Her mit den Mäusen
Meine Plüschratten durften für eine Fundraisingkampagne Mäuse spielen.
Deutschland, die EU und das Fracking
Kürzlich wurde ich wieder auf das Thema „Fracking“ aufmerksam.
Den meisten dürfte „Fracking“ mittlerweile ein Begriff sein. Denjenigen, die noch nichts davon gehört haben, empfehle ich die Lektüre des dazugehörigen Wikipedia-Artikels (http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing).
Warum bin ich jetzt erneut auf das Thema aufmerksam geworden? Weil da ein alter Tri
[023] Protokoll des Treffens vom 22.05.2013
Sitzung des Konvents am 14.05.2013
Pressearbeit und wie sie nach hinten losgehen kann
Der Bundesparteitag in Neumarkt war für die meisten Piraten ein wirkliches Erlebnis - und für alle Medienvertreter und Pressebetreuer ein ausgesprochen anstrengender Marathon. Eigentlich wollten wir die SMV-Diskussion am Freitagabend ab 18:30 Uhr führen und am selben Abend noch abschließen. Bedauerlicherweise haben wir schon deutlich später damit angefangen und durch die Emotionen, die bei vielen Piraten an diesem Thema hängen, konnte sie auch bis Mitternacht nicht abgeschlossen werden.
Man könnte jetzt lang und breit diskutieren, ob es eine Fehlentscheidung war, die Diskussion auf das Ende der Tagesordnung am Samstag zu schieben. Ich denke, dass jede Entscheidung hier zu ähnlichen Ergebnissen geführt hätte, von daher ist das müßig. Von daher ist der positive Aspekt vom Samstag, dass wir viel Programm beschlossen haben, der negative Aspekt ist der, dass wir schon wieder nicht mit der SMV-Diskussion durchgekommen sind.
Und so wurde das Thema auf den Sonntag verschoben. Wer mit dem Wort "Redaktionsschluß" mehr verbindet als das schwammige Bewußtsein, dass das der Zeitpunkt ist, zu dem man vielleicht doch mal anfangen sollte, einen Newsletter zu schreiben, weiß, was das für die anwesenden Journalisten bedeutet hat, vor allem, weil absolut alles, was mit der SMV zu tun hatte, geheim abgestimmt wurde und so natürlich viel Zeit in Anspruch nahm.
So saßen am Pressetisch am Sonntag um 17:00 Uhr diverse recht verzweifelte Menschen, deren Redaktionen zu diesem Zeitpunkt schlossen und fragten, was sie denn nun berichten sollten. Die Presselotsen haben ihr möglichstes getan, um da Unterstützung zu geben, konnten aber auch nicht mehr machen als zu sagen, dass das Ergebnis der Abstimmung über die Entscheidungsordnung abgewartet werden muss. So, und damit jetzt ein Artikel rausging, musste der Stand berichtet werden, den es zu diesem Zeitpunkt gab: Keine SMV beschlossen.
Dass dann von der Piratenpartei eine vorhandene Pressemeldung zum Zeitpunkt des Abstimmungsergebnisses nicht verschickt wird, ja, dass der Versand sogar über die folgenden drei Tage hinweg nicht erfolgt, weil Uneinigkeit über die Freigabe der Meldung besteht - das ist den Pressevertretern am allerwenigsten anzulasten, Leute. Das ist unser Fail.
Genausowenig kann man den Pressevertretern verübeln, dass sie mit den Leuten sprechen, die sie kennen - und das sind nun einmal hauptsächlich diejenigen, die den Satzungsänderungsantrag 003 nicht als das Beste ansehen, was für SMV herauszuholen war, sondern schlicht der Ansicht sind, dieser Vorschlag sei vollkommen inakzeptabel. So kommt es dann, dass berichtet wird, wir hätten eben keine Online-Abstimmungen beschlossen.
Wenn wir selbst, die wir dort waren und den Beschluß gefaßt haben, so dumm sind, ein paar sehr lauten, aber in einer Minderheit befindlichen Leuten den gesamten Einfluß auf die Berichterstattung zu geben, sind wir ernsthaft selbst schuld. Dafür kann kein Pressevertreter etwas.
Es ist die Aufgabe der Presse, zu berichten, was IST. Es ist die Aufgabe der Piraten, die Presse über die korrekten Tatsachen zu informieren. Wenn wir das nicht tun, haben wir auch keine bessere Berichterstattung verdient.
Das nächste Mal sollten wir bitte:
- Dafür sorgen, dass wichtige Entscheidungen am Sonntag vor 17:00 Uhr gefallen sind
- Dafür sorgen, dass wichtige Entscheidungen sorgfältig kommuniziert werden
- Dafür sorgen, dass wichtige Entscheidungen von denen kommuniziert werden, die die Anträge gestellt haben und nicht von denen, die die Entscheidung möglichst ungeschehen machen möchten.
Pressearbeit ist eben kein Sonntagnachmittagsspaziergang. Das sollten wir uns alle merken. Herzlichen Dank für euere Aufmerksamkeit.
Erklärung zum Beschluss auf der BuVo-Sitzung vom 15. Mai 2013
Als Antragsteller zum Beschluss Barrierefreiheit von zentralen Webangeboten bei dem Bundesvorstand der Piraten, durfte ich diesen erläutern.
Anbei der erklärende Text, wie ich ihn vor der Sitzung vorbereitete.
Die farblich und kursiv unterlegten Teile wurden nicht vorgetragen, sondern waren nur vorbereitet für den Fall, dass es eine unerwartet schwierige Diskussion gegeben hätte.
Hinweis: Zur Diskussion ob WCAG 2 vs BITV2 verweise ich auf die Diskussion im Beitrag: Ist die Barrierefreiheit tot?
Der Antrag ist eigentlich recht simpel.
Es geht darum, dass wir unsere Webangebote so bereitstellen, dass sie möglichst jeder benutzen kann. Ohne Ausnahme und unabhängig davon wie, von wo, womit und unter welchen Bedingungen er sie nutzen kann und muss. Das ist derzeit nicht überall der Fall.
Leider ist es so, dass einige noch unerfahrene Entwickler, Designer, aber auch Agenturen zwar engagiert aber doch unerfahren sind.
Die zaubern was sehr schönes, was auch auf deren Bildschirmen oder Druckern gut ausschaut. Wenn man dann genauer hinschaut, oder eben mit einem anderen Gerät die Website benutzt, dann treten plötzlich Probleme auf.
Die meisten von uns haben Smartphones. Wenn eine Website barrierefrei ist, dann ist dessen Inhalt in der Regel auch auf einem Smartphone gut lesbar.
Das kann jeder testen.
Oder wenn ihr am Computer sitzt, legt doch einfach mal die Maus beiseite und versucht auf der Website zu navigieren.
Wenn eine Website Barrierefrei ist, ist sie einfach. Einfach für alle.
Wenn es das nicht ist, dann steckt da meist kein böser Wille hinter. Die Leute haben das getan, was sie konnten. Wir können dankbar sein, wenn es genug Leute gibt, die ehrenamtlich für uns arbeiten.
Aber gut gemeint ist nunmal nicht immer gut gemacht. Und wenn Leute unsere Angebote nicht nutzen können, nutzt auch nicht, dass der Macher nur das Beste wollte.
Wenn etwas von einer Agentur kommt, die dafür Geld bekam oder eine andere geldwerte Leistung erhielt, dann sieht die Sache auch noch anders aus. Dann ist das Pfusch.
Und mitunter auch nahe am Betrug. Nämlich dann, wenn Firmen behaupteten, etwas für uns zu machen was zugänglich für alle ist, was Barrierefrei ist, was es dann aber in Wirklich nicht ist.
Und das ist leider oft der Fall. Wer als Auftraggeber nicht aufpasst, gerät leicht an einen Pfuscher und wird über den Tisch gezogen. Das passiert leider auch heute noch häufig.Der Antrag gibt einen ganz klar definierten Rahmen vor.
Nämlich die BITV und dessen Test.
Das ist ein ganz klar definierter Katalog an Faktoren, Bedingungen und Tests. Die sind so einfach beschrieben, daß jeder, aber auch jeder diese nachvollziehen kann.
Und das ist kein Hexenwerk, sondern Qualitätsmanagement.
Auch das Testergebnis kann jeder verstehen. 90 von 100 Punkten ist gut. 95 von 100 ist besser. das kapiert jeder. Und da kann sich niemand rausreden.
Die BITV wurde für Behörden geschrieben.
Für Beamte.
Dann sollten wir das ja wohl auch hinkriegen.An die BITV können sich alle halten. Und jeder, der in Zukunft eine neue Website macht oder eine neue Gestaltung oder auch ein Webangebot wie jetzt die Plakatespendensite, kann da noch vor und während der Entwicklung nachlesen, worauf man achten muss.
Im Moment hängen die Freiwilligen, aber auch Beauftragte im Luftlehren Raum. Es gibt keinen Rahmen, was einzuhalten ist.
Keiner sagt es Ihnen!
Irgendjemand sagt “Mach mal!”. Aber nicht wie. Und als guter Pirat macht der oder die dann auch.
Aber dann, wenn es fertig ist, kommt plötzlich der böse Wiese an und pöpelt rum.Mit der Vorgabe, daß wir uns, genauso wie auch seit über 10 Jahren schon die Bundesbehörden, an die BITV halten, können wir nur gewinnen:
Die Leute, die für uns tolle Dinge machen, haben einen Rahmen und wissen worauf sie achten müssen.
Wir gewinnen, sauber strukturierte Websites, die getestet sind und nicht einfach nur mal dahingeschludert.
Wir gewinnen einige Millionen Leute, die ansonsten ausgegrenzt werden.
Und wir gewinnen damit, daß wir Geld sparen.Und wenn der PShop und die Plakatewebsite barrierefreier werden, könnten wir auch etwas mehr Geld verdienen. Wenn wir Aufträge an Agenturen vergeben, können wir das Testergebnis als Abnahmekriterium verwenden.
Schwanhild fragte mich heute nach der Wirtschaftlichkeit. Da muss ich mich erstmal entschuldigen. Ich hab sie darauf mit ein Haufen Infos und Links zugeworfen, die belegen, daß Barrierefreiheit auch wirklich Wirtschaftlich und Nachhaltig ist. Und das andere Behauptungen Unfug sind.
Sorry, ich wollte niemand bekehren. Die Antwort ist: Wenn wir das hier jetzt beschließen kostet es uns erstmal NICHTS.
Wen betrifft es:
Alle Webangebote, die in Zukunft neu beauftragt und vom BuVo verantwortet werden. Also auch Angebote von SGs.
www.piratenpartei.de ist bereits umgestellt.Also: kommende, neue Vorhaben.
Somit gibt es keine Pflicht, den PShop oder die Plakatewebsite zu reparieren.Es sei denn, ihr werdet das zusätzlich noch verlangen. Es wird uns aber was kosten, wenn wir es nicht tun. Auch monetär.
Shops, die nicht Barrierefrei sind, können von vielen Menschen nicht benutzt werden. Auch weil sie dann nicht so einfach benutzbar sind.
Diese Leute gehen dann woanders hin. Und kaufen nicht im PShop.Eigentlich ist der Antrag sehr konservativ und zurückhaltend. Aber ich weiss das wir mit ehrenamtlichen Leuten, die jetzt auf den Zahnfleisch kriechen, nicht einfach morgen alle Fehler und alle eingefahrenen Arbeitsweisen beseitigen können.
Deswegen hab ich den reduziert.
Vor ein paar Jahren hätte ich wegen so einem wachsweichen Antrag ziemlich heftig geflamt. Und ich weiß, daß ich aus der Szene mit Flames zu rechenn hab, weil ich die BITV befördere und nicht WCAG 2.Aber ich finde, wenn wir wenigstens damit anfangen uns für alles was neu kommt, diesen Rahmen zu geben, dann ist das ein Anfang.
Es geht auch darum, den Worten, Taten folgen zu lassen. Nicht nur parteiintern, sondern auch, darüber hinaus.
Barrieren auf einer Website sind ein Statement. Egal ob unbeabsichtigt oder nicht.
Danke.
Piraten-Burnout
Einige aktive Piraten werfen derzeit hin. Als Gründe werden oft Frust oder auch Mobbing angeführt.
Doch meines Erachtens spielt auch etwas anderes eine große Rolle: Erschöpfung bis zum Umfallen – Burnout.
Viele aktive Piraten arbeiten Tag und Nacht (selbst in ihren Träumen im Schlaf). Und sie geben sich keine Pause: Tagsüber geht man der normalenArbeit nach, abends die Partei, im Mumble, dann Treffen der SG X, der AG Y und dann noch dies und das. Und am Wochenende -fast jedes Wochenende- ist irgendwo eine AV, ein KPT, BzPT, ein LPT oder eben mal wieder ein BPT. Und wenn mal kein Parteitag ist, dann eine andere Veranstaltung oder ein anderes Treffen irgendeiner Gruppe. Und überhaupt hat man jemand versprochen mal diesen Antrag durchzulesen und jenen Artikel zu schreiben…
Ich beobachte das schon lange bei vielen Piraten. Und es macht mir große Sorge. Einige konnte ich davon überzeugen, mal kürzer zu treten. Andere nicht.
Die meisten sagen, ja, du hast ja recht. Und sie merken auch selbst, daß sie längst auf dem Zahnfleisch kriechen. Aber das hindert dann andere trotzdem nicht daran, Termine zu setzen. Wenn man dann als Betroffener nicht mal von selbst eine Grenze zieht und sagt, ich kann nicht, da brauch ich Zeit für mich (oder es auch nicht begründet, muss ja nicht) , dann geht man trotzdem hin… Und es kommt zu einem Teufelskreislauf. Wenn man so am Boden ist, nutzt auch längst ein Placebo in Form eines “#flausch” in Twitter nichts mehr. (Wenn das nicht sogar gegenteilig wirken mag, weil man sich dann nur kurzzeitig freut und dann noch härter, noch selbstausbeuterischer arbeitet).
In dieser Verfassung in der man dann ist, sind auch längst alle mentalen und sozialen Barrieren und Filter weg. Die Folge ist, daß man sehr schnell missverständlich geschriebene oder gesagte Worte von anderen als Angriff oder eben hintergründig sieht. Man verliert auch die Befähigung, Rhetorik und nicht mit Smileys ausgezeichnete Späße als harmlos zu erkennen.
