Error 37 Rage, Error 3006 Rage, Diablo3 Rage!
Wahlerfolg der Piraten, schlecht für die Parteikasse
Beim Focus kann man gerade einen Artikel über das Problem, das die Piratenpartei aktuell mit der Parteinenfinanzierung hat lesen.
Kurz zusammengefasst, alle Parteien bekommen pro Wählerstimme einen gewissen Betrag ausgezahlt, dieser wird jedoch gedeckelt wenn die Partei nicht viel Geld in dem entsprechenden Jahr eingenommen hat. (bei den Piraten eine sehr grosse Abweichung, da wir sehr viel in Eigeninitiative gemacht haben und deswegen kein Geld verbucht werden konnte)
Der Bundesverband muss nur an die Landesverbände Geld, was an ihn über die Parteienfinanzierung ausgezahlt wurde überweisen. Dieses ist aber NICHT gedeckelt.
Der Bund kann damit kein Geld an die Landesverbände geben, die noch nicht an einer Wahl teilgenommen haben. (z.B. Bayern), in diesen stehen jetzt aber bald Wahlen an.
Geld von einem Landesverband an den anderen zu leihen ist (soweit ich mich noch erinnere) eine eher heikle Angelegenheit und ohne professionelle (sprich teure) Finanzberater kaum zu machen.
Wir haben jetzt schon die Forderung, dass sich nur Leute aufstellen dürfen, die den Wahlkampf selbst bezahlen können. Ist meiner Meinung nach gaaanz grosse Sch… Ich denke nicht, dass diese Forderungen durchgehen werden, aber einige Leute werden bei den Aufstellungsveranstaltungen wohl mehr zu kämpfen haben als andere und das finde ich gerade bei den Piraten schade.
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Podcast: “Occupy und Piraten: Wie lernen wir in politischen Bewegungen?”
Am 02. Mai waren @mueslikind und ich zusammen mit Occupy/”Echte Demokratie” jetzt zum Thema “Lernen in politischen Bewegungen” bei Radio Lora92,4 eingeladen.
Den Beitrag gibt es jetzt als Podcast zum Stream und Download.
Nachdem uns “Echte Demokratie jetzt” zum Gegner(sic!) erklärt hatten
war’s kontroverser als erwartet. Alex von Occupy sieht einen massiven
Widerspruch zwischen dem, was EDJ fordert und Liquid Democracy als
zumindest einer Verbesserungsmöglichkeit parlamentarischer Demokratie.
Hatte allerdings ein wenig den Eindruck er mag die Piraten gar nicht
verstehen.
Neben Miriams schöner Erklärung von Liquid Democracy gab es die Frage,
wie man sich bei den Piraten in München und überall beteiligen kann, wie unsere Arbeitsgruppen kommunal, landes- und bundesweit funktionieren und was es überhaupt gibt. Besonders interessant fand ich auch die
Hörerreaktionen, die recht gut zeigen, woran wir in unserer
Außendarstellung noch arbeiten müssen.
Die eigene Handschrift
Mit fünf konnte ich lesen und Buchstaben nachmalen.
In der Schule hab ich Schreibschrift schreiben gelernt. Schön. Schneller schreiben. Und irgendwie mocht ich eine Art altmodische Ästhetik daran.
Handschrift war irgendwann verboten. Bei mir hat sich die Frage nach falsch oder richtig kaum gestellt. Inhaltlich korrekt waren Hausaufgaben fast immer. Blätter wurden zerrissen, Aufsätze neu geschrieben, weil Buchstaben nicht der gelernten “Schreibschrift” entsprachen. Ein Strich zu weit rechts, zu weit links, eine Linie zu sehr gebogen, eine Lücke zu groß.
Ich schreibe heute selten, ungern und schlecht per Hand. Wenn ich mir nicht größte Mühe gebe, kann ich’s selbst nicht entziffern. Ich hasse “meine Handschrift”. Meine Unterschrift ähnelt der meiner Mutter. Vielleicht war das der Grund. Etwas erhalten. Nein. Machtdemonstrationen. Eine von vielen.
Leute fragen “warum hast du kein Selbstbewusstsein?”. Eine Frage wäre “warum hast du keine eigene Handschrift?”. Man mag davon halten was man will, manch einer interpretiert viel in die Handschrift rein. Sicher ist für mich, dass es ein Ausdruck von Individualität ist, der wohl bei mir – ich weiß nicht warum – unterdrückt werden sollte.
Wer sich jetzt am Gejammer hier stört schaue sich die Fakten an… mir läg einfach viel dran dass das sonst niemand seinen Kindern antut.
Diablo3 ist durchgespielt
Ne Truppe aus Korea hat es wohl schon gepackt Diablo 3 durchzuspielen. Also, alles in Ordnung, geht wieder in die Arbeit, es gibt nix mehr zu sehen.
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Landtag in NRW noch nicht Barrierefrei?
Ich bin gerade über diesen Bericht gestolpert (bzw wurde draufgestupst) und wundere mich gerade ein wenig.
Wie kann es sein, dass das Landtagsgebäude in NRW noch nicht Barriererfrei ist?
Direktes Update:
In diesem Bericht über Stefan Fricke (wer baut den Wikipedia Artikel?) hört es sich so an, als ob “nur” der Plenarsaal nicht Barrierefrei ist.

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Liste der Twitternden Landtagspiraten #piraten
Mathias Schindler hat gerade eine Liste aller ihm bekannten Piraten erstellt, die Twittern und in den Landtag gekommen sind.
Die Liste ist natürlich noch nicht vollständig, aber das dürfte schnell passieren, oder? ;)
(Ich hätte ja erwartet, dass er ne Wikiseite anlegt ;)
Update: die Wikiseite gibt es natürlich schon. Danke @nati0n
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20 Sitze für die Piraten in NRW
Laut Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap haben die Piraten mit 7,8%* wohl 20 Sitze “geentert”** (siehe wahlrecht.de)
Wo es wie viele Stimmen gab kann man hier nachsehen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Zahlen wirklich stimmen. (Es sind 3 Wahlbezirke Bielefeld gelistet!)
Ob der Rücktritt von Norbert Röttgen vom Vorstand jetzt nur eine Nebelkerze war um Schaden von der Partei abzuwenden oder ob er, wenn er es ehrlich meint auch von seinen anderen Aufgaben zurücktreten sollte, halte ich jetzt aber echt für “Stammtisch Mimimimi”.
Ach, aber alle Piraten, vergesst bitte nicht, dass NRW das 4. Ausnahmebundesland ist und das Ergebnis nur Zufall und durch Protestwähler zustande kam!
*eindeutiger Abwärtstrend, wir werden alle stääärben und so.
**sorry, musste sein, die Presse hat Heute irgendwie sehr wenig Piratenvokabular losgelassen. Irgendwie war der 4. Einzug wohl auch keine richtige Neuigkeit mehr. Ging alles eher nach “Wie erwartet haben die Piraten wieder ein paar Sitze ergattert.”
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War das jetzt die Reanimation?
Artikel im Energy Blog über die Neureglung des Erneuerbare Energien Gesetz.
War das jetzt die Reanimation?
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Die Facebookparty vom Seehofer
Ich war nicht dabei, aber laut Freunden, die dort waren, waren es angeblich Piraten, Journalisten und Seehofer. (und die Journalisten haben angeblich dauernd die Interviewpartner wechseln müssen, da es andere Journalisten waren ;)
Ok, das dürfte “leicht” übertrieben gewesen sein, aber ein paar Witzchen müssen ja sein.
Und ja, der Mitgliedsausweis ist ein Witz, das Mitglied mit der Nummer 1337 gibt es schon.
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Neues Ladesystem für Elektroautos
Ein Konsortium aus 8 Automobilherstellern hat sich zusammengetan um ein neues Ladesystem für Elektroautos einzuführen. Erste Demos sollen nächste Woche auf einer Automobilmesse gezeigt werden und bis 2017 soll es allgemein eingebaut werden.
via: Energy Blog
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Internationaler Star Wars Tag
Heute ist der internationale Star Wars Tag!
Warum ist leicht beantwortet, heute ist der 4. Mai, das Datum, welches in der Trilogie (es gibt nur 3 Filme + Holiday Special!) am häufigsten erwähnt wird.
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Aluhut? – Formalfoo!
