Ich hab was gegen FIlz!
Mein Lieblingsplakat. Es passt so gut für Bayern!
Space Oddity
Wir leben in interessanten Zeiten, im Positiven wie im Negativen, aber wenn ein Astronaut dieses Lied im Weltraum aufnimmt, dann ist wieder einiges mehr im Positiven :)
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Spiele Barcamp in München
Die Anmeldung für das Gamecamp München 2013 ist offen und … tja, mehr gibt es fast nicht zu sagen, ausser, dass nach 3 Jahren wieder umgezogen wurde, es ist jetzt im Werk1.
Haber früher schon ein paarmal was zu dem Gamecamp geschrieben, dachte es wäre mehr, aber eventuell habe ich auch nur die Kategorien falsch gesetzt.
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Selfpedia: Menschen mit Behinderung unterstützen sich gegenseitig.
Ich denke, der Titel sagt schon alles aus, oder?
Verteilt den Link mal weiter und redet darüber, das hilft allen. Danke!
Initiiert von Raul Krauthausen, der Anfang des Monats übrigens mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
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Und der Anschlag in Boston wird gleich benutzt um wieder Ängste zu schüren
Innenminister Friedrich nutzt den Anschlag gleich um wieder eine erweiterte Überwachung zu bewerben.
Ich sag schon nix mehr weiter dazu, lohnt sich ja schon gar nicht mehr.
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Die Besdtandsdatenauskunft kommt näher …
… laut golem.de hat der Innenausschuss der Länderkammer empfohlen dem Gesetz ohne Änderungen zuzustimmen.
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Liebe Deutsche Bahn ….
… ich dachte ja, dass ihr so langsam mal kapiert habt, wie man mit Kunden umgeht. Leider beweist ihr immer wieder, dass dem eben nicht so ist.
Kein deutsche Ausweis? -> Rauswurf!
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Boston Marathon
Dear friends, please remember, hate and revenge does not help, even if it seems to be an easy way at first.
HERE, you can help:
If you live in Boston and can offer a place to stay, please do so.
http://j.mp/bostonPlaceToStay
If you are there and know of people others might want to know about:
http://google.org/personfinder/2013-boston-explosions
If you can share some of your blood:
http://www.redcrossblood.org/locations/boston-donation-center
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CCC zur De-Mail
Der CCC hat eine Stellungnahme an den Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages zur De-Mail abgeliefert.
Pressemitteilung folgt:
Gutachten unterstreicht Untauglichkeit der De-Mail für rechtsverbindliche Kommunikation
2013-04-14 20:53:00, erdgeist
Am Montag findet eine Anhörung zum elektronischen Rechtsverkehr im Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages statt. [4] Der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht seine Stellungnahme zum Gesetzentwurf, in der er begründet, warum der Einsatz von De-Mail keine technisch geeignete Maßnahme ist.
Um für mehr geschützten elektronischen Verkehr mit seinen Bürgern zu sorgen, versucht der Rechtsausschuß am 15. April 2013 zu ergründen, ob das Konzept der sogenannten “De-Mail” zur rechtsverbindlichen Kommunikation taugt. Es wird der altbekannte Trick versucht: Statt die naheliegende Idee zu verfolgen, das technisch deutlich angemessenere Verfahren der qualifizierten elektronischen Signatur zu benutzen, soll mit dem vorliegenden Gesetzentwurf einer einfachen De-Mail der Beweiswert einer qualifizierten elektronischen Signatur zugesprochen werden.
Das Cloud-Produkt De-Mail soll offenbar den Makel der Kostenfreiheit beseitigen, der E-Mails aus Sicht der gelben Post und einiger deutschen Freemail-Anbieter schon lange anhaftet. Einer der Hebel, mit deren Hilfe die Bevölkerung endlich zur Nutzung des Verfahrens bewegt werden soll, ist die geplante Verpflichtung zur Nutzung von De-Mail in der Kommunikation mit Behörden und Gerichten. In Zukunft soll jeglicher elektronischer Briefverkehr mit und innerhalb von Behörden und Gerichten in Deutschland nur noch über das absichtlich zu normaler E-Mail inkompatibel gehaltene Protokoll stattfinden.
Doch die De-Mail hat grundsätzliche Probleme: Bereits in vorangehenden Stellungnahmen zur De-Mail [2], [3] wurde von Seiten des CCC festgestellt, daß die Bundesregierung wider besseren Wissens auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zertifikate in Nutzerhand verzichtet, wodurch die De-Mail kein höheres Sicherheitsniveau als eine herkömmliche E-Mail aufweist.
Was im Falle der Verschlüsselung schon eine katastrophale Entscheidung ist, wird bei der beweisfesten Kommunikation zum vollendeten Desaster: Anstelle der Nutzer sollen deren De-Mail-Provider die Inhalte von De-Mails signieren und ihnen dadurch Beweiskraft verleihen. Eine per De-Mail versendete Nachricht soll so den gleichen juristischen Wert wie ein unterschriebenes Dokument bekommen. Für den Bürger reicht dann der Verlust seines Mobiltelefons mit den De-Mail Zugangsdaten für den sprichwörtlichen Kauf einer Waschmachine.
Linus Neumann, Sachverständiger des CCC im Rechtsausschuß, erklärt dazu: “Es ist unerklärlich, wie ein solch offensichtlich untaugliches Werkzeug qua Gesetz die Salbung des Tauglichen erhalten soll. Statt einer qualifizierten elektronischen Signatur soll nun mit De-Mail unqualifizierte elektrische Makulatur staatlich verordnet werden.”
Per Gesetz soll festgelegt werden, daß nicht mehr die eigene Unterschrift, sondern die von einer Software in der Verfügungsgewalt des E-Mail-Anbieters zählt. Die Anbieter können darüberhinaus alle Inhalte mitlesen. Wieder einmal wird statt einer soliden e-Government-Strategie kurzsichtige Wirtschaftsförderung zugunsten einiger weniger Unternehmen betrieben – auch wenn dabei Rechtssicherheit und der Schutz der Bürger auf der Strecke bleiben.
Links:
[1] Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten http://ccc.de/system/uploads/128/original/demail_april2013.pdf
[2] Stellungnahme zum Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften, 2013: http://ccc.de/system/uploads/126/original/stellungnahme-demail2013.pdf
[3] Stellungnahme: Sichere und vertrauenswürdige elektronische Kommunikation via De-Mail, 2011: http://www.ccc.de/system/uploads/64/original/CCC-de-mail-2011.pdf
[4] Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses am Montag, 15. April 2013, 14 Uhr: Elektronischer Rechtsverkehr: http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/43_Elektronischer_Rechtsverkehr/index.html
via golem
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No, sorry but NO!
Tell me WHY i want to turn scripting on for your page, give me a reason why i should do this after i did come to your page via StumbleUpon, Reddit, …
Tell me why i should not just close the browser-tab and click on the next link?
At least give me one small teaser why YOUR page is so great why i want to look at it.
Otherwise i am gone and will never come back, but if you do, i might come back again and agan and again.
But do not be sad, you are not the only one losing visitors ;)
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Bayrische Biergartenkultur auf piratisch
Als gestern die Frage aufkam, wer in oder um München denn des Bayrischen mächtig sei fiel mir eine spontane Comedyeinlage während des Debattiertrainings in der LGS wieder ein, von der eine Aufnahme (in mäßiger Handyqualität im großen Raum) existiert die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Thema war eine Änderung der Sperrstunde für Biergärten, die seit Mitte der 90er auf 23:00 festgelegt ist, was auf einen Aufstand der Bevölkerung gegen die Vorverlegung auf 21:30 zurückzuführen ist(die sogenannte “Biergartenrevolution“), die durch einige Pullacher Anwohner wegen der angeblichen Lärmbelästigung durch die “Waldwirtschaft” durchgesetzt wurde. Da das Debating ohne Ankündigung des Themas stattfindet und die Zwischenredner quasi nur mit sieben bis etwa 30 min Vorbereitung ohne Möglichkeit zur realen Faktenprüfung (Erklärung siehe unten) als Reaktion auf die Beiträge der “Regierung” und “Opposition” in die Übungsdebatte einsteigen erhebt der spontane Beitrag keinen Anspruch auf Richtigkeit gennanter “Fakten”.
Das Debating ist eigentlich eine ernste Sache, bei der Piraten das parlamentarische debattieren üben. Dabei wird in zwei gegnerischen Gruppen zu jeweils drei Personen je 7 Minuten debattiert, die Gruppen haben vorher etwa 10 Minuten zur Vorbereitung. Dazwischen sprechen drei Teilnehmer der Debatte, die das Thema erst bei Eröffnung durch die Regierungsseiten erfahren und sich dann für eine Seite entscheiden müssen. Der Beitrag stellt eine dieser normal dreimiunütigen Zwischenreden dar.
Die Debattierabende finden in der Regel alle zwei Wochen in der Landesgeschäftsstelle in München statt und sind für alle Interessenten offen, aktuelle Infos findet ihr hier.
Obwohl ich das Debattiertraining normalerweise recht ernst nehme hab ich es mir bei diesem Thema spontan nicht nehmen lassen, ausnahmsweise etwas aus der Rolle zu fallen:-)
Essensresteverwertung
Eigentlich mag ich keine Kochbücher. Totholz braucht Platz und den habe ich in meiner nicht-ganz-18qm-Wohnung nun mal nicht. Kochbuchautor ist in Zeiten des Internets eine zurecht aussterbende Spezies, da kann die Schöpfungshöhe des Werks noch so hoch sein, es handelt sich ja doch meist nur um reine Variationen bekannter Rezepte. Um mit den unzähligen Onlinerezeptforen, Sammlungen, Wikikochbüchern, tausenden Cupcakeblogs und Seideineigenersternekochyoutubevideotutorials mithalten zu können quälen uns Marketingexperten der kreativ-trendy-hippen-single-familien-fitness-Küche mit Bullshitbingo oder dem x-tausendsten Asiarezeptbuch mit gephotoshoppten Fooddesignplastiksushiröllchen.
Manchmal lockt ein auffälliges Design (oder die gähnend lange langsame Supermarktschlange) aber auch mich zu einem kurzen Blick in das ein oder andere Kochmagazin. Heute bin ich auf “Das Nichts Wegwerfen Kochbuch”(sic!) gestossen. Erwartet habe ich eines dieser unzähligen Reste-von-gestern-warmmachen-”Koch”-Bücher, die mir gar nichts nutzen, wenn ich mich nicht drei Tage lang von denselben Grundzutaten in oft wenig kreativen Varianten ernähren will(die noch dazu garantiert mindestens fünf andere frische Zutaten brauchen, die hundertprozentig nicht in singletauglicher Menge zu vernüftigen Preisen in normalen deutschen Supermärkten zu finden sind). Resteverwerten ist mir aber wichtig geworden, seit ich angefangen habe viel selber zu kochen. Ich bin Student, und die 3er-Paprikaampelpackung ist eben immer noch günstiger als zwei einzelne kleine Früchte. Mich nerven halbe übrige Zwiebeln, ausgewachsene Kartoffeln, ganz zu schweigen vom fünften Spiegelleifrühstück in Folge, weil das Haltbarkeitsdatum grenzwertig überschritten ist. In letzter Zeit habe ich deshalb oft weniger und dafür teure Lebensmittel gekauft, weil sich durch das zwangsweise wegwerfen infolge der wöchentlichen Kühlschrankinventur die anfängliche Preisersparnis immer öfter doch wieder aufhebt.
Projekte wie Foodsharing.de sind ein toller Ansatz, helfen aber akut nur bedingt, so lange sich das noch nicht herumgesprochen hat. “We feed the World” zeigt uns drastisch, wie anderswo auf der Welt Kinder verhungern, während in Deutschland über 80 Kilo Lebensmittel pro Person im Jahr im Müll landen.
