass sie Ihnen und Ihrer Taktik des Angstmachens nicht weiter auf den Leim gehen sollen. Weil es nämlich Bullshit ist, dass Piraten alles umsonst haben und das Urheberrecht abschaffen wollen.
Ach, und vorher parke ich noch mein Auto um, damit ich keinen Strafzettel bekomme.
Klarmachen zum Ändern!
Kreisverbandsgründung Regensburg
Ahoi Pirat,
wir laden Dich zur Gründung eines Kreisverbandes Regensburg und Regensburg Umland der Piratenpartei ein.
Die Gründung des Kreisverbandes findet am 13.5.2012 ab 10:00 Uhr im “Brandl-Bräu”, Ostengasse 6 in 93047 Regensburg statt. Weiterführende Informationen findest du hier: wiki.piratenpartei.de/BY:Regensburg/Gr%C3%BCndung
Die Akkreditierung mit Ausgabe der Stimmzettel beginnt am 13.05.2012 um 9:30 Uhr. Die Akkreditierung ist aber auch jederzeit während der Veranstaltung möglich. Dazu brauchen wir von dir einen Personalausweis.
Auf dem Kreisparteitag werden die zukünftigen Vorstandsmitglieder gewählt.
Wenn Du für ein Amt kandidieren möchtest, so trag Dich bitte in die Kandidatenliste unter wiki.piratenpartei.de/BY:Regensburg/Gr%C3%BCndung/Vorstandskandidaten ein. Dort kannst Du Dich auch über die bisherigen Kandidaten informieren, um Dir schon vor dem Kreisparteitag ein Bild von ihnen zu machen und/oder um Dich selbst vorzustellen.
Beginn am 13.05.2012 um 10:00 Uhr
Die vorläufige Tagesordnung ist:
wiki.piratenpartei.de/BY:Regensburg/Gr%C3%BCndung/TO
Eine Übersicht der Anreisemöglichkeiten gibt es hier:http://wiki.piratenpartei.de/BY:Regensburg/Gr%C3%BCndung/Anfahrt
Für weitere Fragen kannst Du Dich an unseren Bezirksvorstand Oberpfalz (vorstand@piratenpartei-oberpfalz.de) wenden.
Wir freuen uns darauf, Dich auf der Gründungsversammlung zu sehen!
Gäste und Journalisten sind auch herzlich eingeladen.
Viele Grüße
Jan Kastner
BzV Oberpfalz
Leserbrief: Piraten und Lynchjustiz?
Bezug: Kommentar “Fließende Demokratie: Der Traum der Generation Facebook” von Albert Franz in DER NEUE TAG, Ausgabe 31. März 2012:
www.oberpfalznetz.de/zeitung/3194377-145-fliessende_demokratie_der_traum_der_generation_facebook,1,0.html
Autoren der Piratenantwort:
Manuel Ziegler (@Krealyt), Andi Ströhle
Piraten und Lynchjustiz?
Die Piraten sind momentan teilweise selbst schuld daran, dass ihnen die Medien Unwissenheit, Naivität und Inhaltsleere vorwerfen. Das fragwürdige Zelebrieren von Meinungslosigkeit durch einzelne Mitglieder der Piratenpartei bei öffentlichen Auftritten provoziert natürlich dazu. Mit Ihrem Kommentar aber, Herr Franz, stellen Sie die Piraten pauschal als Haufen naiver, wahllos mit ihrer Maus herumklickender Internetnutzer hin. Was Sie dabei ausblenden ist, dass die Partei mit Liquid Feedback eine sehr weit entwickelte basisdemokratische Plattform betreibt. Von “Gefällt mir”-Demokratie kann bei über 100 Arbeitsgruppen zu Themen wie Rentenpolitik, Bildung und Urheberrecht keinesfalls die Rede sein. Als Ergebnisse findet man z.B. den umfassendsten Vorschlag zur Reform des Urheberrechtsgesetzes – ausgearbeitet übrigens auch in Zusammenarbeit mit aktiven Urhebern. Der Vorwurf, dass die Piraten gegen jegliche Form des Urheberrechts wären, ist spätestens seit dem Bundesparteitag Anfang Dezember 2011 in Offenbach haltlos.
Doch damit nicht genug: Ihr Versuch, eine Verbindung der Piratenpartei mit dem strafrechtlich relevanten Aufruf zur Lynchjustiz im Fall des Mordes in Emden herzustellen, ist meines Erachtens ein Akt niveauloser Polemik. Um dem Vorwurf parteipolitischer Beeinflussung zu entgehen, sollten Sie zumindest die Inbezugstellung von Lynchjustiz und Piratenpartei entkräften.
Ihr Vergleich der Piratenpartei mit den Grünen wäre übrigens durchaus korrekt, wenn Sie nur etwas mehr Acht auf den zeitlichen Aspekt gelegt hätten. Wie die Grünen einte die Piraten zu Beginn primär ein einziges Thema. Die Grünen hatten sich den Kampf gegen einen rücksichtslosen Umgang mit unserer Umwelt auf die Fahnen geschrieben, ihre Mitglieder kannten sich von Friedens- und Anti-Atomkraft-Demonstrationen. Viel mehr hatte diese neue Partei an Inhalten anfänglich nicht zu bieten. Der eindringliche Verweis auf die immense Bedeutung einer nachhaltigen Umweltpolitik war jedoch so durchschlagend und für viele Menschen derart wichtig, dass sich die Grünen etablieren konnten und im Laufe der Zeit zu einer “vollständigen” Partei heranwuchsen. Genau diesen Prozess durchläuft aktuell die Piratenpartei. Das vereinende Thema der Piraten war die äußerst dürftige Netzpolitik der “etablierten” Parteien, quasi das Piraten-Pendant zur Atomkraft. Was für die Grünen die Umweltpolitik an sich war und ist, ist für die Piraten die bedingungslose Forderung nach mehr Transparenz im politischen Betrieb und eine vernünftige Installation der Basisdemokratie, was das Internet in beiden Fällen ermöglicht. Die Menschen, die sich unter dem Banner der Piratenpartei zusammenfinden, sind in anderen Bereichen teilweise unterschiedlicher Meinung. Hier muss sich erst noch ein Parteikonsens bilden, und das braucht eben Zeit. Das zentrale Thema der Piratenpartei ist allerdings dermaßen wichtig und brennt vielen Menschen schon so lange unter den Nägeln, dass sich die Piratenpartei genauso etablieren wird wie die Grünen im Laufe der 80er. Und das ist gut so.
Sekors piratige Woche
Jeder hat eine vage Vorstellung davon, was man als Vorsitzender der bayerischen Piraten die ganze Woche so anstellt und was für Termine anstehen. Alle piratigen Termine kann jeder hier im Blog nachlesen – aber: Was passiert denn die Woche über wirklich? Was gibt’s zum Lachen und zum Fast-Verzweifeln? Wo macht das Pirat-Sein so unglaublich viel Spaß und wann müssen die Akkus einfach mal wieder aufgeladen werden?
Um die Termine mit mehr Inhalt, Geschichten und Kuriositäten lebendiger werden zu lassen, versuchen wir in Zukunft mehr über Sekors Woche zu bloggen und so amüsant und nah wie möglich darzustellen. Fragen, Kritik oder Anmerkungen – jederzeit und immer herzlich gern!
Anfangen möchte ich mit der vergangenen Woche, die man in Kurzform wahrscheinlich als „Interview-Woche“ betiteln könnte. Nach dem Landesparteitag in Straubing und dem fulminanten Einzug der Piraten im Saarland letzten Sonntag war Sekor live zu Gast bei Sat1-Bayern, beim BR-quer-Team und bei diversen Zeitungen gefragt.
Die Sendestudios von Sat.1-Bayern haben mehrere Piraten vor einigen Wochen besucht und die Sicht auf eine Sendung verändert sich auf jeden Fall, wenn man schon einmal selbst im Studio genau an dem Platz stand. Wie sich Sekor geschlagen hat, kann man online unter SAT.1 Bayern nachvollziehen
Auch BR quer hatte sich für diese Woche angekündigt, den Stammtisch in Augsburg besucht und vorher noch ein paar O-Töne von und mit Sekor eingeholt. Dabei ist ein doch ganz amüsanter Beitrag entstanden, der auch in der BR-Mediathek nachzuschauen ist. Leider kann man hier nur die Beiträge einzeln ansehen und verpasst so den ironischen Beitrag über ein sinkendes (Parteien-)Schiff im Anschluss an den Piraten-Beitrag
Neben den Fernsehbeiträgen hat sich Sekor mit den Vertretern der Bayerischen Staatszeitung, der Augsburger Allgemeinen, der Passauer Neuen Presse und der FAZ unterhalten. Die meisten Interviews liefen hier über’s Telefon und gefragt waren neben kurzen Statements zur aktuellen Situation auch ausführlichere und lange Gespräche mit durchweg aufgeschlossenen und sehr interessierten Pressevertretern.