Als Antragsteller des Unterschriftenlistenantrags hier ein kurzer Kommentar zum Transparenzartikel in der Welt :
Am Samstag wurde beschlossen, dass für die Kandidatur zu einem Amt 20 bzw 10 Unterstützerunterschriften gesammelt werden müssen. Die Idee war, völlig aussichtslose Kandidaturen zu verhindern. Neben dem zugegeben unvorhersehbaren Effekt, dass sich plötzlich spontan Kandidaten beworben haben, weil sie die erforderlichen Unterschriften erreicht hatten, war die Idee auch sonst nicht zu Ende gedacht. So wurde in der ersten Fassung der GO keine Aussage darüber gemacht, was mit den Unterstützerunterschriften passieren soll. Auf Nachfrage (nach der ersten Vorstellung der Kandidaten) wurde beschlossen, dass die Listen als Anhang im Protokoll des Bundesparteitags stehen. Details, ob als Scan, Liste, oder ob nur die Anzahl der Unterstützerunterschriften (die jeweils aus Klarname, Akkreditierungnummer und Unterschrift bestanden) genannt werden, waren damit immer noch nicht geklärt.
Es mag sein, dass ein Parteitagsbesucher kein Problem damit hat, parteiintern einen Kandidaten zu unterstützen. Über eine Veröffentlichung im Protokoll wird aber nicht nur die Unterstützung auf dem BPT, sondern die Parteizugehörigkeit an sich öffentlich gemacht. Auch das mag für viele kein Problem sein. Ob der Name veröffentlicht wird, sollte aber vorher klar sein. Die Parteizugehörigekeit gehört zurecht zu den besonders schützenswerten personenbezogenen Daten(BDSG §3(9). Ausreden der “Spackaria”, was damit passiert wäre doch von vornherein klar gewesen, helfen da auch nicht weiter. Auf Nachfrage waren einige Unterstützer der Meinung, die Listen werden nachher vernichtet und das sei auch so kommuniziert worden.
Um Klarheit zu schaffen, habe ich am Sonntag einen weiteren Antrag gestellt, die GO um die Möglichkeit zu ergänzen, sich nachträglich aus dem Protokoll streichen zu lassen. Ziel der Änderung war schlicht, den Parteitag offziell abstimmen zu lassen, dass das Protokoll in dem Punkt nachträglich geändert werden darf. Da es vor den ersten Unterschriften keinen Beschluss gab, dass die Listen öffentlich gemacht werden, wäre das aus Datenschutzgründen sowieso möglich. Eine Abstimmung am BPT schafft hier Klarheit und Transparenz. Dass die Listen nun “im Stahlschrank landen“, wie die anderen Wahlunterlagen auch, ist wohl eher Ergebnis der Einsicht, dass die Namen der einzelnen Unterstützer, im Gegensatz zur Anzahl, irrelevant sind (analog zur geheimen Abstimmung, gerade bei Personenwahlen) . Ich finde diese Lösung am besten.
Es ging mir nicht darum, den Aluhut aufzusetzen und die Unterschriften aus dem Protokoll verschwinden zu lassen. Es sollte aber vorher Klarheit herrschen, was mit den Unterschriften passiert. Jeder muss die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob sein Name öffentlich in Verbindung mit der Partei genannt wird. Dass hier am BPT von manchen eine Transparenz- und Nachweisbarkeitsdebatte rund um Klarnamenpflicht aufgemacht wurde ist außerdem völlig am Thema vorbei gegangen. Es geht auch nicht um den Widerspruch “anonym mitbestimmen” vs “Verantwortung übernehmen”. Klarnamen ja – wenn das vorher bewusst entschieden wurde!
Und das ärgert mich an dieser Sache am meisten. GO-Schlampereien und halb zu Ende gedachte Neuerungen. Stephan Urbach hat die Diskussion in dem Punkt sehr gut zusammengefasst “Ihr seid selbst schuld, wenn ihr euch Müll in die GO schreibt”. Und das ist nicht das erste Mal: 2011 hat der nachlässige Umgang mit der GO dazu geführt, dass mehrere Beschlüsse des Bundesparteitags anfechtbar waren
FAIL! Re: Offener Brief der Jungen Piraten an die Piratenpartei
Die Jugendorganisation der Piraten hat diese Woche auf ihrer Webseite einen “Offener Brief an die Piratenpartei” veröffentlicht. Erstaunlich erst mal, dass man als Mitglied, das zumindest die Mailingliste regelmäßig liest, von einem geplanten gemeinsamen Brief überhaupt nichts wusste. Da ich den Brief auch absolut nicht unterstützten kann, werde ich nun wohl aktiv meine eher passive Mitgliedschaft beenden.
Neben der nicht vorhandenen internen Abstimmung über den als “gemeinsame Erklärung” dargestellten Beitrag gibt es einige Punkte, die ich daran als völlig daneben empfinde.
Wortwahl
Da wird von Sexismus geredet, und im ersten Beispiel stellt man gleich mal klar, dass man keine Ahnung hat, was damit gemeint ist, verwechselt man offensichtlich wie so oft mal wieder “anrüchige Bemerkungen” mit “Sexismus”. Wenn man sich drüber aufregen möchte sollte man zumindest etwas differenzieren, schon um zu zeigen, dass man selbst verstanden hat, wovon man eigentlich redet.
Argumenationskreisel
Auch sonst ist der Artikel zutiefst widersprüchlich. Während man sich später über die “starke Identifikation der Mitglieder mit ihrer Partei” beschwert, werden als Beispiele rassistischer Aussagen im ersten Abschnitt umgekehrt Aussagen einzelner (Neu)Mitglieder zitiert und argumentiert, in einer Partei, die sich ihrer starken Basis rühmt, dürfe das Argument es handle sich um Einzelfälle keine Rechtfertigung sein. Mit dieser Aussage führt man die spätere Forderung nach weniger Identifikation der Mitglieder mit der Partei ad Absurdum. Hier wird verlangt, dass sich die gesamte Partei (was ist das bitte überhaupt?) für das Verhalten Einzelner rechtfertigt. Auch wenn ich nicht ausschließen möchte, dass es in anderen Verbänden anders ist: Probleme mit Sexismus sind hier die absolute Ausnahme. Die jungen Piraten fordern eine “kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung innerhalb der Partei”. Tatsache ist, dass es genau diese schon gibt, und das ist auch gut so. Wie so eine kritische Auseinandersetzung aussieht, habe ich selbst als Opfer einer anrüchigen Bemerkung auf der München-Mailingliste erlebt. Die betreffende Aussage führte zu einem riesen Shitstorm. Und innerhalb der Partei habe ich das auch nie anders erlebt. Besonders angenehm war es in dieser Situation, dass solche Reaktionen eben nicht von irgendeinem Vorstand kommen, der der Presse irgendwelche Statements runterleitert, das nutzt mir als Betroffene gar nichts.
Imagerettungsversuche
Die provozierte Reaktion seitens der Presse war beachtlich. “Interne Streitereien”, “Rassismus, Sexismus und Diskriminierung innerhalb der Partei nicht unter Kontrolle” … die Reaktion des Bundesvorstands war, wie man es von einem Parteivorstand erwartet. Beschwichtigend, nichtssagendes Imagepolitblabla eines Pressebeauftragten. Alles in allem peinlich, was die Basis auch gleich mit einer eigenen Aktion quittiert hat (wo mal schnell aus Sexismuskritik – FAIL – reine Kritik an “Frauenfeindlichkeit” wurde).
Fazit
Rassismus, Sexismus und Diskriminierung sind meiner Ansicht nach im selben Maße Bestandteil der Partei(basis) , wie sie sich auch in der Gesellschaft widerspiegeln. Die Einzeigen, die was daran ändern können sind wir selbst als Mitglieder. Ich bin froh, dass wir das auch immer wieder selbst zeigen.
y r u so sad?
Ich habe heut einige Tweets abgeschickt, die nicht ganz so zu dem Bild passen, das ich sonst so vermittle. “Stark”. “Nicht so leicht aus der Fassung zu bringen”… Zur Erklärung: Ich bin depressiv. Bei mir führt das nicht dazu, dass ich die ganze Zeit rumflenne (gab es früher, aber die Zeit ist vorbei) oder mir etwas antun möchte. Ich bin einfach die ganze Zeit am nachdenken. Ich grüble. Wenn es besonders schlimm ist, wie jetzt, schlafe ich grad mal vier Stunden pro Tag. In letzter Zeit ist einiges Gutes passiert, aber ich kann mich einfach nicht mehr freuen. Ungeduld, Wutausbrüche und immer wieder denken, denken, denken. Mein Weg, damit klar zu kommen: Arbeit. Unter Leute gehen, sich zusammenreißen, Arbeit, ablenken. Aufmerksamkeit. Ein Wahnsinnsgedächtnis, netzwerken. Sich nützlich machen. Zuhören. Hyperaktiv . Bloß keine Zeit finden, um sich mit sich selbst zu beschäftigen. Da es nicht mehr anders geht, nehme ich seit einer Woche (mal wieder) Antidepressiva. Anfangs zieht einen das fürchterlich runter, wie’s heut der Fall war. Viel nachzudenken. Glaubt nicht, dass ich das nicht registrier, dass ich ab und zu etwas komisch, seltsam bin, Leute irritiere, aber meine Art hat ja auch ein paar gute Seiten. Ich hoff, ich kann bald wieder 100% geben. Bis dahin: passt ein bisserl auf mich auf.