Zurück zum Buch: Gleich beim ersten aufschlagen war ich begeistert: statt “Reste von gestern aufwärmen” lande ich auf einer Seite im Kapitel “konservieren”. Hier gibt es verschiedene Rezepte für eingelegtes, Obst wie Gemüse, teilweise sogar für Fleisch. Zu jedem Rezept gibt es Zubereitungsfotos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Angaben, wie lange die Sachen nach dem einkochen etwa haltbar sind. Im ersten Teil gibt es ein paar kreative Ideen, wie man halbleere Gläser mittels Nutzung zur Mischung von Soßen nahezu komplett leer bekommt, womit man sich selbst beim ausspülen oder den Müllarbeitern an Glascontainern auch noch einen Gefallen tut. Natürlich gibt es auch die üblichen Reste-von-gestern-Rezepte, die hier tatsächlich oft eine Kombination aus “Rest von gestern” und haltbaren Zutatenresten in kleinen Mengen darstellen.
Am Ende des Buches gibt es ein Register, geordnet nach Rezepten, Zutaten und Zeitaufwand.
Leider fehlt ein Teil mit Basics, wo z.B. erklärt wird, was “konservieren”, “einlegen”, “trocknen” , “einfrieren” mit Lebensmitteln eigentlich macht oder wo Probleme oder gar Gefahr für die Gesundheit drohen, wenn beim haltbarmachen doch mal etwas schief läuft.
Trotzdem ist das Buch genau das, was ich mir in letzer Zeit öfter beim Blick in den Kühlschrank gewünscht hätte und genau das, was ich mir vorstelle, wenn von “Reste sinnvoll verwerten” die Rede ist…
Zum Schluss noch ein eigener Tipp, der so nicht im Buch zu finden ist: Alte Semmeln (und Brot) lassen sich ganz einfach in der Tüte vom Bäcker an einem nicht zu warmen und vor allem trockenen Ort aufbewahren. Trockene, steinharte Brotstücke kann man in Öl und Gewürzen marinieren und in der Pfanne kurz zu leckeren Croutons für Suppen oder Salate anbraten. Mit einem Mörser zerstossen eignen sie sich als selbstgemachte Semmelbrösel. Weiche Semmeln vom Vortrag kann man, in Milch zusätzlich eingeweicht, zu einem Teig für Semmelknödel (sprich: “semmeknedl”) verarbeiten. Guten Appetit!
Amazon im Supermarkt…
Wenn ich so von den Erlebnissen einer Studentin bei Amazon lese, erkenne ich sehr viel von dem wieder, was ich in meinen Job bei einer Regalauffüllfirma vor ein paar Jahren erlebt habe.
Ich hatte das damals über die studentische Arbeitsvermittlung der Arbeitsagentur angenommen, weil ich kurzfristig und unkompliziert ein wenig Geld zum Studium verdienen wollte, bis ich “richtige” Arbeit als Werkstudent oder in der Uni finde. Dafür war ich auch bereit gewesen, eine “normalen” Stundenlohn, trotz der Nachtarbeit, anzunehmen. Ich hatte vorher bereits in Hermannsdorf den Hof zum Erntedankest vorbereiten geholfen. Auch dort arbeiten Studenten. Firma und Mitarbeiter profitieren von flexiblen Arbeitsverträgen und geringen Abzügen, dafür ist die Bezahlung in Ordnung und gerade ausländische Studierende haben es leichter, weil weniger Deutschkenntnisse erwartet werden. Dort hatte ich als Stadtkind am Bauernhof Spaß, und als einzige die komplette Woche durchgehalten, obwohl laut Arbeitsvermittlung bevorzugt Männer für die Arbeit gesucht wurden. Vom Kopierwerkspraktikum bin ich Fließbandarbeit gewohnt und als Schülerin war ich schon mal längere Zeit zum Regale auffüllen angestellt. Ich habe wirklich kein Problem mit schwerer körperlicher Arbeit und so lange ich dabei alleine arbeiten und Musik hören kann finde ich das so ab und zu sogar ganz entspannend.
Wie das beim Regale auffüllen damals gelaufen ist war aber total daneben: Abends wurde erst mal der Laden abgesperrt, weil große Supermarktketten (ich erinnere mich an mindestens zwei unterschiedliche Unternehmen, mittlerweile habe ich auch Mitarbeiter bei einer anderen Firma gesehn) den Mitarbeitern der Regalauffüllleiharbeitsfirmen nicht trauen. Nachdem die ersten Abende zu viert gearbeitet wurde, was noch relativ gut funktioniert hatte kam es in kleineren Läden vor, dass man die ganze Nacht zu zweit oder zu dritt arbeiten musste. Wenn dann nach neuneinhalb Stunden Arbeit morgens nicht alles fertig war, wurde gehetzt, unter Druck gesetzt und Überstunden einfach mal nicht aufgeschrieben. Morgens total übermüdet und dennoch freundlich auf die Fragen von im Laden verirrten Kunden zu reagieren brachte einem höchstens einen grimmigen Blick der Chefin ein, da man sich auch noch vom Arbeiten abhalten ließ. Mit der Zeit war’s einfach die Hölle, wie herablassend die Mitarbeiter behandelt wurden. Jedem war klar, wie einfach er zu ersetzen ist.
Als ich nach ein paar Wochen gekündigt habe, gab es zum neuen Semester viele vor allem ausländische Studenten, die trotz der üblen Bedingungen anstanden, um dort Arbeit zu bekommen.
Ich war zum Glück nicht ernsthaft auf diese Arbeit angewiesen. Kurzfristig habe ich danach Arbeit bei einer kleinen Firma gefunden, die Studenten für’s Briefe kuvertieren mehr bezahlt hat als später die Uni für Tutorien und studentische Mitarbeit. Da wurden Stunden aufgerundet und wenn’s mal nötig war, weil’s viel Arbeit gab, saßen die beiden Chefs selbst mit an den Werkbänken. Auch hier wurde von den flexiblen Arbeitsbedingungen profitiert, weshalb, leider, bevorzugt Studenten eingestellt wurden. Es geht also auch anders.
Ausbeutung gibt es nicht nur bei Amazon. So lange es keinen Mindestlohn gibt wird es immer Leute geben, die für noch weniger Geld arbeiten, um sich auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen und überhaupt etwas verdienen zu können. Und Unternehmen, die froh sind für solchen Arbeiter über Dritte immer niedrigere Ausgaben zu haben, während sie gleichzeitig kaum eigene Mitarbeiter einstellen müssen. Wenn das auch noch von den Arbeitsagenturen massiv unterstützt wird indem Leute gezwungen werden, solche Arbeiten zu Dumpinglöhnen anzunehmen, werden wir diese Probleme auch nicht lösen. Verdienen tun dabei immer nur die Großen.
Heute versuche ich diese Läden möglichst zu meiden. In der Nähe hat ein Supermarkt aufgemacht, wo ich mir relativ sicher bin, dass dort nur eigene Mitarbeiter arbeiten. Der ist ein wenig teurer, der Azubi an der Kasse aber seit Monaten derselbe und die Mitarbeiter sind auch sonst alle freundlich. Ich denke über den Monat hinweg wird das etwa 5-10€ mehr ausmachen, wobei ich zugeben muss, dass ich nicht konsequent nur dort einkaufen kann.
Nachdem aber scheinbar viele Läden großer Ketten von selbstständigen Einzelhändlern betrieben werden ist es schwer eine pauschale Aussage zu machen, wo auf externe Firmen verzichtet wird. Ich habe auch schon in den mir als teurer bekannten Läden externe Mitarbeiter beobachtet, zum Teil von der selben Firma, bei der ich angestellt war. Im Discounter scheint man das aber allgemein nicht nötig zu haben, da die Mitarbeiter sowieso mies bezahlt werden. In der Regel haben die Mitarbeiter der Regalauffüllfirmen eigens bedruckte Kittel und reagieren auf Fragen wenn überhaupt mürrisch oder mit dem Hinweis, man “arbeite hier nicht”, was in der Regel auch stimmt, da die Mitarbeiter zumindest dort wo ich gearbeitet hab täglich wo anders eingesetzt wurden.
Da das einen Boytkott enorm erschwert wird sich aber wohl kaum was ändern, bis endlich Politiker eingreifen, Mindestlöhne durchgesetzt und Abgaben generell verringert werden.
Schach-WM mit Dame…
Männer können nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Auch das ist Sexismus. Im Zuge der “Aufschrei”-Debatte geht es mehr um krasse Folgen einer auf die Trennung beider Geschlechter genormten Gesellschaft: die Wahrnehmung des Gegenübers *nur* als möglichen Sexualpartner und daraus resultierendes Fehlverhalten. Sexismus ist jedoch weit mehr. Er fängt da an, wo wir uns an bigeschlechtliche Stereotypien derart gewöhnt haben, dass wir automatisch Mann- bzw. Frausein als hauptsächlich bis einzig relevant für die Entwicklung, das Verhalten und die (körperlichen wie geistigen) Fähigkeiten einer Person voraussetzen (daher auch meine Kritik an einer Frauenquote).
Ein besonders auffälliges Beispiel einer unnötigen Aufteilung der Geschlechter sind getrennte Schachweltmeisterschaften und Bundesligen für “Männer und Frauen” und “Frauen”. Im Gegensatz zu anderen Sportarten kommt es hier nämlich nicht auf körperliche sondern rein auf geistige Fähigkeiten an.
Auf der Suche nach einer Erklärung dafür fand ich einen Zeit-Artikel über eine Studie, in der Forscher festgestellt haben wollen, dass Männer dann eine risikoreichere Eröffnung spielen, wenn sie einer “attraktiven” (von einer zweiten Testgruppe als besonders hübsch empfundenen) Frau gegenübersitzen (darüber, ob das auch bei homosexuellen Männern funktioniert äussert sich die Studie nicht). Als Grund dafür werden hormonelle Unterschiede und deren Auswirkungen genannt (gibt es eigentlich Dopingkontrollen beim Schachsport? Natürlich sind Hormone, ihre Auswirkungen und wie jemand damit umgeht immer gleich, ja Mann, auch du bist Brüderle und musst dich für garüberhauptnichts entschuldigen, wo kämen wir denn da hin?)
Derartige Feststellungen werden in vielen Lebensbereichen als Argument herangezogen, den Status quo (zum Beispiel einer Geschlechtertrennung) zu erhalten.
Statt mit der Zeit zu gehn und sich mit der Entwicklung der Welt hin zu einer Gleich*berechtigten zu reformieren werden keine Mühen gescheut, um nachträglich Begründungen für den vermeintlichen Sinn seit Jahrzehnten bestehender Trennungen nach Geschlechtern zu liefern (das “Weil-das-schon-immer-so-gewesen-ist-Syndrom”). Wären Schach-WMs in Rasse, Religion oder soziale Klassen geteilt würde es mit der passenden Studie wohl genauso gelingen, den “Beweis” zu erbringen, dass eine Erhaltung solcher Trennungen unabdingbar wäre.
Die zitierte Studie für diesen “Nachweis” heranzuziehen ist idiotisch.
Wahrscheinlich verhalten sich viele Männer in vielen anderen Situationen im Leben genauso. Das ist aber längst kein Grund, das zu dulden oder ihnen gar ein Handicap wegen präpupertärer Schwanzgesteuertheit zuzugestehn. Wenn wir mit solcher Argumentation das Geschlecht beachten, müssten wir konsequenterweise auch die Herkunft und Sozialisierung mit einbeziehen oder ob der Spieler als Kind mal vom Pferd gefallen ist.