“Feinde! Feinde! Überall Feinde, um mich herum!”
Ein Patentrezept gegen dies gibt es nicht.
Wer engagiert ist, tappt sehr schnell in diese Falle und gelangt somit leicht in diesen Teufelskreis. Selbst erkennen tut man dies oft nur dann, wenn man bereits einmal vorher nahe oder im Burnout war und lernte die Zeichen an sich selbst zu deuten.
Um so wichtiger ist es, daß andere, die diese Zeichen erkennen, etwas sagen.
Menschen, Piraten, Freunde: Passt auf euch auf. Nehmt euch Zeit für euch selbst! Und wenn ihr seht, das andere sich überfordern, dann haltet sie auf! Wartet nicht, bis sie sich säbelzückend den Strick um den Hals legen und sich vor die gezündete Kanone werfen.
Auch wenn Wahlkampf ist und Beschlüsse oder Nachrichten ganz dringend Statements von euch erfordern – nehmt euch Zeit für euch selbst. In der Piratenarbeit keine Rolle spielt.
Die meisten von uns sind zu Piraten gekommen, weil sie enttäuscht von den Etablierten sind. Weil wir die Alltagskorruption und soziale Mißstände nicht mehr ignorieren wollen. Weil wir was tun wollen. Weil es Zeit ist, Dinge zu hinterfragen! Weil wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch an andere und die ganze Gesellschaft und darüber hinaus an die Zukunft. Kurzum: Wir sind zu den Piraten gekommen, weil wir was tun wollen für die Menschen und die Welt.
Wenn wir jedoch nur noch Piratenarbeit kennen, nur noch Politik, nur noch Organisation, Strategie und Formalfoo, wo bleibt dann unsere Verbindung zur Wirklichkeit? Zu den Menschen, zu der Welt? Wer nur Piratenarbeit kennt, verliert den Kontakt zur Wirklichkeit. Und verliert deswegen auch irgendwann das Gefühl dafür was wichtig ist und was nicht. Und wird möglicherweise so zu dem was wir eigentlich bekämpfen wollten.
Meines Erachtens kennzeichnet einen Piraten daher eines ganz deutlich: Seine Prioritäten. Nicht die Parteiarbeit, nicht irgendwelche Aktionen oder Piratenveranstaltungen sollten höchste Priorität haben. Sondern das private Umfeld. Die Familie. Und auch etwas die eigene Person.
Piraten, bitte beherzt dies. Wenn ihr euch gefrustet fühlt, wenn ihr meint es geht nicht mehr, dann nimmt eine Auszeit! Und eine Auszeit besteht nicht nur aus einem Tag oder nur einem Wochenende! Nehmt euch die Zeit die ihr braucht. Das kann ein verlängertes Wochenende ohne Computer (!), ohne Handy(!!!) am Baggersee sein. Es kann ein Urlaub in der Karibik sein. Oder auch mehrere Monate, in denen ihr einfach mal nichts piratiges tut. Einfach mal loslassen.

Bartholomew Roberts, Holzschnitt,
Lizenz: Public Domain
Wenn ihr euch festgelegt habt (z.B. weil ihr Kandidat seit) und all dies nicht machen könnt, dann solltet ihr euch wenigstens alternativ einen festen Termin geben: Einmal die Woche, zum Beispiel am Sonntag , ist frei. Piratenfrei. Keine Arbeit. Keine Termine, komme was da wolle! Es kann auch Wochentags sein. Und sei es der Mittwochabend, wo der BuVo tagt. Gebt diesen Tag einen Namen, z.B. Bartholomew Roberts Day. Damit er fest in Erinnerung ist und so nicht so einfach in Frage gestellt werden kann.
Ich verspreche euch, danach wird alles besser sein.
Aber egal was ihr tut. Findet etwas, damit ihr zu euch selbst findet. Damit ihr die Bodenhaftung nicht verliert und eure Energien wieder aufladen könnt.
Space Oddity
Wir leben in interessanten Zeiten, im Positiven wie im Negativen, aber wenn ein Astronaut dieses Lied im Weltraum aufnimmt, dann ist wieder einiges mehr im Positiven :)
Einsortiert unter:musik, weltraum
Schritte zur Onlinebeteiligung bei den Piraten
Unreflektiert niedergeschrieben.
Was müssen wir Piraten als nächstes tun, um die von allen (auch den meisten Gegnern der sogenannten SMV) gewünschte Online-Partizipation zu erreichen?
- Marketing.
Hört auf mit den ach so tollen Bezeichnungen, Namen und Etiketten. SMV, LQFB, .. .Grütze! Lasst auch die Worthülsen weg, mit denen ihr intelligent klingende Sätze zusammentackert. Das kann die CDU besser. Oder Marketing. Aber es ist inhaltslos. - Wahlcomputer….uuuuuh!
Angst, ich zittere. Der CCC hat da mal was beweisen von wegen der Manipulierbarkeit der in einigen Ländern eingesetzt Wahlcomputer. Und der CCC ist heilig. Und sakrosant und allwissend. Sie sind die Mächte des Lichts. Und Wahlcomputer Teufelszeug. Das Wort allein… es ist wie… sagt man es, könnte es kommen! “Wahlcomputer…uuuuhhh”… Hilfe! Und außerdem “kenn ich da ein Dr. der Informatik aus Karlsruhe, dem hab ich von Liquid Feedback erzählt. Und der hat gelacht!”. Im Ernst, hört auch auf damit, Worte zu Symbolen zu machen. Schaut in die Materie rein, was wirklich dahinter steckt. Evaluiert und vergleicht. Aber pauschaliert nicht.
Glaubt nicht. Hört auf an Perfektion und an Absolutismen zu glauben. Hinterfragt alles. Aber fangt nicht an, eine eigene Religion zu erfinden. - Legt eure Prioritäten fest und macht Kompromisse!
Nicht alles, was jede Fraktion will hat wirklich höchste Priorität. Sicherheit, Usability, Gleiche Teilhabe für alle, Nachvollziehbarkeit der Abstimmungen? Was ist das wichtigste? Ja, es gibt keine hundertprozentig sicheren Systeme. Und doch gibt es Online-Banking. Komisch, nicht wahr? Dort wurde ein Kompromiss zwischen Sicherheit und Benutzbarkeit gefunden. Man hat etwas auf Sicherheit verzichtet um mehr Menschen reinzulassen.
Was ist wichtiger? Wollen wir tatsächlich eine hohe Sicherheitsstufe, wenn dies bedeutet, dass somit Menschen von der Teilhabe ausgeschlossen werden? Und ist die Nachvollziehbarkeit aller Teile des Systems von Laien wirklich so wichtig, dass auch deswegen Menschen von der Nutzung ausgeschlossen werden? Ich meine nicht.
Mit Urnen und einem realen Parteitag erfüllen wir nicht einmal die Sicherheitsanforderungen von Online-Banking. Durch GO-Anträge, Fakeanträge, Satzungsfu, aber auch interne Absprachen sind Parteitage leicht manipulierbar. Das wollen wir einfach als gottgegeben hinnehmen, aber bei Online-Abstimmungen muss es 100ig sein? - Transparente Politik bedeutet nicht Offenbarung des Wählers.
Transparente Politik ja bitte! Aber nicht auf Kosten der Mitbeteiligung. Klar wollen wir wissen, ob ein Antrag fremdgesteuert ist. Aber ist es dann bei einer Zahl von mehreren Tausend Stimmberechtigten wirklich relevant, wer konkret welche Stimme gab? Wirklich? Könnte es nicht sein, dass es viel interessanter wäre zu wissen, vom welchen Leuten ein Antrag kommt? Wir streiten uns zu recht um das Für und Wider der Anonymität der Stimmberechtigten. Genauso gut könnten wir darüber streiten, ob Postboten sich identifizieren müssten. Für den Fall nämlich, dass sie eine Briefbombe zustellten. - Transparente Prozesse.
Technisches Fu plus organisatorisches Bar, ergibt FuBar. Wir müssen über Prozesse und organisatorische Schritte reden. Und über allgemeine Rahmenbedingungen. Aber konkrete Umsetzungen der Technik ist nicht Thema von Parteitagen. Will ich ein Auto kaufen, rede ich nicht mit den Mechatroniker über die korrekte Größe der Motorkolben. Und der will das auch nicht. Zu recht. Bei den Prozessen jedoch, kann und soll jeder mitreden können.
Nur mal so runtergeschrieben.
Rotation Curation — ein Hype?
Was ist Rotation Curation?
Rotation Curation wurde von der schwedischen Werbeagentur Volontaire für das Swedish Institute und VisitSweden mit dem Namen Curators of Sweden entworfen. Ziel war und ist es, ein positives Images von Schweden zu generieren und damit Touristen anzulocken. Dies wird dadurch erreicht, dass jede Woche ein/e Bürger/in Schwedens für 7 Tage den offiziellen Twitter Account @Sweden bekommt und hier mehr oder weniger das schreiben darf, was er/sie möchte. Dieses Konzept wurde als Progressiv und Innovativ bezeichnet, weil es kaum Vorgaben gab. Die Tourismusbehörde gibt hier praktisch die Kontrolle aus der Hand, wie das Land international dargestellt wird. Daher wird es auch als demokratischste Form bezeichnet. Schweden hat damit erreicht, mit geringen Ausgaben für Werbung in die internationale Presse zu kommen. Das positive Image wurde damit befördert und das Land als ein innovatives Land positioniert. Kurzum ein großer Erfolg.
Wie das bei solchen Themen auf Twitter ist, werden diese gerne schnell von anderen aufgegriffen und übernommen. Ein kleine Zusammenfassung ist bei RotationCuration.com zu finden. Es sind da 77 Accounts gelistet. Die Pflege wurde scheinbar Anfang des Jahres eingestellt, denn ein paar mir bekannte Accounts wie beispielsweise @being_vodafone fehlen. Wenn man sich die genannten 77 Accounts näher ansieht, dann sind 42 davon tot. Eine Account fällt etwas aus der Reihe, @MunichLovesU, den er war von Anfang an nur auf 52 Wochen angelegt. Es bleiben über 50% der Accounts sind bereits wieder tot.
Warum Twitter?
Jetzt könnte man sich die Frage stellen: ist Twitter das richtige Medium? Ziel soll es sein, ein Land, eine Region, eine Stadt, eine Organisation, ein Thema durch die Augen von unterschiedlichen Menschen darzustellen und dadurch dem Rest näher zu bringen. Was wären die Alternativen zu Twitter? Blogs? Facebook? Google+? Youtube? Jede dieser und anderer Plattformen haben ihr Eigenheiten und damit in Beziehung auf eine gewisse Zielerreichung ihre Vor- und Nachteile. Die Zielerreichung für Schweden war und ist, dass Schweden international positiv für den Tourismus dargestellt wird, dass Tipps gegeben werden, wo man hingehen soll und was man besser meidet. Alles aus Sicht der Bürger selbst und ungefiltert. In meinen Augen, ist dieses Ziel auf Twitter nur kurzfristig erreicht. Twitter ist, wie die Agentur selber sagt, eine Echtzeitkommunikation, eine vergängliche Kommunikation. Twitter funktioniert gut, wenn es um sehr dynamische Themen geht. Twitter funktioniert nicht so gut, wenn es um nachhaltige Themen geht. Dies hat mehrere Gründe. Einer der Hauptgründe ist, dass allein die Suche auf Twitter nur ein paar Tage zurück reicht. Ein anderer ist, dass man in 140 Zeichen keine Essays schreiben kann und somit geht der Kontext, die Begründung und ähnliches schnell verloren. Twitter ist hoch dynamisch. Dafür hat Twitter den Vorteil, dass schnell und einfach eine große Gruppe an Menschen erreicht wird.
Warum kein Blog?
Es gibt ein Beispiel wo man dieses direkt vergleichen kann: @being_vodafone vs. Datev-Blog. Warum lässt sich das Vergleichen? Ganz einfach: der Twitter-Account wird von Mitarbeitern von Vodafone betrieben, die dazu Lust haben sich darzustellen. Der Datev-Blog wird von Mitarbeiter der Datev betrieben, die dazu Lust haben und die Datev darzustellen. In beiden Fällen haben die Mitarbeiter freie Hand und sie müssen nicht aus dem PR-Team sein. Bei Vodafone kann man nur durch den Twitter-Account scrollen und stellt fest: ja das sind normale Menschen, die das Gleiche machen wie andere auch. Bei der Datev kann man sich durch die Blog-Artikel klicken und stellt fest wie die Datev arbeiten. Es gibt Portraits zu einzelnen Menschen und ähnliches. Bei der Datev lernt man also die Datev, ihre Tätigkeitsfelder, die Mitarbeiter dahinter aus der Sicht der Mitarbeiter kennen. Bei Vodafone lernt man, es gibt Menschen.
Twitter wäre und ist interessant für Events. Jedoch ist hier Rotation Curation das falsche Mittel, hier ist das richtige Mittel das Hashtag, wie die aktuell laufende re:publica zeigt.
Was ist aus Marketing-Sicht also sinnvoller? Ich meine: das Blog.
Das Gleiche kann man analog auf Länder, Regionen, Städte und so weiter anwenden. Twitter ist wichtig für die Verbreitung, jedoch das falsche Medium für die Darstellung. Gerade mit den vielen toten Accounts kann man also sagen, dass Rotation Curation ein Hype ist, der bald auch wieder vorbei ist.
Umfragen sind auch nicht alles
Der Mensch an sich lebt auf, wenn es etwas zu klatschen und zu tratschen gibt. Das wissen natürlich unsere Medienvertreter und berichten, was ihnen interessant erscheint:
Die Piraten sind uneins, die Piraten streiten sich, die Piraten sind führungslos, die Piraten beschäftigen sich mit sich selbst, den Piraten fehlt die Kraft für den Wahlkampf.
Während viele Journalisten sich mit diesen schönen, schnellen, flüchtigen Meldungen beschäftigen, beschäftigen die Piraten sich mit Politik. Ich merke hier an, dass die Piraten in Bayern inzwischen ein Wahlprogramm haben, das Aussagen zu allen Themen trifft, die den Mitgliedern wichtig sind. Zu finden ist dieses Programm beispielsweise auf der Website der Piratenpartei Bayern.