Sekor hat mittlerweile Veranstaltungen verschiedener Parteien besucht und so war er Mittwochabend auch sehr gespannt auf den ersten Kontakt mit der Friedrich-Ebert-Stiftung. Sie haben zum „52. Münchener Mediengespräch“ eingeladen und ein tolles Format mit interessanten Gästen und Themen präsentiert – eine gelungene Veranstaltung.
Gestern dann die Qual der Wahl: Neuwahl im Kreisverband Erlangen – quasi um’s Eck – oder doch um sechs Uhr morgens aufstehen und nach Schwaben zum Bezirksparteitag düsen? Den Friedbergern hatte er schon früher zugesagt und mit Am-Wochenende-gemütlich-ausschlafen ist es eh schon länger vorbei, also raus aus den Federn und ab an’s andere Ende von Bayern. Erwartet hat ihn eine tolle Location, nette Piraten und ein angenehmer Parteitag.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch an Astrid, Frank, Andreas, Timo und Jürgen vom (neuen) Vorstand des KV Erlangen und an Fritz, David, Wilhelm, Hans-Peter, Thomas, Michael und Claudius als Bezirksvorstand Schwaben, denen er gestern schon persönlich gratulieren durfte. Allen: Viel Erfolg, gutes Gelingen und vor allem, viel Freude und gute Zusammenarbeit für das nächste Jahr!
Nicht nur auf dem Bezirksparteitag, sondern auch auf den Stammtischen in Friedberg, Augsburg, München sind diese Woche gute Gespräche mit unterschiedlichen Menschen und vielen Piraten entstanden. Daneben hat Sekor viel telefoniert und Gespräche mit unterschiedlichsten Piraten geführt, und dabei versucht einige Gemüter zu beruhigen und Andere aufzubauen.
Die Woche war sicher nicht immer einfach und es gab definitiv anstrengende Momente – trotzdem war’s eine gute Woche und es überwiegen die lustigen Augenblicke. Zum Beispiel können wir verkünden, dass die bayerischen Piraten schon (ohne eigenes Zutun) ausgewähltes Fachpersonal für alle möglichen Stellen für unsere Landtagsfraktion 2013 zusammenhaben. Ob unsere Antwort mit dem Wink auf seine fehlende Piratenmitgliedschaft und die komische Vorstellung davon, wie wir Ämter verteilen, ankommt, werden wir sehen
Das Thema Ämterverteilung bewegt die Gemüter – das hat Sekor und Aleks vor Kurzem auf die Idee für einen piratigen Aprilscherz gebracht. Unser Presseteam hat die Idee gleich aufgenommen und weitergesponnen. Unter http://mdl-casting.piratenpartei-bayern.de/ ist eine klasse Homepage inklusiver Online-Bewerbung entstanden. Die Nachfragen, Samstag Abend 22:30 Uhr der mittelbayerischen Zeitung und von Antenne Bayern, ob wir das Ernst meinen zeigen ja die Plausibilität der Idee – und der Kommentar unter dem ersten Beitrag spricht doch Bände oder?
Damit’s auch in den nächsten Wochen nicht langweilig wird, nehmen die Ideen für einen Nachmittag zum Urheberrecht am 1. Juli konkrete Formen an und Sekors Idee, die gekaperte www.piraten-straubing.de á la Maibaum-Klauen im 21. Jahrhundert bei den JuLis in Straubing einzulösen, hat für gute Laune gesorgt.
Alles in allem also: eine aufregende, spannende und interessante – aber auch anstrengende Woche, die mit dem sonnigen Sonntag heute ein tolles Ende fand!
Der Leiter der Landesgeschäftsstelle
Am 21.03.2012 fasste der Landesvorstand der PIRATEN in Bayern nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Argumente den Beschluss, Boris Turovskiy mit der Leitung der Landesgeschäftsstelle zu beauftragen.
Kurz danach ging es rund. Wie man so jemanden damit beauftragen könne. Wir wurden agressiv angegangen, zu unserer Entscheidung Stellung zu nehmen, sollten unseren Beschluss umgehend zurücknehmen.
Noch übler aber traf es Boris. Er wurde als Nazi, Rassist und vieles mehr beschimpft.
Ich bin mir sicher, dass die wenigsten, die diesen Shitstorm mitbefeuert haben, wissen, dass Boris ein russischer Jude ist, dessen Großvater gegen die Nazis gekämpft hat und an seinen im Krieg davongetragenen Verletzungen starb.
Ich bin mir sicher, dass die wenigsten, die diesen Shitstorm mitbefeuert haben, auch nur daran dachten, mit Boris persönlich zu reden und die Situation zu klären, bevor sie wüste Beschimpfungen ins Netz setzten.
Ich bin mir sicher, dass die wenigsten, die diesen Shitstorm mitbefeuert haben, das Protokoll zum Beschluss des Landesvorstands auch nur angelesen haben – obwohl dieser Beschluss der Auslöser der Welle war.
Der Landesvorstand beauftragt Boris Turovskiy die Leitung der Landesgeschäftsstelle zu übernehmen und in dieser Funktion folgende Punkte auszuüben:
* Organisation des Betriebs der Geschäftsstelle:
** eigenständige Budgetverwaltung zur Gewährleistung eines nachhaltigen Betriebs
** Regelmäßiger Newsletter, inkl. transparenter Darstellung von Budget und Spendensituation, sowie durchgeführter und geplanter Veranstaltungen
** Planung der Raumbelegung
** Sicherstellung des Zugangs bei geplanten Veranstaltungen
** Planung der Besetzung und der tel. Erreichbarkeit während der Öffnungszeiten
** Erhaltung der Funktionstüchtigkeit der Infrastruktur (Küche, sanitäre Anlagen, EDV,…)
** Verbrauchsmittelbeschaffung (Getränke, Toilettenpapier, Büromaterial etc.)
** Vergabe von Schlüsseln und Zutrittsrechten im geplanten System
* Leitung des S71-Orga-Teams
* Organisation der Verwaltungsaufgaben für den LV und dessen nachgeordneter Verbände:
** Bearbeitung der tägl. Post und Führen eines Posteingangsbuchs, ggf. zeitnahe Weiterleitung an entsprechende Gliederungen oder Einzelpersonen
** Annahme von Telefonaten
** zeitnaher Versand von Flyern, Material etc.
* Erfahrungsaustausch mit anderen Geschäftsstellen innerhalb der Piratenpartei aber auch denen anderer Organisationen
Es geht also um die Übernahme einer ziemlich unspektakulären und mit Sicherheit auch oft undankbaren Aufgabe.
Unstrittig ist Boris jemand, der gerne provoziert und eine Meinung zu vielen politischen Fragen hat, die nicht immer mit der Parteimeinung vereinbar ist – schon gar nicht, wenn es sich um die Meinung anderer Parteien handelt. Manche seiner Äußerungen in der Vergangenheit waren dabei absolut indiskutabel, was er auch selbst einsieht, schließlich waren sie der Grund für seinen Rücktritt aus dem Kreisvorstand in München. Der Versuch, jetzt diese Äußerungen ohne jeglichen Kontext und ohne Möglichkeit zum Widerspruch dazu zu verwenden, ihn und den gesamten Landesverband Bayern als Rechtsausleger darzustellen, ist einfach uncool.
Dass viele Grüne, einschließlich des Landesvorsitzenden der bayerischen Grünen Dieter Janecek, sich an der unreflektierten Hetze gegen Boris Turovskiy via Twitter beteiligt haben, ist ebenfalls bezeichnend. So verständlich dieses Verhalten aus parteipolitischer Sicht ist, so unwürdig ist es von der menschlichen Seite her betrachtet.
Aber vielleicht findet sich ja irgendwo in den Tiefen des Webs auch ein Tweet mit einem entschuldigenden “Sry Boris…”, vielleicht ja sogar einer mit einem freundlichen “Viel Erfolg und schon mal danke für Deinen Einsatz…” Wie gesagt, vielleicht.
Sicherheitshalber mache ich das mal und sage: Boris, danke für dein Engagement und viel Erfolg bei der Leitung der Landesgeschäftsstelle!
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Abgeordnetenwatch sucht Förderer
Das von den Regensburger Piraten angestoßene Projekt Abgeordnetenwatch im Regensburger Stadtrat benötigt Förderer, um seinen Betrieb aufnehmen zu können.
Abgeordnetenwatch ist eine Plattform wo Bürger ganz transparent Politikern auf den Zahn fühlen können. Der damit geschaffene direkte Kontakt zum Stadtrat ist für beide Seiten von Vorteil und lässt Politik wieder greifbarer werden. Bisher gibt es nur zwanzig Städte in Deutschland, in denen Abgeordnetenwatch auf kommunaler Ebene gestartet ist.
Damit Abgeordnetenwatch in Regensburg starten kann, benötigt es Förderer, welche dieses Projekt langfristig finanziell unterstützen. Insgesamt müssen mindestens 100 Euro monatlich aufgebracht werden, um den Betrieb zu gewährleisten. Mit diesem Geld werden Administratoren, Moderatoren, Technik und weitere laufenden Kosten gedeckt. Die Förderbeiträge sind steuerlich absetzbar.
