Veranstaltung “Jugend und Politik” in Ochsenhausen
(Lisa Rudolf) Am Montag, den 07.05.12 fand die Veranstaltung “Jugend und Politik” im Gymnasium in Ochsenhausen statt. Veranstalter war der Ring politischer Jugend. Neben den Piraten waren auch noch die jungen Liberalen, die SPD, die jungen Grünen und die Linken vertreten.
Bei der Veranstaltung ging es darum, dass ein junger Vertreter der Partei zunächst eine 15-minütige Präsentation über die Jugendorganisationen der Partei, seine persönlichen politischen Erfahrungen und Projekte hielt. Das mit dem “jungen Vertreter” nahmen aber einige Parteien nicht ganz so genau.
Im Anschluss startete eine Diskusions- bzw. Fragerunde, bei der die rund 400 Schüler und Schülerinnen die Gelegenheit hatten, Fragen an die Parteivertreter zu stellen. Bei der Gelegenheit kam es natürlich auch zu Diskusionen zwischen dein Parteivertretern. Lieblingsthemen der Jugendlichen waren Gesamtschulen und erneuerbare Energien.
Nach der Veranstaltung wollten einige wissen, wo der nächste Piratenstammtisch stattfindet und wie man am besten Kontakt zu den Piraten aufnehmen kann.
Open Ulm und wie eine Stadt geöffnet wird
(David Dorst) Die ersten 3 Sessions auf dem OCC Ulm sind nun vorbei. Besucht habe ich bisher einen Vortrag über “Linked Open Data und SPARQL”, einen Vortrag über die “T-City” Friedrichshafen und die Session zu Freifunk (in Ulm). Während die ersten beiden Sessions Top-Down Sessions waren, in denen die Themen jeweils vorgestellt wurden, einmal wie man auf offene Daten zugreifen kann, ein sehr technischer Vortrag und ein paar Grundlagen über die Verwendung von SPARQL einer Abfragesprache um genau dies zu gewährleisten, und der Vorstellung von Projekten die offene Daten nutzen um einen gesellschaftlichen Mehrwert zu bilden war die dritte Runde eine recht kompakte Vorstellung des Konzeptes Freifunk und eine relativ offene Diskussion. Es ging dabei am Rande um das “wie, wo und wer” ebenso wie um die rechtlichen Konsequenzen die “Freifunker” erwarten können und wie sich diese behandeln lassen.
Linked Open Data
Prof. Birte Glimm stellt das RFD Format vor und erläutert die Vorteile eines offenen Formates zur Kommunikation der Daten. Im Anschluss werden oberflächlich das HTTP Protokoll und die relevanten Anfrage- und Antwortnachrichten behandelt und wie die Kommunikation zwischen einem Clienten und dem Server stattfindet. Daran angeschloßen findet noch eine kurze Vorstellung der Query-Sprache SPARQL mit Beispielen statt, nicht viel neues wenn man SQL kennt und sich bereits mit Webservern beschäftigt hat, aber doch interessant zu hören.
T-City FN
Prof. Dr. Jörn von Lucke (@wi00194) stellt in seinem Vortrag mit vielen Bildern (das war ihm wichtig, also ist es wichtig
) praktische Verwendungen von offenen Daten vor. Die Anwendungen an sich sind breit gestreut und von überall, sei es die Offenlegung der Haushaltsplanung, Demoprojekte zum Nahverkehr oder die Auswertung einer offenen Kriminalitätsstatistik über amerikanische Städte.
Freifunk
Das Konzept “Freifunk” wird vorgestellt. Was ist dieses “Freifunk” eigentlich und wie sind die technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Auch weitere Technikprojekte kommen zur Sprache wie bspw. das “One laptop per child” Projekt (OLPC). “Freifunk” ist eine Netzwerkinfrastruktur von Nutzern für Nutzer. Ein paar Router werden gezeigt, und ein Konzept der Vernetzung besprochen. Wir diskutieren auch kurz über die soziale Komponente (auch die Freifunker müssen sich vernetzen) und rechtliche Probleme (wie sieht es mit dieser Störerhaftung aus, was ist da im Rollen und wie kann ich mich absichern). Dann ist die Zeit leider auch schon wieder vorbei und wir verlassen den Raum.
(Beitrag wird fortgesetzt von hoffentlich Viktor/Stefan & morgen)
Netze entern? Vernetzen!
Wir die Piraten Ulm/Alb-Donau-Kreis unterstützen die grundlegende Initiative der SpazZ Ulm in Ulm – und natürlich auch darüber hinaus – freie WLAN Strukturen zu schaffen. Wir sind der Meinung, dass der freie und möglichst unkomplizierte Zugang zu Netzen generell und dem Internet an sich notwendig ist, um dem Austausch von Wissen, kultureller Leistung und Information an sich Vorschub zu leisten.
In diesem Zusammenhang weisen wir nochmals auf das Open City Camp in Ulm hin, bei dem es um eine offene Stadt in jedweder Form gehen soll – auch um die rechtlichen, technischen und gesellschaftlichen Konsequenzen und Rahmenbedingungen eines freien, bürgerunterstützten WLAN-Netzes in und um Ulm. Die Initiative liegt hier bei den Freifunkern, die sich im voraus bereits getroffen haben um das Konzept Freifunk und freies WLAN von technischer Seite voranzutreiben.