Während einige Journalisten sich damit beschäftigen, den "menschlichen Aspekt" innerhalb der Partei gnadenlos überzubewerten und so eine Darstellung in der Öffentlichkeit zu erzeugen, die so ganz einfach nicht stimmt, arbeiten die Piraten in Arbeitsgemeinschaften, Kleingruppen, Kreisverbänden, an Stammtischen und auch an Wohnzimmertischen an der Formulierung ihrer politischen Inhalte - dank des "menschlichen Aspekts" der so viel berichtenswerter scheint, völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit.
Während die Mehrzahl der Journalisten sich damit beschäftigt, die sinkenden Umfragewerte der Piratenpartei in den Vordergrund zu stellen, stehen scharenweise Piraten in Garagen und Lagerräumen, bewaffnet mit Kleister und Plakaten, um dann eben auf diese Weise die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass sie sehr wohl politisch arbeiten und die Menschen dazu zu bewegen, sich auf Veranstaltungen, an Stammtischen und im Internet darüber zu informieren, wie diese politische Arbeit aussieht.
Ich werfe bestimmt keinem Journalisten vor, dass er die Arbeit macht, für die er bezahlt wird: Über das zu berichten, was die Massen bewegt und damit die Auflage oder die Einschaltquote erhöhen. Aber wir, die wir die Erzeugnisse lesen, hören und sehen, die aus diesem Prinzip heraus entstanden sind, sollten uns alle klar machen, dass Journalismus heutzutage nicht mehr unbedingt unabhängige Berichterstattung ist, sondern oft, gar zu oft, die simple Brötchenarbeit von Menschen, die ihre Ernährungslage sichern müssen und deswegen auch sehr darauf achten müssen, dass sie berichten, was sich verkauft.
Ich werde schlicht weiterhin politische Arbeit leisten und auch weiterhin dafür sorgen, dass sie der Öffentlichkeit bekannt wird. Wenn das über den Massenjournalismus nicht geht, weil meine politische Arbeit als deutlich uninteressanter eingestuft wird als die Querelen innerhalb eines Vorstandsteams, dann gehe ich dafür eben andere, vielleicht auch mühseligere Wege. Vielleicht dauert es dann noch einmal ein paar Jahre, bis die Piraten wieder Erfolge vermelden können. Sei's drum!
Politische Inhalte, die gut und richtig sind, werden sich auf Dauer durchsetzen - das ist es, wofür die Piraten stehen, das ist es was die Piraten tun wollen. Die Piraten wollen Nachhaltigkeit, sie wollen einen Staat, der für die Bürger da ist, sie wollen eine Gesetzgebung, die tatsächliche Sicherheit vermittelt und eben nicht auf automatisierte Systeme setzt, die den größtmöglichen Anschein von Sicherheit geben, letztlich aber nur Freiheit nehmen.
Die Piraten sind die, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, die die Bürgerrechte verteidigen, die dafür stehen, dass überall in Deutschland Menschen ihre Meinung frei äußern können, ohne Nachteile dadurch befürchten zu müssen, die Piraten sind die, die wollen, dass alle Menschen in diesem Land von ihrer Arbeit leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Es muss dringend ein neuer Wind wehen in der Politik dieses Landes. Die Piraten sind die beste Chance, die Deutschland derzeit hat, denn sie streiten sich zwar, aber sie machen eben auch Politik - und die machen sie für die Menschen, die hier leben und nicht für sich selbst.
Spiele Barcamp in München
Die Anmeldung für das Gamecamp München 2013 ist offen und … tja, mehr gibt es fast nicht zu sagen, ausser, dass nach 3 Jahren wieder umgezogen wurde, es ist jetzt im Werk1.
Haber früher schon ein paarmal was zu dem Gamecamp geschrieben, dachte es wäre mehr, aber eventuell habe ich auch nur die Kategorien falsch gesetzt.
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Wem gehören meine Daten?
Wem gehören meine Daten? Was sind meine Daten?
Der Verbraucherschutz hat unter dem Titel “Meine Daten” gehören mir einen Ratgeber zum Thema Daten und Datenschutz herausgebracht. Das Thema ist ebenso bei vielen politischen Vereinigungen auf der Agenda, insbesondere bei der Piratenpartei unter dem Grundsatz der informationellen Selbstbestimmung. Doch über was für Daten reden wir eigentlich?
Beim Verbraucherschutz verrät das Inhaltsverzeichnis, dass es um Daten im Internet, Datenspuren verursacht durch sogenannte Loyality-Cards, Telekommunikation, Soziale Netzwerke und Behörden und Institutionen geht. Auch bei den politischen Vereinigung könnte man, den Eindruck gewinnen, es geht nur um diese Gebiete. Dabei ist das Thema viel weiter gefasst.
Was ist mit Daten, die die Geräte sammeln, die wir tagtäglich nutzen. Bekannt geworden war damals, dass iPhone Ortungsdaten sammelt. Sind das meine Daten? Sind das Daten, die in diesem Falle Apple gehören? Sind das Daten, die den WLAN-Betreibern gehören? Sind das Daten, die den Netzbetreibern gehören. In diesem Fall, musste Apple nachbessern, dass der Nutzer ein Opt-in bekommt. Dann kam der Datenskandal, dass Google mit seinem Streetview ebenso WLAN-Daten gesammelt hat. Was ist mit diesen Daten wem gehören diese? In diesem Falle wurde diese Frage nicht weiter geklärt, außer dass sie wohl nicht Google gehören. Nur, welche Geräte sammeln tagtäglich Daten, ohne dass es so offensichtlich ist?
Wem gehören die Daten, die mein Fahrzeug sammelt?
Jedes Fahrzeug speichert seit Jahren Daten, wie den Kilometerstand. Jedes Fahrzeug speichert seit Jahren Daten über den Zustand des Fahrzeuges. Die Daten, die der Service und der ADAC auslesen kann, um festzustellen welche Probleme es gibt, den sogenannten Fehlerspeicher. Der Fehlerspeicher ist über eine standardisierte Schnittstelle zugänglich und jedes Fahrzeug in der EU ist verpflichtet, diese zur Verfügung zu stellen. Was kaum einer weiß: hier werden ebenso Abgasdaten gespeichert, eine Anforderung aus den USA. Wem gehören diese Daten? Dem Fahrer? Dem Fahrzeughalter? Dem Automobilhersteller?
Warum ist das relevant? Beispiel: am Anfang diesen Jahres hat der New York Times Redakteur John Broder den Tesla S getestet. Dabei ist er liegen geblieben und entsprechend gab es einen schlechten Review von ihm. Die Antwort von Elon Musk, seines Zeichens CEO von Tesla, lies natürlich nicht lange auf sich warten, denn Tesla hat das Fahrprofil des Testers mit aufgezeichnet, ohne Johns Wissen. Nur wem gehören diese Daten? Die Daten des Fahrprofils? Darf ich einfach solche Daten aufzeichnen?
Warum ist das relevant? Solche Daten-Logger gibt es inzwischen im Nachrüstmarkt oder sind teilweise ab Werk verbaut. Viele aktuelle Oberklassefahrzeuge haben Ortungssysteme verbaut, insbesondere die Fahrzeuge bei den Autovermietern. Wem gehören diese Daten? Im Transportgewerbe ist es heute im Rahmen des sogenannten Flottenmanagement, beispielsweise von MAN. Ähnliche Lösungen gibt es von einigen Anbietern. Da geht es meist um ein effektives Auftragsmanagement und die Möglichkeit, die oben genannten Fehlerdaten auszulesen, um frühzeitig und pro-aktiv Fahrzeugservice zu leisten. Wem gehören diese Daten? Dem Fahrer? Dem Fahrzeughalter? Dem Transportunternehmen? Dem Fahrzeughersteller?
Warum ist das relevant? Weil es sind beispielsweise die Ruhe- und Lenkzeiten. Es sind Daten wie, wie lange lief der Motor im Leerlauf und wie stark und wurde gebremst. Es sind Daten die den Fahrer und sein Fahrverhalten beschreiben und bewerten. Hier auch schon schön mit einer Klassifizierung, wie man es sonst von Kühlschränken kennt. Das ist im Transportgewerbe seit Jahren üblich. Gleiches wird bei der Polizei in England eingeführt bzw. läuft seit September 2012 unter dem Namen “One Box”. Ziel der Einführung ist es, dass die englische Polizei Geld sparen muss. Durch effizientes Fahren sind die Fahrer angehalten besser zu fahren. Auch hier gibt es ein Reporting des Fahrverhaltens an den Dienststellenleiter. Der Beamte, der “nicht richtig” fahren kann, wird dann entsprechend zu einer Nachschulung geschickt. Übergeordnet erhält der District-Leiter ein Reporting über die einzelnen Dienststellen. Auch hier die Fragen: Wem gehören die Daten? Dem Fahrer? Dem Halter? Der Behörde? Dem Fahrzeughersteller?
Warum ist das relevant? Es gibt bereits die ersten Versicherungen, die ebenso auf der gleichen Basis ihre Tarife anpassen wollen bzw. Anbieter, die dies entsprechend zur Verfügung stellen. Ähnliche Versuche gab es bereits in anderen Ländern und sei es unter der Argumentation für Fahranfänger günstige Tarife zur Verfügung zu stellen. Auch hier wieder die Frage: wem gehören diese Daten?
Meine Daten gehören mir ist in der heutigen Welt keine so einfach Aussage mehr. Denn wir müssen erst klären über welche Daten wir reden. Daten, die vor kurzem noch vollkommen harmlosen aussahen (Fehlerdatenspeicher), können plötzlich sehr wohl zu persönlichen Daten werden (Fahrverhalten). Ähnliches gibt es in vielen Bereichen, gerade in der Arbeitswelt. Es ist eben nicht mehr nur Facebook, Schufa, Payback und Einwohnermeldeamt über die wir uns Gedanken machen müssen. Es sind alle alltäglichen Dinge.
Selfpedia: Menschen mit Behinderung unterstützen sich gegenseitig.
Ich denke, der Titel sagt schon alles aus, oder?
Verteilt den Link mal weiter und redet darüber, das hilft allen. Danke!
Initiiert von Raul Krauthausen, der Anfang des Monats übrigens mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Einsortiert unter:Uncategorized
Telekom, Drosselkom und Netzneutralität
Letzte Woche hat die Telekom die News schlecht hin, verpackt in einer Pressemitteilung und dem Titel “Telekom ändert Tarifstruktur”, herausgelassen, die den gesamten Shitstorm der “Netzgemeinde” auf sich gezogen hat. Was war passiert? Die Telekom führt jetzt im Festnetz eine Drosselung für die Flatratetarife ein, so wie sie bereits im Mobilfunk üblich sind. Soweit so schlecht.
Es gab mal wieder einen lange nie dagewesenen Shitstorm gegen die Telekom, sei es von Markus Beckedahl in Form von Netzpolitik.org, sei es bei Heise, sei es bei Golem, sei es durch Sascha Pallenberg bei Mobilegeeks, und gar der Brandbrief von Wirtschaftsminister Philip Rösler.
Bei der Telekom geht es um Netzneutralität, weil die Telekom bietet parallel darüber Telefondienste und in Form von T-Entertain TV und Video on Demand-Dienste darüber an, die nicht mit zum Inklusivvolumen zählen, sondern extra. Parallel scheint die Telekom zu sagen, jeder andere darf auch extra, wie die Telekom im Mobilfunk bereits mit Spotify praktiziert.
Aber HALLO??? Gehen wir doch einfach mal einen Schritt zurück und was sehen wir? Bei Kabeldeutschland ist dies heute schon Praxis, siehe auch meinen Kurzbeitrag im Vergleich. Kabeldeutschland praktiziert bereits das, was die Telekom jetzt auch umsetzt. Bei Kabeldeutschland hat sich keiner gestört, weil da ist es erst bei 60GB pro Tag und auch nur für Filesharing. HALLO??? Reden wir jetzt über Netzneutralität oder über konkrete Werte bis wohin es noch OK ist und ab wann nicht mehr? Selbst die Piratenpartei enttäuscht an dieser Stelle massiv. Denn auch bei der Piratenpartei geht es nur um die Telekom in der Pressemitteilung.
Eure Doppelmoral und Kurzsichtigkeit kotzt mich an!!!
Treffen der Hochschulpiraten Würzburg im SS 2013
Telekom drosselt
Die Telekom möchte mit ihren neuen Tarifen eine Drosselung einführen. Dies könnte eine Gefahr für die Netzneutralität sein mit Blick auf ihr eigenes Angebot T-Entertain. Nur ist, die Telekom der erste Anbieter, der das tut? Mit Blick auf Kabeldeutschland: nein. Kabeldeutschland verletzt ebenso die Netzneutralität, seit Jahren und keinen stört es. Telefon geht bei Kabeldeutschland extra. Fernsehen geht bei Kabeldeutschland extra und Video on demand geht bei Kabeldeutschland extra.
| Dienst/Eigenschaft | Telekom ADSL16 (alt) | Telekom ADSL16 (neu) | Kabeldeutschland 16 |
|---|---|---|---|
| Preis | 34,95 Euro | 34,95 Euro | 24,90 Euro |
| max. Speed | 16 Mbps | 16 Mbps | 16 Mbps |
| Drosselung | - | ab 75 GB/Monat | ab 10 GB/Tag (durchgesetzt ab 60 GB/Tag) |
| max Speed (Drosselung) | - | 384 kbps | 100 kbps |
| Telefon | Festnetz Flat | Festnetz Flat | Festnetz Flat |
| Telefon Daten zählen | - | nein | nein |
| TV | T-Entertain | T-Entertain | Kabel Digital/Komfort/Premium |
| TV Daten zählen | - | nein | nein |
| Video on demand | T-Entertain | T-Entertain | Kabel Digital/Komfort/Premium |
| Video on demand Daten zählen | - | nein | nein |
Deutschland und die Elektromobilität
Deutschland, genauer die Bundesregierung, hat im August 2009 beschlossen, dass Deutschland Leitmarkt und -anbieter für Elektromobiliät werden soll. Für diese Entscheidung gibt es, wie immer, viele Gründe. Einer der wichtigsten Gründe, ist die Verpflichtung der Bundesregierung zur Reduzierung der CO2-Werte für Deutschland. Wie immer, ist dies natürlich auch durch die Industrie getrieben. Gerade Deutschland ist neben den USA und Japan der Standort für Automobilanbieter. Praktisch ist es so, dass weltweit viele namhaften Automobilhersteller ihre Fahrzeuge in Deutschland entwickeln und entwickeln lassen, sei es BMW, GM (Cadillac, Chevrolet, Opel, Vauxhall), Ford, Mercedes, Volkswagen (Audi, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen). Selbst ein Toyota und andere lassen in Deutschland entwickeln. Denn Deutschland, ist im Bereich der Fahrzeugelektronik der Standort weltweit; in Deutschland ist das Know-How.