Lost im Zwischengeschoss
Barrierefreiheit wird bei der MVG groß geschrieben, mehr aber auch nicht, und so kommt es, dass ich gestern zum zweiten Mal innerhalb der drei Monate, die das Zwischengeschoss Süd des Münchner Goetheplatz jetzt auf meinem Weg liegt, verlorenen Müttern mit Kinderwägen aushelfen musste. Dort gibt es an der einzelnen Rolltreppe zum Zwischengeschoss zwar ein Schild, dass auf englisch und deutsch darauf aufmerksam macht, dass sich oben kein weiterer barrierefreier Aufgang befindet aber das wird gerne übersehen. Außerdem ist es so, dass es keine zweite Treppe abwärts gibt, wenn man mal oben ist, da es sich um eine Fahrtreppe mit wechselnder Laufrichtung handelt. Mit viel Glück kommt man also als verirrter gehbehinderter Mensch nach ein paar Minuten wieder runter zu den Gleisen.
Nun kann man argumentieren, dass das in Behindertenführern verzeichnet sein müsste und ein zeitweise gehbehinderter Mensch eben auf das Schild achten soll. Das oben geschilderte ist aber nicht unbedingt ein Problem mangelnder Anpassungswilligkeit. An Bahnhöfen ohne Aufzug/Rolltreppe versehentlich aussteigen ist weniger ein Problem, so lange man in den nächsten Zug steigen kann. Durch die eher willkürlichen Richtungswechsel der Rolltreppe kann es aber schon mal passieren, dass jemand länger im Zwischengeschoss auf die nächste Fahrt nach unten warten muss. Ärgerlich, dass es München in den über 40 Jahren seit Eröffnung nicht gelungen ist nachzubessern.
Schutzräume für mehr Transparenz
In der ersten Sitzung nach der Wahl gab es in der zukünftigen Fraktion eine Meinungsverschiedenheit bezüglich des für uns Piraten so wichtigen Themas “Transparenz”. Nachdem nun erste, mild ausgedrückt, irritierte Reaktionen auftauchen, möchte ich die Frage mal von der Gegenseite aus betrachten:
Wenn man mich nach den Kernthemen der Piraten gefragt hab, habe ich anfangs unter anderem geantwortet “bedingungslose Transparenz”. Ich musste selbst erkennen, dass das nicht ganz so einfach ist, und, wenn diese Transparenz weiter mit unserem Ruf nach Datenschutz vereinbar sein soll, einfach nicht ohne gewisse Einschränkungen funktioniert.
… Datenschutz?!
Ein Grund, warum nicht “Alles” offen verhandelt werden kann ist die Wahrung von Persönlichkeitsrechten Dritter. Selbst erlebt habe ich das bei einer Sitzung des Bezirksverbandes Oberbayern, wo es, soweit ich mich erinnere, um ein Mitglied ging, das um Unterstützung im Kampf gegen eine Abmahnung gebeten hatte. Das meiste davon wurde offen am Tisch mit der Basis besprochen. Als es allerdings um konkreten Sachverhalt und Namen ging, wechselten ein paar Vorstandsmitglieder den Tisch und besprachen untereinander. Und zwar nur die Vorstandsmitglieder, die tatsächlich an der Sache beteiligt waren.
Ich habe selbst schlechte Erfahrung mit der ungefragten Datenweitergabe, zum Beispiel im Sozialamt gemacht. Einsicht in die Akten bekommt dort nämlich jeder Berater ohne Nachfrage, ohne konkreten Anlass.
Datenschutztechnisch halte ich jegliche Weitergabe von persönlichen Daten an Unbeteiligte, und damit meine ich auch Vorstandsmitglieder, die eine Datenschutzerklärung unterschrieben haben, für zumindest bedenklich. Für solche Fälle muss es auf jeden Fall eine Möglichkeit geben, Daten innerhalb des Vorstandes “geheim” weiter zu geben.
… Hinterzimmer oder Nebenräume?
Weiter gibt es natürlich die Kritik der “Hinterzimmerpolitik”. Da wurde sich beschwert, dass ein Vorstandsmitglied das andere anruft und einen Termin abspricht.
Nun, ich frage mich, ob es eine andere Möglichkeit gegeben hätte, den Termin anzukündigen. Auf die Aktivenmailingliste der Piraten setzen? Wohl eher nicht, bei der Quote an Getrolle ginge das wohl doch eher unter;-) Ich halte also @rka‘s Vorgehen, erst mal zu telefonieren mal grundsätzlich für richtig, weil normal. Dass da scheinbar so von oben herab diktiert wurde, dass sich *nur* Lauer und Baum um den Vorsitz bewerben ist natürlich nicht gut. Trotzdem finde ich den Tweet von Susanne eher unüberlegt und kontraproduktiv. Aber gut, das kann ich ja hier kritisieren und über so viel Offenheit von Susanne können wir froh sein, wir sind ja hier nicht bei den Grünen
Die Lösung ist eine Mailingliste für die Fraktionsmitglieder. Ich bin der Meinung, eine Diskussionsliste sollte offen für alle Piraten lesbar sein.
Wenn jedoch, wie im obigen Beispiel beschrieben, persönliche Daten ausgetauscht werden sollen, ist es absolut wichtig, eine gemeinsame interne Liste zu haben. Nur so kann verhindert werden, dass bestimmte Dinge bilateral besprochen werden müssen! Haltet mich für naiv, aber ich zähle da auf Selbstkontrolle durch alle gewählten Fraktionsmitglieder. Wenn eine Diskussion unnötigerweise im Hinterzimmer geführt wird, wird es Mitglieder geben, die diesen Umstand anprangern und für eine öffentliche Diskussion sorgen.
Ganz wird man “Zweiergespräche” nicht verhindern können. Mit diesem Ansatz schafft man zumindest die Möglichkeit, “Privatsachen” innerhalb der Gruppe zu diskutieren und nimmt damit Raum für “Nebenabsprachen”.
Wie Etherpad Lite entstand
- Der Ressourcenverbrauch: Die Java Virtual Machine, unter der Etherpad lief, verbrauchte im laufenden Betrieb ca 1 GB, manchmal auch 2 GB RAM. Für Firmen mag das vertretbar sein. Für Privatanwender, die meist nur einen kleinen vServer gemietet haben, ist das jedoch eindeutig zu viel. Besonders dramatisch fiel uns das beim Piratenpad immer wieder auf, wenn sich die gefühlte halbe Welt auf einem Pad versammelt hatte. Die CPU-Last war durchgehend auf 100%, der Server reagierte meist nicht mehr und auch mehrere CPU-Kerne brachten keine Abhilfe. Unsere einzige Möglichkeit hier einzugreifen bestand in einem Neustart. Selbst heute noch wird das Piratenpad nächtlich neu gestartet, um die Probleme von Memory Leaks und Endlosschleifen einzudämmen.
- Etherpad war “Closed Open Source”: der Code war offen, doch niemand verstand ihn. Es war nie geplant, dass die Öffentlichkeit den Code zu Gesicht bekommt. Die Software wurde komplett undokumentiert über Nacht veröffentlicht. Es gab nicht einmal eine interne Dokumentation. Große Teile des Etherpad-Codes wurden bereits vor Veröffentlichung nicht mehr verwendet und waren Überbleibsel von vorangegangen, mittlerweile entfernten Features. Zudem finden sich angefangene, nie voll implementierte Funktionen im Code wieder. Auf Kommentare im Code wurde nahezu komplett verzichtet. Eine Debug-Möglichkeit gab es nicht. Dies machte es Entwicklern schwer bis nahezu unmöglich, in den Code einzusteigen und ihn zu verbessern.
Etherpad Lite in einer Minute auf Windows installieren
Ich arbeite zurzeit an einem Projekt namens Etherpad Lite (mehr details dazu gibts in ein paar Tagen). Der Hauptunterschied zwischen Etherpad und Etherpad Lite ist das wir keine Java Platform mehr benutzen, sondern auf node.js aufsetzen. Dies löst auf den Schlag viele Probleme die wir mit dem alten Etherpad hatten. Eines dieser Probleme ist der Windows support. Etherpad Lite ist super einfach auf Windows zu installieren. Sprich ihr könnt jetzt ganz einfach auf euren Windows PC, in der Arbeit oder Zuhause mit anderen zusammenarbeiten. Ihr seid nicht mehr auf die Verfügbarkeit und Stabilität der großen Etherpad Dienste angewiesen, solange ihr im lokalen Netz zusammenarbeitet.