Da die anderen Regensburger Parteien nur positive Rückmeldungen auf die Initiative der Piraten verlauten ließen, fragen die Mitglieder der Crew Milliways nun direkt bei ihnen wegen einer Förderung des Projektes nach.
“Wir werden sehen, ob sie wirklich hinter diesen Projekt stehen oder sie nur leere Worte von sich gegeben haben.” kommentiert der Bezirksvorstand Jan Kastner diese Aktion.
“Wir möchten auch als außerparlamentarische Opposition unsere Ziele der transparenten und bürgerorientierten Politik verfolgen und hoffen darauf, bei diesem Thema eine breite überparteiliche Unterstützung zu bekommen.” fügt der Hauptverantwortliche Jürgen Cieslik hinzu.
Dafür zu spenden geht ganz einfach:
Fülle Sie das Formular für die Fördermitgliedschaft aus:
www.abgeordnetenwatch.de/mit_einer_spende_unterstuetzen-452-0.html
Wähle unter Förderkreis “Kommune” aus und gib anschließend Regensburg ein.
Alternativ:
Dauerauftrag an den Parlamentwatch e.V. mit Verwendungszweck: Regensburg
Parlamentwatch e.V.
Kto Nr.: 2011 120 000
BLZ: 430 609 67
GLS Bank
IBAN: DE03430609672011120000
BIC: GENODEM1GLS
Hommage an die Piraten
Die Berlinerin @undividet hat gestern eine wunderschöne kleine Hommage an die Piraten gepostet:
Das tollste an den Piraten ist: dass es sie gibt! Der Dornröschenschlaf der unbeteiligten Bürger ist vorbei. Wir wollen nicht mehr Pest statt Cholera und endlich zeigt sich, dass unsere Youngsters Arsch in der Hose haben. Wir segeln in eine neue Ära der Politik. Keine Partei, wirklich KEINE wird mehr an Transparenz und direkterer Mitwirkung der Bürger vorbeikommen. Es ist so ne Art Entdeckung Amerikas, was gerade stattfindet und dieses Amerika wird aus der politischen Landkarte nicht mehr wegzumauscheln sein. Endlich macht es wieder Spaß und Hoffnung, mitzudenken, sich zu beteiligen und ein Land zu besiedeln, dass es so lange schon gibt: Demokratie. Ihr habt zwar noch keine Antworten, liebe Piraten, aber es war höchste Zeit, große, unübersehbare und laute Fragen zu stellen und alle mit ins Boot zu holen, die das Dümpeln in seichten Gewässern satt haben. Ich bin bewegt, wie lange nicht über diesen Umbruch, und ja: froh, dass es euch gibt.
Das einzige, was mir dazu enfällt, ist: Danke. Vielen Dank!
Stefan
BPT Vorbereitungstreffen
Hallo liebe Piraten und Interessenten,
Wir wollen sehr kurzfristig an diesem Sonntag, den ersten April, ein Vorbereitungstreffen zum Bundesparteitag in Regensburg veranstalten.
Dies wird um 14 Uhr starten und in der Alten Linde, Müllerstrasse 1, 93059 Regensburg stattfinden.
Wir laden jeden der kommen möchte dazu ein.
Von den Bundesvorstands Kandidaten haben nur zwei zugesagt.
Diese sind
Rene Brosig wiki.piratenpartei.de/Benutzer:PiratNEA
Wolfgang R. Bischoff wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Anderseits
Wir werden uns aber auch über die anderen Kandidaten unterhalten und ihnen Fragen stellen.
Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.
Grüße
Jan Kastner
UPDATE: Die Veranstaltung findet in der Alten Linde statt und nicht im Pachamama wie zuvor angekündigt!
Hör mal zu, Sven Regener
Zunächst mal, Sven, sag ich du zu dir, weil ich wir aus der selben Szene sind, und ich ein halbes Jahr älter bin als du. Wie haben auch eine teilparallele Entwicklung, ich bin in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern mit meiner Band auf Tour gewesen, habs aber dann gelassen, weil die Welt so ungleich viel grösser ist als dieses ausgetrocknete Biotop Rockmusik. War in der Gema, bin wieder ausgetreten. Ich hab mich danach mit Computerspielen beschäftigt, mit Internet und Gadgets, einfach weil da was passierte, und in der Rockmusik nicht. Die ist heute noch genauso wie vor dreissig Jahren, nur die Aufnahmequalität ist besser, weil die digitale Revolution auch hier die Maschinen billiger gemacht hat. Aber Mensch, weisst du noch? Wie wir beide uns die Platten von unseren Kumpels ausgeliehen haben, weil wir selber nicht genug Geld für alle geilen Scheiben hatten? Und wie wir die ganz schrägen Sachen nachts aus dem Radio aufgenommen haben? Genau so, wie das die Teens, Tweens und Millennials heute mit dem Internet machen.
Erste grosse Überraschung: Das Internet ist kein Plattenladen. Sorry, aber da habense dich angelogen. Das Internet ist statt dessen so eine Art Radio- oder Fernsehsender. Merkt man schon daran, dass es Strom braucht. Du kannst da Sachen draus “aufnehmen”, wie beim Radio, aber nichts draus wegnehmen (“stehlen”).
Zweite Überraschung: Es gibt kein Musikloch seit 15 Jahren, sondern geile neue Genres, die du aber wohl verpasst hast, weil du ja lieber Bekanntes hörst. Kein Problem damit, hör was du willst, aber beschwer dich nachher nicht, es gäbe nicht Neues, das so klingt wie das Alte. Ich hör inzwischen Dubstep, und hab auf dieser Grundlage ne neue Gitarrenband angefangen.
Dritte Überraschung: Ich lebe von meiner Arbeit als Urheber, vor allem als Journalist, mit Artikeln, die zu 100 % frei im Internet zu lesen sind. So leid es mir tut, das schon wieder sagen zu müssen, aber die Industrie-Ära ist vorbei, und mit ihr das Geschäftsmodell der massenproduzierten Kulturdatenträger. Viele Musiker auf der Welt leben inzwischen von neuen Geschäftsmodellen. Mach das doch auch, bitte.
Vierte Überraschung: Leute wie ich sind inzwischen aktiv in der Piratenpartei, weil nur noch hier ein Urheberrecht diskutiert wird, das auch den Urhebern nützt, und nicht nur den industriellen Verwertern. Sorry, aber als Autor oder Musiker kriegst du üblicherweise nicht mehr als 5 Prozent vom Endverkaufspreis. Auf deinem YouTube-Channel bekommst du 50 % der Werbeeinnahmen, wenn du den Deal direkt mit Amazon machst, 70 % des Umsatzes. Überleg dir das mal. Nur wenn jemand Kunst macht, hat er kein Recht auf Geld dafür. Er muss die Kunst dazu verkaufen. Er muss die Leute überzeugen, ihm Geld zu geben.
Fünfte und letzte Überraschung: Mensch, Alter, mach die Augen auf, die haben dich verarscht. Du warst zu oft mit den Unkreativen beim Biertrinken. Die Wirklichkeit ist: Noch nie war es für uns Urheber besser als heute, zu Zeiten von Internet und digitaler Kopie. Glaub mir. Ich weiss, wovon ich rede. Weil ich beide Seiten kenne.
Svens rant auf br2
gastbeitrag: fritz
White IT – Kinderschutz oder Informationskontrolle?
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann gehört zu den Initiatoren der White IT, einem Verein, der sich angeblich dem Schutz der Kinder vor Pädokriminellen verschrieben hat. Ich habe allerdings meine Zweifel, ob es den Politikern, vornehmlich aus der Union, die in letzter Zeit mit Vorschlägen zur Regulierung des Internet von sich Reden gemacht haben, tatsächlich um den Schutz von Kindern geht. Die Vorschläge von Ursula von der Leyen und Dr. Karl Theodor von und zu Guttenberg und anderen legen eher nahe, dass es darum geht, die Informationskontrolle wieder zu gewinnen. Welcher genaue Zweck sich dahinter verbirgt, sei einmal dahingestellt. Erstaunlicherweise kamen die meisten demokratiefeindlichen Vorschläge von Adeligen, aber das muss ja auch nichts heißen.
Nun also sollen es Hashwerte regeln. Zunächst einmal stellt sich die Frage, was es mit diesen Hashwerten auf sich hat. Hashwerte sind im Grunde genommen nichts anderes als eine Prüfsumme über eine beliebige Datei. Es gibt hierfür verschiedene Verfahren, am bekanntesten sind der SHA-1 und der MD5-Algorithmus. Allen Verfahren ist gemein, dass sie eine möglichst eindeutige Zahl mit einer Datei verbinden. Eindeutig sind diese Zahlen jedoch nie, es kann also vorkommen, dass zwei Dateien unterschiedlichen Inhalts denselben Hashwert besitzen (allerdings ist das sehr unwahrscheinlich).
Ziel dieser Verfahren ist es festzustellen, ob eine Datei manipuliert wurde. Ändert man an der ursprünglichen Datei auch nur ein Bit, so haben die beiden Dateien einen komplett anderen Hashwert. So kann z.B. die Integrität eines Downloads gewährleistet werden. Der Anbieter errechnet den Hashwert für die Originaldatei, und der Anwender kann die heruntergeladene Datei prüfen, ob sie den angegeben Hashwert besitzt. Sind die Hashwerte identisch, kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass niemand die Datei auf dem Weg zum Ziel verändert hat.