Termine bleiben am 12.05.2012 von 09:00 bis 17:00 Uhr und am 13.05.2012 von 09:00 bis 16:00 Uhr
Gegen Rechts – Leben statt Reden!
Die Piratenpartei Ulm/Alb-Donau-Kreis hat am 24.04.2012 im Umlauf beschlossen, die Unvereinbarkeitserklärung der Pirantifa aus folgenden Gründen nicht zu unterschreiben:
Wir sind der Meinung, dass die Präambel des Parteiprogramms bereits ein klares Bekenntnis zu weltoffener Politik ist und nationalistische Strömungen in vollem Umfang ausschließt. Außerdem beinhaltet das Parteiprogramm unter “Gemeinsam gegen Rassismus” und “Engagement gegen Rechtsextremismus” zwei Punkte die sich ausschließlich und ausführlich mit dem Standpunkt der Piraten gegenüber Rechtsextremismus bzw. rechten Strömungen befassen.
Wir wollen nicht, weil andere Parteien uns den schwarzen Peter in die Hand drücken, mit dem in der Politik üblichen Aktionismus reagieren und eine Erklärung unterschreiben, nur um überhaupt etwas zu unterschreiben. Antifaschistisches Engagement sollte kein Selbstzweck sein, den man sich zur Zierde ans Revers heftet, sondern das gezielte Agieren gegen rechte Tendenzen, Information der Öffentlichkeit und das Vorleben demokratischer Prozesse und Verhaltensmuster.
Wir sehen uns als Bewegung, in der jeder, ungeachtet seines Geschlechtes, seiner sexuellen Identität, seiner Hautfarbe, seiner Religion oder anderer persönlicher Merkmale, aktiv werden und mit uns gemeinsam Politik gestalten kann. Das wollen wir so vorleben, das leben wir so vor und dies ist nichts wofür wir uns entschuldigen müssten.
In diesem Zusammenhang wollen wir nochmals auf die Demonstrationen zum 1. Mai des DGB und des Bündnisses Ulm gegen Rechts hinweisen und zur Teilnahme aufrufen.
Themenabend am Stammtisch der Ulmer Piraten
Am letzten Ulmer Stammtisch (Montag, den 16.04.12) hatten wir Besuch von Herrn Professor Fangerau um einen Beitrag zum Thema “Diskurs und political correctness” zu hören und anschließend darüber zu diskutieren.
Herr Prof. Heiner Fangerau ist seit Dezember 2008 Direktor des Institutes für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Uni Ulm. Der gebürtige Bremer war zuvor schon in Düsseldorf, Göttingen, Bonn und anderen Städten tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich Geschichte der Rassenhygiene/Eugenik, Geschichte und Ethik der Psychiatrie und Klassifikation und Evolution in der medizinischen Diagnostik.
Zu Beginn erläuterte Herr Prof. Fangerau die Definition eines “Diskurses” und die geschichtlichen Hintergründe und Zusammenhänge. Er ging dabei unter anderem auf die vielfältig vorhandenen Körper-Metaphern in der politischen Sprache ein (“Terrorzelle”, “Volkskörper”, “Staatsoberhaupt”). Außerdem erklärte er uns die Diskurs-Theorie Foucaults im Detail.
Später ging er auf das Thema “political correctness” ein, das für uns Piraten, gerade aufgrund der aktuellen Presse, ein wichtiger Bestandteil unserer politischen Arbeit sein muss. Wir hatten hierbei die Gelegenheit, lange mit Prof. Fangerau über die Bedeutung von “political correctness” zu diskutieren und verschiedene Aspekte dieses Themas zu hinterfragen. Gerade die politische Transparenz – als ebenfalls wichtigem Bestandteil von “political correctness” – wird, laut Prof. Fangerau, oft von Politikern vorgetäuscht, weshalb es umso wichtiger ist, dass wir als Piraten dieses – unseres! – Thema ernst nehmen.
Anwesend waren an diesem Abend, neben Prof. Fangerau, mehr als 30 Piraten und interessierte Gäste im Ulmer Ratskeller.
Weiterhin besuchten am Freitag, den 20.04.12, drei Piraten des Kreisverbandes die Politik-AG des Albert-Einstein-Gymnasiums in Ulm-Wiblingen, nachdem wir hierzu von dem betreuenden Lehrer eingeladen worden waren.
Anwesend waren ca. 20 Schüler, die die Chance für Fragen nutzten. Dabei konnten wir mit den Schülern sowohl über das Parteiprogramm, als auch über regionale Aktionen sprechen und Infomaterial sowie unsere Kontaktdaten für weitere Fragen hinterlassen.
Von besonderem Interesse waren hierbei für die Schüler vor allem die partei-interne Demokratie durch LiquidFeedback und das nicht-vorhande Delegiertensystem, sowie die Piratenposition zu Urheberrecht und Patenten.
Zwei weitere Veranstaltungshinweise
Morgen, am Donnerstag, den 19. April 2012 um 20 Uhr findet im Einsteinhaus im Unteren Saal eine Veranstaltung unter dem Titel “Der Mutbürger” statt. Die Gebühr beträgt 5,00 Eur.