Hier die Installation:
- Downloade folgende Zip Datei pitapoison.de/etherpad-lite-win.zip
- Entpacke diese Zip Datei, z.B. mit WinRAR
- Öffne den entpackten Ordner namens “etherpad-lite-win” und doppelklicke auf die Datei “start.bat”
- Gehe mit deinem Browser auf http://localhost:9001
Get involved with Etherpad Lite
From John McLear, on the Etherpad Mailinglist
Hey, we have been doing a bunch of PR and marketing lately in a bid to
get a good push behind Etherpad Lite when we release version 1 in
August. If you haven’t heard of Etherpad Lite then you need to read
this.
We have found that the best way to introduce people to Etherpad Lite
is to give them a beta option, in PrimaryPad’s case we are replacing
public pads with Etherpad Lite.
If you can write a blog post, a tweet, or even make some videos that
go up to youtube that would be perfect.
So why should you be interested in Etherpad Lite?
- Cleaner/Slicker UI – easier to use
- Less Code – easier to modify
- Less resources required – less hardware barriers to adopt Etherpad
- An API – easier to integrate Etherpad with other pieces of awesomeness
All of the above and we kept 99% of the core functionality.
See Etherpad lite here: http://beta.etherpad.org / https://github.com/Pita/etherpad-lite
Details including a link to download available here: http://etherpad.org/get-involved/
Note for people heavily invested in developing Etherpad: I believe
that Etherpad lite is the natural evolutionary path of Etherpad, it
brings Etherpad to a larger audience and ergo we should find more
developers and users getting involved. I admit that we do lose some
of the hard work we have put in other the last 2 years by taking this
road and that does hurt and come at a cost, probably no more so than
the cost to Primary Technology who have paid for the majority of the
Etherpad Lite development. I expect we will make some enemies/losing
some friends by having two versions. Any input/advice is appreciated,
we need everyone’s support to take Etherpad to the next level!
Note for people working on pro democracy/humanitarian based projects:
Etherpad has become the standard for many foreign countries going
through times of conflict. These countries tend not to trust western
superpowers so often choose to host their own Collaborative editor to
draft new laws and try to find a way to settle conflicts by using
words other than weapons. At the Etherpad foundation we want to
support their struggle, we believe Etherpad Lite makes this way more
possible as you can now run the Etherpad server on a mobile phone. By
running the server on a mobile phone with hotspot mode enabled you are
able to get 4 or 5 people in a room or over the net working together
to solve a problem without any dependency or influence on third
parties. This is also key for freedom organizations and/or parties
don’t represent the status quo/majority vote. This is truly
significant from a humanitarian stand point, it is difficult to stress
our responsibility here, we shouldn’t take it lightly.
Cheers
Wie der Etherpad Timeslider funktioniert
Etherpad arbeitet mit sogenannten Changesets. Ein Changeset beschreibt die Änderungen des Textes zwischen 2 Revisionen. Der Etherpad Client erzeugt beim Schreiben jede halbe Sekunde ein Changeset und sendet es an den Server. Der Server versucht dieses Changeset auf den serverinternen Text anzuwenden. Wenn es gelingt informiert er die anderen Clients über diese Änderung, die diese dann wieder lokal anwenden können. Der Server speichert jedes einzelne Changeset in der Reihenfolge in der sie angewendet wurden, inklusive Zeit und Autor.
Die Aufgabe des Timesliders ist es nun, den Text zu einer bestimmten Revision, mit Hilfe der Changesets wieder herzustellen. Wir müssen dabei bedenken das die Summe der Changesets eine riesige Datenmenge ist und das Netzwerk, sowie die Rechenleistung des Browsers sehr begrenzt sind (zumindest wenn man zu alten Browsern kompatibel sein will). Sprich: Es muss versucht werden die Menge der zu übertragenden Daten so gering wie möglich zu halten, ebenso wie die Menge der Rechenschritte auf dem Browser, um den Text von einer Revision wiederherzustellen.
Die Lösung ist das sogennante Mergen von Changesets. Angenommen wir haben den Text von Revision 0, und wollen wissen welcher Text auf Revision 10 steht. Wir haben nun 10 Changesets die die Veränderungen zwischen diesen 10 Revisionen beschreiben. Um zu Revision 10 zu kommen müssen wir jetzt diese 10 Changesets nacheinander auf den Text von Revision 0 anwenden, um an den Text von Revison 10 zu gelangen. Das Mergen ermöglicht es uns diese 10 Changesets zu einem einzigen zusammenzufassen. Somit müssen wir nur noch 1 Changeset auf den Ursprungstext anwenden um von Revison 0 zu Revision 10 zu kommen. Etherpad speichert solche sogenannten “Rough Changesets” in 10er, 100er und 1000er Schritten. Man kann aus diesen Rough Changesets dann wieder sogenannte “Reverse Changesets” erzeugen. Mit diesen kommt mann dann mit Hilfe der Revision 10 wieder auf die Revision 0. Sie beschreiben also die Veränderungen rückwärts.
Mit den Rough Changesets die wir nun vorwärts und rückwärts haben, können wir relativ schnell zwischen den Revisionen hin und her springen. Beim Timeslider werden sie je nach Bedarf vom Server zum Client via Ajax übertragen. Ein paar dieser Changesets werden auch bereits ins HTML des Timesliders eingebettet. Ein Fehler in der Etherpad Software führte dazu das beim Laden eines Timesliders, dessen Pad mehr als 10 000 Revisionen besass, der Pad Server begann ein Rough Changeset über 10k zu berechnen. Das dauert ca 2 Minuten. In dieser Zeit wurde zudem die gesamte Datenstruktur geblockt so das keine neuen Revisionen erzeugt werden können, was zu einem Timeout bei den Clients führte.
Was wurde eigentlich aus Piratendiaspora?
Bad Tölz sagt ja zur Informationsfreiheitssatzung
Heute hat der Tölzer Stadtrat einstimmig eine Informationsfreiheitssatzung im Stile von München angenommen. Dadurch wird dem Bürger ermöglicht, Informationen von der Stadt zu bekommen, auch wenn er nicht direkt betroffen ist. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung mehr Transparenz in der Kommunalpolitik.
Weiterhin sind wir eine Stadt näher an der Einführung eines Informationsfreiheitsgesetzes in Bayern, eines der wenigen Bundesländer ohne ein solches Gesetz.
Ich freue mich einfach, wie einfach unsere Demokratie manchmal funktioniert und man mit einem simplen Antrag bei der Bürgerversammlung im März jetzt eine Informationsfreiheitssatzung hat.
Stellt Doch auch einfach mal einen Antrag auf die Einführung einer Informationsfreiheitssatzung. Ein Brief mit 5 Zeilen + ein paar Internetlinks reicht.
Mehr Infos: www.informationsfreiheit.org
Etherpad Smartphone Support
Mit Smartphone meine ich nachfolgend jegliches Android und iOS Gerät, auch Tablets.
Wäre Smartphone Support sinnvoll?
Ja definitv! Mit Etherpad werden zunehmend z.B. Demonstrationen organisiert, und hier könnte Etherpad helfen Informationen schnell mobil zu verbreiten. Zudem informieren sich allgemein immer mehr Leute über das Internet ihres Smartphones. Ich glaube nicht das jemand lange Texte damit schreiben will, aber zum lesen ist es auf jeden Fall eine gute Idee.
Wie gut ist der Support derzeit?
Mit allen Smartphones kann man derzeit das geschriebene Live verfolgen. Leider gibt es hier Probleme, da durch das iFrame in dem der Text liegt, nicht der komplette Text angezeigt wird. Zudem bricht die Verbindung über das Mobilfunknetz sehr oft ab. Tippen kann man nur unter Android. Dazu muss man kurz auf der MENU Taste bleiben, damit die Tastatur eingeblendet wird. Sehr komfortabel ist allerdings auch das nicht, da hier kein Cursor angezeigt wird und kein Text markiert werden kann. Ich hatte während den großen S21 Demonstrationen einen Einstellung aktiviert die iPhones automatisch zu dem HTML Export weiterleitet, so dass sie wenigstens alles lesen können. Ich habe die Einstellung dann wieder entfernt weil ich dazu keinerlei Feedback bekommen habe, dafür aber aber an anderen Ecken Probleme auftauchten.
Wo liegt das Problem?