Für jede Datei kann ein Hashwert errechnet werden, und solange niemand die Datei verändert, ist ihr Hashwert immer gleich. Hier versucht nun White IT anzusetzen, indem sie vorschlagen, Bild- oder Videomaterial, das den Missbrauch von Kindern darstellt, über deren Hashwert zu filtern.
Das würde sogar funktionieren, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Dateien nicht verändert werden. Aber die angeblich millardenschwere Kinderpornoindustrie wird ja nicht von grenzdebilen Vollidioten gemanagt, andernfalls wäre es ja keine Millardenindustrie. Als Boss einer dieser pädokriminellen Organisationen würde ich meine IT, die angeblich ja in Indien zu finden ist, anweisen, vor der Auslieferung dieses einschlägigen Materials, jedes mal den Hashwert zu verändern, ohne dass dabei der Inhalt verloren geht. Und das ist erstaunlich einfach, wenn man nicht, wie gesagt, ein grenzdebiler Vollidiot ist.
Man muss nur einen Filter vor die Auslieferung von Multimediadateien (Bilder, Videos und dergleichen) in seinen Web-, FTP- oder sonstigen Server einbauen, der z.B. per Steganografie die aktuelle Systemzeit in den Datenstrom (im Beispiel mit steghide) verschlüsselt, und schon hat die Datei jedes mal einen anderen Hashwert:
date +%Y%m%d%k%M%S%N | steghide embed -cf $filename -p passwort
Folgendes kleines Demo-Skript verschlüsselt jedes mal die aktuelle Systemzeit in ein und derselben Datei. Auch wenn man dieses Skript zig mal hintereinander aufruft, lässt sich mit bloßem Auge kein Unterschied im Bild erkennen, aber der Hashwert ist jedes mal ein anderer.
#!/bin/bash filename=white.jpg echo Vorher: md5sum < $filename date +%Y%m%d%k%M%S%N | steghide embed -cf $filename -p passwort echo Nachher: md5sum < $filename
Falls nun also dieser Filtermechanismus tatsächlich eingeführt werden sollte, so wird er absolut nichts nützen, denn er lässt sich so kinderleicht austricksen, dass gerade Profis damit keine Schwierigkeiten hätten. Allenfalls ein paar Pädo-Kleinkriminelle könnte man damit erwischen, aber an die Quellen kommt man damit wirklich nicht heran. Dafür ist nach wie vor personal- und zeitintensive (und möglicherweise internationale) Polizeiarbeit nötig.
Und da ich davon ausgehe, dass unseren Politikern das oder ähnliches bereits von ihren Beratern gesagt wurde, muss ich annehmen, dass der Schutz der Kinder das Letzte ist, was diese Politiker im Sinn haben (oder sie sind komplett beratungsresistent).
Generell muss ich festhalten: Grundgesetzkonform lässt sich mit Hilfe technischer Verfahren der Konsum, die Verbreitung und die Herstellung von Missbrauchdarstellungen leider nicht verhindern.
Da dies so ist, sollten die Verantwortlichen endlich damit aufhören, solche Vorschläge zu bringen
Kreisparteitag 2011
Am 23.11.2011 fand im Schloderer Bräu in Amberg der Kreisparteitag der Piraten Amberg-Sulzbach statt. Dazu kamen 10 Piraten aus dem Kreisverband zusammen, darunter auch unser Landesvorsitzender Stefan Körner. Dieser übernahm die Akkreditierung und wurde anschließend einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt. Nach Bekanntgabe der Tagesordnung, erfolgte ein kurzer Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des Kreisverbandes im Jahr 2011 durch den Vorsitzenden Daniel Ertel. Schatzmeister Florian Wohlrab ergänzte diesen Rechenschaftsbericht um die finanziellen Daten. Die Kassenprüfung verlief positiv und die anwesenden Piraten entlasteten den alten Vorstand.
Anschließend folgte die Wahl des neuen Vorstandes. Zum ersten Vorsitzenden wurde Daniel Ertel gewählt, zweiter Vorstand ist nun Patrick Santy und neuer Schatzmeister ist Veit Böhme.
Als eines seiner wichtigsten Ziele für 2012 nannte Vorsitzender Daniel Ertel den Umbau, eines von ihm organisierten Messestandes, zu einem Infostand. Für diese Aufgabe fanden sich spontan viele Helfer unter den Piraten. Damit steht dem Kreisverband ab nächstem Jahr professionelles Equipment für Infostände zur Verfügung.
Kreisparteitag 2011
Am 23.11.2011 fand im Schloderer Bräu in Amberg der Kreisparteitag der Piraten Amberg-Sulzbach statt. Dazu kamen 10 Piraten aus dem Kreisverband zusammen, darunter auch unser Landesvorsitzender Stefan Körner. Dieser übernahm die Akkreditierung und wurde anschließend einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt. Nach Bekanntgabe der Tagesordnung, erfolgte ein kurzer Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des Kreisverbandes im Jahr 2011 durch den Vorsitzenden Daniel Ertel. Schatzmeister Florian Wohlrab ergänzte diesen Rechenschaftsbericht um die finanziellen Daten. Die Kassenprüfung verlief positiv und die anwesenden Piraten entlasteten den alten Vorstand.
Anschließend folgte die Wahl des neuen Vorstandes. Zum ersten Vorsitzenden wurde Daniel Ertel gewählt, zweiter Vorstand ist nun Patrick Santy und neuer Schatzmeister ist Veit Böhme.
Als eines seiner wichtigsten Ziele für 2012 nannte Vorsitzender Daniel Ertel den Umbau, eines von ihm organisierten Messestandes, zu einem Infostand. Für diese Aufgabe fanden sich spontan viele Helfer unter den Piraten. Damit steht dem Kreisverband ab nächstem Jahr professionelles Equipment für Infostände zur Verfügung.
Antispam Modul umgestellt
Nach dem ich auf Googlewatchblog gelesen hab, wie problematisch die nutztzung von Askimnet ist, hab ich jetzt meine Spam überprüfung auch auf Antispam Bee umgestellt. Desweiteren nutze ich jetzt auch “Kommentare nur in bestimmter Sprache zulassen” um nur Kommentare in Deutsch zuzulassen, da ich denke das hier niemand auf English einen Kommentar verfassen wird.
Sony Ericsson Xperia X10 Update – Ein Trauerspiel
Es ist ein Trauerspiel! Zunächst möchte ich vorweg schicken, dass das Sony Ericsson Xperia X10 eigentlich ein hervorragendes Smartphone ist, und dass ich damit sehr zufrieden bin. Allerdings bin ich nicht unbedingt das Maß aller Dinge, wenn es um Mobiltelefone geht, denn ich brauche im Grunde genommen gar keines. Andere, die mehr mit ihrem Smartphone machen, als es im Wohnzimmer herumliegen zu lassen, hätten gerne aktuelle Software auf ihrem Gerät.
Sony Ericsson wurde in letzter Zeit zu Recht dafür kritisiert, dass sie ein brandneues Gerät (erschienen Anfang 2010), mit einer “veralteten” Software ausliefern (Android 1.6). Sony Ericsson wird jedoch nicht müde zu betonen, dass ein Update auf die Version 2.1 demnächst veröffentlicht werden soll. Das ist insofern lustig, weil schon seit geraumer zeit, Android 2.2 aktuell ist. Damit warten die Anwender des X10 also auf ein Update auf eine heute bereits veraltete Software. Aber als wäre das nicht schon schlimm genug, verzögert sich dieses “Update” auch noch. Zunächst war als Termin der September 2010 vorgesehen, aber selbst dieser verspätete Termin wurde wieder verschoben.
Man spekuliert mittlerweile, dass, wenn das Update endlich erscheint, bereits Android 3.0 aktuell sein wird. Es wird also spannend sein zu sehen, was zuerst kommt, Android 2.1 auf dem X10 oder Android 3.0.
Aber damit ist das Trauerspiel um Sony Ericsson leider noch nicht zu Ende. Wie gesagt, mache ich nicht viel mit meinem X10, daher kann ich die veraltete Software durchaus verschmerzen. Wenn jedoch das Update dann mal kommen sollte, dann werde ich es natürlich auf meinem Telefon installieren. Daher habe ich mich auf den Seiten von Sony Ericsson schon mal umgesehen, wie man dieses Update denn installieren wird.
Es gibt dafür den sogenannten Update-Service. Eine Software, mit deren Hilfe man die Software auf dem X10 aktualisieren kann. Mal abgesehen davon, dass es eine Frechheit ist, Microsoft Windows für ein Update eines Telefons vorauszusetzen, dass unter Linux läuft, ist es von den Software-Entwicklern von Sony Ericsson auch noch unheimlich dumm!
Ich habe die Software heruntergeladen, in der Hoffnung, dass es möglich ist, sie mit Wine zum Laufen zu bringen. Die Installation verlief problemlos und die Software lies sich auch starten, aber die Bedienung war mehr oder weniger nicht möglich, was mein Vertrauen in diese Software so sehr erschüttert hat, dass ich auf einen Einsatz mit meinem Handy verzichtet habe.