Weitere Informationen sind hier zu finden: http://engagiert-in-ulm.de/aktuelle-meldung/article/die-mutbuerger/
Außerdem findet am Mittwoch, den 2. Mai 2012 um 20 Uhr im Einsteinhaus im Club Orange ein Vortrag von Prof. Dr. Thomas Leif unter dem Titel “Mythos politische Beteiligung – Über das Phantom ‘Bürgergesellschaft’” statt. Auch hier beträgt die Gebühr 5,00 Eur.
Weitere Informationen sind hier zu finden: http://engagiert-in-ulm.de/aktuelle-meldung/article/mythos-politische-beteiligung-phantom-buergergesellschaft/
Dazu möchte ich ganz generell auf die Veranstaltungen des Vereins “engagiert in Ulm e.V.” Hinweisen
Themenabend am Stammtisch: Inklusion
Entgegen meiner Lauen “ich weiß grad nicht so genau was, aber am nächsten Montag findet irgendwas mit Frauen statt” Einladung beim letzten Stammtisch weise ich hier auf den Themenabend “Inklusion” hin. @_stk hat netterweise Prof. Dr. Fangerau von der Uni Ulm eingeladen uns am Montag, den 16.04.2012 um 19:30 im Ratskeller eine Vorstellung zum Thema “Inklusion” in den Themenabend einzubringen.
Worum geht es?
Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen.Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. Ein Beispiel für Barrierefreiheit ist, jedes Gebäude rollstuhlgerecht zu gestalten. Aber auch Barrieren im übertragenen Sinn können abgebaut werden, beispielsweise indem ein sehbehinderter Mensch als Telefonist oder als Sänger arbeitet.
Kommst du nicht zum Stammtisch, kommt der Stammtisch eben zu dir
Vorletzten Samstag (31.03.2012) fanden sich zahlreiche Piraten in Blaustein (Lixpark-Gaststätte) zum ersten Wanderstammtisch der Piraten Ulm/Alb-Donau-Kreis zusammen.
Ziel dieses Stammtisches ist, Piraten, Sympathisanten und Politikinteressierten die Möglichkeit zu geben, uns Piraten näher kennenzulernen und das einzigartige Stammtisch-Feeling mitzuerleben.
Außerdem haben wir die Hoffnung, dass dieser Stammtisch als Anreiz genommen wird, auch außerhalb der Einzugsgebiete der etablierten Stammtische eigene Piratentreffs oder Stammtische ins Leben zu rufen.
Durch die Anwesenheit des kompletten Vorstandes, des gerade erst neugegründeten Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau-Kreis, waren auch zahlreiche weitere Piraten anwesend, hierdurch hatten die Besucher Gelegenheit mit uns zu diskutieren und Fragen zu stellen.
Nicht einmal ein BzV/ LV Vorstand aus Burlandingen hat den Weg von 85km gescheut, nur um dieses Spektakel zu sehen.
Insgesamt waren 15 Erwachsene und 3 Nachwuchspiraten am Start. Zu guter letzt bekamen wir noch Besuch von Gisela Glück-Gross und Erhard Gross, Vertreter der Initiative Grundeinkommen Ulm (IGU), welche seit 1996 an einem BGE-Konzept arbeiten und uns ihr Modell vorgestellt haben.
Die Piratenpartei hat sich mit Beschluss des BPT 2011.2 (PA 284) für die Prüfung und Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ausgesprochen.
Der nächste Wanderstammtisch ist bereits in Planung. Dies kann über die Mailinglisten oder die Wikiseite verfolgt werden. Kontaktieren könnt ihr uns übrigens über wanderstammtisch@piratenpartei-ulm.de .
3 Aufrufe für Ulm
Für Kinderbetreuung ist gesorgt.
Außerdem findet um 09:00 Uhr im Ulmer Münster eine Andacht der Katholischen Betriebsseelsorge statt.
„Open Data“, „Open Government“: Daten werden neuerdings ständig irgendwie „offen“, und „Open“ wird quasi zum Modewort für ganze Städte — aber was heißt es eigentlich, wenn aus Ulm ein „Open Ulm“ wird? Welche praktischen Möglichkeiten erschließen sich, wer ist alles beteiligt? Und vor allem, was lässt sich letztlich daraus machen?
Wir wollen am 12./13. Mai beim ersten OpenCityCamp an der Universität Ulm gemeinsam Antworten finden: Wie sehen die Rahmenbedingungen für eine offene Stadt aus, welche Daten gibt es bei kommunaler Verwaltung und Betrieben, und welche davon sind tatsächlich interessant?
Erfolgreiche Fusion
Nach dem Experiment der Fusion der Kreisverbände Reutlingen und Tübingen, das äußerst erfolgreich verlaufen ist, haben sich mit Wirkung von heute im Bereich des Bezirksverbandes Tübingen die Kreisverbände Ravensburg-Bodenseekreis, Reutlingen-Tübingen und Ulm/Alb-Donau-Kreis zum Kreisverband Tübingen-Ulm-Ravensburg-Bodenseekreis-Alb-Donau-Kreis-Reutlingen (KV TURBAR) zusammengeschlossen.
Mit dieser Fusion und einem gleichzeitigen Stellenabbau versprechen sich die Piraten weitreichende Synergie-Effekte.