Das Problem ist ein HTML Feature namens “Design Mode”. Es wurde ziemlich früh in der Geschichte von HTML als propertiäre Erweiterung hinzugefügt. Mit diesem Feature wird dem Browser erlaubt jegliches HTML Element zu editieren. Es wird von allen Desktop Browsern, sogar von IE6 unterstützt. Mit den mobilen Browsern scheint es jetzt jedoch gestorben zu sein. Ob das an am bösen Willen der Hersteller, deren Unfähigkeit, oder einfach keiner Nachfrage liegt, weis ich jetzt nicht zu beurteilen. Es gibt derzeit einfach keinen HTML WYSIWYG Editor der gut unter mobilen Browsern funktioniert. Man könnte den Editor für mobile Geräte einfach zu einem nur Text Editor umschwenken. Diese werden von den mobilen Browsern gut unterstützt. Eine andere Möglichkeit wäre eine komplette Tastatur, inklusive Cursor und Textauswahl in Javascript zu schreiben.
Warum machst du nicht einfach eine App?
Das wäre in der Tat möglich, ist jedoch mit einem enormen Aufwand verbunden. Es gibt 2 große Probleme:
1) Alle Nachrichten die zwischen Client und Server ausgetauscht werden müssen reverse enginert und nachgestellt werden. Das wurde sogar zu einem recht großen Teil für einen Emacs Client gemacht und dieses Wissen kann wiederverwendet werden.
2) Das Dokument muss im Speicher der App genauso repräsentiert werden wie es der Client in Javascript gemacht hat. Das ist nicht so einfach wie man sich das vielleicht vorzustellen hat. Genaueres kann man hier nachlesen. Wenn sich jemand die Arbeit machen will, soll er sich an mich wenden. Allerdings sollte er SEHR viel Zeit und Geduld mitbringen
PS: Aber wir haben es schon geschaft den Etherpad Server auf einem Smartphone laufen zu lassen ;) https://github.com/Pita/etherpad-lite
Und btw, hat schonmal jemand Etherpad mit Windows Mobile getestet?
Abschlussprüfung und nun??
Rede zum piratigen Aschermittwoch 2011: “Digitale Radiergummis” – Analoge Strategien für digitale Probleme
Meine Rede zum piratigen Aschermittwoch 2011 in Ingolstadt. Hier gibt’s den Beitrag als PDF und hier die Aufzeichnung , Dank Wolfgang P. und Piratensteaming :
Ich habe meine Rede auf Papier. Ich übe für den Bundestag, da sind IPads nicht erlaubt.
Eigentlich wollte ich ja schon letztes Jahr reden. Wurde ensprechend der Frauenquote bei den Piraten auf ein Zehntel gekürzt. Und der Rest zensiert. Diesmal hab ich Andi Popp bestochen.
Warum ich mir das Thema “Digitaler Radiergummi” ausgesucht hab? Spricht mich an. Ich hatte Kunstleistungskurs.
Nach Stoppschildern, Ausweispflicht auf der Datenautobahn und Einschränkung der Panoramafreiheit in Googles Streetview fordert unsere Verbraucherschutzministerin Aigner (Facebooks Enemy Nr.1) nun also den digitalen Radiergummi für’s Netz. Ein “Verfallsdatum” für Internetdaten. Hoffen wir, dass das Verfallsdatum für unsere Regierung schneller abgelaufen sein wird. Solche Tools, die, noch dazu kostenpflichtig, für trügerische Sicherheit bei unerfahreneren Internetnutzern sorgen sind nichts als ein teures Placebo, Frau Aigner.
Warum eigentlich ein digitaler Radiergummi?
Es ist nicht jeder mit dem Netz aufgewachsen, das Durchschnittsalter der Unionmitglieder ist 56 und selbst bei den Grünen sieht’s mit 46 nicht sehr viel besser aus. Die ham des halt einfach nicht g’lernt. Als Literaturwissenschaftler hab ich auch ein wenig Verständnis für Totholzpolitker und Internetausdrucker.
Warum Deutschland den digitalen Tintenkiller braucht? Ganz klar: reiner Selbstschutz für den Durchschnittbundestagsabgeordneten, die stehn ja bei netzpolitischen Äußerungen gerne mal etwas neben sich, das möchte man natürlich nicht gerne im “Internet Archiv” verewigt sehn. Die planen natürlich voraus, für die Jobsuche nach einem Regierungswechsel, da muss die Weste wieder weiß sein.
Man braucht sich bloß die bisherigen Beiträge der Altparteien in puncto Netzkultur ansehen:
Zu den Glanzleistungen der letzten Zeit gehören neben dem “Zensursula-Stoppschild” und der “Sendezeit für’s Internet” Jungendmedienschutzstaatsvertrag ein paar herausragende Beiträge einzelner Mitglieder, die selbst Parteikollegen gerne im digitalen Nirwana verschwinden lassen würden:
Wenn der CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrindt mal wieder lautstark kund tut, dass er seinen politschen Gegner für “Grün und dumm” hält wünscht man ihm eher einen Benimmkurs. Knigge her Dobrindt, das müssten sie doch kennen? Bei uns nennt man das “Netiquette”. – OK, kann man entschuldigen, der war blau als ihm das eingefallen ist
Aber eigentlich hat er ja recht, im Gegensatz zu den Grünen ist die Union eine richtig fortschrittliche Partei, die auf dem Weg zu neuen Ufern auch gerne mal bei den Piraten raubmordkopiert:
So rief die Bundestagsabgeordnete Doro(thee) Bär (die Dame mit der radiergummiwürdigen rosa Homepage) Sprecherin der CSU im Bundestag für “neue Medien”, im Frühjahr 2011 die CSU dazu auf, endlich Netzpolitik, den “weißen Fleck in der Parteienlandschaft” zu besetzen. Da müssen wir uns fragen: Sind sie farbenblind, Frau Bär?
Möglicherweise hat Frau Aigner das googeln in der CSU untersagt, da kann es schon mal passieren, dass man uns übersieht.
Die CSU möchte jetzt also auch “Netzpolitik” machen.
Offensichtlich hat Frau Bär dabei auch schon dazu gelernt, wollte sie doch im November 2009 noch Kinderpornostoppschilder zum Kampf gegen islamistische Terroristen nutzen.
Jetzt wäre das ja alles nicht so schlimm, wir sind ja im Internet, und gerade wir Piraten wissen, dass da gerne mal ein vorschnelles, unüberlegtes Wort fällt. Und wenn’s doch mal völlig daneben geht, alles kein Problem. Diese Anonymität im Netz, das kann schon mal dazu führen, dass man sich ein bisschen daneben benimmt.
Aus diesem und anderen Gründen fordert der Kollege aus der CDU, Axel Fischer das “Vermummungsverbot für’s Internet”. Da können die Imageberater und Facebookfollowergenerierer hinter Randalierern und Brüllaffen wie dem christsoziale Dobrindt hinterherradieren so viel sie wollen: Wir wissen wer das gesagt hat!
Natürlich, die Idee der Ausweispflicht dient auch edlen Zwecken, denkt man zum Beispiel an die Verantwortung der Politik gegenüber dem Verbraucher, der im Internet den übelsten Verbrechen, Verbrechern und Betrügern ausgeliefert ist: deshalb ist in Zukunft “Phishing” nur noch mit Angelschein erlaubt und für Spam wird Dosenpfand fällig. Ja, in einer Welt wo Stoppschilder den Verkehr Erwachsener mit Kindern regeln funktioniert das!
Ist das nicht ein wenig widersprüchlich, liebe Union? Aber das ist man ja von ihnen schon gewohnt. Möchte die Junge Union doch Pornos aus dem Internet verbannen und gleichzeitig am besten überall Nacktscanner installieren.
Aber, um jetzt mal was positives beizutragen, was kann man denn nun gegen Fehlverhalten und Jugendsünden im Internet tun?
Nichts. Oder zumindest nicht wesentlich anderes als in der “echten” Welt: Zeigt mehr Verständnis für die Fehler anderer und übernehmt endlich Verantwortung, für den Müll den ihr verzapft! Ich weiß, mit Nachhaltigkeit hat’s die aktuelle Regierung ja eh nicht so, wenn es nicht grade um langfristige Einsparungen für die Konzerne geht, die von einer Laufzeitverlängerungen in der Atomindustrie profitieren.
Da ist man doch froh, dass solche blödsinnigen Konzepte nicht funktionieren. Es wird nur endlich mal Zeit für sinnvolle Beiträge, um’s anders zu sagen: Liebe Regierungsmitglieder, eure Ahnungslosigkeit kotzt mich an!
Bitte, ihr macht’s doch Politik.
Befinden sich hier Trojaner im Publikum? Liebe CSU-Mitglieder-ja, auch die ohne Glied, die CSU hat ja jetzt Quote, das sollte man respektieren. Liebe CSU. Im Sinne einer besseren parteiübergreifenden Zusammenarbeit möchte ich darauf hinweisen, dass die JuPis gerne Bereit sind Nachhilfe in Sachen Netzkompetenz anzubieten. Gerne auch für Mitglieder der so genannten “Jungen” Union. Damit so was nicht mehr passiert: Lieber C[DS]U Politiker, pass auf wie du dich online verhältst und SCHÜTZE DEINE DATEN.