Nationale Plattform Elektromobilität (NPE)
Im Mai 2010 wurde dann entsprechend die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ins Leben gerufen. Ziel soll werden, dass Deutschland im Jahr 2020 Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität ist. Der zweite Bericht der NPE im Mai 2011 spricht dann auch schon von einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 auf deutschen Straßen. Um dieses Ziel zu erreichen, macht die Bundesregierung viel. Sie investiert mehrere Millionen aus dem Konjukturpaket II in die Förderung und hat 8 Modellregionen mit spezieller Förderung gebildet, weiterhin gibt es spezielle Förderprogramme. Waren es am Anfang noch 90 Millionen Euro, sind es zwischenzeitlich 500 Millionen Euro oder vielleicht doch eher 900 Millionen Euro? So genau weiß dies wahrscheinlich keiner am Ende des Tages. Hoffen wir, dass es der Sache dient.
Deutschland als Leitanbieter
Seit Jahren gibt es die Argumentation, die deutschen Fahrzeughersteller hätten die Elektromobilität verschlafen. Haben sie es wirklich? Die deutschen Automobilhersteller forschen und entwickeln seit Jahren an Elektroantrieben und alternativen Antriebskonzepten, wie der Wasserstoffantrieb. Bereits 1991 auf der IAA wurden verschiedene Fahrzeuge in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien präsentiert. Allen voran war BMW bereits mit einem vollelektrischen Fahrzeug, dem BMW E1. Was hat sich seit dem getan? Auf der einen Seite wenig: Es gibt bis (fast) heute immer noch wenige Fahrzeuge von den verschiedensten Herstellern. Die ersten Hersteller von Elektrofahrzeugen war die PSA Group in Frankreich Mitte der 1990er Jahre. Doch was ist davon übrig geblieben? Wer kennt wen, der ein solches Fahrzeug fährt beziehungsweise fuhr? Richtig bekannt geworden sind die Elektrofahrzeuge erst mit dem Tesla Roadstar. Das Hauptproblem der Elektromobilität ist Speicherung der Energie, die Batterie. Die in den 1990er Jahren vorhandenen Batterietechniken, waren zu schwer und zu teuer pro speicherbarer Energiemenge. Die Automobilhersteller waren und sind keine Batteriehersteller. Deswegen ist es mit der Elektromobilität nicht vorwärts gegangen. Ein kleinen Durchbruch gab es durch die Batterien auf Lithium-Ion-Basis in Beziehung auf Gewicht und Preis bezogen auf die speicherbare Energiemenge. Aber auch hier liegen die Preise noch bei ca. 450 Euro pro Kilowattstunde. Der Preis wird sicherlich in den nächsten Jahren weiter fallen. Doch jetzt ist der Preis ein Ausschlusskriterium. Deswegen haben viele Hersteller die Produktion von Elektrofahrzeugen wieder eingestellt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass hinter den Kulissen weiterentwickelt wird.
Toyota war einer der ersten Fahrzeughersteller, die Aufgrund der Batterieproblematik gar nicht erst auf ein Elektrofahrzeug gesetzt haben. Toyota hat sich als einer der ersten Anbieter auf die Kombination von herkömmlichen Antriebsstrang mit Elektroantrieb konzentriert und dies konsequent zur Marktreife gebracht. Damit hat Toyota einen neuen Fahrzeugtyp begründet: das Hybrid-Fahrzeug. Dies war auch für Toyota eine sehr große Herausforderung. Inzwischen ist durch einen glücklichen Umstand Toyota der Leitanbieter bei Hybrid-Fahrzeugen. Das Projekt Prius wäre fast kurz vor dem Aus gewesen, denn der Prius hat war damals an der Profitabilitätsgrenze. Abgehoben hat das damals, weil in den USA für die dortigen Verhältnisse die Benzinpreise massiv gestiegen sind. Dies führte dazu, dass der Markt für SUVs einbrach und plötzlich Spritsparer gefragt waren. Es gab nur einen: den Toyota Prius. Inzwischen haben viele Hersteller nachgezogen und bieten ihrerseits Hybrid-Fahrzeuge an (Liste der Hybrid-Fahrzeuge im Zeitverlauf).
Nur wo sind die deutschen Anbieter? Warum ist das so schwer, wenn andere das auch können? Das erste Problem ist, dass eine Fahrzeugentwicklung auch heutzutage noch um die 4 bis 5 Jahre dauert. Fahrzeuge, die also heute (2013) auf den Markt kommen, werden bereits seit 2008 entwickelt. Der Entwicklungsstart des VW Golf VII, der 2012 vorgestellt wurde, lag also irgendwann in 2008, was zufälligerweise das Jahr war, wo der VW Golf VI erschien. Deutsche Fahrzeuge sind bei der elektronischen Integration ganz weit vorne. Entsprechend komplex sind Änderungen und Erweiterungen, wenn sie nicht von Anfang an eingeplant sind. Beispielsweise wird VW mit dem Golf VII und Golf VII Variant für Behördenfahrzeuge den sogenannten Sonderfahrzeugassistenten (SFA) anbieten. Die Entwicklung hat ca. 3 Jahre gedauert und im unteren 2-stelligen Millionenbereich gekostet. Hier geht es nur um ein Zusatzgerät, welches den Zugriff auf Fahrzeugfunktionen erlaubt und keinen Volleingriff wie bei der Integration eines Elektroantriebskonzeptes.
Eine Fahrzeugentwicklung nicht mal eben so gemacht wie bei jedem beliebigen Smartphone. Bei vielen Produkten ist es der Endkunde inzwischen gewohnt, dass mal ein Bug auftreten kann. Dann muss das jeweilige Gerät gegebenenfalls neu gestartet werden und es wird schon bald ein Softwareupdate geben. Das ist im Automobil nicht so einfach möglich. Bestimmte Basisfunktionen müssen beispielsweise zu fast 100% garantiert werden. Der Blinker darf nicht falsch blinken; das Tagfahrlicht muss immer an sein, außer das Ablendlicht ist eingeschaltet; das Bremslicht muss immer funktionieren und darf unter keinen Umständen eine Fehlfunktion haben. So gibt es viele Funktionen, die am und im Fahrzeug garantiert werden müssen. Viele dieser Funktionen interagieren inzwischen miteinander. Bei der Integration eines elektrischen Antriebsstrangs erhöht sich die Komplexität insofern, als dass jede Elektronik im Fahrzeug Strom benötigt und damit Energie kostet. Wegen der Probleme mit der Batterietechnik, muss also parallel der Energiebedarf verringert werden. Es muss möglich sein, Teilsysteme zum Strom sparen je nach Bedarf zu deaktivieren. Weiterhin müssen die Batteriezellen beim Bremsen ebenso effizient geladen werden, genannt Rekuperieren. Dieses Rekuperieren beeinflusst wiederum das Bremsverhalten und damit das Fahrverhalten, insbesondere in Kurven. In Situation wo wiederum Assistenzsysteme wie die Stabilitätsprogramme auch noch aktiv sind. Die hohe Integration und die hohen Qualitätsanforderungen sind Grund warum es scheinbar so langsam voran geht.
Im Großen und Ganzen sind die deutschen Hersteller auf einem guten Weg und an vielen internationalen Projekten zur Elektromobilität beteiligt, wie beispielsweise in China. Gerade in China zeigt sich, dass es auch hier viel langsamer voran geht, als gedacht. Ich denke, dass wenn jedes Modell von den deutschen Herstellen ebenso als Hybrid verfügbar sein wird, das Ziel als Leitanbieter erfüllt sein wird. Denn dann gilt wieder die gute, alte Regel: Deutsche Produkte werden wegen ihrer Qualität gekauft.
Deutschland als Leitmarkt
Ein weiteres Ziel ist es, Deutschland als Leitmarkt zu etablieren. Hier steht immer noch die Zahl von einer Million Elektrofahrzeugen im Raum. Jeder in der Branche hegt daran Zweifel und ist hinter vorgehaltener Hand der Meinung, dass Deutschland kein Leitmarkt sein wird. Der Leitmarkt wird China sein.
Ein Teil der Förderprogramme zielt daher auf den Aufbau einer Infrastruktur ab. Die Förderung der Infrastruktur richtet sich hier zum Großteil an die Energieanbieter. Ich denke dies ist der falsche Weg, wenn Deutschland ein Leitmarkt werden will. Die Förderung setzt an der falschen Stelle an und es fehlen gesetzliche Rahmenbedingungen.
Das “Tanken” eines Elektrofahrzeugs dauert seine Zeit. Daher ist es sinnvoll die Fahrzeuge da zu laden, wo sie viel herumstehen. Das klassische Tankstellenkonzept funktioniert hier nicht mehr. Autos stehen am Längsten in der Nähe der Wohnhäuser und der Arbeitsstätten.
Elektrofahrzeuge sind ideal für Kurzstrecken und sinnvoll für mittlere Strecken. Kurzstrecken finden meistens in den Großstädten statt. Elektrofahrzeuge sind also ideal für Großstädte. Das Problem ist, dass in Großstädten viele in Mehrfamilienhäusern wohnen. Die Fahrzeuge stehen dann entsprechend in Tiefgaragen, Stellplätzen und öffentlichen Straßen in der Nähe der Mehrfamilienhäuser. Jedoch keines der Förderprogramme setzt hier an. Es gibt gesetzliche Vorgaben in der Landesbauordnung, dass pro Wohneinheit entsprechend Stellplätze und Garagen zur Verfügung gestellt werden müssen. Genau hier wäre ein wichtiger Ansatzpunkt. Damit die Möglichkeit einer Ladeinfrastruktur geschaffen wird, sollte es verpflichtend oder zumindest gefördert werden, dass diese Stellplätze und Garagen mit Ladestationen ausgestattet sind. Beispielsweise ich habe keine Steckdose auf meinem Stellplatz in der Tiefgarage. Ein Anschluss ist nicht so leicht herstellbar, da die Elektrik durch Feuerschutztüren durchgeführt werden muss. Das Laden auf der Straße ist ebenso nicht möglich. Ich behaupte, dass kein in Deutschland aktuell gebautes Mehrfamilienhaus berücksichtigt die Problematik der Elektromobilität und Nachrüstung ist immer wesentlich teurer, wie die direkte Integration.
Ein weiteres Problem ist das Problem des Laden beim Arbeitgeber. Hier besteht erstens das gleiche Problem der Stellplatzproblematik wie bei den Wohnhäuser. Hinzu kommt: der Arbeitgeber darf den abgenommen Strom dem Arbeitnehmer nicht in Rechnung stellen. Wenn der Arbeitgeber den Strom in Rechnung stellt, dann wird er zum Stromanbieter. Als Stromanbieter benötigt man in Deutschland eine Lizenz von der Bundesnetzagentur. Wenn der Arbeitgeber den abgenommenen Strom nicht in Rechnung stellt, dann erhält der Arbeitnehmer einen geldwerten Vorteil, was wiederum dem Finanzamt nicht gefällt.
Gerade in diesem Bereich hat die Bundesregierung ihre Hausaufgaben zu erledigen.
Carsharing
Vielleicht gerade in Großstädten wird die Elektromobilität von alternativen Mobilitätskonzepten überholt, die wiederum Elektromobilität auch beinhalten können. Alternative Mobilitätskonzepte wie Car2Go, DriveNow, QuiCar und Zebramobil stellen im Mobilitätskonzept von Großstädten die nachhaltigere Lösung dar. Hierbei geht es darum, kein eigenes Auto mehr zu besitzen, sondern eines zu nutzen, wenn man es benötigt. Gerade in Großstädten mit einem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr die günstigste und nachhaltigste Lösung für Umwelt und Nutzer. Aber auch hierfür benötigt es eine sinnvolle Ladeinfrastruktur in der Nähe der Wohnviertel und der Arbeitsstätten.
Und der Anschlag in Boston wird gleich benutzt um wieder Ängste zu schüren
Innenminister Friedrich nutzt den Anschlag gleich um wieder eine erweiterte Überwachung zu bewerben.
Ich sag schon nix mehr weiter dazu, lohnt sich ja schon gar nicht mehr.
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Die Besdtandsdatenauskunft kommt näher …
… laut golem.de hat der Innenausschuss der Länderkammer empfohlen dem Gesetz ohne Änderungen zuzustimmen.
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Liebe Deutsche Bahn ….
… ich dachte ja, dass ihr so langsam mal kapiert habt, wie man mit Kunden umgeht. Leider beweist ihr immer wieder, dass dem eben nicht so ist.
Kein deutsche Ausweis? -> Rauswurf!
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Treffen der Hochschulgruppe im neuen Semester
Sitzung des Konvents am 17.04.2013
Boston Marathon
Dear friends, please remember, hate and revenge does not help, even if it seems to be an easy way at first.
HERE, you can help:
If you live in Boston and can offer a place to stay, please do so.
http://j.mp/bostonPlaceToStay
If you are there and know of people others might want to know about:
http://google.org/personfinder/2013-boston-explosions
If you can share some of your blood:
http://www.redcrossblood.org/locations/boston-donation-center
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CCC zur De-Mail
Der CCC hat eine Stellungnahme an den Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages zur De-Mail abgeliefert.
Pressemitteilung folgt:
Gutachten unterstreicht Untauglichkeit der De-Mail für rechtsverbindliche Kommunikation
2013-04-14 20:53:00, erdgeist
Am Montag findet eine Anhörung zum elektronischen Rechtsverkehr im Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages statt. [4] Der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht seine Stellungnahme zum Gesetzentwurf, in der er begründet, warum der Einsatz von De-Mail keine technisch geeignete Maßnahme ist.