Während der Installation ist mir jedoch aufgefallen, dass auch ein JRE installiert wird. Moment! Eine Java Runtime Environment? Hm, dann müsste es sich bei dieser Software ja um eine Java Software handeln. Und Java Software sollte doch prinzipiell platformunabhängig sein.
Meine Hoffnung war also, dass das Windows-Program nur ein EXE-Wrapper für eine Java Software sei und durch die Verwendung der Linux-Version von Java die Software besser funktionieren könnte. Daraufhin habe ich das Installations-Verzeichnis näher untersucht und musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass es sich bei dem Programm um eine Eclipse RCP-Anwendung handelt. Als Eclipse Software-Entwickler, der mit RCP einiges an Erfahrung hat, weiß ich, dass Eclipse RCP-Anwendungen auf den Plattformen Windows, Linux und MacOS und den Architekturen x86, x86_64 laufen. Und das schöne ist, dass man dafür nicht einmal besonders viel Aufwand betreiben muss. Man benötigt lediglich das RCP-Delta-Pack und einen PDE-Build (ich empfehle den Entwicklern von Sony Ericsson mal diesen Link als Einstieg zum Thema Build einer Eclipse RCP Anwendung)
Man könnte jetzt natürlich einwenden, dass die Kommunikation mit dem Gerät über die USB Schnittstelle zu plattformspezifisch ist, und daher keine Version für Linux und MacOS zu Verfügung gestellt werden kann. Aber das dürfte kein nennenswertes Problem sein, da Sony Ericsson für die Kommunikation scheinbar die Bibliotheken von SerialIO verwendet (im Plugins-Verzeichnis befinden sich folgende Dateien: com.serialio_2.10.9.13.jar und com.serialio.win32.x86_2.10.2.0.jar). In meiner Arbeit verwenden wir ebenfalls die Bibliotheken dieses Herstellers und daher weiß ich, dass es von denen ein Multiplattform-Paket gibt (für alle oben genannten Plattformen und noch viel mehr).
Fazit
Es sollte doch für ein Unternehmen, wie Sony Ericsson, möglich sein, wenn sie schon Multi-Plattform Software wie Eclipse, Java und SerialIO einsetzen, dass sie auch ihre Software für Linux und MacOS anbieten. Auf der einen Seite gibt mir das natürlich Hoffnung, aber auf der anderen Seite bin ich auch maßlos enttäuscht von der Dummheit und/oder Ignoranz des Unternehmens. Schade!
Sie wurden möglicherweise Opfer einer Softwarefälschung
Mit dieser Meldung wurde ich konfrontiert, als ich mich einmal wieder mit einer Windows 7 Installation beschäftigen musste. Eigentlich wurde ich ja nur gebeten, bei der Einrichtung des Mail-Clients zu helfen und ein paar vorhandene Spiele zu installieren.
Bei dem Rechner handelte es sich um ein knapp 4kg schweres Acer Notebook. Wir haben dann versucht, die Software zu aktivieren, was nach meiner Meinung die Ursache für diese Falschmeldung war. Leider ist die Aktivierung mittels Eingabe des kryptischen Aktivierungsschlüssels nicht gelungen. Vielleicht lag es daran, dass ich den Schlüssel falsch eingegeben oder falsch gelesen habe. All das ist denkbar, weil dieser Schlüssel auf der Rückseite des Geräts in einer Art und Weise geschrieben steht, dass ich mir beim Lesen immer vorkomme wie bei einem Sehtest beim Augenarzt:
Ist das ein O oder doch eine 0…, könnte aber auch ein Q sein
Bei all der Schlüssel Eingeberei und der CD-Installations-Orgien habe ich mich dauernd gefragt, warum Menschen sich das alles antun. Sind die Spiele und Anwendungen, die man nur für Windows bekommt, den ganzen Stress und Ärger wert? Auf dem Desktop des frisch installierten Rechners befanden sich natürlich allerhand “kostenlose” Beigaben, wie z.B. McAffee Viren-Scanner, Norton-Irgendwas, Acer-Spiele-Dingsbums und eine 60-Tage Testversion von Microsoft Office.
An und für sich wäre das ja alles nicht so schlimm. Wem diese Gängelei und Nerverei nicht stört, der darf ja gerne mit Windows glücklich werden. Nur leider scheint es so zu sein, dass man mit jeder Windows-Installation einen IT-Profi mitliefern müsste, der den Anwendern dabei hilft, mit ihrer Neuerwerbung zurecht zu kommen.
Ich bin jetzt seit ca. 2 Jahren Windows-frei und vermisse den ganzen Kram nicht im Geringsten. Zum Glück kenne ich mich mit Windows 7 nicht mehr aus. Ich habe es auf keinem meiner Rechner installiert, daher kann ich, wenn ich um Hilfe gebeten werde, mit gutem Gewissen sagen:
Tut mir leid, ich kenne mich mit Windows 7 nicht aus, daher kann ich dir nicht helfen
Piraten in der Oberpfalz geben sich einen neuen Kapitän
Am Samstag trat der Parteitag des Bezirksverbandes Oberpfalz der Piratenpartei zusammen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder eine neue Bezirkssatzung.
Etwa 30 Piraten und Gäste trafen sich im Wirtshaus “Zum goldenen Fass” in Regensburg. Der 21-jährige Oliver Hergeth, Verwaltungsfachangestellter aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, wird zukünftig das Amt des Vorstandsvorsitzenden bekleiden. Achim Ledermüller, bisheriger Vorsitzender, übernimmt das Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Das Amt des Schatzmeisters hat Gerhard Schmid übernommen. Oliver Vaillant aus Regensburg sowie Jan Kastner aus Bad Abbach vervollständigen als Beisitzer den frisch gewählten Vorstand.
Auch Bundesprominenz gratulierte den Piraten zu ihrer Entscheidung. “Ich wünsche,” so resümierte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei Andreas Popp als Gast am Bezirksparteitag: “Oli und seinen Leuten viel Erfolg in der Zukunft und bin sicher, dass wir noch viel Gutes aus der Oberpfalz hören werden.”
Piraten in der Oberpfalz geben sich einen neuen Kapitän
Am Samstag trat der Parteitag des Bezirksverbandes Oberpfalz der Piratenpartei zusammen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder eine neue Bezirkssatzung.
Etwa 30 Piraten und Gäste trafen sich im Wirtshaus “Zum goldenen Fass” in Regensburg. Der 21-jährige Oliver Hergeth, Verwaltungsfachangestellter aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, wird zukünftig das Amt des Vorstandsvorsitzenden bekleiden. Achim Ledermüller, bisheriger Vorsitzender, übernimmt das Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Das Amt des Schatzmeisters hat Gerhard Schmid übernommen. Oliver Vaillant aus Regensburg sowie Jan Kastner aus Bad Abbach vervollständigen als Beisitzer den frisch gewählten Vorstand.
Auch Bundesprominenz gratulierte den Piraten zu ihrer Entscheidung. “Ich wünsche,” so resümierte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei Andreas Popp als Gast am Bezirksparteitag: “Oli und seinen Leuten viel Erfolg in der Zukunft und bin sicher, dass wir noch viel Gutes aus der Oberpfalz hören werden.”
Bayerisches Aktiventreffen 2010
Der Landesverband Bayern der Piratenpartei – und Andreas Popp als Schirmherr – veranstaltete unter dem Namen Operation Magellan für Bayern ein Treffen der aktiven Piraten des Landesverbands. Am Veranstaltangsort, dem Gewerkschaftshaus in Ingolstadt, bot sich über 60 Parteimitgliedern reichlich Gelegenheit Vorträgen beizuwohnen und sich gegenseitig auszutauschen. Ziel des Treffens war es, die Zusammenarbeit der Piraten über die eigenen Stammtische hinaus zu verbessern.
Bilder vom Workshop findet man hier.
Bayerisches Aktiventreffen 2010
Der Landesverband Bayern der Piratenpartei – und Andreas Popp als Schirmherr – veranstaltete unter dem Namen Operation Magellan für Bayern ein Treffen der aktiven Piraten des Landesverbands. Am Veranstaltangsort, dem Gewerkschaftshaus in Ingolstadt, bot sich über 60 Parteimitgliedern reichlich Gelegenheit Vorträgen beizuwohnen und sich gegenseitig auszutauschen. Ziel des Treffens war es, die Zusammenarbeit der Piraten über die eigenen Stammtische hinaus zu verbessern.
Bilder vom Workshop findet man hier.
Meine Heimat
Ich hab heute mal was gemacht was ich schon lagne vorgehabt hab, ich hab einfach mal meine Eos 350D genommen und bin in mein Aut gesprugen und Bilder meiner Heimat gemacht. Dabei hab ich nicht nur die schönen Seiten fotografiert sondern auch die weniger schönen. Hier die Dia Show von Picassa
Get digital
Viele von euch kennen vllt getdigital.de
Es ist ein Online Shop für Geeks und Nerds in Deutschland wo es allerhand
Zeug wie Tshirt etc gibt. Schaut doch einfach mal vorbei ob ihr was findet
Einfach hier klicken
Piraten? Sind das nicht die mit den Schiffen?