Hier nur auf der Union rum zu hacken ist gemein. Man macht eben Politik für den Bildzeitungs- -Verzeihung – den CDU-Wähler.
Das kann die FDP schon ganz an anders. Der typische FDP-Wähler, der marktradikale, Porsche fahrende, privat versicherte Hotelier, zählt auf das , was er “Selbstregulierung” nennt: Das geniale analoge Konzept mit Patent der FDP: digitale Schnellstraßen oder “wer die größere Hupe hat darf vor”. Liebe FDP, auf der Datenautobahn darf es keine Überholspur geben! Netzneutralität ist kein Internetsozialismus.
Liebe digitalen Spätzünder: setzen, sechs! Ich bleibe bei der Partei der “digital Natives” : Wir machen weiter so bis das angekommen ist: Das Internet darf kein merkbefreiter Raum sein. Ich bin Michèle, und ich bin Pirat!
BUST ALL MAJORS! Aber bitte nicht mit bustallmajors.com…
Ich möchte euch kurz erklären warum es keine gute Idee ist das Script von bustallmajors.com zu benutzen und wie wir die Majors wirklich aussperren können.
Wie funktioniert das Skript von bustallmajors.com?
Man kann sich das PHP Skript herunterladen und sich den Quellcode anschauen. Das Script schickt bei jedem Aufruf, eine WHOIS Abfrage an die RIPE. Das Ergebnis dieser Abfrage wird dann auf die Namen der Major Labels durchsucht. Was daran schlecht ist?
- Dieser Test funktioniert nicht immer. Beispielsweise kann das Script nicht zwischen Sony Music, nur Sony oder zwischen einer Japanischen Person mit dem Namen Sony unterscheiden. Zudem werden Teilweise sehr lange Suchstrings verwendet, z.B. “Sony Music Entertainment”, dieser funktioniert zum Beispiel nicht wenn der Name auf nur “Sony Music” registriert ist. Kurz: Die Quote der richtigen Identifizierung ist sehr gering.
- Jedes Mal wenn das Script aufgerufen wird muss der Server eine Anfrage machen. Das erzeugt eine hohe Last auf deinem Server sobald die Anzahl der Anfragen wächst. PHP muss für jede Anfrage, bis es die WHOIS Antwort erhält, einen Thread offen halten. Das kostet RAM und CPU.
- Die RIPE wird höchstwahrscheinlich Logs führen. Bei der Auswertung dieser Logs wird die IP eueres Servers auffallen. Es ist gut möglich das RIPE dann eine abuse mail an euren Provider schickt. Dieser wird euch dann Probleme machen.
Man kann natürlich auch das Skript direkt von bustallmajors.com einbinden, womit dann Punkt 2 und 3 wegfallen. Jedoch gebt ihr damit der Webseite die IPs eurer Besucher. Somit ist diese Methode für offizielle Piratenwebseiten ein no go.
Diese Blacklist steht im Skript: ”Sony Music Entertainment,EMI Music Germany,Universal Music,deLink GmbH,Warner Music,Warner-Music,Warnermusic,GEMA,Gema.de”. Es wäre interessant zu wissen warum hier “deLink GmbH” auf der Blacklist steht. Ich konnte nicht herausfinden was diese Firma mit den Majors, bzw dem Blocken der Musik auf Youtube zu tun hat.
Aber was können wir tun?
Trotz allem finde ich die Idee, die Majors und Gema auszusperren, gut. Die Beste Lösung wäre Apache zu sagen, welche IP Blöcke er aussperren soll. Dazu bräuchte man jedoch eine Liste der IP Blöcke der Majors und Gema. Um diese Liste zu kriegen, kann man direkt auf http://www.db.ripe.net/whois nach den Firmen und deren IP Adressblöcken suchen. Ich rufe dazu auf diese IP Blöcke gemeinsam zusammenzutragen damit wir damit eine gute Blacklist erstellen können. Helft mit unter http://piratenpad.de/majorlabels
Mein Aufruf zum Politischen Aschermittwoch #pam11
Video Series: Everything Is a Remix
I just found this series by Kirby Ferguson about how our culture are based on remix. He explains how famous music acts and movies are the product of other works. Best of all the videos are remixes themselves. It is a four part series with the first two parts released. Visit www.everythingisaremix.info for more information and all videos.
Everything is a Remix from Kirby Ferguson on Vimeo.
Volksbegehren – Insights by Sebastian Frankenberger
On friday as part of the ongoing series of political talks by the “Piratenpartei Bayern” I watched the presentation about “Volksbegehren”, referendums, by Sebastian Frankenberger.
Frankenberger is known in Bavaria for the referendum about “Nichtraucherschutz” banning smokers from pubs and restaurants. It is one of the few successful referendums in Bavaria and was one of the most controversial and emotional issues in Bavaria last year. But leaving pro and contra smoking behind us Frankenberger gave some very good insights in the organization of referendums.
Sebastian himself is since November 2010 the chairman of the German political party ÖDP, a kind of conservative Greens, and supports as a consultant referendums in Berlin, Hamburg and Austria. He is also a member of ” Mehr Demokratie e.V.”, a group trying to improve the democratic processes in Germany.
First of all a referendum is about the amendment of a specific law. Therefore there needs to be the amendment and a justification of the amendment written down in the referendum. Referendums in Bavaria have three stages:
- “Antrag auf ein Volksbegehren” – The initiators of the referendum have to collect 25.000 signatures of people entitled to vote (time span: 2 years) to get the process started.
- “Volksbegehren” – In the second stage of the referendum 10% of all people entitled to vote have to sign for the referendum in their respective city halls (time span: 14 days). The Bavarian parliament can accept the amendment, deem it unlawful or has to initiate the third stage of the referendum:
- “Volksentscheid” – The people have to decide about the amendment themselves – at least 25% of all entitled citizens have to vote.
In Bavaria 18 referendums were approved, 7 of these reached the 10% quorum. Of these 7 referendums 3 were successful. The most difficult part of the process is to reach the 10% signatures, representing in Bavaria about 1 million people. The time span of 14 days makes this very hard, therefore the focus of the initiators has to be on this stage. The non-smoking referendum had 13.9% signatures.
Several key points seem to be important for a successful referendum:
- The topic of the referendum should be easy to understand and emotional to activate the people. Only these topics have a chance to overcome the 10% hurdle.
- A strong core team (3 – 8 people) is necessary to coordinate the efforts.
- This team needs to establish a strategy.
- A very important part of the work is to have very good press relations. Especially during the 2. stage the press has to report about the referendum the whole 14 days. A professional press relations officer seems the way to go.
- In every county there need to be people to further the referendum by info booths, local press relations, etc.
- To get the necessary manpower and funds an alliance with other interest groups and parties is key at least after the initial 25.000 signatures. The broader the alliance, especially with NGOs and nonpolitical entities, the more information about the referendum can be dissipated to the people.
- A referendum seems to cost at least 200.000 Euros, realistically half a million Euros. Therefore fundraising is another key element and has to be done during the whole process. Most of the funds will come from the members of the alliance, although parties seem to be sticky with their money and during elections do not count on them.
All in all a referendum is an undertaking spanning several years and binding quite a bit of manpower and resources. The best way to a successful referendum seems to be to first attach yourself to a referendum initiated by an experienced group and learn by doing it. But initiating a referendum will be a great experience and learning opportunity regardless the outcome.
More information (in German) and consultants can be found here: http://bayern.mehr-demokratie.de/bayern_volksbegehren.html
Nicht nummerierte Überschriften in LaTeX
Problem: LaTeX-Überschriften werden immer nummeriert, außer man setzt * davor, diese tauchen dann aber auch nicht im Inhaltsverzeichnis auf.
Die Lösung:
\setcounter{secnumdepth}{-1}
Überschriften werden nicht mehr nummeriert, stehen aber im inhaltsverzeichnis
\tableofcontents ,
wenn gleichzeitig
\setcounter{tocdepth}{3}
auf>0 gesetzt ist
Weitere Info’s:
Link
Brainstorm: Ausfälle von Schulstunden erfassen
Sekor hatte die Idee eine Webseite zu erstellen, mit der Schüler ausgefallene Schulstunden eintragen können. So soll eine Statistik erstellt werden die wir der Regierung unter die Nase halten können. Den eine offizielle Statistik der Fehlstunden exisitiert angeblich nicht. Ich hab mir ein paar Gedanken dazu gemacht wie man das am besten umsetzt.