Um für mehr geschützten elektronischen Verkehr mit seinen Bürgern zu sorgen, versucht der Rechtsausschuß am 15. April 2013 zu ergründen, ob das Konzept der sogenannten “De-Mail” zur rechtsverbindlichen Kommunikation taugt. Es wird der altbekannte Trick versucht: Statt die naheliegende Idee zu verfolgen, das technisch deutlich angemessenere Verfahren der qualifizierten elektronischen Signatur zu benutzen, soll mit dem vorliegenden Gesetzentwurf einer einfachen De-Mail der Beweiswert einer qualifizierten elektronischen Signatur zugesprochen werden.
Das Cloud-Produkt De-Mail soll offenbar den Makel der Kostenfreiheit beseitigen, der E-Mails aus Sicht der gelben Post und einiger deutschen Freemail-Anbieter schon lange anhaftet. Einer der Hebel, mit deren Hilfe die Bevölkerung endlich zur Nutzung des Verfahrens bewegt werden soll, ist die geplante Verpflichtung zur Nutzung von De-Mail in der Kommunikation mit Behörden und Gerichten. In Zukunft soll jeglicher elektronischer Briefverkehr mit und innerhalb von Behörden und Gerichten in Deutschland nur noch über das absichtlich zu normaler E-Mail inkompatibel gehaltene Protokoll stattfinden.
Doch die De-Mail hat grundsätzliche Probleme: Bereits in vorangehenden Stellungnahmen zur De-Mail [2], [3] wurde von Seiten des CCC festgestellt, daß die Bundesregierung wider besseren Wissens auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zertifikate in Nutzerhand verzichtet, wodurch die De-Mail kein höheres Sicherheitsniveau als eine herkömmliche E-Mail aufweist.
Was im Falle der Verschlüsselung schon eine katastrophale Entscheidung ist, wird bei der beweisfesten Kommunikation zum vollendeten Desaster: Anstelle der Nutzer sollen deren De-Mail-Provider die Inhalte von De-Mails signieren und ihnen dadurch Beweiskraft verleihen. Eine per De-Mail versendete Nachricht soll so den gleichen juristischen Wert wie ein unterschriebenes Dokument bekommen. Für den Bürger reicht dann der Verlust seines Mobiltelefons mit den De-Mail Zugangsdaten für den sprichwörtlichen Kauf einer Waschmachine.
Linus Neumann, Sachverständiger des CCC im Rechtsausschuß, erklärt dazu: “Es ist unerklärlich, wie ein solch offensichtlich untaugliches Werkzeug qua Gesetz die Salbung des Tauglichen erhalten soll. Statt einer qualifizierten elektronischen Signatur soll nun mit De-Mail unqualifizierte elektrische Makulatur staatlich verordnet werden.”
Per Gesetz soll festgelegt werden, daß nicht mehr die eigene Unterschrift, sondern die von einer Software in der Verfügungsgewalt des E-Mail-Anbieters zählt. Die Anbieter können darüberhinaus alle Inhalte mitlesen. Wieder einmal wird statt einer soliden e-Government-Strategie kurzsichtige Wirtschaftsförderung zugunsten einiger weniger Unternehmen betrieben – auch wenn dabei Rechtssicherheit und der Schutz der Bürger auf der Strecke bleiben.
Links:
[1] Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten http://ccc.de/system/uploads/128/original/demail_april2013.pdf
[2] Stellungnahme zum Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften, 2013: http://ccc.de/system/uploads/126/original/stellungnahme-demail2013.pdf
[3] Stellungnahme: Sichere und vertrauenswürdige elektronische Kommunikation via De-Mail, 2011: http://www.ccc.de/system/uploads/64/original/CCC-de-mail-2011.pdf
[4] Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses am Montag, 15. April 2013, 14 Uhr: Elektronischer Rechtsverkehr: http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/43_Elektronischer_Rechtsverkehr/index.html
via golem
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No, sorry but NO!
Tell me WHY i want to turn scripting on for your page, give me a reason why i should do this after i did come to your page via StumbleUpon, Reddit, …
Tell me why i should not just close the browser-tab and click on the next link?
At least give me one small teaser why YOUR page is so great why i want to look at it.
Otherwise i am gone and will never come back, but if you do, i might come back again and agan and again.
But do not be sad, you are not the only one losing visitors ;)
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#BDA: Bundesweite Demonstrationen am 14.04.2013 / 27.04.2013
Aus aktuellem Anlass möchte ich auf folgendes hinweisen:
Das Bündnis “Nein zur Bestandsdatenauskunft“, ruft zu Demonstrationen und kreativen Aktionen gegen die Bestandsdatenauskunft an zwei bundesweiten Aktionstagen auf:
am Sonntag, den 14. April 2013, sowie am Samstag, den 27. April 2013.
Informationen, Hintergründe, Orte und alles weitere findet sich unter http://bda.protestwiki.de/ .
Das folgende Video von Bruno Kram spricht für sich:
http://www.youtube.com/watch?v=EbrohCq1_04
Das Recht auf Erinnerung
Vor einiger Zeit schrieb Andi Popp einen Artikel mit dem Titel „Das Recht auf Vergessen werden“. Dieser Artikel wurde als Blogartikel u.a. von der Piratenpartei Bayern veröffentlicht. Er griff dabei die Diskussion um den „digitalen Radiergummi“ auf. Es geht im Prinzip darum, dass Menschen in Rahmen der informationellen Selbstbestimmung die Möglichkeiten erhalten müssen, unangenehme oder unerwünschte Inhalte löschen zu lassen: Es kann nicht sein, dass man Jahre oder Jahrzehnte später noch Nachteile oder ehrrührige Situationen erleben muss, nur weil beispielsweise ein Foto von einer ausschweifenden Party, bei der man teilnahm, weiterhin im Netz abrufbar ist.
Ursprünglich soll das “Recht auf Vergessenwerden” auf den Rechts- und Politikwissenschaftler Viktor Mayer-Schönberger zurückgehen. Es soll jedoch auch in der EU-Datenschutzreform aufgenommen werden. (Quelle: Wikipedia).
Ich stimme mit Andi überein, dass bisherige Lösungsansätze nicht funktionieren. Die Idee eines digitalen Radiergummis, wie sie von einigen konservativen Politikern erzählt wird, ist und bleibt ein Märchen. Daran ändern auch keine halbgaren Proxylösungen, die von Professoren, welche auf gegenseitige Gefälligkeiten hoffen, für ihre Ministerin erstellt wurden.
Andi schlägt einen anderen Ansatz vor.
„Ein vernünftiger Ansatz muss daher darauf abzielen, den Menschen die Möglichkeiten zu geben, die Veröffentlichung sensibler Daten von vornherein zu verhindern.“
Menschen sollen per se Anonym im Netz sein. Es sollen nur mehr so viele Daten mit Personenbezug verwendet werden, wie es gerade notwendig ist.
„Wenn man jedoch von vornherein anonym ist, dann sind Daten, die veröffentlicht oder von Unternehmen (legal!) verschachert werden, kein so großes Problem mehr. Der Schritt aus der Anonymität wäre jederzeit möglich, und vor allem könnte man eigenverantwortlich darüber entscheiden.“
Die Idee ist sexy. Und sie wäre sogar technisch umsetzbar. Sie ist, wie der digitale Radiergummi, ein interessantes Konzept für eine programmiertechnische Fingerübung.
Doch die Idee übersieht den wichtigsten Faktor: Den Menschen. Oder genauer gesagt: Die anderen Menschen.
Es geht nicht
Ich als Einzelner habe ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Das ist nicht abzustreiten. Und es ist auch nicht verhandelbar. Aber selbes Recht steht auch anderen zu. Die wichtige Frage ist: Wo fängt die „Selbstbestimmung“ denn konkret an?
Wenn andere Menschen mich sehen, merken sie sich möglicherweise mein Gesicht. Wenn wir uns unterhalten, dann vielleicht meinen Namen, vielleicht auch mehr. Die Unterhaltung, Dinge die man sich erzählt, die Kleidung, die Umstände wo und wann man sich getroffen hat.
Selbst wenn ich mein Gesicht oder meine Augenpartie verdeckt, ja selbst wenn ich eine Burka tragen würde, um mich weitestgehend anonym zu machen, es bleiben viele Informationen, welche von anderen Menschen gesehen, aufgefasst, interpretiert, verglichen, gewertet und gespeichert werden können.
All dies sind Informationen, die in einer Form gespeichert werden: Im Gedächtnis der beteiligten Personen.
Viele, ja sogar die meisten Dinge, die man zu Gesicht bekommt oder über andere Sinnesorgane aufnimmt, werden vom Gehirn automatisch und unbewusst bewertet und vergessen. Ob und welche Dinge vergessen werden, wird jedoch im Gehirn eines Menschen selbst entschieden.

Datenschutzbrille – Lizenz: CC-BY-CA 3.0
Als ich im Herbst 2012 auf dem Landesparteitag von Bayern war, wurde von einer Person auf dessen Recht auf informationelle Selbstbestimmung verwiesen. Er bat darum, auf dieser öffentlichen Veranstaltung keine Fotos von ihm zu machen. Um sich darüber hinaus gegen Panoramaaufnahmen der (öffentlichen) Veranstaltung abzusichern trug er eine „Datenschutzbrille“.
Durch die Brille und durch das Auftreten blieb er mir deutlich in Erinnerung. Zwar habe ich seinen Namen nicht gemerkt, ich habe jedoch keinen Zweifel dass viele, die schon länger dabei sind und diesen Text lesen, sofort den Namen nennen könnten.
Ob man auf diese Weise seine eigene Anonymität fördert? Hier war das Gegenteil der Fall.
Das kann auch niemand Fremdes beeinflussen. Nur weil dieser jetzt wünscht, dass man ihn vergisst. Manche würden das ja gern wollen. Wenn man mit irgendwas ins Fettnäpfchen getreten ist. Als Bankräuber. Weil man Anwalt ist. Oder weil man jung ist und das Geld brauchte und deswegen für ein Boulevardblatt Skandalgeschichtchen besorgen und schreiben muss.
Würde es die Möglichkeit des digitalen Radiergummis geben, der auch auf das Gehirn von Menschen zugreift und den dazu notwendigen Schalter am Ende einer 100m Bahn legen würde, frage ich mich wer schneller danach rennen würde? Journalisten oder Politiker? Oder Barbara Streisand?
Eingriff in den persönlichen Datenraum
Der Artikel von Andi Popp handelt nicht über Menschen. Stattdessen geht es um das Internet, Social Media Plattformen und andere Angebote. Es wird über Technik geredet.
Dabei wird vergessen, dass all diese Angebote mehr oder weniger nur technische Hilfsmittel sind, mit denen letztlich doch Menschen miteinander agieren und kommunizieren. Kommunikation ist auch hier im Internet immer basieren darauf dass ein Sender Informationen abgibt. Empfänger –egal ob Nutzer von Facebook, Twitter oder E-Mail- empfangen diese und verarbeiten sie entsprechend ihrer Filter, des eigenen Kontextes und ihrer eigenen Wünsche. Bereits durch die Filterung und Einordnung geschieht somit beim Empfänger eine Verarbeitung. Dies bedeutet, dass die empfangenen Daten nunmehr auch Teil des individuellen Datenraumes der jeweiligen Person sind.
Technisch kann ich zwar das Sendemedium (die Plattform oder das Netzwerk) beeinflussen, bei der speichernden Stelle wird es jedoch schwer. Hat man eine weitgehend geschlossene Plattform oder Community wie Facebook, kann dessen Betreiber versuchen, die dort abgelegten Daten zu löschen.
Doch damit löscht er nicht etwa nur die Daten der Person die plötzlich anonym sein will. Wenn ein Empfänger die Daten zuvor bereits verarbeitete, dann greift der löschende Dienst auch in den individuellen, persönlichen Datenraum des Empfängers ein.
Das Klassenfoto
Machen wir dies einmal an einem alltäglichen Beispiel fest.
Als ich 1992 mein Abitur machte, wurden von mir und meinen Schulkameraden Abschlussfotos gemacht. Natürlich noch analog. Und wir alle erhielten schöne Abzüge davon. Es gibt verschiedene Plattformen, bei denen man Jahre später wieder mit seinen damaligen Kameraden in Kontakt kommen kann. So zum Beispiel stayfriends.de. (Gibt es übrigens jemand der noch keine Mail von Oliver Thiel bekommen hat?)
Auf diesen Plattformen wird dann auch oft von einem der Ehemaligen das inzwischen digitalisierte Klassenfoto hochgeladen. Man kann dann noch selbst oder in Zusammenarbeit mit den anderen Schulkameraden die Personen auf dem Bild taggen.
Über 20 Jahre später ist das eine sehr nützliche Sache. Wenn man selbst nicht mehr alle Personen zuordnen konnte, hat es halt jemand anders gemacht. Das ist eine super Sache. Allein würde ich die Namen nie wieder zusammenbekommen. Und das Klassenfoto ist Teil meiner damaligen Erlebniswelt: Das Betrachten weckt alte Erinnerungen und Gefühle. Erst recht, wenn dann auch noch die Namen dazu angegeben sind.
Gehört damit dieses Bild nicht auch zu mir? Ist es, wenn nicht direkter Teil von mir, dann doch ein Schlüssel zu persönlichen Lebenserfahrungen von mir?
Ginge es nach Andi Popp, hätte es diese Bilder gar nicht gegeben. Das Gebot der Datensparsamkeit wäre hier unerbittlich: Solche Bilder braucht man nicht, also werden sie nicht mehr gemacht. Und wenn es sie gibt, darf man sie nicht hochladen. Man darf seine eigenen Lebenserfahrungen, zu der eben auch andere Menschen gehören, nicht teilen.
Ginge es nach der Idee, dass jeder nachträglich seine Daten und Bilder löschen lassen könnte, wäre dies nicht weniger fatal. Man stelle sich vor, was mit Klassenfotos passiert, wenn ein „digitaler Radiergummi“ diese automatisch „korrigiert“:
Gepixeltes Klassenfoto von 1992
Zwar wäre ich auf dem Foto vielleicht nicht selbst verpixelt, aber der mich umgebende „Kontext“ wäre es. Und damit wäre ich ebenfalls betroffen. Wie oben bereits erläutert, ist die durch das Foto festgehaltene Situation als Ganzes ein integraler Bestandteil meiner Lebenserfahrung. Ein Eingriff in dieses Bild, um einzelne oder alle anderen Personen zu pixeln, würde Einfluss auf meine eigene Gefühlswelt nehmen.