Für jeden der sich nicht viel unter der Piratenpartei vorstellen kann oder jeden der sich etwas mehr vorstellen möchte
habe ich ein paar nützliche Links zum Piratenwiki [1] zusammengetragen.
Im Piratenwiki [1] gibt es so gut wie alle Informationen, es ist aber nicht so leicht immer das richtige zu finden.
Eine kurze Zusammenfassung [2] hilft einen groben Überblick zu erhalten.
Wer etwas mehr Zeit zum lesen mitbringt findet auch das Parteiprogramm im Wiki [3].
Momentan gibt es einige Themen für die wir uns besonders einsetzen,
ganz oben steht ACTA [4] das ist ein Gesetz das (weltweit) hinter verschlossenen Türen verhandelt wird.
Wir stellen uns die Frage warum wird ein Gesetz, von weltweiten Vertreten der Industrie ausgearbeitet
und die Bevölkerung darf darüber nichts wissen bis das Gesetz beschlossen ist?
Andere Themen sind der elektronische Personalausweis [5], die Arbeitnehmer Datenbank [6],
die zunehmende Videoüberwachung des öffentlichen Raumes [7] und als Krönung der Überwachung des Bürgers INDECT [8]
[1] http://wiki.piratenpartei.de/Hauptseite
[2] http://wiki.piratenpartei.de/Ziele
[3] http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm
[4] http://wiki.piratenpartei.de/ACTA
[5] http://wiki.piratenpartei.de/EPA
[6] http://wiki.piratenpartei.de/ELENA-Verfahren
[7] http://wiki.piratenpartei.de/Videoüberwachung
[8] http://wiki.piratenpartei.de/INDECT
Piraten? Sind das nicht die mit den Schiffen?
Für jeden der sich nicht viel unter der Piratenpartei vorstellen kann oder jeden der sich etwas mehr vorstellen möchte
habe ich ein paar nützliche Links zum Piratenwiki [1] zusammengetragen.
Im Piratenwiki [1] gibt es so gut wie alle Informationen, es ist aber nicht so leicht immer das richtige zu finden.
Eine kurze Zusammenfassung [2] hilft einen groben Überblick zu erhalten.
Wer etwas mehr Zeit zum lesen mitbringt findet auch das Parteiprogramm im Wiki [3].
Momentan gibt es einige Themen für die wir uns besonders einsetzen,
ganz oben steht ACTA [4] das ist ein Gesetz das (weltweit) hinter verschlossenen Türen verhandelt wird.
Wir stellen uns die Frage warum wird ein Gesetz, von weltweiten Vertreten der Industrie ausgearbeitet
und die Bevölkerung darf darüber nichts wissen bis das Gesetz beschlossen ist?
Andere Themen sind der elektronische Personalausweis [5], die Arbeitnehmer Datenbank [6],
die zunehmende Videoüberwachung des öffentlichen Raumes [7] und als Krönung der Überwachung des Bürgers INDECT [8]
[1] http://wiki.piratenpartei.de/Hauptseite
[2] http://wiki.piratenpartei.de/Ziele
[3] http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm
[4] http://wiki.piratenpartei.de/ACTA
[5] http://wiki.piratenpartei.de/EPA
[6] http://wiki.piratenpartei.de/ELENA-Verfahren
[7] http://wiki.piratenpartei.de/Videoüberwachung
[8] http://wiki.piratenpartei.de/INDECT
Terminhinweise – 2. Halbjahr 2010
Wieder einmal gibt es interessante Events für Parteimitglieder und Interessierte aus dem Raum Amberg-Sulzbach.
Es finden folgende Parteitage statt:
- Bezirksparteitag Oberpfalz am 07.08.2010 in Regensburg
- Kreisparteitag Amberg-Sulzbach am 26.08.2010 in Amberg
- Landesparteitag Bayern (der zweite in diesem Jahr) am 04.09.2010 in Regensburg
Die aktiven Piraten treffen sich am 17.07.2010 in Ingolstadt zur Operation Magellan für Bayern. Dies dient zum Kennenlernen und zur besseren Koordination zwischen den einzelnen Verbänden. Schirmherr der Veranstaltung ist der stellvertretende Vorsitzende des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland, Andreas Popp.
Wie gewohnt findet der Stammtisch des Kreisverbands Amberg-Sulzbach alle zwei Wochen donnerstags im Schloderer Bräu in Amberg statt. Gäste sind herzlich willkommen.
Terminhinweise – 2. Halbjahr 2010
Wieder einmal gibt es interessante Events für Parteimitglieder und Interessierte aus dem Raum Amberg-Sulzbach.
Es finden folgende Parteitage statt:
- Bezirksparteitag Oberpfalz am 07.08.2010 in Regensburg
- Kreisparteitag Amberg-Sulzbach am 26.08.2010 in Amberg
- Landesparteitag Bayern (der zweite in diesem Jahr) am 04.09.2010 in Regensburg
Die aktiven Piraten treffen sich am 17.07.2010 in Ingolstadt zur Operation Magellan für Bayern. Dies dient zum Kennenlernen und zur besseren Koordination zwischen den einzelnen Verbänden. Schirmherr der Veranstaltung ist der stellvertretende Vorsitzende des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland, Andreas Popp.
Wie gewohnt findet der Stammtisch des Kreisverbands Amberg-Sulzbach alle zwei Wochen donnerstags im Schloderer Bräu in Amberg statt. Gäste sind herzlich willkommen.
Landratswahl Cham – Independence Day?
[Update 2] Die Ergebnisse der Stichwahl vom 18. Juli[Update 2]
[Update] Hier nun die Ergebnisse der Wahl [Update]
Am 4. Juli finden im Landkreis Cham ausserplanmäßige Landratswahlen statt, weil der bisherige Landrat Zellner zu vermeintlich Höherem berufen wurde.
Normalerweise ist Lokalpolitik nicht meine Sache. Aber in diesem Fall möchte ich mal eine Ausnahme machen und die Kandidaten, die zur Wahl stehen, etwas genauer unter die Lupe nehmen. Diese Analyse ist rein subjektiv und erhebt daher nicht den Anspruch, als allgemein gültige Wahlempfehlung zu gelten.
Da ich mich in der Lokalpolitik nicht auskenne, und z.B. auch gar nicht weiß, welche Themen denn den Landkreis zur Zeit beschäftigen, habe ich mich zunächst einmal in den im Internet zugänglichen Medien schlauer gemacht. Eine der Informationsquellen ist dabei die Online-Präsenz der Mittelbayerischen Zeitung. Dort gibt es eine spezielle Rubrik zur Landratswahl 2010. Erstaunlich ist die Reihenfolge und Präsentation der Kandidaten auf dieser Seite, die in meinen Augen schon etwas tendenziös erscheint. Nichts desto trotz, möchte ich mich bei der Analyse der Kandidaten dieser Reihenfolge anschließen.
Die Kandidaten
Franz Löffler (CSU)
Ich kann zu Franz Löfflers persönlicher Eignung für das Amt des Landrates nicht viel sagen. Er ist derzeit Bürgermeister von Waldmünchen. Als CSU Kandidat dürfte er die größten Chancen auf den Wahlsieg haben. Einer CSU-Tradition gemäß ist dann damit zu rechnen, dass Waldmünchen einen Boom erleben wird, so wie Kötzting einen Boom erlebt hat, nachdem Zellner Landrat wurde, und wie Roding boomte als Girmindl das Amt inne hatte. Es bleibt jedem selbst überlassen, dies zu bewerten.
Da ich zu Löffler selbst nichts sagen kann, werde ich mich daher seiner Partei zuwenden. Eine Partei, die für folgendes steht: Überwachung, Zensur, Lobbyismus, Christentum. Und damit erscheint mir bereits alles gesagt, was eine Wahlentscheidung für einen Kandidaten der CSU vollkommen unmöglich macht, da mag die persönliche Politik von Löffler noch so klug sein. Aber wie klug kann ein Politiker sein, der Mitglied einer Partei ist, die sich sogar im Namen zu christlichen Prinzipien bekennt? Christliche Staatstheorie ist zwar nicht mehr theokratisch oder aristokratisch, aber dennoch eher obrigkeitshörig. Die Begeisterung der CSU-Anhänger für die adligen Vertreter dieser Partei mag dafür ein Indiz sein (Herr von und zu und unter Guttenberg, Urheber des Zugangserschwerungsgesetzes, ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil er adelig ist)
Ich als Pirat, als Humanist, als Atheist und Anhänger der individuellen Freiheit kann daher einem Vertreter dieser Partei meine Stimme nicht geben.