Gewisse Punkte sollten erfüllt sein damit das ganze Projekt erfolgreich ist. Dazu bitte ich um Ideen. Schickt mir eure Ideen wie ihr die einzelnen Punkte erfüllen würdet zu. Wenn ich ein wichtigen Faktor vergessen habe so macht mich bitte auch darauf aufmerksam. Schickt mir es bitte direkt zu oder trägt sie hier als Kommentar ein. Ich will alle Ideen, so dumm sie auch sein mögen
- Zugänglichkeit, Möglichst viele Personen, sollen möglichst leicht darauf zugreifen können
Jeder benutzt das Internet anders, die einen nur über Facebook, anderen nur über das iPhone, wieder andere nur über Webseiten mit dem PC. Der eine nur einmal am Tag, der andere ist 24 Stunden online. Die meisten Schüler werden wohl kaum unszuliebe ihre Gewohnheiten ändern - Motivation, die Schüler motivieren mitzumachen
Warum sollten Schüler ihre Zeit opfern um da mitzumachen? Wie kann man sie motivieren? - Schneeballeffekt
Das ganze sollte sich rumsprechen, online wie offline. Mundpropaganda ist die Beste Werbung, aber wie erreicht man das? - Korrektheit
Die Daten müssen eingermaßen verlässlich sein. Am besten ist hier wohl die Gegenseitige Kontrolle der Klassenmitglieder, aber wie kann man das erreichen?
Ich hab zugegeben schon ein paar Ideen, möchte aber euren unbefleckten Input ^^
Wegen Datenschutz. Ich hatte geplant folgende Daten zu erfassen:
- Schule
- Klasse
- Dann entweder:
- Ausfallstunden/Tag
- oder Ausfallstunden/Tag in welchem Fach
Theoretisch könnte man mit Fach und Klasse wieder auf den Lehrer schließen. Wenn man die Klasse erfasst, hat man jedoch den Vorteil das die Daten leichter von Klassenkameraden bestätigt/verneint werden können. Wie ist eure Meinung zur Datenerfassung?
Ich freue mich auf Antworten! Danke
Gedanken zum Whistleblowing
Mal ein Braindump meiner Gedanken zu Whistleblowing:
Wikipedia sagt dazu: “Ein Whistleblower (abgeleitet vom englischen „to blow the whistle“, auf deutsch wörtlich etwa „die Pfeife blasen“) ist ein Hinweisgeber, der Missstände, illegales Handeln (z. B. Korruption, Insiderhandel) oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz oder auch beispielsweise bei einer medizinischen Behandlung erfährt, an die Öffentlichkeit bringt.”
Also es wird die Pfeife geblassen. Ich interpretiere das mal als “Geheimnisverrat um Misstände aufzudecken”. Die Frage dich ich mir hier stelle ist: “Ist das gut oder schlecht?”
Fangen wir beim Geheimnis an. Wenn ein Geheimnis an die Öffentlichkeit kommt, ist das per Definition für irgendjemand schlecht. Sonst hätte er es nicht geheim gehalten. Für irgendjemanden ist es aber auch gut, dieser kann durch das Wissen des Geheimnisses besser handeln.
Die Frage ist jetzt, wann ist Geheimnisverrat gerechtfertigt? Immer wenn dabei Misstände aufgedeckt werden? Also beim Whistleblowing? So gesehen gibt es ziemlich viel zum verraten: Infos über ungerrecht behandelte Mitarbeiter, Pfusch am Bau, Steuergelderverschwendung, politische Verhandlungen usw….
Aber ab wann ist der Misstand wert zum “whistleblowen”? Wann muss die Pfeife geblassen werden? Es gibt ja bei jedem Geheimnisverrat auch immer Geschädigte. Wann ist also der Schaden, dem Nutzen überlegen? Wenn die Anzahl der Nutzer größer ist wie der der Geschädigten? Wenn der Misstand gewisse moralische Grenzen überschreitet?
Die Grenze zwischen dem, was allgemein als nötiger Geheimnisverrat, und dem, was als nur schädigend angeshen wird, ist wohl schwer zu ziehen. Das Whisteblowing grundsätzlich gut ist, kann man nicht sagen. Das es grundsätzlich schlecht ist auch nicht.
Mit der Frage ob Whistleblowing gut ist kommt auch die Frage ob es schützenswert ist. Soll es unter einem Schutz gestellt werden, soll es geduldet werden oder soll es gar verfolgt werden? Das ist die Frage die sich zurzeit im Umgang mit Wikileaks stellt.
Interessant ist hier auch die Frage: “Lässt es sich überhaupt vermeiden?”. Ist die Idee nicht schon so tief in den Köpfen das es unaufhaltbar ist? Vielleicht werden neue an die Stelle von Wikileaks treten sobald diese Organisation einmal nicht mehr existiert.
Ich möchte hier keine wertende Meinung abgeben. Ich möchte lediglich das sich mehr Leute diese Fragen stellen bevor sie glauben eine Meinung zu Wikileaks vertreten zu können. Das Thema ist viel komplexer als viele glauben.
Wer mich kennt, wird eh wissen welche Meinung ich mir dazu gebildet habe ;)
Ab 18

Du hättest hier viel lieber freien Zugang zu unseren Inhalten? Das fänden wir auch besser. Aber die deutsche Politik arbeitet gerade daran, uns die bereitstellung unserer Inhalte dauerhaft zu erschweren, im Namen des Jugendschutzes.
Mit dem Schalten dieser statischen Seite vor unsere Inhalte möchten wir gegen diese Maßnahmen protestieren
Auch du kannst helfen: Wenn du in NRW oder Berlin wohnst, schreibe deinen Landtagsabgordneten.
Beispiele für Briefe kannst du natürlich im Netz finden.
Werde jetzt aktiv, bevor es zu spät ist
Diese Seite wird ab 20 Uhr wieder für dich verfügbar sein – noch!
Copyright III – Changing Copyright
Today the duration of copyright is fixed to 70 years after the death of the creator. Copyright is automatically bestowed on the work, there is no opt-out existent. In this post I want to describe an alternative which honors the changes in our society in the last decade.
The idea that works are produced by the creator alone without influences from the outside world and therefore there is a livelong right to the works (even after death) is in my opinion wrong. Creation of works always happens in context with society, with experiences and learning through the society. Society enables the creator to create his work. Therefore I present some ideas for copyright reform:
1. Copyright as Opt-In
First of all copyright should be opt-in and not a default. Everybody who wants to have copyright protection should have to seek it actively. Works who are not under the stewardship of the creator or copyright holder therefore can go easily into the public domain easing the problem of orphaned works, works no one claims anymore but today are still under copyright. Also copyright as opt-in gives the creator a choice to donate his work to society, the public domain, or protect it through copyright and e.g. using Creative Commons licences.
2. Copyright Registration
Establishing copyright to works should be done by the creator on a central webpage. This guarantees a onestop-shop for people seeking to use and licence works. They can see if the work is copyrighted and by whom. Or that it is not
. Public Domain works could be registered as public domain in a community effort so producing an extensive database of the worlds creative works. This also would remedy a bit the problem of people, who might register copyright wrongly for works not their own.
Another point should be the possibility to deregister copyrighted works or change the status of the work e.g. to public domain. Such changes could happen automatically for works slipping out of the time span of copyright duration.
3. Copyright Duration
For me a key to copyright reform is copyright duration. Especially the duration should not be connected to the life or death of the creator but be standard periods of years after publication. This would be more just for the creator and easier to establish if a work is still under copyright.
Another point is that the total span of copyright should be divided in several smaller periods. With the end of every period the copyright has to be renewed or the work will become public domain. This again protects society from the problem of orphaned works.
An example would be spans of 10 years and the possibility to renew it for 5 times. The total span of copyright protection would then be 50 years. This for me should be amble time to make a profit from creative works. Most creative works make most of its profits in the first years after publication. And after 50 years it should really be time for the creator to honor is part of the copyright contract and give society his works.
Often it is said the long duration of copyright protection encourages creativity. But does it? One question in a presentation by Cory Doctorow boils it down: We have 70 years copyright protection, do you think a prolongation to 90 years will encourage John Lennon to write a new song?
Warum eine Partei keine Protestbewegung sein kann
Seit Sekor in seinem Blog vor einigen Monaten mal einen Artikel mit dem Titel “Die Wahrheit liegt im Kern” veröffentlicht hat, in dem er die Piratenpartei als “Internationale Protestbewegung” bezeichnet, wollte ich schon öfters mal selbst auf das Thema eingehen. Zeitlich bin ich bisher leider nie dazu gekommen. Nach dem Bundesparteitag in Chemnitz am letzten Wochenende ist das Thema jedoch aktueller denn je. An der Stelle auch direkt ein Danke an Roland mich hier als Gastautor aufzunehmen.