Der neue Vorstand besteht aus Jasenka Juresa (1. Vorsitzende), Roman Göpfert (1. Vorsitzender) und Anja Dorst (1. Eichhörnchen). Für die freiwerdenden Vorstandsmitglieder soll es innerparteilich eine Anschlußverwendung geben.
“Damit haben wir einen schlagkräftigen Kreisverband gegründet, der hoffentlich bald einen Bezirksverband überflüssig macht. Flache Hierarchien und so”, freute sich der Bezirksvorsitzende Jochen Schmidberger. “Der nächste Schritt wird die Gründung der Kreisverbände Biberach, Sigmaringen und Zollernalbkreis und deren Verschmelzung mit dem KV TURBAR sein.”
Auch der Schatzmeister des Bezirksverbandes Tübingen und des Landesverbandes Baden-Württemberg, Christoph Schönfeld, äußert sich positiv: “Natürlich werde ich mich auch um die Finanzen des neuen KV kümmern. Und wenn ich dann noch Bundes-Schatzi bin, kann ich mich endlich nach Brüssel absetzen.”
Der Vorstand des Bezirksverbandes Tübingen wünscht dem neuen Kreisverband Tübingen-Ulm-Ravensburg-Bodenseekreis-Alb-Donau-Kreis-Reutlingen jedenfalls immer eine Handbreit Kiel unter dem Wasser!
Ein Aufruf gegen ACTA!
Der Februar stand ganz im Zeichen von ACTA.Weltweit sind viele, viele Menschen auf die Straßen gegangen um gegen dieses völlig intransparent ausbaldoverte Geheimabkommen der Verwertungsindustrie zu demonstrieren. Aber was ist ACTA? So genau wusste das lange Zeit niemand, da dieses Abkommen absolut im Verborgenen ausgehandelt wurde.
Hinter ACTA verbirgt sich der sperrige Begriff Anti-Counterfeiting Trade Agreement zu Deutsch etwas Anti-Piraterie-Handelsabkommen, was nicht weniger sperrig ist. Im groben kann man sagen, dass die Verwertungsindustrie, wie Plattenfirmen und Filmstudios, damit ihre Rechte sichern und durchsetzen wollen, also auf das Urheberrecht abzielt. Im ersten Moment könnte man denken, ist ja legitim. Aber nur solange bis man sich klar darüber wird, mit welchen Methoden diese Rechte durchgesetzt werden sollen. Die Methoden beschreibt ein Video besser als ich es in Worte fassen könnte:
Ja, ich weiß, ich habe dieses Video schon mal gepostet. Aber es ist wichtig und kann nicht oft genug gezeigt werden.
ACTA soll also durch Einführung von staatlichen Überwachungsmaßnahmen sicherstellen, dass Firmen ihre Pfründe nicht unberechtigt davon schwimmen sehen müssen. Wäre es nicht viel sinnvoller das Urheberrecht nicht sinnvoll neu zu gestalten? So, dass die Musiker/Filmemacher/Autoren/$CONTENTERSTELLER und die Verwertungsgesellschaften Geld verdienen und nicht, dass sich die Musiker/Filmemacher/Autoren/$CONTENTERSTELLER ausgenutzt und verarscht vorkommen und die Taschen der Verwertungsgesellschaften immer voller werden. Alle Beteiligten sollten an der Wertschöpfung gleichberechtigt beteiligt sein.
Interessant auch, dass die EU ein Gutachten des eigenen Handelsausschusses unter Verschluss hält, weil dieses die Ratifizierung des ACTA Abkommens im EU Parlament beeinträchtigen könnte.
Auch eine nette Anekdote liefert der Zwist zwischen Youtube und der GEMA. Sony hat sich beklagt, dass sie Millionenverluste hätten durch die Sperrung von Videos durch die GEMA auf Youtube. Allein dieser Satz zeigt das ganze Dilemma. Die GEMA soll Sonys Rechte vertreten und kollidiert jetzt mit ihren eigenen Kunden, weil diese langsam auf den Trichter kommen, dass sie ihre Geschäftsmodelle ändern/anpassen müssen um weiter Geld zu verdienen.
Es ist also etwas faul im Staate Dänemark.
Aber dagegen kann man aufstehen. So wie bei den Demonstrationen gegen ACTA in den vergangenen Wochen (auch in Ulm!). Oder, und darauf will ich eigentlich hinaus, Ihr zeichnet die Onlinepetition beim Bundestag gegen die Unterzeichnung von ACTA:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=22697
Mach mit! Verteile den Link zur Onlinepetition! Es ist wichtig!
Tätigkeitsbericht meiner Amtszeit als stellv. Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg #lptbw121
Aufgaben nach Geschäftsordnung des Landesvorstandes:
Der Stellvertretende Vorsitzende lädt zu Vorstands- und Piratentreffen ein. Der stellvertretende Vorsitzende unterstützt den Vorsitzenden in gleichberechtigter Weise bei seinen Aufgaben und vertritt diesen.
Was habe ich wirklich getan?