Ein einseitiger Eingriff durch andere, die sich Jahre später vielleicht entscheiden, pauschal all ihre Datenspuren verpixeln zu lassen, würde ich daher als eine Beeinträchtigung meiner eigenen informationellen Selbstbestimmung auffassen.
Ähnliches gilt für fast alle Bilder, wo eine Gruppe von Menschen aufgenommen wurde.
Jeder der auf dem Bild abgebildeten Menschen hat ein Recht an dem Bild als Ganzes. Der Kontext, innerhalb dessen ein Bild aufgenommen wurde, ist immer Teil der Lebenserfahrung einer jeden Person. Eine einzelne Person kann und darf meines Erachtens nicht nachträglich versuchen, diese Lebenserfahrung durch ein Löschen oder ein Verschleiern zu beeinflussen.
Meines Erachtens würde ein Löschen oder ein Zurückholen von einmal ausgesendeten Informationen nur in einem einzigen Sonderfall möglich sein: Wenn noch kein Empfänger diese Information verarbeitet hat. Und dies schließt die automatische Verarbeitung und Filterung mit ein.
Worüber wir stattdessen reden sollten, ist die Art und Weise wie wir mit Bildern umgehen. Wie man sie teilt und verbreitet.
Die Digitalisierung des Menschen und des Bewusstseins
Wir benutzen als Gedächtnis einen weichen, biologischen Datenträger von derzeit unspezifischer Leistungs- und Speicherkapazität, welcher teilweise unzuverlässige Zugriffsmöglichkeiten auf einmal gespeicherten Daten hat. Ein schwabbliges Etwas von beschränkter Haftung.
Viele Menschen, insbesondere im zunehmenden Alter haben Probleme aufgrund von „Zugriffsproblemen“: „Verdammt, wie hieß der Typ da noch?!“ oder „Ich komme partout nicht auf den Begriff. Wie hieß das noch…“
Die Lebenswirklichkeit ändert sich fortwährend. Dinge, die noch vor wenigen Jahren als undenkbar erschienen, haben sich längst etabliert. Im Twitter fand ich vor kurzem folgenden treffenden Satz:
„Science-Fiction-Autoren müssen sich mit dem Schreiben beeilen. Ansonsten ist ihr Roman bei Fertigstellung nur noch eine Dokumentation.“
Bereits seit mehreren Jahren wird an Mensch-Maschine-Schnittstellen geforscht. Verschiedene Prototypen sind teilweise in Erprobung. Und dies nicht nur von wenigen Nerds, die sich selbst als Cyborgs oder Bodyhacker bezeichnen.
Die Schnittstellen betreffen dabei nicht allein die Verbesserung der Sensorik oder des Ersatzes von verletzten oder zerstörten Körperteilen. Forschungsthema betreffen auch Mittel und Wege zu finden, die menschliche Gedächtnisleistung zu verbessern.
Vor kurzem veröffentlichte die Duke-Universität in Durham im US-Bundesstaat North Carolina eine Forschungsarbeit, bei der es erstmalig gelungen war eine Gehirn-zu-Gehirn-Schnittstelle zu schaffen.
Unabhängig davon werden auch an verschiedenen anderen Forschungseinrichtungen Experimente mit neuralen Prothesen gemacht, die Funktionen ausgefallener Hirnregionen ersetzen sollen.
Keine Utopie, sondern nahe Realität ist der kommende Markt von Datenbrillen.
Nachdem Google im vergangenen Herbst das Projekt Glass vorstellte und dabei nicht etwa nur eine weitere von bereits vielen Modellstudien zeigte, sondern ein an fassbares und weitgehend fertiges Produkt, ist die die Branche in Bewegung geraten.

Bild: Google Glass Prototyp
Waren es vorher nur Spezialgeräte wie Oculus Rift oder die Cinemizer OLED die nur dazu dienten, Grafiken, Spiele oder Filme anzuzeigen, hat Google bereits bekannte und etablierte Hardware zu einem formschönen Head-Mounted Display kombiniert. Ganz ähnlich wie Apple es vor einigen Jahren tat, als es den IPhone auf den Markt brachte.
Um den Zug für einen entstehenden Markt nicht zu verpassen, sind einige namhafte Unternehmen dabei, eigene Datenbrillen zu entwickeln oder die bisherigen Konzepte anzupassen. So unter anderem Sony, die vor kurzem einen eigenen Patentantrag für einen Datenbrille einreichte.
Durch Datenbrillen einerseits und Mensch-Maschine-Interfaces andererseits werden die gesellschaftlichen Normen verändert. Mit der Verbreitung der Smartphones haben wir uns bereits daran gewöhnt, dass überall und jederzeit Fotografien gemacht werden können. Und dass Menschen ihre aktuellen Erlebnisse, ob banal oder sensationell, jederzeit kommentieren und weltweit publizieren können.
Was wird passieren, wenn die Datenbrillen kommen?
Die eingangs erwähnten „Zugriffsprobleme“ auf den vergessenen Namen eines Gegenübers sind allein für sich genommen schon ein Anreiz für die Datenbrille. Eine einfache Funktion, welches die Brille interessant und attraktiv macht für jeden. Wer wird schon dieser Verlockung wiederstehen?
Festzuhalten bleibt jedoch eines: All diese Entwicklungen sind nur Hilfsmittel. Hinter der Optik, hinter dem Apparat ist und bleibt ein Mensch. All diese Hilfsmittel helfen nur dabei, das zu tun, was das Gehirn ohnehin leisten könnte: Sich genau an jede Einzelheit zu erinnern.
Es darf nicht sein
Diese beiden Entwicklungen – Gehirnschnittstellen und Datenbrillen – legen Grundlagen, die in obiger Diskussion über Datenschutz eine wichtige Rolle spielen.
Konzepte zur Datenverhinderung oder die fixe Idee eines (durch Gesetzeskraft durchgesetzten) digitalen Radiergummis werden auch Einfluss auf die anstehenden Entwicklungen haben. Die bisherige Trennung zwischen Daten, die auf einem digitalen Gadget gespeichert sind und Daten, die Teil unseres Gehirns und unserer Erlebniswelt sind, wird zunehmend aufgehoben.
Wenn im Rahmen der informationellen Selbstbestimmung einer Person in den persönlichen Datenraum einer anderen Person eingegriffen werden muss, ist dies nicht tolerierbar. Erst recht, wenn nicht mehr getrennt werden kann, wo Mensch beginnt und Maschine aufhört.
Selbst wenn wir die Utopie der Mensch-Maschine-Schnittstellen vernachlässigen: Schon jetzt haben wir die oben beispielhaft angegebene Situation um die Bilder aus der Jugend. Mit welchem Recht will jemand darauf beharren, dass ich mein Gedächtnis nicht mehr auffrischen darf, indem ich andere zu Rate ziehe und um das Taggen alter Bilder bitte? Mit welchem Recht werden Menschen, die ein schlechteres Erinnerungsvermögen haben als andere, daran gehindert, dieses zu verbessern?
Ich will mich erinnern! Will dran zurückdenken können, was war. Und will dieses mit anderen teilen. Mein Leben, meine Erfahrungen, meine Bilder. Ich will ein Recht auf meine Erinnerung.
Auch dann wenn die Menschen, an die ich mich erinnere, dies nicht wollen und stattdessen ein „Recht auf Vergessen“ fordern.
Legen wir nun allerdings die Grundlagen für ein restriktives Datenschutzregime, welches die Manipulation von Dritten auf durch technische Hilfsmittel erlangte Daten zulässt, bedeutet dies genau das: Den Eingriff in das Erinnern, Denken und Erleben von Menschen. Heute noch wenig und überschaubar. In der Zukunft jedoch, wenn Mensch-Maschine-Schnittstellen real geworden sind, fatal und mit unabsehbaren Konsequenzen.
Wir müssen diskutieren
Meines Erachtens müssen wir weg von den Ideen, die auf Datenverhinderung, Datenmodifikation oder auf Verbote setzen. In einer Welt, wo sich jeder plötzlich alles ganz genau merken kann und das Gehirn nichts mehr vergisst, greifen Konzepte, die lediglich den Verbots- oder den Einsatzrahmen technischer Hilfsmittel betreffen, nicht mehr. Es geht um das, was Menschen mit Informationen anfangen. Nicht darum, auf welche Weise sie diese erlangen.
Daher brauchen wir eine geänderte Sicht darauf, wo persönliche und private Daten beginnen und enden.
Möglicherweise wird Google Glass ähnlich wie Google Streetmap ein Testballon werden. Gegen den es Widerstände geben wird. Doch nachdem Google Streetmap den Weg bereitet hat, fanden dieselben Angebote bei Microsoft Bing und anderen Anbietern ein fruchtbares Feld. Die Menschen hatten sich daran gewöhnt und mit den Füßen abgestimmt. Allen Bedenkenträgern zum Trotz.
Ähnliches wird mit Google Glass passieren: Die Menschen werden mit den Füßen abstimmen. Wenn es cool ist, wird es gekauft. Die ersten Nutzer werden als verrückte Spinner gesehen, als Exoten oder als Feinde der Privatsphäre. Die nächste Generation der Nutzer, vielleicht nur zwei Jahre später, wird drauf pfeifen und die verschiedenen Produkte selbstverständlich nutzen.
Wir als Piraten beschäftigen uns auch mit den modernen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts. Daher liegt es ganz besonders an uns, diese Diskussion zu führen. Wenn wir jetzt nicht darüber beginnen zu diskutieren, wird die Entscheidung eben mit den Füßen getroffen. Vielleicht wird das ohnehin geschehen.
Doch jetzt haben wir noch die Chance, uns darauf vorzubereiten und diese Themen zu diskutieren.
Morgen wird es zu spät sein.
Bayrische Biergartenkultur auf piratisch
Als gestern die Frage aufkam, wer in oder um München denn des Bayrischen mächtig sei fiel mir eine spontane Comedyeinlage während des Debattiertrainings in der LGS wieder ein, von der eine Aufnahme (in mäßiger Handyqualität im großen Raum) existiert die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Thema war eine Änderung der Sperrstunde für Biergärten, die seit Mitte der 90er auf 23:00 festgelegt ist, was auf einen Aufstand der Bevölkerung gegen die Vorverlegung auf 21:30 zurückzuführen ist(die sogenannte “Biergartenrevolution“), die durch einige Pullacher Anwohner wegen der angeblichen Lärmbelästigung durch die “Waldwirtschaft” durchgesetzt wurde. Da das Debating ohne Ankündigung des Themas stattfindet und die Zwischenredner quasi nur mit sieben bis etwa 30 min Vorbereitung ohne Möglichkeit zur realen Faktenprüfung (Erklärung siehe unten) als Reaktion auf die Beiträge der “Regierung” und “Opposition” in die Übungsdebatte einsteigen erhebt der spontane Beitrag keinen Anspruch auf Richtigkeit gennanter “Fakten”.
Das Debating ist eigentlich eine ernste Sache, bei der Piraten das parlamentarische debattieren üben. Dabei wird in zwei gegnerischen Gruppen zu jeweils drei Personen je 7 Minuten debattiert, die Gruppen haben vorher etwa 10 Minuten zur Vorbereitung. Dazwischen sprechen drei Teilnehmer der Debatte, die das Thema erst bei Eröffnung durch die Regierungsseiten erfahren und sich dann für eine Seite entscheiden müssen. Der Beitrag stellt eine dieser normal dreimiunütigen Zwischenreden dar.
Die Debattierabende finden in der Regel alle zwei Wochen in der Landesgeschäftsstelle in München statt und sind für alle Interessenten offen, aktuelle Infos findet ihr hier.
Obwohl ich das Debattiertraining normalerweise recht ernst nehme hab ich es mir bei diesem Thema spontan nicht nehmen lassen, ausnahmsweise etwas aus der Rolle zu fallen:-)
Über die Piratenpartei
Die Piratenpartei ist meine politische Heimat. Das dürfte inzwischen weithin bekannt sein und ist somit eine Binsenwahrheit. Im letzten halben Jahr habe ich mich aber immer weniger wohl gefühlt in dieser Heimat und ich bin nicht allein damit. Also werfe ich heute einen Blick auf die Partei und auf die Entwicklung, die sie genommen hat, seit ich im August 2009 eingetreten bin.
Wir sind Dilettanten, und das im besten Sinne des Wortes. Die Partei setzt sich zusammen aus Menschen, die das Gefühl eint, das es so nicht weitergehen kann, dass es einen besseren, einen vernünftigeren politischen Weg geben muss als den, den unsere Berufspolitiker derzeit gehen. Die Erkenntnis, dass auch Politiker nur mit Wasser kochen und so manches Mal unreflektiert weiterplappern, was ihnen von sogenannten Fachleuten vorgegeben wird, traf mich 2009, als Frau von der Leyen die Pressekonferenz gab, in der sie die gesamte Netzgemeinde in wahrhaft beleidigender Weise zu diskreditieren suchte. Ich halte ihr zugute, dass sie einfach keine Ahnung hatte, wovon sie sprach. Und weil ich schon damals nichts anderes annehmen konnte, als dass sie keine Ahnung hat, habe ich - wütend wie ich damals war - beschlossen, dass ich das mit der Politik jetzt einfach mache. Damit war ich nicht allein.
Die Pläne, die gesamte Bevölkerung vermittels Kameraüberwachung, Trojanern, Vorratsdatenspeicherung "im Griff" zu halten, waren und sind für mich jenseits jeglicher Diskussion. So viel Ahnung von der Technik habe ich schon, dass ich beurteilen kann, wie fehleranfällig automatisierte Überwachung ist und wie gefährlich das falsche Gefühl von Sicherheit ist, das da vermittelt werden soll. Es hat sich an den Plänen nichts geändert - nur an der "Verkaufstaktik". Nach wie vor soll die Bevölkerung insgesamt überwacht werden, nach wie vor wird die Unschuldsvermutung aufgeweicht, nach wie vor ist geplant, jeden einzelnen Einwohner dieses Landes unter dem Vorwand der Vermeidung von Verbrechen bis in sein höchst privates Umfeld hinein zu kontrollieren. 1984 läßt grüßen. Nein, danke, das möchte ich nicht.