Nach dem Parteitag gab es auf allen Kommunikationskanälen der Piratenpartei von einzelnen Mitgliedern Ankündigungen über Aus- und/oder Rücktritten. Besonders die Fraktion der “Kernies”, also derjenigen die keine oder zumindest nur eine vorsichtige Programmerweitung möchten, ist enttäuscht. Aber auch Piraten die eigentlich hinter einer Programmerweiterung stehen sind über die Annahme einzelner Anträge nicht glücklich. Genannt werden vor allem die Anträge GP050 “Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe” sowie GP134 “Abschaffung des Paragraphen § 173 Beischlaf zwischen Verwandten” als Gründe für Austrittsgedanken.
Jetzt ist zunächst einmal festzuhalten das insbesonde auch diese beiden Anträge keine knappen Entscheidungen waren sondern durchaus sehr deutliche Mehrheiten von über 80% erhalten haben. Wenn wir das einmal mit anderen aktuellen Beispielen vergleichen herrscht bei uns eigentlich die beste Einigkeit. Auf dem CDU Parteitag in Karlsruhe letzte Woche wurde 4 Stunden lang über einen Antrag zum Verbot der Präimplantationsdiagnostik diskutiert und dann am Ende mit einer minimalen Mehrheit darüber entschieden. Auf der anderen Seite ist aber auch festzuhalten, dass es das gute Recht jedes einzelnen Piraten ist nicht jede Parteientscheidung blind mitzutragen. Auch ich habe Punkte die mich zu einem Austritt bewegen würden sollten sie jemals in unserem Parteiprogramm auftauchen.
Was mich aber stört ist der, zugegeben subjektive, Eindruck das einige das Partei in Piratenpartei noch nicht ganz verstanden haben. Die Wikipedia sagt dazu folgendes:
Eine politische Partei (v. lat.: pars, partis = Teil, Richtung) ist ein auf unterschiedliche Weise organisierter Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb des umfassenderen politischen Verbandes (Staat o. Ä.) danach streben, politische Macht und die entsprechenden Positionen zu besetzen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen.
Der für mich entscheidente Punkt ist hierbei das streben nach politischer Macht, denn ohne diese werden Ziele nicht verwirklicht werden können. Dies ist und bleibt das ureigenste Grundbedürfnis jeder Partei. Und im System der repräsentativen Demokratie, in dem wir nunmal leben, bedeutet dies schlichtweg soviele Wählerstimmen wie möglich zu erreichen. Jetzt kann man dies schlecht finden, man kann der Meinung sein wir brauchen eine möglichst direkte Demokratie oder das aktuelle System aus welchen Gründen auch immer ablehnen. Nur dann ist man falsch in einer Partei, auch in der Piratenpartei. Denn Parteien sind Teil eben davon, dem System Staat wie wir es heute, hier und jetzt haben. Jeder der Mitglied in einer Partei wird, akzeptiert damit auch Teil des Systems zu werden. Und genau deswegen kann eine Partei keine Protestbewegung sein. Einer Protestbewegung fehlt es sowohl am streben nach politischer Macht als auch an Akzeptanz des Systems.
Was aber stimmt ist, dass jede Partei zunächst einmal aus einem Protest herraus entsteht bzw. groß wird. Ob das jetzt die Grünen, die CDU oder wir Piraten sind, am Anfang stand immer der Protest gegen einen empfundenen Missstand. Diese Protestphase ist aber eben auch nur genau das, eine Phase – und die geht bei den Piraten langsam zuende. Das ist auch gut so denn es bedeutet Fortschritt und Weiterentwicklung, wäre dies nicht der Fall würden wir auf Dauer schlichtweg unsere Existenzberechtigung verlieren.
Die Piraten sind angetreten für eine andere Art der Politik, manchen ereilt gerade die Ernüchterung das wir so anders gar nicht sind. Ich sage wir sind immer noch anders genug. Der Protest gegen das System der uns alle zusammengeführt hat wird auch weiterhin Teil der Piratenpartei sein. Man kann das System kritisieren und es versuchen zu ändern. Dies geht von außen oder von innen, das System von innen herraus zu ändern ist der schwere Weg den die Piraten gewählt haben. Der Weg ist deswegen schwer weil er nicht beschritten werden kann ohne selbst ein Teil davon zu sein. Die Gefahr dabei ist sich selbst auf diesem Weg zu verlieren, noch ist das bei den Piraten nicht passiert und ich bin zuversichtlich das es auch nicht passieren wird solange wir alle zusammenhalten. Wer jetzt Austritt hat entweder erkannt das er selbst auf dem falschen Weg ist oder ihm dieser zu schwer zu gehen ist. Beides ist grundsätzlich in Ordnung und muss respektiert werden, wer allerdings Austritt weil der Weg zu weit und zu schwer wird sollte sich bewusst sein welche Chance er damit verspielt. Denn nur weil der Weg schwer ist ist er trotzdem der richtige und nur das zählt.
- Patrick aka dev
INDECT – oder warum wir stärker national und international zusammenarbeiten müssen.
INDECT ist seit September diesen Jahres das Thema mit dem mich der Bundesvorstand der Piratenpartei beauftragt hat. Das aufgeschlüsselte Akronym und was INDECT genau ist wurde und wird auf verschiedensten Kanälen zahlreich kommuniziert. Die genauen Zielsetzungen und Visionen dieses Forschungsprojekts sowie die erheblichen Gefahren die wir als Taskforce INDECT hierzu sehen, findet ihr in Kürze unter www.stopp-indect.info – diese Website wird derzeit überarbeitet.
Was ist also seit September passiert?
Wozu das alles?
Warum gestaltet sich die Öffentlichkeitsarbeit so schwierig?
Meines Erachtens aus 2 Hintergründen heraus. Zum einen glauben die Menschen nicht wirklich was Ihnen mit einem möglichen Einsatz von INDECT bevor steht, zum anderen ist INDECT ein Forschungsprogramm der EU und daher für viele Menschen nicht wirklich greifbar.
Wie am Beispiel der Vorratsdatenspeicherung gut zu sehen ist, scheint die EU für viele Menschen weit weg und die angeblich weit entfernten Themen tangieren sie nicht wirklich. Schließlich ist es leichter gegen ein deutsches “Feindbild” wie Ursula von der Leyen aktiv zu werden anstatt sich tiefer mit Politik auf EU Ebene und somit einer Cecilia Malmström auseinander zu setzen. Diese Cecilia hat uns ja schließlich nichts zu sagen, oder doch? Ja, das hat sie. Zumindest wenn es nach ihren Plänen geht und die Umsetzung der selbigen ist nicht mehr unrealistisch.
Themen die hinterrücks über die EU eingeführt werden sollen, eben wie das Thema Vorratsdatenspeicherung, gehen uns alle an und werden uns auch alle früher oder später betreffen. Denn: wer ist eigentlich diese EU? Wir sind die EU! Jeder einzelne von uns. Es ist wichtig sich dies bewusst zu machen.
Wenn wir verstanden haben dass wir alle Teil dieses Staatenbundes namens EU sind, dann ist die logische Konsequenz daraus, entsprechend staatenübergreifend zu agieren und gemeinschaftlich ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.
Da die deutsche Piratenpartei aktuell die Vorreiterrolle bei der Arbeit zu INDECT inne hat, sind wir auch dabei die Internationalisierung unserer bisherigen Arbeit voran zu treiben. Für unsere bundesweite Arbeit zu INDECT sowie zur Internationalisierung brauchen wir jede helfende Hand! Du möchtest bei uns aktiv werden? Wende Dich gerne jederzeit an meine Person unter den weiter unten aufgeführten Kontaktdaten. Du hast keine zeitliche Möglichkeit Dich einzubringen? Dann spende für unsere Arbeit [1]! Du kannst sicher sein, dass die Mittel für einen guten Zweck verwendet werden. Beispielsweise für verschiedene Aktionen rund um INDECT sowie für neue Streumittel wie Flyer, von denen wir aktuell keine mehr haben!
Denn eines ist sicher. Wenn wir nicht den Grundstein für den Widerstand gegen INDECT legen, dann wird es keiner tun. Wir Piraten haben die Möglichkeit uns bundesweit zu organisieren und noch mehr als das. Wir müssen uns bei Themen wie der Vorratsdatenspeicherung, INDECT sowie zahlreichen anderen Gefahren besser organisieren und die Energie die wir in unsere Grabenkämpfe oder triviale Nebenkriegsschauplätze investieren, sinnvoll und gebündelt einsetzen.
Mein Name ist Roland und ich bin Pirat!
Stopp INDECT!
INDECT Koordinator
Piratenpartei Deutschland
INDECT Coordinator
Pirate Party Germany
www.stopp-indect.info
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Video: The Story of Stuff – Electronics

Just came across this video from storyofstuff.com. It describes how electronics are sold to be dumped these days and just points to one of our major environmental problems. Who does not have electronic gadgets gathering dust for being obsolete or just not what you need?
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