Meinen Pflichten als stellvertretender Vorsitzender bin ich nach Geschäftsordnung nachgekommen. Ich habe zu allen Vorstandssitzungen eingeladen. Gleichzeitig habe ich i.d.R. die Vorstandssitzungen vorbereitet und jeweils deren Tagesordnung erstellt. Aber ich habe auch viele Aufgaben im Hintergrund erledigt. Ich habe nahezu täglich dafür gesorgt, dass Anfragen an den Vorstand mit einer ersten Antwort versehen wurden, und/oder habe diese an die jeweilige Gliederung im Landesverband weitergegeben. Parallel dazu habe ich seit Juli 2011 die Landes-IT BW aufgebaut und betreue diese nach wie vor. Wir haben jetzt ein Ticketsystem auf eigener Hardware am laufen und können ausserdem folgende Dienste unseren Untergliederungen anbieten:
- Webspace (inkl. MySQL DB, FTP, Cronjob, 5 GB Quota)
- E-Mailserver inkl. Webmail Zugang
- Landeseigene Limesurvey Instanz für Umfragen
- Newslettersystem zum Versand von Massenmails
Während des größten Hypes direkt nach der Berlinwahl habe ich unseren Onlinemitgliedsantrag (https://helpdesk.piratenpartei-bw.de/mitgliedsantrag/) entworfen und nach Beschluss online genommen, welcher uns fortan automatisch bei der Verteilung der Onlinemitgliedsanträge an die jeweils zuständigen Gliederungen sehr viel Arbeit abgenommen hat. Er ist sicher in der technischen Umsetzung nicht perfekt, aber doch spart er Zeit. Auch gibt es die Möglichkeit online seinen Umzug bekannt zu geben (https://helpdesk.piratenpartei-bw.de/adressanderung/). Gerade nach der Berlinwahl wurden wir wahrlich überschüttet mit Anfragen an den Vorstand. Wo findet das nächste Piratentreffen in meiner Nähe statt? Was sind die Piraten überhaupt, was wollen sie? Viele Angebote zur Mitarbeit gab es, sehr viele Angebote zeigten aber auch, dass hier versucht wurde über den Hype der Piratenpartei per Trittbrettmitfahrt die eigenen Interessen durchzusetzen (»An wen muss ich mich wenden, damit ich für die Bundestagswahl oben auf der Landesliste stehe?«). Sehr vielen, ich möchte fast behaupten, die meisten, haben Antwort von mir bekommen. Womit ich aber natürlich die Arbeit meiner Landesvorstandskollegen nicht schmälern möchte. Trotzdem dürfte es unumstritten sein, dass ich das Backoffice geschmissen habe.
Neben den Anfragen von Extern, habe ich immer auch ein offenes Ohr für die Piraten im Land gehabt und habe bei Problemen versucht zu helfen, wo ich konnte. Nicht immer ist mir das gelungen, was aber teilweise nicht unbedingt an mir lag. Manches habe ich aber ganz bestimmt auch durch eigenes Verschulden verpasst. An dieser Stelle also ein Sorry an alle, denen ich evtl. noch eine Antwort schuldig geblieben bin, oder die lange auf eine Antwort warten mussten.
Zum Ende der Amtszeit habe ich noch einen Großteil der Generalsekretärsarbeit übernommen. Nicht weil Gunther nicht mehr wollte, sondern weil der Verwaltung der Piraten die Arbeitsgrundlage entzogen wurde, durch das Projekt der Migration der Mitgliederverwaltung von CiviCRM auf ein SAGE System. Durch diese Umstellung hat uns, und besonders mich, die Vorbereitung des Landesparteitags in Heidenheim sehr viel Arbeit gekostet. Ohne unsere eigene Landes-IT wären wir hier mehr als aufgeschmissen gewesen und ich bin mir nicht sicher, ob wir den Parteitag wie geplant hätten durchführen können.
Zum Schluß habe ich mich noch bereit erklärt, soetwas wie eine “virtuelle Geschäftsstelle” zu betreiben. Der Landesvorstand hat letztes Jahr die Anschaffung eines Multifunktionsgerätes beschlossen. Seit kurzem wird der Postfachinhalt an mich weitergeleitet und über das Gerät erfasst und der entsprechenden Gliederung in elektronischer Form zur Verfügung gestellt und die Originale bei mir abgeheftet. Gerne bin ich bereit diese Funktion auf über das Ende meiner Amtszeit für den Landesverband Baden-Württemberg zu übernehmen. Gleiches gilt für die Landes-IT. Diese werde ich auch nach Ende meiner Amtszeit im Landesvorstand weiter betreuen. Wie lange noch, keine Ahnung. Ich werde mir Unterstützung suchen.
Kann sein, dass ich noch was ergänze, aber im Großen und Ganzen wars das wohl.
OTRS Einführung Teil 1-5
Wir haben jetzt seit gut einem halben Jahr auf unserem eigenen Server im Landesverband eine OTRS Instanz laufen. Aktuell nutzen fast alle Gliederungen des Landesverbandes Baden-Württemberg dieses System um ihre Anfragen zu bearbeiten. Somit sind wir schon mal einen großen Schritt weiter als vorher. OTRS ist aber für sich betrachtet ein Monster, weil falsch bedient wirft es einen mit E-Mails und Tickets zu, dass man schnell aufgeben könnte.