Im realen Leben wird leicht erkennbaren Faktoren und quasi genormten Kategorien ein hoher Stellenwert zugemessen, während wichtige Details individueller Entwicklung übersehen oder gar absichtlich übergangen werden. Genau wie zum Beispiel in der Arbeitswelt bedeutet “risikoreich” aber auch “zurückhaltend” nicht gleich schlecht oder umgekehrt vorteilhaft, da jeder seine Fähigkeiten individuell einsetzen muss. Wie in der Arbeitswelt werden aber auch beim Schach vollkommen absurde Argumente herangezogen um vollkommen veraltete festgefahrene Strukturen zu erhalten.
In beiden Fällen würde die Erkenntnis helfen, dass nicht alle Männer, Frauen oder Eichhörnchen gleich sind und sich Menschen nicht in Schubladen stecken lassen. Und das mindestens mehrere Strategien zum Ziel führen können, wenn man auch mal andere als die bekannten scheinbar Erfolg garantierenden Wege geht. Mehr Neues. Mehr Genialität. Mehr Farben als bloß das Schwarzweißkariert einer Mann-Frau-Schach-WM. Strategie “Mensch sein” . Vielfalt erkennen und positiv nutzen…
Aufschrei – wie wär’s, wenn ihr stattdessen lernt, euch zu benehmen?
Abends in der Ubahn. Ein paar Jugendliche, die im vorbei gehen am Fenster obszöne Gesten machen. Ich hab schon schlimmeres erlebt. Nein. Mir wird schlecht. Auch da wurden Grenzen überschritten. Das macht man nicht.
Ich denke drüber nach. Flashbacks. Harmlose, kleine Respektlosigkeit. Versuch’s einfach zu vergessen. Mehr als verdrängen ist nicht drin. Verdrängen. Das wollt ich doch nie wieder.
Nach Tagen erzähle ich einem Freund davon. Höre, das seien eben kleine Arschlöcher. Das komme ja öfter vor. Nicht so drüber aufregen. Nicht so treffen lassen.
Diese Typen haben einen Fehler gemacht. Belästigt. Und nun soll ich meine Bewertung des Vorfalls anpassen? Das “nicht so ernst nehmen”? Meine Grenzen was zu weit geht verschieben?
Warum muss eigentlich immer ich mich anpassen?
Es fällt verdammt schwer darüber zu schreiben. Es ist peinlich. Dass das passiert ist. Aber noch mehr, zuzugeben, dass es einem so nahe geht. Dass es so trifft. “Hab dich nicht so”… Verdammt. Das sollte eigentlich nicht so sein.
*edit*

Schuldfragen…
Warum ich 2013 keine CSD-Beauftragung übernehmen werde
Da ich gerade mit den CSD-Planungen für München 2013 anfange, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht…
Ich habe mich entschieden, für die CSDs 2013 keine bayernweite Beauftragung mehr zu übernehmen. Grund ist die Reaktion des bayrischen Vorstands, der mir auf der Aufstellungsversammlung 106 vorgeworfen hat, ich wäre unzuverlässig gewesen. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht, da mir das Thema enorm wichtig ist und ich aus der Erfahrung der letzten zwei Jahre weiß, wie schwierig es sein wird, sich neu in Planung einzuarbeiten, da landesweit viele Termine für Anmeldefristen, Bestellung/Weiterversand von Infomaterial und die CSDs mit den CSD-Organisationen und den immer wieder wechselnden Vorständen koordiniert werden müssen. Da es in vielen Regionen keine konkreten Ansprechpartner für die CSD-Planung gibt wird sich ein möglicher Nachfolger selbst erneut um die Kontakte bemühen müssen.
Ich bin 2011 nach Ausfall des verantwortlichen Vorstands recht kurzfristig allein für die CSD-Planung in München eingesprungen. Dank der Hilfe von vielen Piraten vor Ort haben wir es 2011 dann sogar geschafft, knapp vor Anmeldefrist eine Teilnahme am Umzug samt Wagen zu organisieren (vielen Dank nochmal an @der_kalle für die großartige Unterstützung mit dem Wagen!). Nachdem München die aufwendigste CSD-Teilnahme in ganz Bayern ist war es 2011 schnell klar, dass es Sinn macht, zur Reduzierung der Kosten auch gleich die anderen CSDs in Bayern zu planen. Ohne Beauftragung hab ich damals alle Termine für Anmeldefristen gesucht, eine gemeinsame Aufkleberbestellung koordinert und den CSDs an denen ich meist selbst anwesend war Material verliehen. Durch die großartige Hilfe von vielen Piraten aus den jeweiligen Bezirken konnten wir so 2011 erstmals an allen CSD in Bayern teilnehmen.
Als ich zum Jahresende 2011 mit den Planungen für München begann war für mich klar, dass ich 2012 von vornherein als Ansprechpartnerin für ganz Bayern zur Verfügung stehen würde. In der folgenden Zeit hatte ich mit einigen der Vorstände des Landesverbandes gesprochen. Dabei ging es erst mal ganz unverbindlich um die Rahmenbedingungen und den Sinn einer Beauftragung. Ich hatte angekündigt, mir selbst einen Antrag bzw. eine Ausschreibung zu schreiben (das war etwa 5 Monate vor Beginn der CSD-Saison). Als ich (einen Tag nach der betreffenden Sitzung) von der erteilten Beauftragung erfuhr war ich nicht nur überrascht sondern geradezu wütend. Einen konreten Antrag gab es zum Zeitpunkt des Beschlusses nicht. Auf der Aufstellungsversammlung wurde mir dann unter anderem vorgeworfen, ich sei bei der Erteilung der Beauftrgung nicht anwesend gewesen. Aus den Protokollen aus der Zeit ist ersichtlich, dass es sich dabei (unnötigerweise) um einen Umlaufbeschluss handelte, dem außerdem jegliche Konkretisierung des Auftrags fehlte. Auch in der Liste der Beauftragten des Landesverbandes fehlt die CSD-Beauftragung völlig (Stand 07.12.12).
Wie schon 2011 waren die CSD-Teilnahmen 2012 ein voller Erfolg. Wir haben an allen CSDs teil genommen. Durch die gemeinsame Aufkleberbestellung hat der Landesverband eine Menge unnötiger Kosten gespart. Obwohl es in den einzelnen Bezirken keine eigenen CSD-Beauftragten gab die vor Ort koordiniert haben, ist es 2012 gelungen, an jedem einzelnen CSD zumindest mit einem Infostand teilzunehmen. Wer bei den Piraten schon mal Veranstaltungen mit jeweils mindestens 10 Helfern organisiert hat weiß wie schwierig es ist, alles unter einen Hut zu bekommen. Man muss flexibel reagieren, planen und umplanen, Ersatz für personelle und materielle Ausfälle finden, feste Zusagen gibt es von den wenigsten Piraten, während man sich drauf verlassen kann, dass spontan am Ende doch alles klappt. In München betraf das zeitweise fast 30 Helfer, da gleichzeitig Infostand und Umzug stattfinden und der CSD über zwei Tage dauert (neben einer Ausstellug zur PrideWeek vorher, mit der wir dieses Jahr zum ersten mal in die neue Geschäftsstelle eingeladen haben). Ich denke einige werden mir recht geben, wenn ich sage, dass die CSDs eine der aufwendigsten und trotzdem erfolgreichsten landesweiten Aktionen überhaupt sind. Diese positive Rückmeldung habe ich auch von den jeweils vor Ort Beteiligten erhalten.
Für das Wahljahr 2013 wünsche ich mir, dass wir wo möglich mit Wagen an den Umzügen teilnehmen. Wir haben das fortschrittlichste Programm hinsichtlich Familien- und Geschlechterpolitik und das müssen wir auch zeigen.
Ich selbst werde aber keine landesweite Planung mehr übernehmen. Man kann sicher immer etwas besser machen. Der Landesvorstand hat es aber so dargstellt, als hätten die Planungen nicht funktioniert, als wäre etwas schief gelaufen und der Partei durch unzuverlässiges Verhalten Schaden enstanden. Die Gründe dafür, dies anonym auf einer Aufstellungsversammlung vorzuwerfen, wo die Vorwürfe kurzfristig nicht überprüfbar sind und umso gavierender Einfluss auf eine Wahlentscheidung haben, mögen in Wahrheit nichts mit meiner Arbeit zu tun gehabt haben, aber scheinbar war’s das wert und mein Verzicht auf eine erneute Beauftragung hinnehmbarer Nebeneffekt. Ich bin unbequem (und stolz darauf). Anders. Es hätte genug legitime Argumente gegen eine Kandidatur gegeben. Mangelnder Einsatz, Unzuverlässigkeit und Begeisterung gehörten nicht dazu (Dinge wirklich zu verstehen, statt sie auswendig herunterzubeten übrigens auch nicht, siehe Rest der AV).
Man mag mir “Getrolle” vorwerfen (jemand sagte mal “Aufrichtigkeit”). Dass ich meine Meinung sage. Hartnäckigkeit. Inhaltliches shitstormen. Aber nicht meine Arbeit wenn es um Organisation geht. Nicht etwas, das (nicht nur beim CSD) so gut gelaufen ist. Ich habe über die letzten Jahre den CSD, 2010 die Teilnahme am Streetlife, den “Frühliung der Freiheit” 2011 und diverse Infostände mit- oder hauptverantwortlich organisiert. Ich bin erreichbar, kenne Ansprechpartner und wenn mal zwei Tage vor der Demo ein LKW für den Hanftag gebraucht wird klappt das. Ich habe durch die Organisation viel gelernt, vor allem größere Gruppen zu motivieren und koordinieren und flexibel auf sich ständig ändernde Umstände zu reagieren. Ja, ich hab das auch gemacht, um mich selbst Herausforderungen zu stellen, zu denen ich lange Zeit tatsächlich nicht imstande war. Es hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, wie das in der Gruppe funktioniert hat. Ich danke allen, die mich dabei unterstützt haben. Ich hoffe man wird aber verstehen, wenn ich nach so einer Reaktion nicht mehr zur Verfügung stehe.
zur #InWoche
The awful German language: Sex & Gender
Every noun has a gender, and there is no sense or system in the distribution; so the gender of each must be learned separately and by heart. There is no other way. To do this one has to have a memory like a memorandum-book. In German, a young lady has no sex, while a turnip has. Think what overwrought reverence that shows for the turnip, and what callous disrespect for the girl. See how it looks in print — I translate this from a conversation in one of the best of the German Sunday-school books:
“Gretchen.
Wilhelm, where is the turnip?
Wilhelm.
She has gone to the kitchen.
Gretchen.
Where is the accomplished and beautiful English maiden?
Wilhelm.
It has gone to the opera.”
To continue with the German genders: a tree is male, its buds are female, its leaves are neuter; horses are sexless, dogs are male, cats are female — tomcats included, of course; a person’s mouth, neck, bosom, elbows, fingers, nails, feet, and body are of the male sex, and his head is male or neuter according to the word selected to signify it, and not according to the sex of the individual who wears it — for in Germany all the women either male heads or sexless ones; a person’s nose, lips, shoulders, breast, hands, and toes are of the female sex; and his hair, ears, eyes, chin, legs, knees, heart, and conscience haven’t any sex at all. The inventor of the language probably got what he knew about a conscience from hearsay.
Now, by the above dissection, the reader will see that in Germany a man may think he is a man, but when he comes to look into the matter closely, he is bound to have his doubts; he finds that in sober truth he is a most ridiculous mixture; and if he ends by trying to comfort himself with the thought that he can at least depend on a third of this mess as being manly and masculine, the humiliating second thought will quickly remind him that in this respect he is no better off than any woman or cow in the land.