Gerhard Reisinger (FDP)
Einst Mitglied der CSU ist der Unternehmer und Kreishandwerksmeister heute Mitglied der FDP. Seine Vita beeindruckt, vor allem der Erfolg, den er mit seinem Handwerksbetrieb hat. Am Rande einer CSU-Veranstaltung hatte ich einmal die Gelegenheit ihn persönlich kennen zu lernen. Er ist ein Mann klarer Worte und in meiner Erinnerung durchaus sympathisch. Ein Mann der Tat und nicht der Worte, und das meine ich tatsächlich positiv. Man kann ihm zutrauen, dass er die Probleme des Landkreises anpackt und auch etwas bewirken kann.
Wenn er dann jedoch in seiner Selbstdarstellung von den christlichen Wurzeln spricht, dann bekomme ich natürlich sofort Bauchschmerzen. Ich will hier mal hoffen, dass dies nur der Wahlkampftaktik geschuldet ist, in der Annahme so die Stimmen der noch zahlreichen Schein-Christen im Landkreis zu erobern. Aber gehören die Stimmen der Christen nicht der CSU? Man wird sehen.
Reisinger verspricht, keine Kirchturmpolitik zu betreiben. Ein nobler Anspruch, den wir natürlich erst nach seiner Wahl überprüfen werden können. Der Radius des Kirchturms in Reichenbach ist auch zu klein, als dass man erwarten muss, dass Reisinger Krankenhäuser und Berufsschulen dort hin bringen will.
Ein Sieg Reisingers wäre sicher kein Beinbruch, aber dennoch wird er nicht meine Wahl sein, dafür ist er noch zu sehr im Gedankengut der CSU verhaftet.
Max Schmaderer (Freie Wähler)
Meine erste Reaktion auf die vielen Plakate, von denen Max Schmaderer herunter lächelt und die bereits sehr frühzeitig aufgestellt wurden, war Verwunderung. Wer ist denn das? Nun gut, heute weiß ich, dass er der Bürgermeister von Schorndorf ist. Seinen Aussagen nach, hat er die Lokalpolitik von der Pike auf gelernt, weil er sie bereits seit 20 Jahren betreibt. Er glaubt tatsächlich, das wäre ein Vorteil. Ja, ich glaube, er meint das wirklich. Dabei bedeutet das für mich nur, dass er außer Lokalpolitik nichts anderes kennt. Man könnte auch etwas spöttisch sagen, er wäre ein “Fachidiot”. Ob das so ist, weiß ich nicht, aber benötigen wir für den Landkreis Cham wirklich eine Verwalter? Oder brauchen wir eher einen Gestalter?
Die Freien Wähler, für die er antritt, erscheinen mir immer als politisch extrem ambivalent. Nicht Fleisch und nicht Fisch. Die lokalen Erfolge der Freien Wähler sind vor allem dadurch geprägt, dass die Wähler sich für die Persönlichkeiten der “Partei” entschieden haben. Dass Max Schmaderer nominiert wurde, liegt vor allem daran, dass sowohl Karin Bucher als auch Dr. Karl Vetter abgewunken haben. Das lässt Schmaderer als Verlegenheitskandidaten erscheinen.
Max Schmaderer mag ein guter Verwaltungsangestellter sein, aber ob er den Landkreis gestalterisch voranbringen kann, kann jedoch bezweifelt werden. Da er auch in den Augen seiner “Partei” nur dritte Wahl war, würde ich ihm diese Position auch bei der Wahl wünschen.
Claudia Zimmermann (SPD)
Tochter von Michael Zimmermann. Das hört man immer als erstes, wenn es um Claudia Zimmermann geht. Dabei hat sie natürlich weit mehr zu bieten. Interessanterweise preisen selbst ihre Parteifreunde sie mit diesem Attribut an. Auch als “schönstes Produkt der Chamer SPD” wurde sie schon betitelt. Warum nur reduzieren die Genossen ihre Kandidatin auf die Abstammung und das Aussehen? Wollen sie schon von vorherein einen Wahlsieg verhindern? Ist die Angst der SPD Männer vor einem Erfolg einer Frau wirklich so groß? Vielleicht ist es aber auch nur die konservative Lokalpresse, die diesen Aspekt des Wahlkampfes hervorhebt.
Zimmermann hat eine moderne Vita, eine die sie mit immer mehr Frauen teilt. Sie steht mitten im Leben, sie weiß um die Probleme, mit denen Familien zu kämpfen haben, wenn es um die Frage geht, wie man Berufsleben und Kindererziehung unter einen Hut bringt. Gerade die Lokalpolitik muss die Lebenserfahrung dieser Menschen verbessern, denn sie bilden letztendlich das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie hat auch erkannt, dass es nicht sinnvoll ist lokale Rivalitäten über die Bedürfnisse der Bürger zu stellen. Nicht die Frage des Standortes ist entscheidend, sondern ob eine Lösung möglichst allen dienlich ist. Gerade in einem Flächenlandkreis wie Cham, ist es wichtig, für alle Bürger die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Dezentrale Schulen und Krankenhäuser sind einfach nur eine Utopie, weil sie nicht finanzierbar sind, dennoch muss z.B. die gesundheitliche Versorgung auch in den entlegensten Winkeln des Landkreises sicher gestellt werden.
Ich traue ihr das zu, weil ich weiß, dass Pragmatismus und Organisationstalent wichtigste Eigenschaften sind, über die gerade berufstätige Mütter verfügen. Daher wird meine Wahlentscheidung voraussichtlich auf Claudia Zimmermann fallen.
Sepp Riederer (ÖDP)
Ich habe keine Ahnung wer dieser Mann ist. In einem Interview von TVA sagt er, er trete an, um die ÖDP bekannter zu machen. Mit dem selben Argument hätte auch ich antreten können, um die Piraten bekannter zu machen. Aber ist es das was wir im Landkreis Cham brauchen? Nein.
Fazit
Warum eigentlich die Überschrift Independence Day? Der 4. Juli wird in den USA als der Unabhängigkeitstag gefeiert. Und da ich der Ansicht bin, dass wir Chamer dieses Mal die Chance haben, uns von der CSU Vorherrschaft zu befreien, erschien mir dieser Bezug gar nicht so abwegig. Ich möchte nicht länger, dass die Geschicke unseres Landkreises von einer Partei bestimmt werden, die es mit Grundgesetz, Verfassung und Freiheit nicht all zu ernst nimmt.
Daher zum Abschluss noch meine ganz persönliche Rangliste der Kandidaten:
- Claudia Zimmermann
- Gerhard Reisinger
- Max Schmaderer
- Sepp Riederer
- Franz Löffler
Linux – Vielfalt und Freiheit
Linux everywhere? Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man sich die aktuelle Nachrichtenlage näher betrachtet. Zur Zeit erscheint es mir, als würden sich die Nachrichten mit Linux-Schwerpunkt geradezu überschlagen. Im Börsenteil der FTD lese ich heute, dass am gestrigen Handelstag der Aktienkurs von Texas Instruments davon profitiert hat, weil sich dieses Unternehmen für das freie Betriebssystem engagiert. Linux ist damit ein weiteres man ein positiver Faktor für den Börsenwert eines Unternehmens geworden.
Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Varianten von Linux und so viele Beteiligte, die sich aus den unterschiedlichsten Beweggründen für Linux engagieren, dass ich mal versuchen will, ein bisschen Licht in dieses Dickicht zu bringen.
Die Varianten
Server und Desktop
Fangen wir mit den klassischen Server- und Desktopbetriebssystemen an. Lange Zeit waren hier vor allem Redhat Linux und Novell SUSE führend, bis sie dann in den letzten Jahren von Ubuntu überflügelt wurden. Sowohl Redhat als auch Novell verfolgen den Ansatz, ein Betriebssystem für den Unternehmenseinsatz anzubieten, das auf einer Community-Variante basiert. Bei Redhat ist dies fedora, bei Novell ist es openSUSE. Gerade in Deutschland genießt SuSE ein hohes Ansehen und darf mit Recht als einer der größten Förderer des freien Betriebssystems bezeichnet werden. Und bei Redhat erinnern wir uns noch sehr genau, wie deren Börsengang die Phantasie der Anleger beflügelt hat.
Das auf Debian basierende Ubuntu konnte seit seinem ersten Erscheinen große Erfolge feiern. Seit einigen Jahren befindet sich die Distribution auf distrowatch auf dem ersten Platz. Canonical, das Unternehmen hinter Ubuntu, hat einen großen Beitrag zur Verbreitung von Linux auf dem Desktop gespielt. Die Gründe für den Erfolg von Ubuntu sind vielfältig, zum einen ist es die klare Fokussierung auf das Wesentliche, zum anderen der verlässliche Releasezyklus.
Netbooks und Tablets
Als vor wenigen Jahren die ersten Netbooks auf dem Markt erschienen, waren diese überwiegend mit Linux bestückt. Dies hatte hauptsächlich Kostengründe, da Netbooks vor allem billig sein sollten. Als ein Pionier auf diesem Gebiet muss Asus mit seiner eee-PC Reihe gelten. Damals wurden diese Geräte mit Xandros Linux ausgeliefert. Acer, mit seinen Aspire One Geräten setzte auf Linpus. Beides, sowohl Xandros als auch Linpus, sind spezielle Linux Distributionen, deren Fokus auf Branding für den OEM liegt.