Aber es gibt ja mich. Ich glaube behaupten zu können, dass ich das System OTRS soweit durchstiegen habe, dass ich es erklären kann. Und genau das war bisher der Knackpunkt. Ohne Einführung und Erklärung sind manche etwas erschlagen und überfordert mit der Bedienung von OTRS. Daher werde ich versuchen mittels Screencasts unser OTRS zu erklären. Es werden immer 5 Minuten Häppchen sein, und die ersten 5 habe ich gestern Abend erstellt. Los gehts, viel Spaß beim gucken:
OTRS Einführung für die Vorstandspiraten im Landesverband Baden-Württemberg. Im ersten Teil beschreibe ich das Dashboard und das Benutzerprofil.
OTRS Einführung für die Vorstandspiraten im Landesverband Baden-Württemberg. Im zweiten Teil beschreibe ich Tickets und Queues allgemein.
OTRS Einführung für die Vorstandspiraten im Landesverband Baden-Württemberg. Im dritten Teil beschreibe ich erste Ticketdetails
OTRS Einführung für die Vorstandspiraten im Landesverband Baden-Württemberg. Im vierten Teil beschreibe ich Ticket Details und erste Schritte mit Tickets
OTRS Einführung für die Vorstandspiraten im Landesverband Baden-Württemberg. Im fünften Teil beschreibe ich Ticket Details und weitere Schritte mit Tickets (Antwort haben wir geschrieben, Notizen)
Hier gibt es die Filme zum Download:
Passwortabfragen im Piratenpad
Seit heute fragt mich das “Ulmer” Piratenpad immer nach einem Passwort, nachdem ich mich eingeloggt habe, so wie es das Piratenpad normalerweise tut, wenn man ein Pad mit einem Passwort schützt.
Zum besseren Verständnis habe ich mal ein kleines Video gemacht:
Vollbild geht gut, dann sieht man es auch besser.
Browsercache und Coockies habe ich schon gelöscht. Verhalten ist im Firefox und Chrome reproduzierbar. Vielleicht hat ja das Piratenpad Team eine Idee?
ACTA ist böse!
Schon mal von ACTA gehört? Nein? Dann wird er höchste Zeit. ACTA ist ein, wie Wikidepia so schön schreibt, multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene. Alles klar? Ich auch nicht, aber mit hat dieses Video dabei geholfen es besser zu verstehen:
http://stopp-acta.info/
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,811808,00.html
https://piratenpad.de/p/ACTA-Demo
Isch kandidiere! …nicht mehr
Am Montag habe ich über Twitter eine kleine Bombe platzen lassen:
Ich werde auf dem kommenden Landesparteitag der baden-württembergischen Piraten am 3.3. in Heidenheim nicht für eine weitere Amtszeit im Landesvorstand antreten.
Ob das nun eine Bombe ist? Vielleicht ist es etwas übertrieben. Aber doch habe ich einiges an Feedback von Euch erhalten, die mir zeigen, dass wohl doch einige meine Entscheidung bedauern. Obwohl ich sehr gerne weiter im Landesvorstand tätig wäre, habe ich mich dagegen entschieden und möchte Euch meine Beweggründe etwas näher erläutern.
Meine Entscheidung basiert im wesentlichen auf zwei Säulen, mit unterschiedlicher Gewichtung:
Der parteiinterne Umgang miteinander
In den vergangenen 2 Jahren habe ich nahezu meine komplette Freizeit und noch darüber hinaus in die Arbeit mit und für die Piraten gesteckt. Auch wenn mir von manchen vorgeworfen wird, dass ich nicht genügend Initiative, vorallem als stellvertretender Vorsitzender, gezeigt habe, bin ich mir sicher, dass meine Arbeit hinter den Kulissen den Landesverband/-vorstand doch voran gebracht hat, oder einen Stillstand verhindert hat.
Ich bin es leid, dass der Vorstand in den letzten Wochen und Monaten nur noch mit Dreck beworfen wird, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird und im Zweifel einfach umgedreht wird und dem Landesvorstand wieder vor die Füße geworfen wird oder hinter jedem Versuch wieder Ruhe in den LV zu bringen gleich ein Vorstandsbeschluss, Ordnungsmaßnahmen oder Gängelung von einzelnen vermutet wird. Das ist die Situation im Land. Aber auch auf Bundesebene wird seit einiger Zeit aus jeder Mücke ein Elefant babylonischen Ausmaßes gemacht. Aber das ist ein Grundsatzproblem, dass die Piraten schon lange verfolgt: Wir beschäftigen uns zu viel mit uns selbst, anstatt mit unseren Themen. Wenn unser Bundesvorsitzender zu einer Stellungsnahme aufgefordert wird, nur weil zwei Piraten heiraten wollen, kann ich mir nur noch an die Stirn fassen. Sehr deutlich sehe ich das leider auch aktuell an meinem Stammtisch in Ulm. Man will viel, wenn man aber fragt wer macht gucken alle betreten sonst wohin. Auf diesen Kindergarten insgesamt habe ich, zumal unter erwachsenen Leuten, schlicht keine Lust mehr. Es ist inzwischen ein zu großer Motivationskiller für mich geworden.
Meine berufliche Zukunft bzw. mein Privatleben
Dieser Punkt ist aber der wichtigere. Ich will beruflich weiter kommen. Ich muss und will mich weiterentwickeln, kann dies aber nicht, wenn ich neben meinem Brötchenjob noch einen weiteren Fulltimejob mache, der meine restliche Zeit auffrisst. Eine Reduzierung der Zeit die ich für ein Amt aufbringe funktioniert nicht bei mir. Wenn ich Arbeit sehe, dann mache ich das eben. Ich kann es nicht liegen lassen, ergo mache es ich, bevor es liegen bleibt.