In the German it is true that by some oversight of the inventor of the language, a Woman is a female; but a Wife (Weib) is not — which is unfortunate. A Wife, here, has no sex; she is neuter; so, according to the grammar, a fish is he, his scales are she, but a fishwife is neither. To describe a wife as sexless may be called under-description; that is bad enough, but over-description is surely worse. A German speaks of an Englishman as the Engländer; to change the sex, he adds inn, and that stands for Englishwoman — Engländerinn. That seems descriptive enough, but still it is not exact enough for a German; so he precedes the word with that article which indicates that the creature to follow is feminine, and writes it down thus: “die Engländerinn,” — which means “the she-Englishwoman.” I consider that that person is over-described.
aus: ” The awful German language” , M. Twain, A Tramp Abroad, 1880
Quotenzahlenspiele
Julia Schramm twitterte vor ein paar Tagen einen Link zu einem Flyer, auf dem gegen die Einführung des Frauenwahlrechts in den USA argumentiert wurde. 
Zur Zeit lese ich in Diskussionen über Themen, von denen eines der beiden Geschlechter sich besonders betroffen fühlt, wie das Frauenwahlrecht oder auch die Beschneidung von Jungen, die jeweils andere Gruppe hätte kein Recht, sich in Debatten einzumischen, die allein das jeweils andere Geschlecht betreffen. Das geht so weit, dass manch einer vorschlägt, zum Beispiel nur Frauen über Frauenquoten abstimmen zu lassen. Dem möchte ich nun entgegenhalten, dass es tatsächlich durch eine Mehrheit zur Einführung des Frauenwahlrechts kam, natürlich geschah das viel zu spät und nicht ohne massiven Druck, Mistgabeln und Hungerstreiks. Abgesehen von gewalttätigen Revolutionen, die eine Gelegenheit zum Neuanfang bieten, war es aber auch immer zwingend nötig, dass sich in der Gesellschaft eine Mehrheit der Privilegierten findet, die die minder privilegierten Gruppen unterstützten.
Oft wird aber einfach argumentiert, es sei unmöglich, sich einzufühlen, zu verstehen oder die Gegenseite hätte gar kein Interesse, die eigene Macht zu beschneiden. Wenn man sich den Ausgang der Debatte um das Frauenwahlrecht ansieht, muss man dem schon aus rein logischen Gesichtpunkten absolut widersprechen:

Für die (Wieder)Einführung des Frauenwahlrechts Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA war eine Mehrheit im Parlament nötig. Als die erste Initiative nicht zum Erfolg führte, war das mit ausschlaggebend dafür, dass bei der nächsten Wahl Vertreter gewählt wurden, die sich für das Frauenwahlrecht einsetzten. Die erneute Abstimmung wurde schließlich von den Befürwortern des Frauenwahlrechts für sich entschieden. Mehr als die Hälfte des von Männern neu gewählten Parlaments stand also auf Seite der Frauen und hatte sich überzeugen lassen.
Ich bin arg irritiert, dass Julia Schramm dem widerspricht. Ich frage mich, was für ein Weltbild und Misstrauen in die Wirkkraft der eigenen Argumenten in dieser Ansicht liegt. Im Landesverband Berlin zeigt sich gerade, dass sehr wohl auch Männer Vorteile in der Wahl von Frauen sehen und diese aktiv unterstützen, und das ganz ohne Mistgabeln im Nacken.
Wer Frauen unterstütze kann kein *echter* Mann sein. Mit ihrer Argumentation macht sie aus aufrichtigen Demokraten der 1920ger(im heutigen Sinne!) verweichlichte *Frauen*. Sie pauschalisiert und übersieht dabei, dass ihre Argumentation jeglicher Logik entbehrt. Solche Äusserungen regen mich besonders auf , da wir in Parlamentsdebatten auf weitaus schwierigere Debatten gefasst sein müssen. So etwas dürfen wir uns dort keinesfalls leisten.

bei all den Debatten gerne vergessen: Menschen, die sich nicht mit einer bestimmten geschlechtlichen Identität identifizieren können
Quelle:@kegelklub/”Her mit dem Frauenwahlrecht” (gemeinfrei)
Natürlich wird es immer auch Männer geben, die die eigenen Privilegen nicht gerne aufgeben möchten. Solche, die -berechtigterweise- die eigene Macht gefährdet sehen. Wieder andere übersehen das manchmal und setzen sich nach außen für Quoten genau so ein, dass der eigene Status nicht gefährdet ist (Darüber habe ich zuletzt etwas ausführlicher geblogt, und natürlich gab es aus genau diesen Kreisen wieder die stärkste Zustimmung, während ernsthafte Änderungen auf sich warten ließen. Und ich weiß nicht, ob der Weg der Sonderbehandlung, den die Berliner gehen, jetzt der richtige ist)
Was bei diesen Diskussionen leider selbstverständlich wieder vollkommen vergessen wird: Was ist eigentlich mit den Eichhörnchen?
#ichhabnichtangezeigt
***Triggerwarnung*** bitte lest das nicht, wenn es euch ähnlich ergangen ist und ihr allein seid***
Es ist vorbei. Am Wochenende hab ich erfahren, dass er längere Zeit sitzen wird. Etwas, was mich lange Zeit beschäftigt, eingeschränkt hat ist vorbei, und ich beginne gerade zu realisieren, was das bedeutet. Es bringt einem ein wichtiges Stück Lebensqualität zurück.
Ich fühle mich feige. Ich hab jetzt *leicht* reden. Ich hatte einfach Glück. “Glück”, dass es Zeugen gab. Und dass das nicht der einzige Fall war. “Glück” dass ich so gezwungen war, etwas zu sagen, und dass gewisse Sicherheit bestanden hat, dass einem geglaubt wird. Und eigentlich, eigentlich ein schlechtes Gewissen, weil ich es verdrängt habe und mir gleichzeitig vorgeworfen habe, dass das nicht das einzige Mal gewesen sein wird, dass das wieder passiert und das ist eigentlich das schlimmste aber ich hatte schon mal negative Erfahrungen in der Hinsicht gemacht und ich konnte das einfach nicht.
Ich hab’s verdrängt. Ich hab mich in Arbeit gestürzt, workaholic. Bis ich sie verloren hab, weil’s immer nur davongelaufen war, immer nur verdrängt, weil ich an diesem Ort nicht mehr sein konnte.
Vor ein paar Monaten dann eine Ladung zum Prozess Ende Oktober. Ich war erst mal wütend. Wütend, dass man mich damit gezwungen hat, an etwas zu denken, was ich nie nie wieder denken wollte(und hat es doch doch nicht funktioniert, noch dazu die Gefahr, diese ständige Gewissheit, dass er noch draussen ist, da). Ich gab dem Richter eine “Schuld”. Habe mich verraten gefühlt. Das ist der falsche Weg. Ich weiß ich hab leicht reden aber bitte, wenn so etwas passiert, denkt nicht so.
Ich hab nun tatsächlich versucht, es zurückzuholen. Ich hab ein verdammt gutes Gedächtnis, mich in eine Situation hineinzuversetzen hilft mir, normalerweise, jeden Fetzen eines Gesprächs, jede Sekunde, jeden Moment einer Begegnung zurückzuholen. Aphatisch-nüchtern bin ich durch gegangen, was war. Das hab ich in Therapie gelernt. Bloß nichts falsch machen, bloß nicht. Am Ende lag es nicht in meiner Verantwortung und das bereue ich mittlerweile. Ich hab nicht mehr aussagen müssen, das war vorher vorbei, und ich hatte gebeten, dass drauf verzichtet wird wenn’s nicht zwingend nötig ist. Vielleicht hätte es doch noch mehr gebracht. Und außerdem hätt ich mir so nicht noch ewig Gedanken machen müssen, wie es wohl ausgegangen ist, mir nicht noch ewig Gedanken gemacht . War ich feige? Ist es nicht legitim, sich nicht in Situationen zu begeben, die einen so belasten? Wie gesagt, ich hab leicht reden. Ich wusste, dass das auf jedenFall “gut” ausgeht.
Ich möchte euch Mut machen, selbst anzuzeigen. Dass ich es nicht getan habe war ein riesen Fehler. Dieses Gefühl grade, diese Erleichterung, die Selbstvorwürfe und alles löst sich langsam. Ich war auf die falschen Leute wütend. Auf Frauenhilfen, Feministinnen, den Kegelklub. Immer war da wer, der alles besser wusste, von denen der größere Teil (zumindest war das meine egoistische , verspulte Annahme, wenn man sich schlicht die Fakten ansieht müsste ich eigentllich wissen, dass ich damit nicht allein bin) in meinem Augen doch gar nicht wissen könnte, wie so was ist, und egal was an Vorschlägen und Aktionen und Aussagen kam, ich habe nicht zugehört und wusste es doch immer besser und war doch wütend, dass man mich damit wieder dazu gebracht hat, mich damit auseinanderzusetzen (und btw, was die Anträge zum Thema sexuelle Gewalt im LQFB angeht: geschultes Personal bei der Polizei und Regelungen, die dazu führen, dass man da nicht allein zu ner Aussage hin darf, zumindest nicht ohne vorherige Vorbereitung durch Psychologen, sind eigentlich das wichtigste. Dass Nachfragen kommen lässt sich nicht verhindern. Das sind nicht immer Zweifel an einer Aussage, so einfach ist das nicht. Und es braucht schon mehr Ideen als irgendwelche Schönheitskorrekturen in kühlen Paragraphen).
Wichtig ist, dass man sich das klar macht. Nachfragen sind keine Zweifel, müssen manchmal sein. Auch das hab ich versucht. Das bewusst machen, dass das nicht bedeutet, dass einem nicht geglaubt wird. Der Prozess war ja da, das ließ sich nicht mehr abwenden, und manchmal ist das einfach urplötzlich herausgebrochen, ich konnte plötzlich nicht mehr klar denken, und es wurde nachgefragt, nachgehakt. Ich bin denen dankbar, die sich das angetan haben, die mir geholfen haben zu strukturieren, die zugehört und mir Mut gemacht haben, ohne euch hätt ich’s nicht geschafft. Deshalb meine Bitte an alle, lasst Menschen nicht allein, wenn ihr so was mit bekommt. Bohrt nach, fragt, und ja, wenn ihr Zweifel habt haltet erst mal die Klappe. Unschöne Fragen kommen bei einer Aufnahme oder Verhandlung noch genug, das ist nicht eure Aufgabe. Versucht einfach selbst, zu unterstützen. Vermittelt selbst, dass ihr glaubt. Und wenn es euch unangenehm ist, mit so etwas konfrontiert zu sein, wenn ihr euch nicht stark genug fühlt sagt es. Keiner kann das verlangen und wenn man zeigt, dass es einen berührt, ist das meist auch schon eine große Hilfe.
Natürlich lässt sich nichts ungeschehen machen. Folgeschäden, Kreise, es zieht einen immer weiter runter wenn man sich dieser Sache nicht stellt, und selbst dann fällt einem alles nicht so leicht (zumindest Arbeit hab ich aber wieder gefunden, eine tolle, gute, und manchmal ist es gerade das ablenken müssen, dass dazu führt, dass ich viel Zeit in andre Dinge investiere, workaholic, ein grund. Immer bestrebt, sich nicht beeinflussen zu lassen. o intensiv, dass man sich zwangsablenkt, sich dabei zu wenig Zeit für sich selbst nimmt, um bloß nicht im eigenen gedankenkäfig zu irren). nur, man kann sich vielleicht ablenken, in Arbeit stürzen, aber verschwinden tut es davon nicht. Das hab ich dann gemerkt, wenn es urplötzlich wieder da war, ein falsches Wort, ein Scherz, eine unachsame Bemerkung. Ich bin dann gegangen. Bloß nix anmerken lassen. Unrealistisch, dass das funktioniert, wenn einen ein Freund urplötzlich nicht mehr umarmen darf. Manchmal wurde dann nachgehakt, ich hab was gesagt, und dann hab ich mir gleich Vorwürfe gemacht, Leute damit zu belasten.
Es ist immer da, es wird immer ein Teil von mir sein. Durch die Therapie akzeptier ich das. Und ich seh nicht ein, warum jemand, dem scheiße passiert ist sein Leben lang dran zerbrechen muss. Es ist vorbei.