Dass diese Geräteklasse so erfolgreich werden würde, hatte damals wohl niemand erwartet, am wenigsten vermutlich Microsoft, die damals gerade ihr neues Betriebssystem Windows Vista vermarkten wollten. Vista war jedoch für die kleinen Mobilrechner vollkommen ungeeignet, da das Betriebssystem zu ressourcenhungrig war. Vom Erfolg der Netbooks überrascht, sah sich Microsoft sogar dazu gezwungen ihr veraltetes Betriebssystem Windows XP für Netbooks zu reaktivieren. Mit diesem Schachzug gelang es Microsoft dann letztlich auch wieder, den Marktanteil von Windows auf dieser neuen Geräteklasse wieder zu stablisieren.
In der Folge sprangen alle namhaften PC-Hersteller auf den Netbook-Zug auf und brachten Geräte heraus. Heute wird auf neuen Netbooks überwiegend Windows 7 vorinstalliert. Aber dennoch scheint der Kampf der Betriebssysteme für Netbooks noch nicht entschieden zu sein. Der weiterhin anhaltende Kostendruck lässt die Hersteller über Alternativen nachdenken.
Die Angebote aus dem Linuxlager sind auch sehr vielversprechend. Im folgenden will ich kurz die verschiedenen Netbook-Varianten vorstellen.
Ubuntu Netbook Remix
Canonical hat erkannt, dass man nicht einfach ein Desktop-Betriebssystem auf einem Netbook installieren sollte. Netbooks zeichnen sich vor allem durch einen kleinen Bildschirm, wenig Hauptspeicher und geringem Plattenplatz aus (meist SSD). Daher ist es angebracht eine optimierte Oberfläche für die Netbooks zu verwenden. Mit Ubuntu Netbook Remix ist dies sehr gut gelungen. Bis zum heutigen Tag dürfte UNR die beste Variante für Netbooks sein.
Android

Eigentlich ein Betriebssystem für Mobiltelefone, würde sich Android, das von der Open Handset Alliance entwickelt wird, durchaus auch für Netbooks eignen. Bislang gibt es aber noch keinen namhaften Hersteller, der dies ernsthaft versucht hätte. Für die “Schwester-Geräteklasse” der Tablet-Computer dürfte sich jedoch das für Touchscreens optimierte Android als ideal erweisen. Auf der Computex wurden auch bereits etliche Android basierende Tablets gezeigt. Lenovo hat nun angekündigt auf die Weiterentwicklung ihres eigenen Betriebssystems SkylightOS, das ebenfalls auf Linux basiert, zu verzichten, und stattdessen Android zu verwenden.
MeeGo
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Der Marktführer bei Computer-Chips, Intel, und der Marktführer bei Mobiltelefonen, Nokia, haben sich zusammengeschlossen, um unter dem Dach der Linux-Foundation die Linux-Variante MeeGo zu entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Kombination von Intels Moblin und Nokias Maemo. Moblin zeichnete sich – ähnlich wie Ubuntu Netbook Remix – dadurch aus, dass es auf die Anforderungen von Netbooks optimiert wurde. Die Oberfläche ist eine Schaltzentrale für einen Social-Desktop und vereint verschiedene Web-Services. Maemo wiederum ist auf Smartphones spezialisiert und steuert zum MeeGo Projekt hauptsächlich die Qt-Bibliothek bei. Bereits jetzt zeichnet sich eine breite Unterstützung für das MeeGo-Projekt ab. Sowohl Acer als auch Asus haben bereits Netbooks mit MeeGo für Ende dieses Jahres angekündigt. Desweiteren hat Novell angekündigt, eine SuSE MeeGo Distribution anzubieten.
WebOS
Von einem der Pioniere für mobile Geräte, Palm, stammt WebOS. Nach der Übernahme von Palm gehört WebOS nun zu Hewlett Packard. Laut HP war einer der Hauptgründe, Palm zu übernehmen, gerade ihr innovatives Betriebssystem für mobile Geräte. Kurz nach der Übernahme hat HP auch angekündigt, das von Steve Balmer auf der CES vorgestellte Tablet Slate, statt mit Windows 7 mit WebOS auszustatten. Es ist auch davon auszugehen, dass das Engagement von HP im Markt für Mobiltelefone zunehmen wird. Wie erfolgreich HP mit WebOS sein wird, wird sich zeigen. Es dürfte jedoch recht schwierig werden, da HP – im Gegensatz zur Konkurrenz von Android und MeeGo – keine Allierten hat und WebOS keine Open Source ist (nur der Linux-Kernel ist GPL).
ChromeOS
Vor gut einem Jahr hat Google angekündigt ein Betriebssystem für Netbooks entwickeln zu wollen, das in der zweiten Jahreshälfte 2010 veröffentlicht werden soll. Ziel des Google Betriebssystems ist die optimale Unterstützung von Web-Anwendungen. Bei ChromeOS handelt es sich im Kern um den Browser Chrome und dem Kernel Linux. Der Trend zu Cloud-Computing und Web-Anwendungen soll mit ChromeOS weiter unterstützt werden. Wie sich ChromeOS im Vergleich zu Android, das ja ebenfalls maßgeblich von Google entwickelt wird, behaupten können wird, muss die Zukunft zeigen.
Die Beteiligten
In den letzten Jahren hat die Linux-Community viel Zulauf von Firmen bekommen. Zunächst sind da die reinen Linux-Unternehmen zu nennen: Redhat, Novell, Canonical und andere, die mit Dienstleistungen rund um das freie Betriebssystem ihr Geld verdienen.
Vermehrt wenden sich jedoch auch reine Hardwarehersteller Linux zu. Vor allem Intel engagiert sich sehr stark für den Kernel. Aber auch Nokia, IBM, Hewlett Packard, Dell, Lenovo, ARM, AMD und weitere haben ein enormes Interesse daran, dass Linux blüht und gedeiht. Erst gestern wurde mit Linaro ein neues Konsortium von Chipherstellern gegründet, das die Entwicklung von Software mit ARM-Prozessoren beschleunigen soll.
Aber nicht nur Hardware-Hersteller sind an der Entwicklung von Linux beteiligt oder an ihr interessiert. Eine schöne Übersicht der namhaften Unternehmen, die die Linux-Foundation bilden, findet sich auf der Mitglieder Seite der Stiftung.
Die Motivation
Die Gründe für ein Linux-Engagement und die Auswahl von linuxbasierten Systemen sind sehr vielfältig. Aber für mich erscheint es klar, dass der größte Vorteil von Linux in der schnellen, kooperativen Entwicklung liegt. Moderne Computersysteme werden immer komplexer und nur durch eine gemeinsame Entwicklungsanstrengungen können die Anforderungen kostengünstig gemeistert werden. Die Zeiten, in denen kommerzielle Betriebssysteme noch erfolgreich sein konnten, scheinen sich dem Ende zu zu neigen. Für ein Unternehmen, sei es noch so groß, ist es schlicht nicht mehr möglich, die Vielfalt unterschiedlichster Geräte zu unterstützen.
Die Hersteller von Soft- und Hardware werden sich zunehmend durch Dienstleistungen und Anpassungen von der Konkurrenz differenzieren. Android ist hierfür ein sehr schönes Beispiel. Obwohl alle führenden Hersteller von Mobiltelefonen bereits Android Geräte im Angebot haben, unterscheiden sich die Funktionen der Geräte doch zum Teil erheblich. Aber allen ist gemein, dass Android Apps auf ihnen lauffähig sind. So profitiert jeder Hersteller von der Plattform, ohne jedoch eingeschränkt zu sein. Mit einem Betriebssystem eines Herstellers, sei es nun Google oder Microsoft, ist diese Vielfalt und Differenzierung nicht möglich.
Mit Windows Phone 7 zeigt Microsoft sehr deutlich, wie man in diesem Markt scheitern wird. Durch utopische Anforderungen und Einschränkungen, so wie Apple das auf dem iPhone vormacht, wird man als General Purpose OS Anbieter nicht weiterkommen, denn die Hersteller könnten sich nur noch über den Preis differenzieren. Und hier setzen die Hersteller bereits an: Sie sparen sich die Lizenzkosten für das Betriebssystem.
Wer fehlt?
Es fehlen eigentlich nur zwei Big Player: Microsoft und Apple. Wobei Apple sich im BSD Umfeld bedient, aber ansonsten kein all zu großes Open Source Engagement zeigt. Wenn diese beiden nicht erkennen, dass sie mit ihrer Politik den falschen Weg eingeschlagen haben, dann werden sie über kurz oder lang in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Noch mögen deren Sterne hell leuchten, aber es ist bereits zu erkennen, dass sie verglühen werden.
Folgen für die Anwender
Für die Anwender bedeutet dies alles Freiheit und Vielfalt. Auch auf dem Desktop dürfte sich das positiv bemerkbar machen. Nicht nur, dass es wahrscheinlicher wird, dass die Hardware-Hersteller Linux besser mit Treibern unterstützen, sondern auch, dass die Zahl an Linux-Anwendungen steigen wird.
Eines jedenfalls scheint mir sicher: Der Linux-Siegeszug ist nicht mehr aufzuhalten!
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