Und das möchten alle anderen Piraten auch nicht. Sie arbeiten daran, die Bevölkerung über diese Überwachungsmechanismen aufzuklären, sie nehmen jeglichen Versuch, diesen Generalverdacht zu etablieren sehr ernst und sie nehmen alle Projekte auseinander, die gegen die Bevölkerung gerichtet sind - Vorratsdatenspeicherung, ACTA, INDECT, O'zapft is. Der neueste Versuch auf Bundesebene ist das Gesetz zur "Bestandsdatenauskunft", gegen das wir genauso anrennen werden wie gegen alle Versuche vorher und nachher.
Neben der Untersuchung all dieser gegen die Bevölkerung allgemein gerichteten Aktivitäten der Europäischen Gemeinschaft, der Bundes- und der Landesregierungen haben wir es in der Tat geschafft, heimlich, still und leise (naja, ziemlich) Programme auf die Beine zu stellen, die nicht nur die Wehrhaftigkeit der Piraten unter Beweis stellen sondern auch politische Vielfalt innerhalb der Partei sichtbar machen. Und das haben wir innerhalb von sechs Jahren geschafft.
Die Piratenpartei rekrutiert sich ganz überwiegend aus Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Auf Bundesebene haben wir ganze zwei bezahlte Kräfte: Eine 450-Euro-Kraft in der Bundesgeschäftsstelle und unsere Bundespressesprecherin, die halbtags arbeitet. Alle Vorstände müssen neben der organisatorischen Arbeit für die Partei noch ihren Lebensunterhalt verdienen. Alle Parteimitglieder, die an den Entwürfen für die Programme mitgearbeitet haben, haben das in ihrer Freizeit getan, aus Leidenschaft für Menschen, aus Wut über die politischen Zustände, aus Freude an der Zusammenarbeit bei der Suche nach neuen politischen Wegen.
Und das soll uns eine der "etablierten" Parteien erst einmal nachmachen, Herrschaften! Ich möchte gerne mal Leute wie eine Frau von der Leyen oder einen Herrn Seehofer, einen Herrn Steinbrück oder einen Herrn Gysi, eine Frau Künast oder eine Frau Wagenknecht sehen, die auf
- einen nicht unerheblichen Teil ihres Gehalts
- ureigene Interessen wie Zusammensein mit der Familie
- praktisch ihre gesamte Freizeit
- Komfort
- (diese Liste ist beliebig verlängerbar)
verzichten, weil sie von der Sache überzeugt sind, für die sie sich einsetzen. Weil sie trotz des Mangels an Anerkennung und trotz der Fülle an Kritik arbeiten wie die Heinzelmännchen.
Dafür bedanke ich mich bei allen, die an politischen Positionen, an Strukturen, an Organisation, an Außendarstellung, an innerem Parteifrieden - kurzum: am Aufbau dieser Partei arbeiten. Danke, Leute, ihr seid großartig. Alle.
Und deshalb bin ich bei allen Streitereien, bei allen Defiziten, bei dem Mangel an Dank und der Fülle an Shitstorms, bei allem explosionsartigen Aufeinanderprallen von Meinungen einfach stolz auf die Piraten. Wir haben ungeheuer viel geschafft. Wir können dabei helfen, diese Gesellschaft so umzubauen, dass jeder Mensch sich in ihr wohl fühlen kann. Und genau das werden wir auch weiterhin tun, denn das ist es, was uns treibt und das ist es, wofür wir hier sind, so unterschiedlich wir auch sind.
Manchmal bin ich furchtbar müde. Manchmal möchte ich einfach austreten und mit dem ganzen Mist nichts mehr zu tun haben. Manchmal wird mir einfach alles zuviel und ich habe das Gefühl, ich kann keinen einzigen Schritt mehr machen. Aber es gibt keine andere Partei, in der ich sein möchte, ehrlich.
Piratenkleider 2.16
Ab sofort steht eine neue Version zur Verfügung.
Es wurden seit der letzten stabilen Version einige Bugfixes im CSS behoben und neue Features eingebaut:
- Bugfixes: Darstellung in Chrome und iOS korrigiert
- Bugfixes: Umbruch bei überbreiten Inhalten (wieder) korrigiert
- Bugfixes: Viele verschiedene Schönheitskorrekturen. Insbesondere dank @stoppegp
- Updates: Links zu verschiedenen Piraten-Websites
- Feature: Neue Farbkombinationen (Piraten USA und Ungarn)
- Feature: Optionales Easter Egg.
Ein paar Worte in spezieller Sache:
Benutzer des Themes haben mit dieser Version die Option unter Takelage->Sonstiges, einen Aprilscherz einzuschalten. Was das konkret für Folgen hat, zeigt sich am 1. April. Wer den Code interpretieren kann, wird sicherlich leicht herausfinden, was dann passiert.
Spicken kann aber jeder.
Habt ihr genug Mumm, es einzuschalten ohne vorher zu schauen?
Dann tut es! Zeigt, dass ihr Piraten seit! Und zieht es dann am 1. April mit durch.
Eine Bitte an all diejenige, den den Code interpretieren und es anschauen können: Bitte nehmt anderen nicht die Überraschung und die Freude. Wenn euch es nicht gefällt, lasst es einfach abgeschaltet und macht kein Tohuwabohu darum. Genau deswegen, weil ich jeden die Wahl lassen möchte und die eigene Entscheidung belassen will, hab ich es per Default eben nicht aktiviert. Und aus eben denselben Grund schreib ich es hier.
Essensresteverwertung
Eigentlich mag ich keine Kochbücher. Totholz braucht Platz und den habe ich in meiner nicht-ganz-18qm-Wohnung nun mal nicht. Kochbuchautor ist in Zeiten des Internets eine zurecht aussterbende Spezies, da kann die Schöpfungshöhe des Werks noch so hoch sein, es handelt sich ja doch meist nur um reine Variationen bekannter Rezepte. Um mit den unzähligen Onlinerezeptforen, Sammlungen, Wikikochbüchern, tausenden Cupcakeblogs und Seideineigenersternekochyoutubevideotutorials mithalten zu können quälen uns Marketingexperten der kreativ-trendy-hippen-single-familien-fitness-Küche mit Bullshitbingo oder dem x-tausendsten Asiarezeptbuch mit gephotoshoppten Fooddesignplastiksushiröllchen.
Manchmal lockt ein auffälliges Design (oder die gähnend lange langsame Supermarktschlange) aber auch mich zu einem kurzen Blick in das ein oder andere Kochmagazin. Heute bin ich auf “Das Nichts Wegwerfen Kochbuch”(sic!) gestossen. Erwartet habe ich eines dieser unzähligen Reste-von-gestern-warmmachen-”Koch”-Bücher, die mir gar nichts nutzen, wenn ich mich nicht drei Tage lang von denselben Grundzutaten in oft wenig kreativen Varianten ernähren will(die noch dazu garantiert mindestens fünf andere frische Zutaten brauchen, die hundertprozentig nicht in singletauglicher Menge zu vernüftigen Preisen in normalen deutschen Supermärkten zu finden sind). Resteverwerten ist mir aber wichtig geworden, seit ich angefangen habe viel selber zu kochen. Ich bin Student, und die 3er-Paprikaampelpackung ist eben immer noch günstiger als zwei einzelne kleine Früchte. Mich nerven halbe übrige Zwiebeln, ausgewachsene Kartoffeln, ganz zu schweigen vom fünften Spiegelleifrühstück in Folge, weil das Haltbarkeitsdatum grenzwertig überschritten ist. In letzter Zeit habe ich deshalb oft weniger und dafür teure Lebensmittel gekauft, weil sich durch das zwangsweise wegwerfen infolge der wöchentlichen Kühlschrankinventur die anfängliche Preisersparnis immer öfter doch wieder aufhebt.
Projekte wie Foodsharing.de sind ein toller Ansatz, helfen aber akut nur bedingt, so lange sich das noch nicht herumgesprochen hat. “We feed the World” zeigt uns drastisch, wie anderswo auf der Welt Kinder verhungern, während in Deutschland über 80 Kilo Lebensmittel pro Person im Jahr im Müll landen.
Zurück zum Buch: Gleich beim ersten aufschlagen war ich begeistert: statt “Reste von gestern aufwärmen” lande ich auf einer Seite im Kapitel “konservieren”. Hier gibt es verschiedene Rezepte für eingelegtes, Obst wie Gemüse, teilweise sogar für Fleisch. Zu jedem Rezept gibt es Zubereitungsfotos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Angaben, wie lange die Sachen nach dem einkochen etwa haltbar sind. Im ersten Teil gibt es ein paar kreative Ideen, wie man halbleere Gläser mittels Nutzung zur Mischung von Soßen nahezu komplett leer bekommt, womit man sich selbst beim ausspülen oder den Müllarbeitern an Glascontainern auch noch einen Gefallen tut. Natürlich gibt es auch die üblichen Reste-von-gestern-Rezepte, die hier tatsächlich oft eine Kombination aus “Rest von gestern” und haltbaren Zutatenresten in kleinen Mengen darstellen.
Am Ende des Buches gibt es ein Register, geordnet nach Rezepten, Zutaten und Zeitaufwand.
Leider fehlt ein Teil mit Basics, wo z.B. erklärt wird, was “konservieren”, “einlegen”, “trocknen” , “einfrieren” mit Lebensmitteln eigentlich macht oder wo Probleme oder gar Gefahr für die Gesundheit drohen, wenn beim haltbarmachen doch mal etwas schief läuft.
Trotzdem ist das Buch genau das, was ich mir in letzer Zeit öfter beim Blick in den Kühlschrank gewünscht hätte und genau das, was ich mir vorstelle, wenn von “Reste sinnvoll verwerten” die Rede ist…
Zum Schluss noch ein eigener Tipp, der so nicht im Buch zu finden ist: Alte Semmeln (und Brot) lassen sich ganz einfach in der Tüte vom Bäcker an einem nicht zu warmen und vor allem trockenen Ort aufbewahren. Trockene, steinharte Brotstücke kann man in Öl und Gewürzen marinieren und in der Pfanne kurz zu leckeren Croutons für Suppen oder Salate anbraten. Mit einem Mörser zerstossen eignen sie sich als selbstgemachte Semmelbrösel. Weiche Semmeln vom Vortrag kann man, in Milch zusätzlich eingeweicht, zu einem Teig für Semmelknödel (sprich: “semmeknedl”) verarbeiten. Guten Appetit!
Eine Frage der Perspektive
Siemens ist einer der größten Arbeitgeber, die es in Deutschland gibt. Derzeit ist das Wort "Umstrukturierung" wieder in aller Munde, was üblicherweise den Abbau von Arbeitsplätzen bedeutet. Grundsätzlich steht der Konzern inzwischen weder für eine besonders arbeitnehmer- noch für eine übermäßig frauenfreundliche Politik. Da kann ich es gut verstehen, wenn eine Offensive in sozialen Netzwerken gestartet wird - zum Beispiel auf facebook.
Das Bild über der Siemens Job- und Karriereseite spielt mit Perspektive - ähnlich wie beispielsweise der Vorspann der Serie "Danny Lowinski". Während die Macher von Danny Lowinski aber mit eben diesem Vorspann die Siegerqualitäten der Hauptfigur dieser Serie hervorheben, tut die Kopfgrafik der Siemens-Seite das genaue Gegenteil: Man sieht einen Zebrastreifen, neben dem eine Frau liegt, die an den weißen Streifen emporklettert. Daneben ist ein Mann zu sehen, der den Zebrastreifen locker und aufrecht gehend überquert.
Als ich dieses Bild sah, blieb mir schlicht die Spucke weg. Nichtsdestoweniger haben die Macher dieser Grafik unbewußt genau die Realität eingefangen, in der Frauen in der Arbeitswelt leben: Sie verdienen weniger, sie kommen schwerer voran, sie müssen sich vieles erkämpfen, was Männer als Selbstverständlichkeit für sich in Anspruch nehmen.
Das Problem, das wir haben, sind nicht die täglichen kleinen Unverschämtheiten, die sich Menschen leisten. Sexismus ist in meinen Augen genau das, was Siemens hier vollkommen unbewußt aber dafür umso deutlicher aufzeigt: Es ist selbstverständlich, dass Frauen sich mehr anstrengen müssen. Dass sie mehr Leistung zeigen müssen. Dass sie sich mit weniger Anerkennung (vor allem finanzieller Natur) zufriedengeben müssen. Dass die biologische Fähigkeit, Kinder zu gebären, sie gesellschaftlich abwertet. Das ist der Punkt, an den wir müssen. Gegen die täglichen Unverschämtheiten kann man sich abgrenzen lernen, gegen den geminderten Wert ist das praktisch unmöglich.
Die gesamtgesellschaftlich vorhandene Minderbewertung der Arbeitsleistung von Frauen und damit die Minderung des Wertes von Frauen an sich aber ist das, was ich als Sexismus bezeichne. Und das muss endlich aufhören.
Zum guten Schluß sei noch gesagt, dass ich es als Zufall betrachte, dass der Anlaß für diesen Artikel nun ausgerechnet von Siemens kommt. Es handelt sich hier um ein Problem, das sich quer durch die Arbeitswelt zieht - womit Siemens nicht "das Böse schlechthin" ist, sondern nur ein Unternehmen unter sehr vielen, in denen täglich der Wert von weiblichen Arbeitskräften in Zweifel gezogen wird.
Unterlagen werden nicht veröffentlicht - Kritik offenbar unerwünscht
Ist es möglich zukünftig Dokumente, über die im Stadtrat in öffentlicher Sitzung beraten und/oder beschlossen wurde, dem Bürger offen zu legen, damit dieser sich - wenigstens nachträglich - ein eigenes Bild davon machen kann?
Diese Frage stellte ich am Montag Abend in der Bürgerversammlung zu der die Bad Brückenauer Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks eingeladen hatte.