Ich bin glücklich.
Bekehrt und begeistert: Erste Schritte eines Liquid-Democracy-Newbies
Ich war ja bisher immer kritisch gegen die Verwendung von LQFB als Abstimmungstool, hatte aber auch den Eindruck, dass es super zur Programmentwicklung ist, wenn es funktioniert wie es eigentlich sollte und genutzt wird wie es eigentlich vorhergesehen ist. Bisher hatte ich aber zu LQFB im Bund schlicht keinen funktionierenden Zugang. Deshalb habe ich mich auch auf die Einführung von “Piratefeedback” im LV Bayern gefreut.
Zuerst einmal weil ich den Eindruck habe, dass Piratefeedback in Bayern mit dem Anspruch eingeführt wurde, als Meinungsbildungs- und Programmentwicklungswerkzeug zu dienen. Da Onlineabstimmungstools für mich einem Wahlcomputer gleichkommen wäre die Nutzung des Programms, zu dem nicht einmal jedes Parteimitglied Zugang hat nicht als anonymes und, aus Datenschutzgründen, erst recht nicht als Klarnamen-Abstimmungstool (Stichwort: ständige Mitgliederversammlung) akzeptabel.
Außerdem gibt es einige Kritikpunkte am aktuellen LQFB, die verbessert wurden: Die Präferenzdelegation im Vergleich zur bisherigen, wo Delegationsketten zu “Superdelegierten” führen. Zu den unterschiedlichen Auswirkungen kann ich als Neuling nur nachvollziehen, was ich von außerhalb LQFB bisher von “Superdelegierten” und lange Zeit nicht auslaufenden Delegationen mitbekommen hab. Da scheint mir die bayrische Lösung auf den ersten Blick schon sinnvoller.
Erste Schritte, erste Hürden
Nachdem am Wochenende die Zugangscodes versandt und PirateFeedback erfolgreich gestartet worden war, habe ich also, motiviert auch endlich auf diese Art an der Programmgestaltung teilzunehmen, meinen Account frei geschaltet.
Beim ersten Anmelden war alles übersichtlich. Hilfefenster mit leider etwas zu langen und teilweise wenig aussagekräftigen Hilfetexten, die sich aber leicht weg- und auch wieder sichtbar klicken lassen, ansonsten klare Farben und eine einigermaßen übersichtliche und aufgeräumte Struktur.
Von den Funktionen hatte mich zuerst einmal das Delegationssystem interessiert. Da für mich feststeht, dass ich meine Stimme in Familenpolitikfragen gerne an @mueslikind delegieren möchte habe ich zuerst versucht, ihr eine Delegation zu dem gesamten Themenbereich zu geben. Ich lese nicht gerne Anleitungen und Piratefeedback ist da leider wenig selbsterklärend. Ich hatte erwartet, dass ich auf das Profil der Person klicke und dann auf der Profilseite eine Möglichkeit bekomme, meine Stimme ean diese Person zu delegieren. Fehlenzeige: Auf der Seite “Delegationen” in jedem Profil erwartete mich nur eine sehr unübersichtlicher Haufen Felder und es war offensichtlich, dass das nicht so gedacht war, wie es auf einem 10,2-Zoll-Netbookmonitor herauskam (der Fehler ist bekannt und wird gerade gefixt).

Piratefeedback auf 10,2 Zoll-Netbookmonitor unter Chrome: Zeilenumbruch bei Titeln; Delegationsketten nicht mehr klar erkennbar
Auch die korrekte Darstellung der Seite war wenig aufschlussreich für jemanden, der zum ersten Mal in einem Liquid-Democracy-Tool unterwegs ist: Im Hilfetext auf der Seite wird zwar die Darstellung des Delegationssystem und wie diese zu interpretieren ist verständlich erklärt, nicht aber wie ich überhaupt Delegationen an Mitglieder vergeben kann. Auf Nachfrage bei den Entwicklern bekam ich einen Link zu Flo’s guter Videoanleitung (leider werden aber technische Aspekte, ein HowTo für Leute, die eigentlich schon wissen, was sie wollen und nur herusfinden möchten wie das geht, mit zu viel grundsätzlicher, ideologischer Erklärung der Unterschiede von Ketten/Präferenzdelegation vermischt. Wer schon weiß was das ist muss die entsprechende Stelle suchen, wo Schritt für Schritt gezeigt wird, wie eine Delegation vergeben wird)
Die Lösung für meine Frage: Delegationen werden aus den einzelnen Themenbereichen bzw. Abstimmungen heraus vergeben. Hier wäre es schön, wenn beim Anmelden auf das Video verlinkt wäre. Einige Mitglieder haben im Themenbereich “Pirate Feedback” weitere Verbesserungen zum Delegationssystem vorgeschlagen, deren Sinnhaftigkeit sich mir als Neuling nicht ohne weiteres Einarbeiten und Vergleich zu LQFB erschließt.
Ein wenig Stöbern bei der Suche nach den Delegationen brachte mich auf die ersten Anträge.
Das Erstellen von eigenen Anträgen ist dabei ganz leicht. Man klickt im jeweilgen Themenbereich auf “neues Thema anlegen. Die Übersicht zum Regelwerk erläutert sehr gut, was die richtig Auswahl für den eigenen Antrag ist. Ein wenig störend ist, dass es scheinbar keine Möglicheit gibt, den Titel einer Initiative nachträglich zu ändern.
Nachfolgend ein paar Kommentare zu ein paar Anträgen, Anregungen und den ersten von mir erstellten Anträgen.
Programmatisches
Stadtentwicklung, Bau und Verkehr: Neue Wege in der Autobahnmaut
Der erste Antrag, der mir aufgefallen war, war der Antrag “Autobahnpflicht für LKWs” . Ich fand den Antrag nicht besonders durchdacht und schlecht begründet. Ich habe aber auch gesehn, dass schon von einigen Interesse angemeldet wurde, den Antrag, der darauf abzielt, LKWs aus von Landstraßen und Dörfern gänzlich zu verbannen, abzustimmen. Weil ich die Idee an sich für sinnvoll halte, ländliche Ortschaften vom LKW-Verkehr zu entlasten habe ich mir überlegt, wie man das bestehende System so verbessern könnte, dass die betroffenen Gemeinden profitieren und die Regelungen gleichzeitig nicht zu stark in die unternehmerische Freiheit der Fuhrunternehmer eingreifen oder zu stark erhöhten Kosten im LKW-Fernverkehr führen, welche auf Lebensmittelpreise umgelegt werden könnten.
Die erarbeitete Lösung “Durchfahrtgebühr statt Autobahnpflicht” legt die Einführung einer Maut in die Hände der Kommunen. Über die Erhebung von Gebühren soll dabei in lokalen Bürgerentscheiden abgestimmt werden. Obwohl relativ spontan entstanden, finde ich das Eregebnis der bisherigen Antragsarbeit gut. Falls sich genug Interesse zeigt würde ich den Antrag auch auf Parteitagen zur Abstimmung einreichen. Fest steht nämlich auf jeden Fall, dass 2015 ein neues Mautsystem eingeführt werden muss, da die Verträge mit TollCollect auslaufen.
Die Arbeit am Antrag rief Andreas, einen unserer Experten aus der AG Bauen und Verkehr, auf den Plan, der daraufhin einen eigenen Antrag “Verwaltungsarme LKW-Grund-Maut anstelle Benutzungspflicht und Komunalen Gebühren” entwickelt hat, den ich an sich unterstützendwert fände.
Was mich ein wenig gestört hat war, dass Andreas als Verfasser der Gegenitiative bei meinem Antrag eine Anregung “Antrag zurückziehen und meinen Antrag unterstützen” eingestellt hat. Vorschläge und alternative Initiativen sind vollkommen okay, aber anzuregen, den gänzlich anders aufgebauten Alternativantrag zurückzuziehen verkehrt irgendwie den Sinn von Alterniven, PirateFeedback und einer Wahl überhaupt. Als Neuling habe ich mich gefragt, ob das häufiger so vorkommt und ob es nicht LQFB-Nettiquette wäre, keine derartigen “Pseudoanregungen” zu verfassen.
Verbraucherschutz: Verbraucherinformationsgesetz: Einheitliche Kontrollen, mehr Transparenz und schnellerer Informationsfluss und ein Vorschlag für ein faires Kontrollsystem bei Lebensmittelkontrollen
Der zweite von mir eingereichte Antrag soll ein Positionspapier zum Internetpranger abstimmen. Grundsätzlich finde ich die Idee mit dem Internetpranger gut. Ich hatte eigentlich erwartet, dass wir zur Einführung mit einem Beitrag auf der Webseite des Landesverbandes veröffentlichen könnten, der die verbesserte Transprenz hervorhebt und lobt.
Bei kurzer Diskussion des Vorschlags auf der Mailingliste schien das vielen zu wenig abgestimmt, und man war berechtigterweise der Meinung, man könnte aus unserem bisherigen Programm nirgends eine Position zum Thema ableiten. Zudem kamen Bedenken auf, wir würden mit einer grundsätzlich positiven Haltung zum ruf- und geschäftsschädigenden Pranger Wirte als potentielle Wähler vergraulen.
All diese Überlegungen sind in den aktuellen Antrag mit eingeflossen. Ich habe mich seit der Einführung bereits intensiv mit den Bedenken der Wirte und den Nachteilen der aktuellen Regelungen auseinander gesetzt. Daraus entstand der ergänzende Antrag “Vorschlag für ein faires Kontrollsystem bei Lebensmittelkontrollen“
Ich finde es wichtig, dass wir zu diesem Thema Position beziehen und werde beide Anträge auf jeden Fall bei den nächsten Parteitagen als Positionspapiere einreichen. Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Anregungen und Unterstützung beider Anträge.
Verbesserungsvorschläge am Pirate Feedback
Die anderen Anträge, die ich bisher eingereicht habe, sind während der ersten Schritte bei der Benutzung von Pirate Feedback entstanden. Es handelt sich um Vorschläge, die die Arbeit im Pirate Feedback erleichtern sollen.
Als Neuling habe ich einige Punkte entdeckt, die LiquidFeedback-Nutzern vielleicht weniger Probleme bereiten als jemandem, der zum ersten mal ein LiquidDemocracy-Tool benutzt. Vielleicht haben sich manche der hier entwickelten im laufenden LQFB-Betrieb bereits als nicht sinnvoll erwiesen. Deshalb bitte ich euch, die daraus entstandenen Vorschläge weiter zu verbessern und zu unterstützen:
Durchstreichen statt Löschen von Anregungen bei Rücknahme der Unterstützung
Zuerst einmal ist mir aufgefallen, dass, wenn ich meine potentielle Unterstützung eines Antrags, die autmatisch ensteht, wenn ich eine Anregung schreibe , zurück ziehe, die Anregung gleichzeitig vollkommen gelöscht wird. Das geschieht durch einen einzelnen Klick auf “Unterstützung zurücknehmen”. Die Anregung ist dann weg und auch nicht mehr rekostruierbar. Ich finde es nicht gut, dass das ohne Vorwarnung geschieht. Man erfährt bei Rückzug der Unterstützung gar nicht, dass die eigene Anregung damit komplett aus dem System verschwindet.
Zweites ist aber auch problematisch, dass Anregungen so aus dem System verschwinden und nicht mehr nachvollziehbar ist, wenn eine Anregung zurückgenommen wurde, weil z.B. der Verfasser der Initiative erklärt hat, dass er die Anregung garantiert nicht umsetzen wolle. Deshalb möchte ich die Anregungen, wie zurück genommene Initiativen auch, durchgestrichen und damit quasi entwertet und nicht abstimmbar, bestehen lassen. Die Überlegung, das würde dann ausgenutzt werden, um Anregungen zu schreiben, obwohl man den Antrag nicht unterstützt kann ich nicht nachvollziehen, da das Problem jetzt auch schon besteht.