Auch muss ich meinem privaten Glück wieder etwas auf die Sprünge helfen. Wie den meisten wahrscheinlich bekannt sein dürfte, bin ich verheiratet und habe auch Kinder. Und die Drei hatten in den letzten Monaten wenig bis gar nichts von mir, was zu gewissen Spannungen zwischen mir und meiner EBH führte. Und hier muss ich sagen, dass meine Familie dann der Partei doch vorgeht. Und so bin ich zu dem Entschluss gekommen, auf dem nächsten Landesparteitag nicht mehr für ein Amt im Landesvorstand zur Verfügung zu stehen.
Auch für den bald in den Startlöchern stehenden Kreisverband Alb-Donau/Ulm werde ich nicht für ein Vorstandsamt zur Verfügung stehen. Ich brauche jetzt erstmal etwas Abstand von Amt und Würden, was aber nicht bedeutet, dass ich für die Piraten verloren bin, obwohl mein Frustrationslevel zugegebener Maßen derzeit recht ausgereizt ist.
So wie es derzeit aussieht, werden wir am 3. März in Heidenheim einen komplett neuen Landesvorstand wählen. Daher möchte ich Euch Piraten in Nah und Fern eines mit auf den Weg geben:
Denkt daran, dass alle Vorstände in der Piratenpartei ihren Job ehrenamtlich machen und dafür ihre Freizeit opfern, ihre Familien aufs Spiel setzen und im Zweifel vielleicht sogar ihren Job. Wir haben riesige Aufgaben vor uns und müssen diese mit ehrenamtlicher Arbeit stemmen. Lasst uns zusammenhalten und miteinander das erreichte festigen und unser Schiff weiter vorantreiben. Lasst uns unseren (sehr) vielen neuen Mitgliedern den Spirit der Piratenpartei zeigen, und nicht nur die hässliche Fratze des Streits. Tragt die Ziele der Piraten in die Partei hinein, denn ich glaube, dass viele unseren neuen Mitglieder seit der Berlinwahl überhaupt nicht wissen, wofür wir stehen und standen. Und das wäre schade wenn es verloren ginge und die Partei ihre Einzigartigkeit verlieren würde.
Die Datei hat immer Recht, oder: Das Pelztier der Piraten
Ja, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Aber ich bin erst jetzt dazu gekommen dem #Eierstempel auf den Grund zu gehen. Hier nun also der Bericht der ZDF heute Show vom Bundesparteitag der Piratenpartei in Offenbach (3. und 4. Dezember 2011). Viel Spaß!
Ich habe gelacht, danke für diese köstliche Unterhaltung!
Ein Kreisverband der Piraten in Ulm und Alb-Donau?
Die “Mitgliederschwemme” seit der Abgeordnetenhauswahl Ende September in Berlin hat auch in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis für einen deutlichen Zuwachs an Mitgliedern gesorgt. Vorallem aber hat es für mehr aktive Mitglieder gesorgt. Der Stammtisch Ulm hat seit der Wahl i.d.R. doppelt soviele Besucher wie vor der Wahl. Saßen wir vor der Berlin-Wahl meist nur zu sechst oder zu acht zusammen, so sind wir jetzt meist deutlich mehr als 15 beim Stammtisch. Was mich in diesem Zusammenhang besonders freut, ist, dass zu jedem Stammtisch wieder neue Gesichter dazu kommen, und – das ist das eigentlich tolle – zu späteren Stammtischen auch mal wieder kommen.
Und nun kam, was eigentlich kommen musste: Der Ruf nach einem Kreisverband. Im Vorfeld der Landtagswahl hatten wir Ende 2010 schon einmal darüber nachgedacht, die Idee dann aber doch wieder recht schnell verworfen, weil es schlicht an den Aktiven gescheitert wäre. Damals waren wir meist nur zu sechst oder wenig mehr, und vier davon waren schon in anderen Vorständen der Partei gebunden. Es fehlte also schlicht an der personellen Unterstützung einen Kreisverband aus der Taufe zu heben. Dies sieht nun ganz anders aus, da sich in der Zwischenzeit das Verhältnis Vorstände Basis beim Stammtisch Ulm deutlich umgekehrt hat.
Interessant an dieser Diskussion finde ich im übrigen, dass vor allem unsere neuen Mitglieder das Thema deutlich vorantreiben, ohne vorher abzuwarten wie wir bisher gearbeitet haben. Ich möchte das auch gar nicht als Kritik an unseren Neuen verstanden wissen, ich hätte aber erstmal abgewartet wie die Piraten denn überhaupt funktionieren. Einen ersten Schritt dahin hatten wir ja mit unserem Workshop Piratentools, in welchem Marco aus Heidenheim einen Vortrag über die in der Partei genutzten Werkzeuge zur Zusammenarbeit vorgestellt hat. Vielen Dank an dieser Stelle an Marco. War super!