Die Antwort lautete sinngemäß, dass das nicht mög
Kein Link dem #LSR – LSR blocken
Das “Leistungsschutzrecht” ist ein gefährliches Gesetz. Auch in der aktuell beschlossenen abgeschwächten Form:
1. Pressedefinition
Es zementiert den Anspruch von Presseverlegern darauf, allein als Presse zu gelten. Presse ist das, was Presseverleger herausgeben. In Folge dessen können auch nur noch Presseverleger den rechtlichen Schutz in Anspruch nehmen, welchen redaktionelle und journalistische Tätigkeiten bisher laut Gesetz hatten. Blogger und freiberufliche Journalisten werden hiermit also entrechtet.
2. Rechtsunsicherheit
Aufgrund der schwammigen Formulierung des Gesetzes mit den Wortlaut: “Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.” besteht eine große Rechtsunsicherheit. Bereits heute, ein Tag nach dem Beschluss seht schon der Bundesverbandes deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auch die kurzen Fragmente welche von der Google-Suche gezeigt werden als zu lang an: “Nein.” Die Google-Suchergebnisse gingen “über die nicht erfassten Längen hinaus.” (Quelle: Golem, “Google-Suche nach Leistungsschutzrecht nicht zulässig”)
Leider beschränkt sich die Aktivität vieler Netizens, aber auch von Piraten auf die Aufstellung politischer Forderungen, einigen vielen Blogartikeln und von wenigen echten Protesten. Oftmals wird Google aufgefordert, die entsprechenden Verlage einfach aus dem Index zu entfernen.
Aber selbst wird nichts getan. Im Gegenteil: Über soziale Medien, Blogs, Pressemeldungen, wird weiterhin genau dafür gesorgt, dass die #LSR-Angebote in der Reihenfolge der Suchergebnisse oben sind. Artikel dieser Verlage werden direkt verlinkt und kommentiert und somit unabsichtlich beworben. Selbst wenn man sie in kritischer Form würdigt. Durch die Verlinkung steigt das Suchmaschinen-Ranking ebenso, wie dessen Wertschätzung durch Menschen. Denn jeder Link einer vertrauenswürdigen Person auf einen Artikel wertet diesen auf.
Wir selbst, die wir auf diese Medien verlinken, sind es also, die diese Presseverlage unterstützen. Jeder einzelne für sich macht wenig. In der Masse aber, durch Retweets, Teilen, Likes und Weiterleiten, sorgen wir dafür, dass es denen gut geht. Und sie sich im recht fühlen.
Wir füttern die Trolle. Weil wir auf sie reagieren, sie kommentieren, auf sie eingehen. Aber Trolle wird man so nicht los! Trolle müssen ausgetrocknet werden. Und dazu muss man lernen, seine Kommunikation mit und über diese zu beenden. Wir können vergeblich auf Google hoffen, dass diese irgendwann mal exemplarisch Verlage aus dem Index werfen. Oder wir sorgen dafür, dass die Relevanzkriterien der Suchmaschinen reagieren. Und so die Verlagsmedien selbst dahin ranken, wo die Sonne nicht scheint!
Wir selbst tragen Anteil daran, dass es Presseverlagen gut geht. Das sie trotz ihrer Firmenpolitik Geld verdienen. Eine Firmenpolitik, die nun durch Lobbyismus für das #LSR soweit geht, Grundrechte auf freie Meinungsäußerungen zu gefährden.
Ich kann, will und darf niemand verbieten, zu verlinken was er will. Das sage ich nicht nur als Pirat und Netizen, sondern auch als einer der Urmitglieder von FreedomForLinks.
Was ich aber kann, ist selbst zu entschieden was ich lese: Filtern ist Sache des Empfängers.
Einst sagte eine Piratin, ich glaub es war Marina Weisband, in einer Talkshow: Wir können niemand verbieten, schlechtes zu tun. Wir können aber dafür sorgen, dass er ein schlechtes Gewissen bekommt.
Und dies ist der Hintergrund zu folgender (recht spontanen) Aktion:
“Ich werde eine Woche lang jeden Twitterer blocken der auf ein #lsr Verlag verlinkt. Wer hat genug Mumm & Kraft mitzumachen? #Piraten”
13:40 – 2. Mär 2013, https://twitter.com/xwolf/status/307832866279149568
@Spinni hat vollkommen recht damit, daß der Grund für meine Handlung kommuniziert werden muss. Daher hab ich diese Seite angelegt (und werde noch daraus ein Blogartikel machen).
Wer von mir geblockt wird, erhält eine Nachricht der Form, wie mein erstes armes Opfer (sorry Ben) sie bekam:
Lieber xxxx, schade das du ein #LSR-Medium durch Verlinkung bewirbst und so seine SEO verbesserst. Ich muss dich daher leider blocken.
bzw:
xxx, es tut mir leid, da du ein #LSR-Medium durch Links bewirbst und im SEO verbesserst, muss ich blocken. Hintergrund: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Xwolf/LSR-Blocken
Wichtig: Der Block ist nicht persönlich gemeint. Es geht hier darum ein Zeichen zu setzen und durch diese -für Netizens durchaus auch brutale- Aktion zum Nachdenken anzuregen. Nach einer Woche werde ich die allermeisten Leute sicher wieder deblocken.
Dies ist kein Aufruf zu einem Boykott. Ich entziehe mich lediglich allein und selbst der medialen Wirkung.
Nutzungsausschluss für Presseverleger und Verlage
Aus aktuellen Anlass hab ich die Nutzungsbedingungen für die Inhalte meiner Websites geändert.
Folgender Absatz wurde den Bedingungen hinzugefügt:
Nutzungs- und Verwertungsrechte für Presseverleger, Verlage, Medien, Verwertungsgesellschaften und allgemeiner journalistische Tätigkeit
Die Verwendung, Weiterverbreitung sowie Nutzung aller Materialien dieses Webangebots wird hiermit vollständig untersagt für Presseverleger, Pressemedien und Verwertungsgesellschaften. Ebenso untersagt wird die Verwendung in Rahmen von allgemeiner journalistische Tätigkeit und Recherche für angestellte oder freiberufliche Journalisten.
Nicht betroffen hiervon sind die Betreiber und Autoren von privat geführten Blogs.Bei einer nicht lizenzierten Nutzung durch Verlage, Medien, Verwertungsgesellschaften oder Journalisten werden Kosten für eine Nutzungslizenz in Höhe von 300,- Euro für Bilder pro Abruf oder Druck, sowie in Höhe von 500,- Euro für Texte ab einer Länge von 40 Zeichen pro Abruf oder Druck in Rechnung gestellt. Etwaige anfallende Kosten für Rechtsverfolgung werden gesondert in Rechnung gestellt.
Da ich kein Anwalt bin, ist der Text möglicherweise rechtlich nicht in allen Stellen und in den Formulierungen haltbar. Dies wird sich jedoch zeigen, sobald es soweit ist. Wenn ein Verlag meine Inhalte klaut ohne auf die Lizenz zu achten, wird es mich freuen, dass ich dann kostenfrei meine Rechtsschutzversicherung bemühen kann.
Durch das Leistungsschutzrecht wird die -auch wenn es nicht in dem Maße gekommen ist, wie es die Lobbyisten der Verleger wollten- politische und wirtschaftliche Macht einiger großer Verlage gestärkt zu Lasten von vielen freien presseähnlichen Medien. Die Presseverleger haben sich zudem durch das Gesetz, so schwach es auch ist, eine Definitionsmacht gesichert: Presse ist das, was Presseverlage herausgeben. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass all das, was von nicht kommerziellen Organisationen oder einfachen Menschen über Blogs oder andere technische Möglichkeiten herausgegeben wird, nicht mehr unter diesen Schutz fallen kann.
Jeder Publisher, also auch jeder Blogger, der selbst kein Presseverlag ist, wird durch diese Definition zum Freiwild für abmahnwütige Anwälte.
Eine Begründung für das “Leistungsschutzrecht” lag in der vermeintlichen hohen Qualität und den Kosten für die Erstellung von Pressemeldungen. Profitieren sollten jedoch nur Presseverleger. Nicht unbedingt die wahren Urheber.
Es mag in der Entscheidung einiger freiberuflicher oder abhängig beschäftigter Journalisten sein, ihre Arbeit den Verlegern gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung zu stellen. Es ist jedoch auch meine persönliche Entscheidung als Urheber meiner eigenen Inhalte zu entscheiden, dass ich diese nicht dafür hergeben oder verwendet haben will. Und ich will weder das meine Texte unter “Quelle: Internet” subsumiert werden, noch will ich, dass Presseverleger davon profitieren.
Daher untersage ich hiermit pauschal allen Presseverlegern, allen Verlagen und allen Journalisten die Verwertung meiner Inhalte, soweit es die Gesetzeslage hergibt. Es steht Journalisten frei, eigene Recherche zu betreiben. Aber ich weigere mich, als kostenfreier Inhaltslieferant hergenommen zu werden noch selbst diese zu liefern. Durch das Leistungsschutzrecht wird das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und auf freie Entfaltung gefährdet. Konzernen, Verlegern und Personen, die dieses nur der eigenen niederen finanziellen Ziele wegen in Kauf nehmen und vorantreiben, kann und will ich nicht unterstützen.
Als Pirat, als Webworker und als Netizen möchte ich allen die wie ich seit Jahren Artikel und Meldungen schreiben und Inhalte verschiedenster Form produzieren, nahelegen sich selbst auch Gedanken hierzu zu machen.
Wir alle wollen eine seriöse, investigative und neutrale Presse. Eine Presse, die mit Recht und Stolz als Macht im Staat auftritt und den Mächtigen auf die Finger schaut. Die jetzige Massenpresse ist jedoch fernab dieses Ideals. Sie konzentriert sich in ihren Meldungen nicht darauf was wichtig ist, sondern auf das was Quote und Verkaufszahlen bringt.
Presse, Politik und Wirtschaft sind zudem oftmals eng verzahnt und in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander. Und dies wurde nicht erst bei dem Versuch des unseligen Zensurinfrastrukturgesetzes von #Zensursula deutlich.
Presse ist heute das, was Quote macht und womit Presseverlage Geld verdienen.
Durch die Enge Verbandelung der Presse mit knallharten wirtschaftlichen Interessen kam es dazu, daß echter investigativer Journalismus auf der Strecke blieb. Dieser ist viel zu teuer. Leichter und billiger ist es doch, Texte die DPA oder andere verteilt werden, zu übernehmen und als die eigenen zu verkaufen.
Teil dieses Teufelskreises ist dann auch, dass viele derjenigen, die (positiv) in der Presse auftauchen wollen, dies nur mehr durch eine Befütterung derselben machen können. Firmen, Agenturen, der öffentliche Dienst und Parteien -auch die Piraten- beliefern daher Verlage mit vorgefertigten Texten. So formuliert, dass diese möglichst 1:1 übernommen werden.
Wenn dann ein Redakteur meint, der jeweilige Artikel sorgt für genügend Quote, dann wird er auch gebracht. Ob der Inhalt dann wichtig ist, ob es wahr ist oder nicht, spielt keine Rolle mehr. So kommt es dann auch regelmäßig zu Enten. Wie beispielsweise die um die Mitgliederzahlen der Piraten. Zwar werden diese oft von den Betroffenen korrigiert, aber ob die Presse dann die Korrekturen übernehmen ist nicht zuverlässig.
Terry Pratchett schrieb in seiner Geschichte über die Presse:
“Eine Lüge ist schon über die ganze Welt gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Stiefel angezogen hat.”
Als Inhaltsersteller haben wir nur zwei Möglichkeiten:
- Die einfache ist, wir machen mit. Wir unterwerfen uns diesem Schema.
- Die andere, schwere Möglichkeit ist, wir machen da nicht mehr mit. Damit laufen wir Gefahr nicht mehr genannt zu werden. Nicht mehr zu erscheinen. Und somit nicht mehr in der öffentlichen Wahrnehmung zu sein.
Doch ist dem wirklich so?
Wird die öffentliche Wahrnehmung wirklich und allein nur von der Presse bestimmt?
Und selbst wenn: Wieso sollte es mich interessieren, was Lesern der Boulevard-Presse von mir denken? Wende ich mich eigentlich an solche Menschen? Nein.
Blogs, Social Media, in Eigenregie publizierte Literatur und Musik. Das Internet wurde bekannt und groß noch bevor Presse erste zaghafte Schritte tat. Warum glauben wir, daß die Presse, so wie sie jetzt ist, für uns wirklich wichtig und richtig ist?
Ich wähle daher lieber den schweren Weg. Und kann damit gut leben.
Ich brauch der Presse nicht nachzuhetzen. Muss das Monstrum nicht jeden Tag mit einem Kommentar zu einem (politischen oder technischen) Thema befüttern.
Um so mehr Leute es genauso sehen, um so schwerer wird es die Boulevard-Presse haben, quotenbringende Artikel zu finden.
Lasst uns die Presse zwingen, wieder Journalisten anzustellen, die selbst recherchieren. Die vor Ort sind, die echte Pressearbeit machen. Doch dazu müssen wir das Monstrum, die Presse, auf Entzug setzen. Entzug von billig beziehbaren Texten, die von abhängigen Lohnsklaven umformuliert werden müssen, Entzug von angefütterten Themen, die nur Namen und Produkte in Gespräch kriegen sollen.
Dann bekommen wir auch wieder eine Presse, bei der es lohnt, sie zu lesen. Die man abonnieren und kaufen kann.
Sitzung des Konvents vom 15.01.2013
Welcome New York Pirate Party, Üdvözöllek Hungaria!
Ich hab Kontakt zu weiteren Piraten aus dem Ausland bekommen, die für ihre Vertretung der Piratenpartei auf das Theme Piratenkleider setzen: Der Verband aus New York und die Piratenpartei Ungarn.

Piraten aus New York, http://nypirateparty.org/

Piraten Ungarn,
http://kalozpart.org/
Bereits vor längerer Zeit hatte ich auch eine Kontaktaufnahme von Piraten aus Kroatien.
Es ist sehr schön, zu sehen, dass Piraten weltweit aktiv sind. Das dann auch noch das Piratentheme verwendet wird, freut mich zusätzlich. Im Gegenzug werde ich mich bemühen die verschiedenen Farbkombinationen die verwendet werden, als Option in das Theme einzubauen.
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