Eigener Themenbereich “Bundesthemen” im bayrischen Pirate Feedback
Aus der Diskussion heraus, ob Bundesthemen im bayrischen PirateFeedback behandelt werden sollen enstand meine Initinative, für Bundesthemen eine eigene Gliederung einzurichten. Ich selbst bin grundsätzlich dafür, dass die Themen auch im PirateFeedback abgestimmt werden können, da es immer noch das Problem gibt, dass viele Mitglieder zum BundesLQFB gar keinen Zugang haben. Außerdem könnte es durchaus interessant sein, wie Bayern über ein Bundesthema abstimmt.
Vor allem aber liegt es oft im Ermessen der Initiativenersteller, ob ein Thema als allein bundespolitisch relevant betrachtet wird. Jegliche Einschränkungen wären falsch und würden möglicherweise Zensur fördern.
Automatische Suche nach ähnlichen Titeln zur Verhinderung doppelter Anträge
Mit dem dritten Antrag sollen doppelte Anträge vermieden werden. Eine ähnliche Funktion wird häufig in Foren benutzt. Diese Funkion müsste von den Entwicklern umgestzt werden und bräuchte wohl einige Zeit in der Umsetzung
Piratenwatch geht online!
Mit viel Freude habe ich heute mitbekommen, dass Piratenwatch online gegangen ist. Mein Danke dafür geht an Ben und all die anderen Piraten, die in Kooperation mit Parlamentwatch e.V.das Projekt auf die Beine gestellt haben.
Übrigens sind die Piraten, die ihr zur Zeit auf der Plattform findet, noch nicht alle unsere gewählten Kandidaten sondern zu einem großén Teil Menschen, die sich von Euch erst als Kandidaten aufstellen lassen wollen.
Aber nun zum Wichtigsten, stellt den Leuten Fragen:
- ” Was sind Deine politischen Ziele als Kandidat?”
- ” Wo siehst Du Deine Schwerpunkte?”
- ” Du kandidierst für Bundes-, Land- und Bezirkstag, ist Dir die Kandidatur wirklich ernst?”
- ” Wie planst Du Deinen Wahlkampf?”
- ” Wieviel Zeit investierst du in Deinen Wahlkampf?”
- ” Wie wirst Du Deinen Wahlkampf finanzieren?”
- ” Was sagt Deine Haarfarbe über Dich aus?”
- ” Hast Du einen Segelschein?”
- ” Was ist Dein Lieblingsessen?”
- ” Was ist Club-Mate?”
- “Urlaub auf Malle oder in den Alpen?”
Das sind schon mal ein paar Vorlagen für Euch – Viel Spaß beim Fragen!
Wie Etherpad Lite entstand
- Der Ressourcenverbrauch: Die Java Virtual Machine, unter der Etherpad lief, verbrauchte im laufenden Betrieb ca 1 GB, manchmal auch 2 GB RAM. Für Firmen mag das vertretbar sein. Für Privatanwender, die meist nur einen kleinen vServer gemietet haben, ist das jedoch eindeutig zu viel. Besonders dramatisch fiel uns das beim Piratenpad immer wieder auf, wenn sich die gefühlte halbe Welt auf einem Pad versammelt hatte. Die CPU-Last war durchgehend auf 100%, der Server reagierte meist nicht mehr und auch mehrere CPU-Kerne brachten keine Abhilfe. Unsere einzige Möglichkeit hier einzugreifen bestand in einem Neustart. Selbst heute noch wird das Piratenpad nächtlich neu gestartet, um die Probleme von Memory Leaks und Endlosschleifen einzudämmen.
- Etherpad war “Closed Open Source”: der Code war offen, doch niemand verstand ihn. Es war nie geplant, dass die Öffentlichkeit den Code zu Gesicht bekommt. Die Software wurde komplett undokumentiert über Nacht veröffentlicht. Es gab nicht einmal eine interne Dokumentation. Große Teile des Etherpad-Codes wurden bereits vor Veröffentlichung nicht mehr verwendet und waren Überbleibsel von vorangegangen, mittlerweile entfernten Features. Zudem finden sich angefangene, nie voll implementierte Funktionen im Code wieder. Auf Kommentare im Code wurde nahezu komplett verzichtet. Eine Debug-Möglichkeit gab es nicht. Dies machte es Entwicklern schwer bis nahezu unmöglich, in den Code einzusteigen und ihn zu verbessern.
Etherpad Lite in einer Minute auf Windows installieren
Ich arbeite zurzeit an einem Projekt namens Etherpad Lite (mehr details dazu gibts in ein paar Tagen). Der Hauptunterschied zwischen Etherpad und Etherpad Lite ist das wir keine Java Platform mehr benutzen, sondern auf node.js aufsetzen. Dies löst auf den Schlag viele Probleme die wir mit dem alten Etherpad hatten. Eines dieser Probleme ist der Windows support. Etherpad Lite ist super einfach auf Windows zu installieren. Sprich ihr könnt jetzt ganz einfach auf euren Windows PC, in der Arbeit oder Zuhause mit anderen zusammenarbeiten. Ihr seid nicht mehr auf die Verfügbarkeit und Stabilität der großen Etherpad Dienste angewiesen, solange ihr im lokalen Netz zusammenarbeitet.
Hier die Installation:
- Downloade folgende Zip Datei pitapoison.de/etherpad-lite-win.zip
- Entpacke diese Zip Datei, z.B. mit WinRAR
- Öffne den entpackten Ordner namens “etherpad-lite-win” und doppelklicke auf die Datei “start.bat”
- Gehe mit deinem Browser auf http://localhost:9001
Get involved with Etherpad Lite
From John McLear, on the Etherpad Mailinglist
Hey, we have been doing a bunch of PR and marketing lately in a bid to
get a good push behind Etherpad Lite when we release version 1 in
August. If you haven’t heard of Etherpad Lite then you need to read
this.
We have found that the best way to introduce people to Etherpad Lite
is to give them a beta option, in PrimaryPad’s case we are replacing
public pads with Etherpad Lite.
If you can write a blog post, a tweet, or even make some videos that
go up to youtube that would be perfect.
So why should you be interested in Etherpad Lite?
- Cleaner/Slicker UI – easier to use
- Less Code – easier to modify
- Less resources required – less hardware barriers to adopt Etherpad
- An API – easier to integrate Etherpad with other pieces of awesomeness
All of the above and we kept 99% of the core functionality.
See Etherpad lite here: http://beta.etherpad.org / https://github.com/Pita/etherpad-lite
Details including a link to download available here: http://etherpad.org/get-involved/
Note for people heavily invested in developing Etherpad: I believe
that Etherpad lite is the natural evolutionary path of Etherpad, it
brings Etherpad to a larger audience and ergo we should find more
developers and users getting involved. I admit that we do lose some
of the hard work we have put in other the last 2 years by taking this
road and that does hurt and come at a cost, probably no more so than
the cost to Primary Technology who have paid for the majority of the
Etherpad Lite development. I expect we will make some enemies/losing
some friends by having two versions. Any input/advice is appreciated,
we need everyone’s support to take Etherpad to the next level!
Note for people working on pro democracy/humanitarian based projects:
Etherpad has become the standard for many foreign countries going
through times of conflict. These countries tend not to trust western
superpowers so often choose to host their own Collaborative editor to
draft new laws and try to find a way to settle conflicts by using
words other than weapons. At the Etherpad foundation we want to
support their struggle, we believe Etherpad Lite makes this way more
possible as you can now run the Etherpad server on a mobile phone. By
running the server on a mobile phone with hotspot mode enabled you are
able to get 4 or 5 people in a room or over the net working together
to solve a problem without any dependency or influence on third
parties. This is also key for freedom organizations and/or parties
don’t represent the status quo/majority vote. This is truly
significant from a humanitarian stand point, it is difficult to stress
our responsibility here, we shouldn’t take it lightly.
Cheers
Wie der Etherpad Timeslider funktioniert
Etherpad arbeitet mit sogenannten Changesets. Ein Changeset beschreibt die Änderungen des Textes zwischen 2 Revisionen. Der Etherpad Client erzeugt beim Schreiben jede halbe Sekunde ein Changeset und sendet es an den Server. Der Server versucht dieses Changeset auf den serverinternen Text anzuwenden. Wenn es gelingt informiert er die anderen Clients über diese Änderung, die diese dann wieder lokal anwenden können. Der Server speichert jedes einzelne Changeset in der Reihenfolge in der sie angewendet wurden, inklusive Zeit und Autor.
Die Aufgabe des Timesliders ist es nun, den Text zu einer bestimmten Revision, mit Hilfe der Changesets wieder herzustellen. Wir müssen dabei bedenken das die Summe der Changesets eine riesige Datenmenge ist und das Netzwerk, sowie die Rechenleistung des Browsers sehr begrenzt sind (zumindest wenn man zu alten Browsern kompatibel sein will). Sprich: Es muss versucht werden die Menge der zu übertragenden Daten so gering wie möglich zu halten, ebenso wie die Menge der Rechenschritte auf dem Browser, um den Text von einer Revision wiederherzustellen.
Die Lösung ist das sogennante Mergen von Changesets. Angenommen wir haben den Text von Revision 0, und wollen wissen welcher Text auf Revision 10 steht. Wir haben nun 10 Changesets die die Veränderungen zwischen diesen 10 Revisionen beschreiben. Um zu Revision 10 zu kommen müssen wir jetzt diese 10 Changesets nacheinander auf den Text von Revision 0 anwenden, um an den Text von Revison 10 zu gelangen. Das Mergen ermöglicht es uns diese 10 Changesets zu einem einzigen zusammenzufassen. Somit müssen wir nur noch 1 Changeset auf den Ursprungstext anwenden um von Revison 0 zu Revision 10 zu kommen. Etherpad speichert solche sogenannten “Rough Changesets” in 10er, 100er und 1000er Schritten. Man kann aus diesen Rough Changesets dann wieder sogenannte “Reverse Changesets” erzeugen. Mit diesen kommt mann dann mit Hilfe der Revision 10 wieder auf die Revision 0. Sie beschreiben also die Veränderungen rückwärts.
Mit den Rough Changesets die wir nun vorwärts und rückwärts haben, können wir relativ schnell zwischen den Revisionen hin und her springen. Beim Timeslider werden sie je nach Bedarf vom Server zum Client via Ajax übertragen. Ein paar dieser Changesets werden auch bereits ins HTML des Timesliders eingebettet. Ein Fehler in der Etherpad Software führte dazu das beim Laden eines Timesliders, dessen Pad mehr als 10 000 Revisionen besass, der Pad Server begann ein Rough Changeset über 10k zu berechnen. Das dauert ca 2 Minuten. In dieser Zeit wurde zudem die gesamte Datenstruktur geblockt so das keine neuen Revisionen erzeugt werden können, was zu einem Timeout bei den Clients führte.
Was wurde eigentlich aus Piratendiaspora?
Bad Tölz sagt ja zur Informationsfreiheitssatzung
Heute hat der Tölzer Stadtrat einstimmig eine Informationsfreiheitssatzung im Stile von München angenommen. Dadurch wird dem Bürger ermöglicht, Informationen von der Stadt zu bekommen, auch wenn er nicht direkt betroffen ist. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung mehr Transparenz in der Kommunalpolitik.
Weiterhin sind wir eine Stadt näher an der Einführung eines Informationsfreiheitsgesetzes in Bayern, eines der wenigen Bundesländer ohne ein solches Gesetz.
Ich freue mich einfach, wie einfach unsere Demokratie manchmal funktioniert und man mit einem simplen Antrag bei der Bürgerversammlung im März jetzt eine Informationsfreiheitssatzung hat.