An 2 oder 3 Stammtischterminen haben wir viel und ausgiebig immer wieder über das Thema gesprochen. Schlussendlich haben wir beschlossen einen weiteren Stammtisch in Ulm ausschließlich dem Thema Kreisverband zu widmen und dazu alle Mitglieder aus Ulm und dem Alb-Donau-Kreis per E-Mail einzuladen. Gesagt getan. Zusätzlich habe ich noch Martin, seines Zeichens Vorsitzender des Kreisverbandes Stuttgart, nach Ulm eingeladen und so hatten wir am 12. Dezember einen sehr gut besuchten Stammtisch und haben abschließend über das Thema Kreisverband diskutiert. Martin hat uns an seinen Erfahrungen aus dem Kreisverband Stuttgart teilhaben lassen und insgesamt sind wir einen Schritt weiter gekommen. Ein Meinungsbild unter den anwesenden Piraten am Ende des Stammtischs fiel deutlich positiv zu einer Gründung eines Kreisverbandes aus. Als Gründungsdatum wurde mehr oder weniger ASAP vorgegeben, also irgendwas mit ab Mitte Februar 2012.
Das finde ich sportlich, weil wir uns damit einen ganzen Stall voll Arbeit ans Bein gebunden haben und bekanntlich Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür steht. Die Roadmap sieht jetzt folgenden Ablauf vor:
- Erstellung einer Umfrage und versandt an alle Mitglieder
- Auswertung der Umfrage zu den nächsten Stammtischterminen in KW 2 in Ulm und Ehingen
- Erarbeitung einer Satzung für den Kreisverband
- Vorbereiten der Gründungsversammlung (Veranstaltungsort suchen, Technik klarmachen, Geschäftsordnung erstellen, Einladung schreiben und Mitte Januar verschicken)
- Pressemeldung vor der Gründung schreiben und veröffentlichen
- Pressemitteilung nach der Gründung vorbereiten und veröffentlichen
- usw.
Zumindest die Umfrage haben wir in gemeinschaftlicher Arbeit soweit schon mal fertig, das bedeutet also, dass die Piraten aus Ulm und dem Alb-Donau-Kreis morgen eine E-Mail von mir mit der Einladung zur Umfrage in ihrem Postfach finden werden. Auf die Ergebnisse bin ich jetzt schon gespannt.
Jetzt heißt es also Butter bei die Fische für unsere enthusiastischen Kreisverbandgründer und die Ärmel hochgekrempelt. Ich bin gespannt, ob sie bei der anstehenden Arbeit genauso forsch ans Werk gehen, wie sie ihre Wünsche äußern
Ich helfe natürlich gern wo ich kann.
Alle Piraten aus Ulm und dem Alb-Donau-Kreis die mein Blog lesen sind natürlich herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Ein guter Einstiegspunkt ist sicherlich unser ToDo Pad.
Mal ein Lob für gute Informationspolitik in Erbach
Man soll ja nicht immer nur schimpfen. Und von dem schwäbischen Sprichwort “Ned gschimpfd isch gnuag globd!” halte ich eigentlich auch nicht sonderlich viel. Daher will ich die Erbacher Stadtverwaltung und deren Bürgerbüro einmal loben.
In den Erbacher Nachrichten (so heißt unser Amtsblättchen hier) Nr. 48 vom 1. Dezember 2011 informiert das Bürgerbüro über das Opt-Out Verfahren für die Weitergabe der persönlichen Daten aus den Melderegistern der Stadt. Die Stadt weist darauf hin, dass die Bürger dieser Weitergabe ihrer Daten widersprechen können. Die Meldeämter dürfen die Meldedaten der Bürger auf Nachfrage u.a. an folgende Institutionen herausgeben:
- Religionsgemeinschaften
- Parteien
- Presse (z.B. zur Veröffentlichung von Altersjubilaren)
- Adressbuchverlage
- Direktmarketingfirmen
Auch kann man der automatisierten Weitergabe, z.B. über das Internet, widersprechen.
Die Stadt Erbach bezieht sich in Ihrem Hinweis auf die Veröffentlichung von Altersjubilaren, Religionsgemeinschaften sowie auf die automatisierte Erteilung von Melderegisterauskünften und das Bundesamt für Wehrverwaltung und sagt auch, wie ein entsprechender Widerruf zu erfolgen hat.
Diese Informationspolitik finde ich gut, denn den wenigsten Bürgern ist bewusst, dass die Meldebehörden ohne großes Nachfragen die persönlichen Daten ihrer Bürger herausgeben. Oft verlangen die Ämter hierfür sogar noch Geld, verdienen also mit den persönlichen Daten der Bürger Geld. Und wer hat sich nicht schon mal gewundert, woher bestimmt Post mit Werbung auf einmal herkommt, oder warum man von Parteien vor Wahlen auf einmal Post bekommt, die eben keine Postwurfsendung ist. Der Abruf der Daten kann nämlich durchaus gesteuert werden, so können Parteien beispielsweise Adressen von Bürgern anfragen, die z.B. mindestens 60 Jahre alt sind und katholisch sind um dann Zielgruppen gerecht Werbung für die eigene Sache zu machen. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen.
Wer also der Weitergabe seiner persönlichen Daten widersprechen will, sollte der Meldebehörde seines Wohnortes einen Besuch abstatten. Sehr wahrscheinlich haben die Mitarbeiter hierfür bereits ein vorgefertigtes Formular. Ansonsten kann man gerne dieses Formular für den Widerspruch verwenden.
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