Stellt Doch auch einfach mal einen Antrag auf die Einführung einer Informationsfreiheitssatzung. Ein Brief mit 5 Zeilen + ein paar Internetlinks reicht.
Mehr Infos: www.informationsfreiheit.org
Etherpad Smartphone Support
Mit Smartphone meine ich nachfolgend jegliches Android und iOS Gerät, auch Tablets.
Wäre Smartphone Support sinnvoll?
Ja definitv! Mit Etherpad werden zunehmend z.B. Demonstrationen organisiert, und hier könnte Etherpad helfen Informationen schnell mobil zu verbreiten. Zudem informieren sich allgemein immer mehr Leute über das Internet ihres Smartphones. Ich glaube nicht das jemand lange Texte damit schreiben will, aber zum lesen ist es auf jeden Fall eine gute Idee.
Wie gut ist der Support derzeit?
Mit allen Smartphones kann man derzeit das geschriebene Live verfolgen. Leider gibt es hier Probleme, da durch das iFrame in dem der Text liegt, nicht der komplette Text angezeigt wird. Zudem bricht die Verbindung über das Mobilfunknetz sehr oft ab. Tippen kann man nur unter Android. Dazu muss man kurz auf der MENU Taste bleiben, damit die Tastatur eingeblendet wird. Sehr komfortabel ist allerdings auch das nicht, da hier kein Cursor angezeigt wird und kein Text markiert werden kann. Ich hatte während den großen S21 Demonstrationen einen Einstellung aktiviert die iPhones automatisch zu dem HTML Export weiterleitet, so dass sie wenigstens alles lesen können. Ich habe die Einstellung dann wieder entfernt weil ich dazu keinerlei Feedback bekommen habe, dafür aber aber an anderen Ecken Probleme auftauchten.
Wo liegt das Problem?
Das Problem ist ein HTML Feature namens “Design Mode”. Es wurde ziemlich früh in der Geschichte von HTML als propertiäre Erweiterung hinzugefügt. Mit diesem Feature wird dem Browser erlaubt jegliches HTML Element zu editieren. Es wird von allen Desktop Browsern, sogar von IE6 unterstützt. Mit den mobilen Browsern scheint es jetzt jedoch gestorben zu sein. Ob das an am bösen Willen der Hersteller, deren Unfähigkeit, oder einfach keiner Nachfrage liegt, weis ich jetzt nicht zu beurteilen. Es gibt derzeit einfach keinen HTML WYSIWYG Editor der gut unter mobilen Browsern funktioniert. Man könnte den Editor für mobile Geräte einfach zu einem nur Text Editor umschwenken. Diese werden von den mobilen Browsern gut unterstützt. Eine andere Möglichkeit wäre eine komplette Tastatur, inklusive Cursor und Textauswahl in Javascript zu schreiben.
Warum machst du nicht einfach eine App?
Das wäre in der Tat möglich, ist jedoch mit einem enormen Aufwand verbunden. Es gibt 2 große Probleme:
1) Alle Nachrichten die zwischen Client und Server ausgetauscht werden müssen reverse enginert und nachgestellt werden. Das wurde sogar zu einem recht großen Teil für einen Emacs Client gemacht und dieses Wissen kann wiederverwendet werden.
2) Das Dokument muss im Speicher der App genauso repräsentiert werden wie es der Client in Javascript gemacht hat. Das ist nicht so einfach wie man sich das vielleicht vorzustellen hat. Genaueres kann man hier nachlesen. Wenn sich jemand die Arbeit machen will, soll er sich an mich wenden. Allerdings sollte er SEHR viel Zeit und Geduld mitbringen
PS: Aber wir haben es schon geschaft den Etherpad Server auf einem Smartphone laufen zu lassen ;) https://github.com/Pita/etherpad-lite
Und btw, hat schonmal jemand Etherpad mit Windows Mobile getestet?
Abschlussprüfung und nun??
BUST ALL MAJORS! Aber bitte nicht mit bustallmajors.com…
Ich möchte euch kurz erklären warum es keine gute Idee ist das Script von bustallmajors.com zu benutzen und wie wir die Majors wirklich aussperren können.
Wie funktioniert das Skript von bustallmajors.com?
Man kann sich das PHP Skript herunterladen und sich den Quellcode anschauen. Das Script schickt bei jedem Aufruf, eine WHOIS Abfrage an die RIPE. Das Ergebnis dieser Abfrage wird dann auf die Namen der Major Labels durchsucht. Was daran schlecht ist?
- Dieser Test funktioniert nicht immer. Beispielsweise kann das Script nicht zwischen Sony Music, nur Sony oder zwischen einer Japanischen Person mit dem Namen Sony unterscheiden. Zudem werden Teilweise sehr lange Suchstrings verwendet, z.B. “Sony Music Entertainment”, dieser funktioniert zum Beispiel nicht wenn der Name auf nur “Sony Music” registriert ist. Kurz: Die Quote der richtigen Identifizierung ist sehr gering.
- Jedes Mal wenn das Script aufgerufen wird muss der Server eine Anfrage machen. Das erzeugt eine hohe Last auf deinem Server sobald die Anzahl der Anfragen wächst. PHP muss für jede Anfrage, bis es die WHOIS Antwort erhält, einen Thread offen halten. Das kostet RAM und CPU.
- Die RIPE wird höchstwahrscheinlich Logs führen. Bei der Auswertung dieser Logs wird die IP eueres Servers auffallen. Es ist gut möglich das RIPE dann eine abuse mail an euren Provider schickt. Dieser wird euch dann Probleme machen.
Man kann natürlich auch das Skript direkt von bustallmajors.com einbinden, womit dann Punkt 2 und 3 wegfallen. Jedoch gebt ihr damit der Webseite die IPs eurer Besucher. Somit ist diese Methode für offizielle Piratenwebseiten ein no go.
Diese Blacklist steht im Skript: ”Sony Music Entertainment,EMI Music Germany,Universal Music,deLink GmbH,Warner Music,Warner-Music,Warnermusic,GEMA,Gema.de”. Es wäre interessant zu wissen warum hier “deLink GmbH” auf der Blacklist steht. Ich konnte nicht herausfinden was diese Firma mit den Majors, bzw dem Blocken der Musik auf Youtube zu tun hat.
Aber was können wir tun?
Trotz allem finde ich die Idee, die Majors und Gema auszusperren, gut. Die Beste Lösung wäre Apache zu sagen, welche IP Blöcke er aussperren soll. Dazu bräuchte man jedoch eine Liste der IP Blöcke der Majors und Gema. Um diese Liste zu kriegen, kann man direkt auf http://www.db.ripe.net/whois nach den Firmen und deren IP Adressblöcken suchen. Ich rufe dazu auf diese IP Blöcke gemeinsam zusammenzutragen damit wir damit eine gute Blacklist erstellen können. Helft mit unter http://piratenpad.de/majorlabels
Mein Aufruf zum Politischen Aschermittwoch #pam11
Video Series: Everything Is a Remix
I just found this series by Kirby Ferguson about how our culture are based on remix. He explains how famous music acts and movies are the product of other works. Best of all the videos are remixes themselves. It is a four part series with the first two parts released. Visit www.everythingisaremix.info for more information and all videos.
Everything is a Remix from Kirby Ferguson on Vimeo.
Volksbegehren – Insights by Sebastian Frankenberger
On friday as part of the ongoing series of political talks by the “Piratenpartei Bayern” I watched the presentation about “Volksbegehren”, referendums, by Sebastian Frankenberger.
Frankenberger is known in Bavaria for the referendum about “Nichtraucherschutz” banning smokers from pubs and restaurants. It is one of the few successful referendums in Bavaria and was one of the most controversial and emotional issues in Bavaria last year. But leaving pro and contra smoking behind us Frankenberger gave some very good insights in the organization of referendums.
Sebastian himself is since November 2010 the chairman of the German political party ÖDP, a kind of conservative Greens, and supports as a consultant referendums in Berlin, Hamburg and Austria. He is also a member of ” Mehr Demokratie e.V.”, a group trying to improve the democratic processes in Germany.
First of all a referendum is about the amendment of a specific law. Therefore there needs to be the amendment and a justification of the amendment written down in the referendum. Referendums in Bavaria have three stages:
- “Antrag auf ein Volksbegehren” – The initiators of the referendum have to collect 25.000 signatures of people entitled to vote (time span: 2 years) to get the process started.
- “Volksbegehren” – In the second stage of the referendum 10% of all people entitled to vote have to sign for the referendum in their respective city halls (time span: 14 days). The Bavarian parliament can accept the amendment, deem it unlawful or has to initiate the third stage of the referendum:
- “Volksentscheid” – The people have to decide about the amendment themselves – at least 25% of all entitled citizens have to vote.
In Bavaria 18 referendums were approved, 7 of these reached the 10% quorum. Of these 7 referendums 3 were successful. The most difficult part of the process is to reach the 10% signatures, representing in Bavaria about 1 million people. The time span of 14 days makes this very hard, therefore the focus of the initiators has to be on this stage. The non-smoking referendum had 13.9% signatures.
Several key points seem to be important for a successful referendum:
- The topic of the referendum should be easy to understand and emotional to activate the people. Only these topics have a chance to overcome the 10% hurdle.
- A strong core team (3 – 8 people) is necessary to coordinate the efforts.
- This team needs to establish a strategy.
- A very important part of the work is to have very good press relations. Especially during the 2. stage the press has to report about the referendum the whole 14 days. A professional press relations officer seems the way to go.
- In every county there need to be people to further the referendum by info booths, local press relations, etc.
- To get the necessary manpower and funds an alliance with other interest groups and parties is key at least after the initial 25.000 signatures. The broader the alliance, especially with NGOs and nonpolitical entities, the more information about the referendum can be dissipated to the people.
- A referendum seems to cost at least 200.000 Euros, realistically half a million Euros. Therefore fundraising is another key element and has to be done during the whole process. Most of the funds will come from the members of the alliance, although parties seem to be sticky with their money and during elections do not count on them.
All in all a referendum is an undertaking spanning several years and binding quite a bit of manpower and resources. The best way to a successful referendum seems to be to first attach yourself to a referendum initiated by an experienced group and learn by doing it. But initiating a referendum will be a great experience and learning opportunity regardless the outcome.
More information (in German) and consultants can be found here: http://bayern.mehr-demokratie.de/bayern_volksbegehren.html
Brainstorm: Ausfälle von Schulstunden erfassen
Sekor hatte die Idee eine Webseite zu erstellen, mit der Schüler ausgefallene Schulstunden eintragen können. So soll eine Statistik erstellt werden die wir der Regierung unter die Nase halten können. Den eine offizielle Statistik der Fehlstunden exisitiert angeblich nicht. Ich hab mir ein paar Gedanken dazu gemacht wie man das am besten umsetzt.
Gewisse Punkte sollten erfüllt sein damit das ganze Projekt erfolgreich ist. Dazu bitte ich um Ideen. Schickt mir eure Ideen wie ihr die einzelnen Punkte erfüllen würdet zu. Wenn ich ein wichtigen Faktor vergessen habe so macht mich bitte auch darauf aufmerksam. Schickt mir es bitte direkt zu oder trägt sie hier als Kommentar ein. Ich will alle Ideen, so dumm sie auch sein mögen
- Zugänglichkeit, Möglichst viele Personen, sollen möglichst leicht darauf zugreifen können
Jeder benutzt das Internet anders, die einen nur über Facebook, anderen nur über das iPhone, wieder andere nur über Webseiten mit dem PC. Der eine nur einmal am Tag, der andere ist 24 Stunden online. Die meisten Schüler werden wohl kaum unszuliebe ihre Gewohnheiten ändern - Motivation, die Schüler motivieren mitzumachen
Warum sollten Schüler ihre Zeit opfern um da mitzumachen? Wie kann man sie motivieren? - Schneeballeffekt
Das ganze sollte sich rumsprechen, online wie offline. Mundpropaganda ist die Beste Werbung, aber wie erreicht man das? - Korrektheit
Die Daten müssen eingermaßen verlässlich sein. Am besten ist hier wohl die Gegenseitige Kontrolle der Klassenmitglieder, aber wie kann man das erreichen?
Ich hab zugegeben schon ein paar Ideen, möchte aber euren unbefleckten Input ^^
Wegen Datenschutz. Ich hatte geplant folgende Daten zu erfassen:
- Schule
- Klasse
- Dann entweder:
- Ausfallstunden/Tag
- oder Ausfallstunden/Tag in welchem Fach
Theoretisch könnte man mit Fach und Klasse wieder auf den Lehrer schließen. Wenn man die Klasse erfasst, hat man jedoch den Vorteil das die Daten leichter von Klassenkameraden bestätigt/verneint werden können. Wie ist eure Meinung zur Datenerfassung?
Ich freue mich auf Antworten! Danke
Gedanken zum Whistleblowing
Mal ein Braindump meiner Gedanken zu Whistleblowing:
Wikipedia sagt dazu: “Ein Whistleblower (abgeleitet vom englischen „to blow the whistle“, auf deutsch wörtlich etwa „die Pfeife blasen“) ist ein Hinweisgeber, der Missstände, illegales Handeln (z. B. Korruption, Insiderhandel) oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz oder auch beispielsweise bei einer medizinischen Behandlung erfährt, an die Öffentlichkeit bringt.”
Also es wird die Pfeife geblassen. Ich interpretiere das mal als “Geheimnisverrat um Misstände aufzudecken”. Die Frage dich ich mir hier stelle ist: “Ist das gut oder schlecht?”
Fangen wir beim Geheimnis an. Wenn ein Geheimnis an die Öffentlichkeit kommt, ist das per Definition für irgendjemand schlecht. Sonst hätte er es nicht geheim gehalten. Für irgendjemanden ist es aber auch gut, dieser kann durch das Wissen des Geheimnisses besser handeln.
Die Frage ist jetzt, wann ist Geheimnisverrat gerechtfertigt? Immer wenn dabei Misstände aufgedeckt werden? Also beim Whistleblowing? So gesehen gibt es ziemlich viel zum verraten: Infos über ungerrecht behandelte Mitarbeiter, Pfusch am Bau, Steuergelderverschwendung, politische Verhandlungen usw….
Aber ab wann ist der Misstand wert zum “whistleblowen”? Wann muss die Pfeife geblassen werden? Es gibt ja bei jedem Geheimnisverrat auch immer Geschädigte. Wann ist also der Schaden, dem Nutzen überlegen? Wenn die Anzahl der Nutzer größer ist wie der der Geschädigten? Wenn der Misstand gewisse moralische Grenzen überschreitet?
Die Grenze zwischen dem, was allgemein als nötiger Geheimnisverrat, und dem, was als nur schädigend angeshen wird, ist wohl schwer zu ziehen. Das Whisteblowing grundsätzlich gut ist, kann man nicht sagen. Das es grundsätzlich schlecht ist auch nicht.
Mit der Frage ob Whistleblowing gut ist kommt auch die Frage ob es schützenswert ist. Soll es unter einem Schutz gestellt werden, soll es geduldet werden oder soll es gar verfolgt werden? Das ist die Frage die sich zurzeit im Umgang mit Wikileaks stellt.
Interessant ist hier auch die Frage: “Lässt es sich überhaupt vermeiden?”. Ist die Idee nicht schon so tief in den Köpfen das es unaufhaltbar ist? Vielleicht werden neue an die Stelle von Wikileaks treten sobald diese Organisation einmal nicht mehr existiert.
Ich möchte hier keine wertende Meinung abgeben. Ich möchte lediglich das sich mehr Leute diese Fragen stellen bevor sie glauben eine Meinung zu Wikileaks vertreten zu können. Das Thema ist viel komplexer als viele glauben.
Wer mich kennt, wird eh wissen welche Meinung ich mir dazu gebildet habe ;)
Copyright III – Changing Copyright
Today the duration of copyright is fixed to 70 years after the death of the creator. Copyright is automatically bestowed on the work, there is no opt-out existent. In this post I want to describe an alternative which honors the changes in our society in the last decade.
The idea that works are produced by the creator alone without influences from the outside world and therefore there is a livelong right to the works (even after death) is in my opinion wrong. Creation of works always happens in context with society, with experiences and learning through the society. Society enables the creator to create his work. Therefore I present some ideas for copyright reform:
1. Copyright as Opt-In
First of all copyright should be opt-in and not a default. Everybody who wants to have copyright protection should have to seek it actively. Works who are not under the stewardship of the creator or copyright holder therefore can go easily into the public domain easing the problem of orphaned works, works no one claims anymore but today are still under copyright. Also copyright as opt-in gives the creator a choice to donate his work to society, the public domain, or protect it through copyright and e.g. using Creative Commons licences.
2. Copyright Registration
Establishing copyright to works should be done by the creator on a central webpage. This guarantees a onestop-shop for people seeking to use and licence works. They can see if the work is copyrighted and by whom. Or that it is not
. Public Domain works could be registered as public domain in a community effort so producing an extensive database of the worlds creative works. This also would remedy a bit the problem of people, who might register copyright wrongly for works not their own.
Another point should be the possibility to deregister copyrighted works or change the status of the work e.g. to public domain. Such changes could happen automatically for works slipping out of the time span of copyright duration.
3. Copyright Duration
For me a key to copyright reform is copyright duration. Especially the duration should not be connected to the life or death of the creator but be standard periods of years after publication. This would be more just for the creator and easier to establish if a work is still under copyright.
Another point is that the total span of copyright should be divided in several smaller periods. With the end of every period the copyright has to be renewed or the work will become public domain. This again protects society from the problem of orphaned works.
An example would be spans of 10 years and the possibility to renew it for 5 times. The total span of copyright protection would then be 50 years. This for me should be amble time to make a profit from creative works. Most creative works make most of its profits in the first years after publication. And after 50 years it should really be time for the creator to honor is part of the copyright contract and give society his works.
Often it is said the long duration of copyright protection encourages creativity. But does it? One question in a presentation by Cory Doctorow boils it down: We have 70 years copyright protection, do you think a prolongation to 90 years will encourage John Lennon to write a new song?
Warum eine Partei keine Protestbewegung sein kann
Seit Sekor in seinem Blog vor einigen Monaten mal einen Artikel mit dem Titel “Die Wahrheit liegt im Kern” veröffentlicht hat, in dem er die Piratenpartei als “Internationale Protestbewegung” bezeichnet, wollte ich schon öfters mal selbst auf das Thema eingehen. Zeitlich bin ich bisher leider nie dazu gekommen. Nach dem Bundesparteitag in Chemnitz am letzten Wochenende ist das Thema jedoch aktueller denn je. An der Stelle auch direkt ein Danke an Roland mich hier als Gastautor aufzunehmen.
Nach dem Parteitag gab es auf allen Kommunikationskanälen der Piratenpartei von einzelnen Mitgliedern Ankündigungen über Aus- und/oder Rücktritten. Besonders die Fraktion der “Kernies”, also derjenigen die keine oder zumindest nur eine vorsichtige Programmerweitung möchten, ist enttäuscht. Aber auch Piraten die eigentlich hinter einer Programmerweiterung stehen sind über die Annahme einzelner Anträge nicht glücklich. Genannt werden vor allem die Anträge GP050 “Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe” sowie GP134 “Abschaffung des Paragraphen § 173 Beischlaf zwischen Verwandten” als Gründe für Austrittsgedanken.
Jetzt ist zunächst einmal festzuhalten das insbesonde auch diese beiden Anträge keine knappen Entscheidungen waren sondern durchaus sehr deutliche Mehrheiten von über 80% erhalten haben. Wenn wir das einmal mit anderen aktuellen Beispielen vergleichen herrscht bei uns eigentlich die beste Einigkeit. Auf dem CDU Parteitag in Karlsruhe letzte Woche wurde 4 Stunden lang über einen Antrag zum Verbot der Präimplantationsdiagnostik diskutiert und dann am Ende mit einer minimalen Mehrheit darüber entschieden. Auf der anderen Seite ist aber auch festzuhalten, dass es das gute Recht jedes einzelnen Piraten ist nicht jede Parteientscheidung blind mitzutragen. Auch ich habe Punkte die mich zu einem Austritt bewegen würden sollten sie jemals in unserem Parteiprogramm auftauchen.
Was mich aber stört ist der, zugegeben subjektive, Eindruck das einige das Partei in Piratenpartei noch nicht ganz verstanden haben. Die Wikipedia sagt dazu folgendes:
Eine politische Partei (v. lat.: pars, partis = Teil, Richtung) ist ein auf unterschiedliche Weise organisierter Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb des umfassenderen politischen Verbandes (Staat o. Ä.) danach streben, politische Macht und die entsprechenden Positionen zu besetzen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen.
Der für mich entscheidente Punkt ist hierbei das streben nach politischer Macht, denn ohne diese werden Ziele nicht verwirklicht werden können. Dies ist und bleibt das ureigenste Grundbedürfnis jeder Partei. Und im System der repräsentativen Demokratie, in dem wir nunmal leben, bedeutet dies schlichtweg soviele Wählerstimmen wie möglich zu erreichen. Jetzt kann man dies schlecht finden, man kann der Meinung sein wir brauchen eine möglichst direkte Demokratie oder das aktuelle System aus welchen Gründen auch immer ablehnen. Nur dann ist man falsch in einer Partei, auch in der Piratenpartei. Denn Parteien sind Teil eben davon, dem System Staat wie wir es heute, hier und jetzt haben. Jeder der Mitglied in einer Partei wird, akzeptiert damit auch Teil des Systems zu werden. Und genau deswegen kann eine Partei keine Protestbewegung sein. Einer Protestbewegung fehlt es sowohl am streben nach politischer Macht als auch an Akzeptanz des Systems.
Was aber stimmt ist, dass jede Partei zunächst einmal aus einem Protest herraus entsteht bzw. groß wird. Ob das jetzt die Grünen, die CDU oder wir Piraten sind, am Anfang stand immer der Protest gegen einen empfundenen Missstand. Diese Protestphase ist aber eben auch nur genau das, eine Phase – und die geht bei den Piraten langsam zuende. Das ist auch gut so denn es bedeutet Fortschritt und Weiterentwicklung, wäre dies nicht der Fall würden wir auf Dauer schlichtweg unsere Existenzberechtigung verlieren.
Die Piraten sind angetreten für eine andere Art der Politik, manchen ereilt gerade die Ernüchterung das wir so anders gar nicht sind. Ich sage wir sind immer noch anders genug. Der Protest gegen das System der uns alle zusammengeführt hat wird auch weiterhin Teil der Piratenpartei sein. Man kann das System kritisieren und es versuchen zu ändern. Dies geht von außen oder von innen, das System von innen herraus zu ändern ist der schwere Weg den die Piraten gewählt haben. Der Weg ist deswegen schwer weil er nicht beschritten werden kann ohne selbst ein Teil davon zu sein. Die Gefahr dabei ist sich selbst auf diesem Weg zu verlieren, noch ist das bei den Piraten nicht passiert und ich bin zuversichtlich das es auch nicht passieren wird solange wir alle zusammenhalten. Wer jetzt Austritt hat entweder erkannt das er selbst auf dem falschen Weg ist oder ihm dieser zu schwer zu gehen ist. Beides ist grundsätzlich in Ordnung und muss respektiert werden, wer allerdings Austritt weil der Weg zu weit und zu schwer wird sollte sich bewusst sein welche Chance er damit verspielt. Denn nur weil der Weg schwer ist ist er trotzdem der richtige und nur das zählt.
- Patrick aka dev
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